„Singt sie von echtem Kokain?“ – Wie die Popbranche ihre Stars weichspült
Eine Popikone als Nervenbündel, Alexander Skarsgård als heuchlerischer Aasgeier und Kylie Jenner als Kylie Jenner: „The Moment“ über und mit Charlie xcx ist eine bitterböse Abrechnung mit Ruhm in Zeiten von Social Media – und wird auf der Berlinale selbst zum Hype.
„Ich hätte die ganze Zeit Schiss, wenn meine Kinder nach New York gehen würden“
Der Regisseur Simon Verhoeven, aufgewachsen im Schatten zweier berühmter Eltern, findet mit der Joachim-Meyerhoff-Verfilmung „Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ zu einer stilleren, persönlicheren Tonlage. In einer Hauptrolle: seine Mutter Senta Berger. Ein Treffen in Berlin.
Der meistgehypte Film des Festivals ist da
Die 76. Berlinale hat begonnen. Zehn Tage voller Filmfieber. Willkommen beim Live-Ticker! Der Gen-Z-Superstar Charli xcx stellt den am meisten gehypten Film des Festivals vor – „The Moment“ mit und über sich selbst.
Wenn es diesem Film nicht gelingt, die Liebe und das Kino zu retten, dann keinem
Pünktlich zum Valentinstag kommt die tragische Liebesgeschichte von Cathy und Heathcliff ins Kino. Die neue „Wuthering Heights“-Verfilmung ist ein melodramatisches Meisterwerk, bei dem einfach alles stimmt. Es könnte verändern, wie wir lieben.
Die Berlinale, das Festival der guten Absichten
Stars ziehen keine Filme mehr, Hollywood lebt von Subventionen, Social Media hat das Kino überholt. Die Europäer marschieren mit stolzgeschwellter Brust in die Irrelevanz. Symptomatisch für die ganze Misere: Das Programm der Berlinale.
Das Böse und wie es über ein Dorf kam
Kann Gewalt über Generationen hinweg weitergegeben werden? Der neue „Tatort“ ist ein blutiges Märchen über den Hass und wie er sich in die Seelen von Millionen einnistet. Der vielleicht beste Sonntagabendkrimi von der Saar.
Die Party ist vorbei – Was Netflix in Deutschland jetzt zahlen muss
Die großen Streamingdienste verdienen in Deutschland Hunderte Millionen, zahlten bisher aber praktisch nichts zurück. Nach massivem Protest der Filmbranche müssen sie nun investieren. Doch ausgerechnet Donald Trump könnte das Gesetz noch kippen.
Berlin verteidigt seinen Titel als Haupstadt der Agenten
Das deutsche „The Americans“? In der Netflix-Produktion „Unfamiliar“ spielen Susanne Wolff und Felix Kramer ein Berliner Ex-Agenten-Paar, das von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Es gab einen großen Vorab-Hype. Aber wie gut ist die Serie wirklich?
Die Serie, die den angezogenen Sex erfunden hat
Die Netflix-Serie „Bridgerton“ lieferte während der Pandemie den perfekten Stoff für Weltflüchtlinge aller Art. Die Kitschschmonzette aus dem britischen Hochadel von 1813 war ein Sensationserfolg. Jetzt kommt die vierte Staffel. Sie handelt von Treppen.
Worum es wirklich in der Serie „Pluribus“ geht
Mit „Breaking Bad“ und „Better Call Saul“ hat Vince Gilligan die vielleicht wichtigsten Serien unserer Zeit erschaffen. Mit seiner Serie „Pluribus“ stellt er die Welt vor ein Rätsel. Wer es knacken will, muss zuallererst auf eine Zahl achten.
„Stranger Things“ ist vorbei. Oder doch nicht?
Die Monster sind tot, die Kinderhelden längst erwachsen. Doch wer glaubt, mit dem Ende von „Stranger Things“ wären wir die Dämonen los, ist naiv. Lesen Sie nicht weiter, wenn Sie Spoiler fürchten, aber die Herrschaft des Upside Down über die Popkultur hat gerade erst begonnen.
„In der Filmbranche gibt es manchmal Ressentiments gegen das Alter oder das Geschlecht“
Sie machte „Die Zweiflers“, „Marzahn Mon Amour“ und jetzt den Mehrteiler „Mozart/Mozart“. Clara Zoë My-Linh von Arnim ist eine der gefragtesten Regisseurinnen Deutschlands. Für junge Frauen hat sie einen Tipp.
Es sind diese drei Momente, in denen Melania Trump einen Blick hinter die Maske erlaubt
Eine neue Dokumentation begleitet Melania Trump über die 20 Tage vor der Amtseinführung des US-Präsidenten 2025. Wir sehen eine disziplinierte Frau, die kaum ein Blick hinter ihre Maske erlaubt. Doch es gibt Ausnahmen.
„Neben der russischen Lebensfreude wirkt es in unserer liberalen Demokratie ziemlich langweilig“
Alle Klischees über Russland seien wahr, sagt Emmanuel Carrère. Der Putin-Kenner gehört zu den Autoren des Films „Der Magier im Kreml“. Hier erklärt er das Mysterium des Ostens – und was es mit dem „III. Rom“ auf sich hat.
„Stellt euch jetzt alle vor, ihr seid Spaghetti im heißen Wasser“
Wie wird so einer ein Theaterstar? Der Kinofilm „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ nach Joachim Meyerhoffs autobiografischem Roman erzählt von einem norddeutschen Sturkopf, dem das wider alle Wahrscheinlichkeit gelingt. Aber gelingt deshalb auch der Film?
„Die Kinos sind leer“ – Warum Koreas Film-Wunder gerade zusammenbricht
Nach „Parasite“ und „Squid Game“ feiert die Welt das koreanische Kino. Doch Starregisseur Park Chan-wook warnt im Interview: „Viele haben das Gefühl, dass alles auseinanderfällt.“ Ein Gespräch über KI-Bedrohung – und seinen neuen Film „No Other Choice“ über Mord aus Jobangst.
Der „Melania“-Regisseur – in Hollywood unerwünscht, in Mar-a-Lago wieder aufgetaucht
Brett Ratner war mit der Action-Reihe „Rush Hour“ erfolgreich. Dann ruinierten Belästigungsvorwürfe seine Karriere. Nun kommt sein Film über Melania Trump. 75 Millionen zahlte Amazon dafür – und spekuliert auf Gewinne aus ganz anderen Geschäften.
Der Film, aus dem man alles lernen kann über die DDR
Ausgerechnet in Berlin wird darüber debattiert, die DDR nicht mehr als Pflichtstoff an Gymnasien zu behandeln. Sind die richtigen Spielfilme und Literaturklassiker vielleicht sogar glaubwürdiger als Schulstunden?
Was „Die drei ???“ von „Stranger Things“ lernen könnten
Der Film „Die drei ??? – Toteninsel“ lebt wieder vom Charme seiner Darsteller. Doch er gibt ihnen keine erzählerische Freiheit. Obwohl die drei Detektive Justus, Peter und Bob sichtbar älter werden, dürfen sie nicht reifen.
„Die Menschen haben die wahre Fratze der religiösen Ideologie kennengelernt“
Ali Samadi Ahadi kam als Kind allein nach Deutschland, heute blickt der Filmemacher verzweifelt auf den Iran. Er sieht ein Regime, das sich mit sinnlosem Mord nur Tage länger an der Macht hält. Doch die Szenarios für die Zeit nach den Mullahs haben ein Problem.
Nach diesem Film, gehen Sie anders durch einen Wald
Ildiko Enyedis „Silent Friend“ geht an die Grenzen der Wahrnehmung und der Kommunikation zwischen den Lebewesen. Alles dreht sich um einen gigantischen Ginkgo im Botanischen Garten von Marburg. Eine stille Kino-Meditation, die unser Verhältnis zur Welt verändert.
Sprengt die Rundfunkhäuser in die Luft
Der „Tatort“ hat einen Narren am Theater gefressen. Keine drei Wochen nach den Münchnern ermitteln jetzt die Kölner hinter der Bühne. Dort allerdings ist das Opernhaus eine Baustelle. „Die Schöpfung“ macht das Beste daraus.
Tribute-Acts sind das wirkliche Gedächtnis des Pop
Was passiert, wenn ein Neil-Diamond-Song ein Leben rettet? „Song Sung Blue“ ist altmodisch, warmherzig, überraschend besetzt und unerwartet aktuell – ein Musikfilm, der zeigt, was Hollywood einmal konnte.
Warum ausgerechnet Grönland die letzte Hoffnung der Welt ist
Ein Killerkomet, Prepper im Permafrost und Donald Trumps Griff nach der eisigen Insel: Der Katastrophenfilm „Greenland 2“ mit Gerard Butler zeigt, auf welch gefährlichem Kollisionskurs sich Großmachtträume und Weltuntergang inzwischen befinden.
Er machte einen Sieben-Stunden-Film über Kühe im Schlamm – und wurde zur Legende
Der ungarische Regisseur Béla Tarr ist tot. Seine Filme sind das Gegenteil von Netflix: endlos langsam, schwarz-weiß, ohne Happy End. Und doch gelten sie als Meisterwerke. Denn auch an Kargheit kann man sich berauschen.
Der berühmteste Filmkomponist schuf auch Klassik. Warum man die unbedingt hören sollte
Ennio Morricones Musik kennt jeder aus „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder „Zwei glorreiche Halunken“. Doch der Italiener komponierte auch E-Musik. Seine einzige Oper musste 30 Jahre auf ihre Uraufführung jetzt in Neapel warten. Doch es gibt noch viel mehr zu entdecken.
WELTPlus-Bestseller
„Meine Gelüste waren unstillbar“
Eines Tages verordnet sich Melissa Febos – Autorin, Professorin, Ex-Domina – ein Jahr ohne Sex. „Trockenzeit“ nennt sie diese Phase, an deren Ende sie die Antwort auf eine Frage findet, die viele Menschen umtreibt: Warum war der Sex früher besser?
Das perfekte Eltern-Dasein ist nur mit einem Kind möglich
Das Einzelkind galt lange als Problemfall. Nun bekennen sich immer mehr Familien zum Prinzip „One and done“. Solche Kinder werden umsorgt wie kostbare Kunstwerke im Museum. Was Eltern dabei nicht bedenken und was solchen Kindern später droht.
Schöner und länger leben als Klimaschädling und Wohnraumwegnehmer
Der Erbe, ein vaterlandsloser Geselle: Als Freund von Wohlstand hat man es satt, als Sozialproblem auf dem Weg zur totalen Gerechtigkeit zu gelten.
„Wer sich als Verbindungsstudent outet, erlebt Diskriminierungen“
Studentenverbindungen sind exotisch geworden, doch es gibt sie bis heute. Warum es seit 1968 weniger wurden und welche Tradition damit verloren zu gehen droht, erklärt ein Experte. Er weiß auch, wie Antisemitismus schon einmal zur Jugendbewegung wurde.
„Ich schweige, weil ich es einfach nicht schaffe, von ,KollegInnen’ zu sprechen“ sagt die Lehrerin
„Niemand wird dazu gezwungen!“, behaupten Gender-Befürworter. Doch eine neue Sammlung von Fällen aus Universitäten, Schulen, ÖRR und Behörden beweist: Wer hier nicht gendert, gefährdet seine Existenz. Dafür sorgt ein ganzes Bündel von Methoden.
Ich habe keine Lust mehr auf Dates – und ja, es liegt an den Männern
Dating fühlt sich nicht mehr nach Hoffnung an, sondern nach Zumutung. Kaum ein Mann gibt sich heute noch Mühe. Desinteresse gilt als cool. Was passiert, wenn wir Frauen das Spiel nicht mehr mitspielen.
„Aus amerikanischer Sicht ist es egal, ob Europa von Russland oder Deutschland beherrscht wird“
Kurz nach Kriegsende sah der Schöpfer von „1984“ die Zukunft Europas voraus – in einer Welt, die von einer „Managerklasse“ und wenigen Supermächten beherrscht wird. Sein Text ist heute von erschütternder Aktualität. Hier erscheint er erstmals auf Deutsch.
Die besten Krimis aller Zeiten
Auf den ersten Blick sieht ein schlechter Kriminalroman genauso wie ein guter aus – und schlechte gibt es jede Menge. Wir präsentieren 40 Meisterwerke, mit denen das Lesen wieder Spaß macht.
Der Opern-Welterfolg, der den Deutschen immer ein bisschen unangenehm war
Sogar Bayern lesen „Faust“ nicht mehr im Goethe-Original, sondern nehmen stattdessen eine vereinfachte Version. Aber Gounods Oper klingt wenigstens so schön, dass einst Pariser Gassenjungen ihre Arien pfiffen. Der Klang ist auch jetzt in München nicht das Problem.