Während Hitler seine letzte Rede hielt, detonierten drei Torpedos
Am 30. Januar 1945 war die „Wilhelm Gustloff“ mit mehr als 10.000 Menschen auf dem Weg nach Westen. Die Passagiere glaubten, das Schlimmste hinter sich zu haben. Doch ein sowjetisches U-Boot ortete den Dampfer. Es war die größte Schiffskatastrophe aller Zeiten.
„Die Panzerschiffe haben den Handelskrieg aufzunehmen“
Mit der Versenkung der SS „Clement“ eröffnete das deutsche Panzerschiff „Admiral Graf Spee“ 1939 den Handelskrieg gegen britische Schiffe. Kapitän Hans Langsdorff hielt sich an alle Regeln. Er blieb eine Ausnahme.
Verschwenderisch ließ es sich die NS-Elite schmecken
Weil er tonnenweise rationierte Lebensmittel an die NS-Führung geliefert hatte, wurde der Feinkosthändler August Nöthling 1943 verhaftet. Goebbels wollte ein Exempel statuieren. Aber es kam anders.
So dachte der Jüngste der Verschwörer vom 20. Juli
Friedrich Karl Klausing war 24 Jahre alt, als er vor den Volksgerichtshof treten musste. Er gehörte als Adjutant Stauffenbergs zum engeren Kreis des Widerstandes. Jetzt sind Privatbriefe aufgetaucht.
Und manchmal liegen dort Knochen der Bombenopfer
80 Jahre nach Kriegsende: In Essen untersuchen Stadtarchäologen Luftschutzanlagen, die vergessen oder verschüttet waren. Dabei entdecken sie Graffiti, die ersten Fanta-Flaschen der Geschichte und Spuren der Menschen, die darin ums Leben kamen.
Der Tag, an dem britische Panzer auf Hamburgs Rathaus zurollten
Am 3. Mai jährt sich für Hamburg der Tag der Befreiung von der NS-Diktatur zum 80. Mal. Der Historiker Helmut Stubbe da Luz geht der Frage nach, inwieweit der Stadt ansonsten die „totale Vernichtung“ gedroht hätte – und wer sich als Retter feiern lassen darf
Verwundete bekamen eine tödliche Dosis oder den Gnadenschuss
Für den Einsatz hinter den japanischen Linien drillte der Brite Orde Wingate im Zweiten Weltkrieg die Spezialeinheit der Chindits. Ihre Operationen in Burma 1943/44 bewiesen, dass auch europäische Truppen im Dschungel kämpfen konnten.
Die ersten „smarten Bomben“ setzte die Wehrmacht ein
Gelenkte Bomben mit Funk- oder Drahtsteuerung: Ab 1943 setzte die Wehrmacht neue Systeme ein, die Ziele punktgenau zerstören sollten. Fritz X und Hs-293 waren ihrer Zeit voraus – und begründeten eine völlig neue Kategorie von Waffen.
„Wie Enten auf einem Kirmesstand“ wurden die Amerikaner abgeschossen
Sechs Monate dauerte 1942/43 das Ringen um die Pazifikinsel Guadalcanal. Die US Navy setzte darauf, mit ihrem modernen Radar die japanische Überlegenheit in Nachtgefechten zu brechen. Eine schwere Niederlage war die Folge.
Mit bewaffneten Traktoren zog die Wehrmacht in den Weltkrieg
Das Rückgrat der deutschen motorisierten Divisionen war bis 1941 der Panzer II, obwohl er eigentlich nur als Provisorium entwickelt worden war. Erst Anfang 1942 wurde das Modell vom Kampf- zum Aufklärungspanzer herabgestuft.
Churchills Aktion provozierte Hitlers Invasion Norwegens
Mit 300 Gefangenen an Bord marschierte die deutsche „Altmark“ im Februar 1940 durch die Hoheitsgewässer des neutralen Norwegen. Dort wurde sie von der Royal Navy geentert – mit weitreichenden Folgen.
Diese „Erdbeben-Bombe“ zerstörte Deutschlands Brücken
Um die deutschen Brücken und Bunker auszuschalten, entwickelte die Royal Navy die zehn Tonnen schwere „Grand Slam“-Bombe. Mit ihr wurden im März 1945 die strategischen Bahnlinien zerstört.
Warum Goebbels wirklich den „totalen Krieg“ ausrief
Nach der Katastrophe von Stalingrad hielt NS-Propagandaminister Goebbels die berüchtigte Rede, mit der er den „totalen Krieg“ erklärte. Dahinter steckte ein Kalkül, das vor allem seine Person betraf.
„Ausbruch in freie See und Durchbruch Heimat aussichtslos“
Nachdem die Royal Navy im Dezember 1939 vor Montevideo aufmarschiert war, stand Kapitän Hans Langsdorff vor der Entscheidung: Sollte er die Besatzung seines Panzerschiffs „Admiral Graf Spee“ opfern? Oder nur sich selbst?
„Nicht arbeitende Kriegsgefangene haben zu verhungern“
Zwei Millionen Tote in kaum acht Monaten: Der Umgang mit sowjetischen Kriegsgefangenen ist nach dem Holocaust das zweitgrößte Verbrechen des Dritten Reiches. Verantwortlich war die Wehrmacht.
U-30 eröffnete mit katastrophalem Schuss den U-Boot-Krieg
Kurz nach der britischen Kriegserklärung an das Dritte Reich versenkte ein deutsches U-Boot den Passagierdampfer „Athenia“. Eine groß angelegte Täuschungsaktion sollte den Verstoß gegen das Kriegsrecht kaschieren.
„Als ob es darum gegangen wäre, Ungeziefer im Haus zu vernichten“
Unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen begann am 20. November 1945 im Nürnberger Justizpalast der Prozess gegen 24 NS-Hauptkriegsverbrecher. Vor allem eine schockierende Beobachtung hat sich Teilnehmern eingeprägt.
Der erste Triumph des Flugzeugs über Schlachtschiffe
Um die italienische Flotte im Hafen von Tarent auszuschalten, entwickelte die Royal Navy 1940 einen tollkühnen Plan. Von einem Flugzeugträger aus sollten einige Doppeldecker einen Nachtangriff mit Torpedos vortragen.
„Das Erste, was ich sah, war die eine Hälfte seines Körpers“
Die USS „Mount Hood“ lag im November 1944 in Seeadler Harbor, als sie von einer schweren Explosion zerrissen wurde. Von der Besatzung blieb nichts mehr übrig. Zeugen gaben an, ein japanisches U-Boot oder Flugzeug gesehen zu haben.
Der einzige deutsche Flugzeugträger war eine Fehlkonstruktion
Am 8. Dezember 1938 versammelte sich die Prominenz des Dritten Reiches in Kiel, um der Taufe der „Graf Zeppelin“ beizuwohnen. Doch weder die Spitze der Kriegsmarine noch der Diktator selbst hatten großes Interesse an dem Flugzeugträger.
„Wo Sturmgeschütze sind, wird die Front gehalten“
Nach der gescheiterten Offensive bei Kursk im Sommer 1943 musste die Wehrmacht permanent in der Defensive kämpfen. Der Panzer, das Symbol der Blitzsiege, wurde als „Feuerwehr“ verschlissen. Rettung sollte eine andere Waffe bringen.
35.000 Fallschirmjäger sollten den Krieg beenden
Im September 1944 startete die bis dahin größte Luftlandeoperation der Geschichte. Das Ziel war die Rheinbrücke von Arnheim. Doch die schlechte Konzeption ermöglichte der Wehrmacht einen letzten Sieg.