Neue Sachlichkeit – ein Blick, der verbindet
Die Gesichter der Neuen Sachlichkeit tragen bereits Spuren der kommenden Katastrophe. In Tel Aviv entfaltet die Kunst der 1920er-Jahre nun eine unerwartete Wucht – und wird als politische Warnung gelesen.
Ideologie beginnt im Wohnzimmer
Henrike Naumann ist mit nur 41 Jahren gestorben. Die Gegenwartskunst verliert mit ihr eine der wichtigsten Stimmen ihrer Generation. Naumanns Vermächtnis wird nun der Deutsche Pavillon auf der Biennale von Venedig.
Frauen in Räumen, die es gar nicht gibt
André Butzer nannte seine fröhlichen Comic-Figuren mal „Friedens-Siemense“. Auch auf seinen gigantischen neuen Bildern lächelt das Personal unbeirrt weiter. Butzers hochfrequente Malerei ist jetzt in der Berliner Galerie Max Hetzler zu sehen.
Die Fotografie hat ein neues Zuhause
Ein denkmalgeschütztes Kaffeelagerhaus wird zum Speichermedium der Fotografie: Das niederländische Fotomuseum archiviert Hunderte Nachlässe und Millionen Bilder. Die Architektur ist wegweisend, typisch Rotterdam – und sendet auch Impulse nach Deutschland.
Warum die Ausstellung „Metamorphosen“ ein Highlight des Frühlings ist
Das Rijksmuseum in Amsterdam hat sich mit der Galleria Borghese in Rom zusammengetan, um der Wirkung von Ovids „Metamorphosen“ auf die Bildende Kunst nachzuspüren. Zu bestaunen ist ein hochkarätiger Reigen aus Werden und Vergehen.
Der bizarre Streit mit dem Denkmalschutz um einen Cranach-Altar
Um einen Altar, den der Künstler Michael Triegel für den Naumburger Dom schuf, entbrannte heftiger Streit. Während der Altar im Vatikan Asyl bekam, sind neuere Triegel-Arbeiten jetzt in Berlin zu sehen – mit einem Vogel, den der Teufel schickt.
„Wir haben exakt dieselben strengen Standards wie bei allen Art-Basel-Messen“
Die wichtigste Messe für moderne und zeitgenössische Kunst eröffnet in Katar. Besucher, Aussteller und Künstler müssen sich auf rigide Verhaltensvorschriften einstellen. Kann die Qualität der Art Basel bewahrt werden? Fragen an Wael Shawky, den Leiter der Art Basel Qatar.
„Dann hängt der Rubens wieder bei mir“ – das Dilemma eines Kunsthändlers
Auf der Brussels Art Fair beginnt schon Ende Januar der Frühling – jedenfalls für die alten Meister. Mit ihrem Programm von der Antike bis in die Moderne fordert sie die dominierende Kunstmesse Tefaf heraus. Einen Vorteil hat die Brafa bereits.
Die Frau, die Gerhard Richter in Amerika groß machte
Mit einem Geschäft für Drucke und Editionen machte sie Kunst erschwinglich. Mit ihrer eigenen Galerie ebnete Marian Goodman dann der europäischen Kunst in den USA den Weg. Jetzt ist die New Yorkerin im Alter von 97 Jahren gestorben.
Drei Jahre Arbeit für etwas, das aussieht, als habe Grok es erschaffen
In seinen besten Werken brachte Pierre Huyghe die Wirklichkeit ins Schwimmen. Mit „Liminals“ will er einen Mythos schaffen. Doch zwischen KI-Ästhetik, quantenmechanischem Sound und überwältigender Inszenierung gerät die Erfahrung ins Rutschen.
Jedes Bild bekräftigt den Mythos – völlig zu Recht
In seinem kurzen Leben hat Jean-Michel Basquiat ein überwältigendes Werk geschaffen. Eine Reihe von Bildern, die er bis zu seinem Tod bei sich behalten hat, untermauern seinen Rang als Ausnahmekünstler des 20. Jahrhunderts.
Wo das Miami Beach des deutschen Kunstmarkts liegt
Kunstmessen brauchen mehr als große Hoffnungen, sagt Daniel Hug und bringt die Art Cologne, die er seit vielen Jahren leitet, im April nach Palma de Mallorca. Warum das kein Widerspruch ist, erklärt er im Interview.
Warum es sich jetzt besonders lohnt, archäologische Objekte zu kaufen
Der Handel mit antiken Kunstgegenständen steht häufig unter Verdacht. Der Wiener Galerist Christoph Bacher widerspricht vehement. Er lobt die privaten Sammler als Bewahrer des kulturellen Erbes. Die Preise sind geradezu lächerlich – noch.
Ein Pelz, bitte!
Ihr „Frühstück im Pelz“ wurde zur Ikone der modernen Kunst und so wertvoll, dass es bald nur noch im Privatjet reiste. Und Meret Oppenheim erkannte, dass Kunstwerke originell, aber keine Unikate sein müssen.
Was Bilder über unsere gebaute Welt verraten
Seit der Mensch erzählt, erzählt er von Räumen. Eine Ausstellung in Karlsruhe zeigt, wie tief die Architektur von Anfang an in die bildende Kunst eingeschrieben ist – als Traum, als Schutzversprechen und als Ausdruck der Macht.
Stille Figuren gegen den Zeitgeist
Waldemar Otto war präsent und geachtet. Seine Skulpturen erzählen von Beharrlichkeit und Widerstand. Doch das Werk verschwand aus dem Kanon – nicht avantgardistisch. Eine Auktion wirft die Frage auf, wie viel Fortschritt die Kunstgeschichte eigentlich verträgt.
Warum immer mehr Familiensammlungen auf den Kunstmarkt kommen und wie man sie veräußert
Über Jahrzehnte angehäufter Kunstbesitz kommt auf den Markt, Investoren hinterfragen ihre Strategien und junge Sammler setzen neue Akzente. Für den Handel, der sich in einem grundlegenden Wandel befindet, ist es eine Herausforderung.