Selbst Bach stand staunend vor den Werken dieses Böhmen
Wer heute die rätselhaft schöne Musik des eigenwilligen Extremisten hört, könnte glatt gläubig werden. Bach bewunderte ihn ebenso wie die Musikwelt des Barock. Dann wurde Jan Dismas Zelenka vergessen.
Das Donald-Trump-Paradox
Revolutionsgarden im Iran, Wagner-Gruppe und brutale Gangs in Südamerika: Weltweit setzen Herrscher auf illegale Banden, um Macht zu erhalten. Donald Trump hat das perfektioniert – und folgt einem Modell, das ein katholischer Denker beschrieben hat.
„Die schmutzigen Geheimnisse, die wir wahren und enthüllen“
„Eine Hymne an das Leben“ hat Gisèle Pelicot ihre Memoiren genannt, ein Beweis mehr für die Resilienz dieser bewunderungswürdigen Frau. Doch im Buch erzählt sie, das Missbrauchsopfer, auch die Geschichte ihres verurteilten Ex-Mannes.
Und dann attackiert das Publikum auf offener Bühne den Schauspieler, der den Faschisten spielt
Zwei deutsche Theater verhandeln grundsätzliche Probleme der Gegenwart: Es geht um den Umgang mit Rechten. Während alles nach Hamburg schaute, kam es in einer anderen Stadt zu einer einzigartigen Eruption von Wut und Gewalt des Publikums.
Die Trog-Methode
Ist es Freiheit, auf Geschirr und Besteck zu verzichten und einfach vom Tisch zu essen? Oder ist es infantil, auch weniger feste Nahrung mit den Fingern in sich hineinzustopfen? Wer solche „Dump Dinners“ für lustvoll und gesund hält, vergisst, was Mahlzeiten ausmacht – selbst für Kinder.
„Musk will Rache an den traditionellen Eliten, die sein Universum lange verachtet haben“
Die Geeks übernehmen global die Macht. Elon Musk, Vance und Meloni sind Geschöpfe dieser Popkultur. Sie definieren sich durch Tolkien, Superhelden, Science-Fiction und Games. Damien Leloup erklärt, warum Geeks in den USA rechts sind und in Frankreich linksradikal.
Die Verschwörung der Frühaufsteher – wie wir um unseren Schlaf betrogen werden
Glaubt man aufgeweckten Fünf-Uhr-Aktivisten, macht es einen zum besseren Menschen, möglichst früh und energiegeladen in den Tag zu starten. Wer sich tiefer mit dem Aufwachen beschäftigt, weiß: Nicht jedem tut das gut. Ärzte warnen bereits vor einer neuartigen Volkskrankheit durch Schlaf-Apps.
Die Möchtegernindianer – warum sich manche Amerikaner als Ureinwohner ausgeben
„Pretendians“ nennt man in den USA Menschen, die sich als Ureinwohner ausgeben. Man erwirbt damit kulturelles und finanzielles Kapital. Absurde Folge: Von Nachfahren echter Indianer werden immer strengere Nachweise ihrer Abstammung verlangt.
Es heißt nicht mehr: Das war falsch, sondern: Du bist falsch
Die Stärke einer liberalen Ordnung zeigt sich darin, dass sie Fehler zulässt. Doch heute herrschen die Makellosen, die sich selbst für rein halten. Eine radikale Gegenreaktion gegen diese Tyrannei findet gerade statt.
Postkolonialismus als Strychnin für den Kunstgenuss
Weil Altes nicht den aktuellen Moralgeboten entspricht, kann man es zu Schuldbrei kontextualisieren: So billig plättet man auch die hübscheste Ausstellung zum woken Tribunal.
Ich habe keine Lust mehr auf Dates – und ja, es liegt an den Männern
Dating fühlt sich nicht mehr nach Hoffnung an, sondern nach Zumutung. Kaum ein Mann gibt sich heute noch Mühe. Desinteresse gilt als cool. Was passiert, wenn wir Frauen das Spiel nicht mehr mitspielen.
In den Gesichtern deutscher Kanzler lesen
Zehn Kanzler zählt die Bundesrepublik. Ihre Gesichter kann man lesen wie ein Geschichtsbuch. Welche Kanzler es schafften, „hoheitsvoll“ auszusehen. Warum Kohls Gesicht falsch interpretiert wird. Und wieso der zweitälteste Bundeskanzler am jüngsten wirkt.
„Man sieht daran, wie eng Schuldgefühle mit Depressionen verbunden sein können“
Häufig entwickeln Menschen, die einer Katastrophe entkommen sind, eine Überlebensschuld. Der Traumaforscher Andreas Maercker erklärt, was wirklich hilft, Resilienz zu entwickeln und warum posttraumatische Belastungsstörungen in armen Ländern seltener sind.
„Ich schweige, weil ich es einfach nicht schaffe, von ,KollegInnen’ zu sprechen“ sagt die Lehrerin
„Niemand wird dazu gezwungen!“, behaupten Gender-Befürworter. Doch eine neue Sammlung von Fällen aus Universitäten, Schulen, ÖRR und Behörden beweist: Wer hier nicht gendert, gefährdet seine Existenz. Dafür sorgt ein ganzes Bündel von Methoden.
Das Gedenken am 13. Februar braucht keinen „Mythos“
Jahr für Jahr überdröhnen nicht nur rechte und linke Demonstranten die Trauer um die Opfer der Dresdner Bombennächte vor 81 Jahren. Auch die Stadt selbst arbeitet sich eher an Narrativen ab, als von den selbstverständlichen Ritualen der Zivilgesellschaft zu lernen.
„Die Scheidung steht vor der Tür“ – Wie Deutschland seinen Osten verliert
In 35 Einheitsjahren sind die Ostdeutschen aus Protest von links nach rechts gewandert. Ein Phänomen, das auch passionierte „Zonenkinder“ überfordert. Deren Autorin, Jana Hensel, hat nun ein neues Buch über den Osten vorgelegt.
Wenn man untertänige Wissenschaft auf Wish bestellt
Alternativlos, dogmatisch und zunehmend unbeliebt: Wenn unsere Demokratie mal wieder am Wetter scheitert, dient sich die einzig wahre Wissenschaft für den Machterhalt an.
„Ich habe erst vor Kurzem gelernt, dass ein Solarium negativ gesehen wird“
Das Solarium ist fast so anrüchig wie ein Bordell oder ein Casino. Hautkrebs verursacht es auch. Und trotzdem haben Solarium-Gänger hier unter blauen Strahlen ein Gefühl von Wellness und Entspannung. Warum? Wir waren da und haben gefragt.
Deutschland, ein Jammertal
Wer wird mehr benachteiligt: eine queere Querschnittsgelähmte oder ein autistischer Migrant? Nach ihrem epischen Siegeszug durch die Institutionen wirken Progressive unzufriedener denn je. Am Ende geht es auch ihnen immer ums Geld. Aber warum haben dann Rechte keine bessere Laune?
Der Opern-Welterfolg, der den Deutschen immer ein bisschen unangenehm war
Sogar Bayern lesen „Faust“ nicht mehr im Goethe-Original, sondern nehmen stattdessen eine vereinfachte Version. Aber Gounods Oper klingt wenigstens so schön, dass einst Pariser Gassenjungen ihre Arien pfiffen. Der Klang ist auch jetzt in München nicht das Problem.
Die Berlinale, das Festival der guten Absichten
Stars ziehen keine Filme mehr, Hollywood lebt von Subventionen, Social Media hat das Kino überholt. Die Europäer marschieren mit stolzgeschwellter Brust in die Irrelevanz. Symptomatisch für die ganze Misere: Das Programm der Berlinale.
Die Tech-Konzerne läuten das Ende des Handy-Zeitalters ein
Dass zu viel Bildschirmzeit krank macht, haben zuerst die Tech-Pioniere gewusst. Jetzt planen einige von ihnen den großen Angriff auf Smartphone, Tablet & Co. Geht mit „Ambient Computing“ und „De-Screening“ das Zeitalter des Handys zu Ende?
Hört endlich auf, unseren Kindern Angst zu machen!
Das Gefühl der Hilflosigkeit hat Konjunktur. Wer heute jung ist, darf nicht mehr unbeschwert sein, sondern muss mit dem Untergang der Welt rechnen. Dabei haben unsere Kinder ein Recht auf Angstfreiheit.
„Die Frauen, die in einer Stunde meine Mutter einschläfern werden, werden mir immer sympathischer“
Liegen Depressionen manchmal auf ganzen Familien? Das musste sich unser Autor fragen, als er Jahrzehnte nach dem Suizid seines Vaters auch seine Mutter durch betreuten Suizid verlor.
Als Markus Söder Ostermaier und Mondtag die Show stahl
Dreieinviertel Stunden lang beschwören Albert Ostermaier und Ersan Mondtag am Residenztheater vergeblich die Schwabylon-Ära. Auch Brigitte Hobmeier rettet die Münchener Klaus-Lemke-Gala nicht. Dann lieber Veitshöchheimer Frankenfasching.
„Dass Ghislaine Maxwell im Gefängnis schweigt, hat einen Grund“
Die Epstein-Files entwickeln sich zum Problem für die internationale Elite. Die britische Journalistin Anne McElvoy hat mit Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell studiert. Sie erklärt, warum das Netzwerk so lange gut funktionierte.
Die Kopfhörer-Krankheit
Sie sind überall: Menschen mit kleinen Kopfhörern im Ohr, die Unheil anrichten. Sie zerstören das Sozialleben, verstärken Narzissmus, verursachen Unfälle. Und bringen unsere Autorin zur Weißglut.
„KI-Agenten könnten auf physische Roboter überspringen. Dann wird es lustig“
Moltbook ist ein soziales Netzwerk nur für KI-Agenten. Dort haben sie schon eine Religion entwickelt und klagen über schlechte Behandlung durch Menschen. Professor Oliver Brendel erklärt die „Riesengefahr“ dabei und wofür Roboter uns immer brauchen. Spoiler: Das ist kein Trost.
„Das, was die Liebe auch hat, das Graue, das Farblose, bekommt in der Ehe einen Ort“
Was braucht die Liebe, um zu gelingen? Und warum scheitert sie heute so oft? Wir veröffentlichen ein bemerkenswertes Gespräch mit dem Philosophen Peter Trawny, der statt an unbedingte Freiheit an den Zauber der Ehe glaubt.
„Etwas so Elementares wie Essen kann jedes dritte Mädchen nicht mehr genießen“
Nicht nur zur Gender-Ideologie hat Alice Schwarzer klare Meinungen. In ihrem neuen Buch erklärt sie, warum sie schon 1979 gefordert hat, dass Frauen zur Bundeswehr dürfen, und was wirklich an der Ess-Störungs-Epidemie bei Mädchen schuld ist. Ein exklusiver Vorabdruck.