Tagtigall
Marie Louise Knott stellt alle ein, zwei Monate Dichter und neue Lyrikbände vor.
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Von Wörtern und Flocken
Tagtigall20.12.2025Gedichte leben in einer Stille für sich. Hier als letzter Tagtigallen-Flug des Jahres drei Bände - vonEtel Adnan,Sonja vom Brocke undTheresa Luserke - die sichin solche Stille hinein begeben. VonMarie Luise KnottGlückspendender Vogelschiss
Tagtigall15.09.2025Ihre Poetik sei eine ArtHausbesetzung, schreibtFran Lock in ihrem Manifest einer Arbeiter.innenklassenpoetik, undZheng Xiaoqiong, die dichtend das Wanderarbeiterinnenleben erkundet, sagt: "Ich spreche diese stachligen, geölten (...)mit Schrauben festgezogene Sprachen." Beiden geht es um einen Widerstand, denWiderstand der Dichtung gegen die Vereinnahmung der Sprache in der sich zunehmend globalisierenden Welt. VonMarie Luise KnottDer Trick ist ...
Tagtigall10.07.2025Die österreichische AutorinVerena Stauffer schreibt Lyrik und Prosa. Ihr vierter Gedichtband "Kiki Beach", der im Juni auf der österreichischen Bestenliste stand, ist vonvirtuellen Welten und Wünschen durchtränkt und beleuchtet mit der Sprache unmittelbarGlanz und Elend derLiebessehnsucht im 21. Jahrhundert. VonMarie Luise KnottKraus & Drüber
Tagtigall06.06.2025In seinem Testament hatte der Dichter Oskar Pastior (1927-2006) die Einrichtung einer Stiftung verfügt, die seit 2010 denOskar-Pastior-Preis verleiht. 2025 erhält die SprachwerkerinDagmara Kraus diese Auszeichnung, und das aus vielerlei Gründen. Die Verleihung findet passenderweise am Pfingstmontag statt, schließlich ist Pfingsten das Fest der vielen Zungen, und Dagmara Kraus bewirtschaftet ein sehr eigenesbabylonisiertes Habitat. VonMarie Luise KnottDie Gewalt der Kälte
Tagtigall16.04.2025Unter den vielen Neuerscheinungen des Frühjahrs findet sich auchMarion Poschmanns Verslegende "Die Winterschwimmerin" - eine Auseinandersetzung mit der Lust, sich selbst zu überwinden, und mit dem Glück,im eisigen Wasser zu schwimmen. VonMarie Luise KnottVom Wohnen in Möglichkeiten
Tagtigall11.02.2025Just an dem Tag der gastfeindlichen Antrittsrede von Donald Trump, derFremde zu Feinden erklärte, eröffnete in Köln die10.Poetica, das Festival der Weltpoesie, unter anderem war es dem Thema "Gastfreundschaft" gewidmet. Wieder einmal wurde deutlich: Das Poetische ist politisch. Hier anlässlich der Dichterwoche einige Beobachtungen zur Gastfreundschaft im Gedicht. VonMarie Luise KnottEngelgotteskind
Tagtigall20.12.2024Über Anfänge, feengleiche Mayröckersprünge und ein Proem. Zum 100. GeburtstagFriederike Mayröckers. VonMarie Luise KnottDie Temperatur des Wassers
Tagtigall21.11.2024Am 9. November 2023 erhielt der syrisch-palästinensische AutorAbdalrahman Alqalaqdas Chamisso Publikationsstipendium zur Fertigstellung seines Buches. Am 9. Dezember 2024 wird die israelische LyrikerinAgi Misholmit dem Horst-Bienek-Preis für Lyrik ausgezeichnet. Von beiden erschien in diesem Herbst je ein Lyrikband. VonMarie Luise KnottChimärchen
Tagtigall14.10.2024Endlich ist er da, der neue Gedichtband der Lyrikerin, Verlegerin und ÜbersetzerinDaniela Seel. "Nach Eden" ist ein Langpoem, das mit weitem Atem undexistenziellem Drive Artenvielfalt, Mutterschaft, Verletzlichkeit, das Sterben, Ökologie, eigene Zweifel am Hiersein und die Sehnsucht nach Polarnächten bedichtet. VonMarie Luise KnottKurz vor dem letzten Blut der Dämmerung
Tagtigall17.07.2024In den Gedichten des afroamerikanischen LyrikersTerrance Hayes geistert die Unterdrückungsgeschichte der Afroamerikaner durch alle Verse. Hayes ist ein Sprach-Enthusiast. Doch lebt seine Dichtung nicht vom, sondern im Austausch mit anderen, als sei er gemeinsam mit seinen Kollegen Teil einerFree-Verse-Band, in der die Dichter im ständigen Austausch miteinander jammen.Am 20. und 21. Juli ist Terrance Hayes im Rahmen desPoesiefestivals in Berlin zu Gast. VonMarie Luise KnottDie Sprache tritt über die Ufer
Tagtigall05.07.2024Immer wieder bekomme ich in letzter Zeit von Freunden Gedichte zugeschickt. Als ob es stimmt, was Anne Carson sagt, dass diegebrochene Sprache der Dichtung uns die Welt erweitern kann. Die Poesie kann schließlich die Gesetze der Grammatik aufbrechen, Sinn und Verstand viele Schnippchen schlagen und in Bildern und Rhythmen die Grenzen von Zeit und Raum überwinden. Kann es sein, dass gerade die fragilste und offenste aller Sprachhandlungen einensolideren Grund bereitstellt für Trauer, Sprach- und Ratlosigkeit? Die Sprache tritt über die Ufer, das Denken auch. Ein Beispiel?Antjie Krog. VonMarie Luise Knottnach dem ausbruch der freiheit
Tagtigall20.04.2024In denLyrikempfehlungen 2024, die das Münchener Lyrikkabinett jedes Jahr gemeinsam mit der Darmstädter Akademie für Sprache und Dichtung und dem Berliner Haus für Poesie ausrichten, finden sich dieses Jahrdrei slowenische Dichterinnen und Dichter vertreten. Was hat es damit auf sich? VonMarie Luise Knott
Elias Hirschl: Schleifen
Julian Barnes: Abschied(e)
Jana Hensel: Es war einmal ein Land
Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen