Kaum ein Brite entkam. Die meisten wurden entkleidet und ausgeweidet
Nach der Eingliederung der Burenrepublik Transvaal ins Empire griffen britische Truppen im Januar 1879 das Königreich der Zulu an. Überheblichkeit und Inkompetenz sorgten dafür, dass ein Teil der Armee bei Isandhlwana in einen Hinterhalt geriet.
Nackt, vegetarisch, deutschnational. Das provozierende Leben des Gustaf Nagel
Der Lebensreformer Gustaf Nagel war einer der „Kohlrabiapostel“ des Kaiserreichs. Am Arendsee baute er einen Tempel, zu Fuß wanderte er ins Heilige Land. Die Nazis steckten ihn ins KZ und die DDR ins Irrenhaus. Über einen sehr deutschen Propheten.
Preußen, Sex und fromme Schwurbler
Von wegen Hauptstadt der Vernunft: 1835 lösten Wunderprediger im protestantischen Königsberg die „Mucker“-Affäre aus. Jetzt erzählt der Star-Historiker Christopher Clark, wie fromme Schwurbler zur Gefahr für Preußens Sicherheit wurden.
Karlsruhe muss sein Klima-Urteil von 2021 revidieren – und es gäbe dafür drei Wege
Die Folgen des Klima-Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts von 2021 werden immer deutlicher: Es droht ein wirtschaftlicher Absturz Deutschlands, der politisch und gesellschaftlich schwere Verwerfungen mit sich bringen dürfte. Eine Kehrtwende ist nötig – und möglich.
Massenselbstmorde und Vergewaltigungen begleiteten die letzte sowjetische Großoffensive
Im Sommer 1945 versuchten die Tauben in der japanischen Führung, die Sowjetunion als Vermittlerin für einen Friedensschluss zu gewinnen. Stattdessen eröffnete Stalin am 9. August den Großangriff auf die kaiserliche Armee in der Mandschurei.
Starben 24 Menschen – oder bis zu viertausend?
Aussig an der Elbe war eine kleine, nicht weiter bekannte Industriestadt in Nordwestböhmen. Dann kam es am 31. Juli 1945 zu einem mörderischen Exzess. Seither ist ungefähr alles umstritten, was mit Aussig zu tun hat.
Warum Hitlers Luftwaffe keine strategische Bomberflotte besaß
Im Gegensatz zu Großbritannien und den USA verfügte die deutsche Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg über keine Bomber für den strategischen Luftkrieg. Die Gründe dafür liegen in Konzepten, die in der Weimarer Republik entwickelt wurden.
„Nicht Vertreter irgendeiner politischen Richtung“
Streit um die Besetzung des höchsten deutschen Gerichts ist nicht ganz neu. Schon zweimal gaben Kandidaten nach öffentlicher Diskussion auf. Dabei formulierte der Bundesjustizminister schon 1955 das sinnvolle Grundprinzip.
„Sehr verlässlich“ aus Stasi-Sicht – Wenn der „Vati“ als Agent aktiv war
Deckname „Massen“: Wolfgang Wilhelm war viele Jahre als Stasi-Agent tätig. Als er im Westen verhaftet wurde, flog sein Doppelleben auf. In seiner Familie ist das bis heute weitgehend ein Tabuthema. Die Stasi verwischte viele Spuren – aber nicht alle.
Die Überzeugung, dass „wir da leider mitmachen müssten, sonst hängen wir am nächsten Baum“
Berthold Rückert, 102, gehört zu den letzten lebenden Soldaten, die in der Wehrmacht kämpften. Er erzählt, wie er als Kind in die Nazi-Ideologie indoktriniert wurde – und welche Gräuel er an der Front miterlebte. Selbst 1945 habe er noch an einen Sieg geglaubt.
So sozialistisch waren die Nationalsozialisten wirklich
Hitler sprach von „Weltanschauung“. Doch nicht nur er prägte das Denken der NS-Bewegung. Ein wissenschaftliches Großprojekt geht jetzt den verschiedenen „Ideologien“ auf den Grund – zunächst anhand von 75 Vordenkern.
„Sie glaubten fest an Meerjungfrauen oder Meeresmonster“
Salzwasser und Sirenen: Das Meer im Mittelalter hielt echte Überraschungen bereit, sagt der Historiker Nikolas Jaspert. Der Fischreichtum aus Nord- und Ostsee verhalf den Städten zu Wohlstand – und Ökologie spielte bereits eine Rolle.
Die „Mordsgaudi“ am Würgegalgen war ein sadistisches Spektakel für die breite Bevölkerung
Am 24. März 1950 wurde der Raubmörder Johann Trnka in Wien am Würgegalgen hingerichtet. Diese Methode des Strafvollzugs hatte in Österreich lange Tradition. Jahrhunderte zuvor glichen Hinrichtungen sadistischen Volksfesten. Auch die Henker selbst schwebten dabei bisweilen in Lebensgefahr.
Wenn zusammenkommt, was nicht zusammengehört
Die Geschichte der Bundesrepublik zeigt: Im Laufe der Zeit ist es immer schwieriger für Parteien geworden, funktionierende Bündnisse zu schmieden. Aber angesichts der dramatischen Entwicklungen unserer Zeit ist es dringend nötig, dass Parteien das schaffen, was auch normale Menschen hinbekommen.
„Plötzlich waren wir mittellose Flüchtlinge“, sagt sie mit Tränen in den Augen
Vor 80 Jahren musste Helga Wehberg aus Ostpreußen fliehen. Sie war eine von gut 14 Millionen Deutschen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Jahrzehnte später ging sie die Route noch einmal. Über die schrecklichen Erinnerungen an die Flucht – und den Versuch, den inneren Frieden zu finden.
Was Alice Weidel über Hitler sagt – und was stimmt
Der Talk der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel mit Elon Musk enthielt einige erstaunliche Aussagen über Hitler und den Nationalsozialismus. Das Muster war dabei stets gleich: Zutreffende Fragmente werden stark verzerrt. Eine Analyse.
Dieser banale Stoff riss das Imperium in den Untergang
In Wasserleitungen oder der Produktion von Nahrungsmitteln gehörte Blei im Römischen Reich zum Alltag. Neue Analysen belegen eine starke Luftverschmutzung, die Wissenschaftler sogar für die Auflösung der „Pax Romana“ verantwortlich machen.
„Jeder kann seine Heimat verlieren“
Warum Menschen, die flüchten müssen, ihre Haustür abschließen, warum das Ankommen so schwer ist und welche Rolle die Vertriebenen im Kollektivgedächtnis spielen: Ein Gespräch mit dem Historiker Andreas Kossert.
Die Assads sind nach 54 Jahren gestürzt. Wie kamen sie zur Macht?
Seit November 1970 herrschte der alawitische Clan al-Assad in Syrien. Hafiz al-Assad errang die Führungsposition durch eine seltene Kombination von militärisch-strengem Pragmatismus mit arabischem Nationalismus.
Frauen wurden in ein Gestell gezwängt und von einem Stier besprungen
Kein anderes Relikt der römischen Zivilisation ist heute so populär wie der Gladiator. Man hat seine Kämpfe mit Sensationsgier und Dekadenz erklärt. Aber es ging nicht um „Brot und Spiele“. Die ganze Ordnung des Imperiums entfaltete sich in der Arena.
Das Scheitern der SPD-Kanzler
Kein Sozialdemokrat im höchsten Regierungsamt hat bisher seine Amtszeit selbstbestimmt beendet. Gerhard Schröder wurde vom Wähler bestraft, Helmut Schmidt stürzte durch ein Misstrauensvotum, Willy Brandt trat zurück. Ein Rückblick.
Wie grüne Ideen im Mittelalter das Wachstum förderten
Klimaveränderungen führten im 12. und 13. Jahrhundert zu Bevölkerungswachstum und neuen Städten. Vor allem ein kostbarer Baustoff wurde benötigt, es kam zu erheblichem Raubbau am Wald. Und es entstand ein erstes Umweltbewusstsein.
Bei der Lüge über die Nato-Osterweiterung sind sich AfD und BSW einig
Noch immer kursiert die Behauptung, 1990 sei im Zuge der Wiedervereinigung eine Ausdehnung des westlichen Bündnisses ausgeschlossen worden. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus vorsätzlichen Missverständnissen und schlichten Erfindungen.
Die Kaiserin umgarnte den Stiefsohn „mit farbigen Worten“ zum Sex
Der römische Kaiser Konstantin ließ seine Frau Fausta als „Heil des Staates“ feiern. Bis sie seinen Sohn Crispus 326 einer Verschwörung bezichtigte. Der Grund dafür soll „Liebeswahn“ gewesen sein. Konstantin ließ daraufhin ein Bad präparieren.
Warum der Vorstoß in Richtung Kursk Putin ins Mark trifft
Der Untergang des U-Boots „Kursk“ im August 2000 sowie neuere Forschungen über die sogenannte „Panzerschlacht von Kursk“ im Juli 1943 erodieren einen zentralen sowjetisch-russischen Mythos. Der aktuelle ukrainische Vorstoß in diese Region zielt womöglich auch darauf.
War nun die SS an sich verbrecherisch?
Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen bricht mit der AfD, weil deren Europa-Spitzenkandidat Maximilian Krah die Verbrechen der Himmler-Truppe relativiere. Es ist eine Eskalation, die zu erwarten war, denn Krah bedient sich ähnlicher Relativierung wie SS-Veteranen.
Für seine Flugblätter verhängte die DDR die Todesstrafe
Die erste „Wahl“ zur Volkskammer am 15. Oktober 1950 in der DDR war eine reine Inszenierung. Der 18-jährige Gymnasiast Hermann Flade protestierte dagegen, wurde zur Höchststrafe verurteilt – und musste schließlich zehn Jahre im Zuchthaus absitzen.
Bundesliga-Skandal 1971 – auf der Gartenparty platzte die Bombe
Der Mai ist im Fußball der Monat der Entscheidungen. Es geht um die Meisterschaft, um die Europapokal-Plätze – und um den Abstieg. In solch einem Abstiegskampf kam es Anfang der 70er-Jahre zu einem der größten Skandale der deutschen Fußballgeschichte.
„Alles Verschwörung?“ – die dritte Staffel von WELT History
„Alles Verschwörung?“ taucht ab in eine Welt dunkler Mächte und geheimer Eliten – in Deutschland und den USA. Wie werden Menschen zu Verschwörungsgläubigen? Und wie schaffen Anhänger den Ausstieg? Ein Podcast über die Macht von Verschwörungstheorien im Superwahljahr 2024. Mit WELTplus jetzt alle Folgen hören.
Warum Hitler ausgerechnet seinen besten Strategen feuerte
Erich von Manstein galt als der beste Stratege der Wehrmacht. Doch am 30. März 1944 enthob Adolf Hitler ihn seines Postens. Der Feldmarschall haderte, aber für sein Leben nach dem Zweiten Weltkrieg erwies sich das als Glücksfall.
„Uns wurde in Torgau die Würde genommen“
Renate Viehrig-Seger wird als Jugendliche sexuell missbraucht und in die DDR-Umerziehungsanstalt Torgau geschickt. Dort wird ihr abermals schwere Gewalt angetan. Heute will sie angemessene Anerkennung für das Unrecht, das sie durchlebte. Doch die Behörden stellen sich bei Anträgen auf Entschädigung quer.