Perlentaucher-Autor
Andre Glucksmann
Andre Glucksmann, 1937 als Sohn deutsch-jüdischer Emigranten in Boulogne-sur-Mer geboren, gestorben 2015, gehört mit Bernard-Henri Lévy und Alain Finkielkraut zur "Neuen Philosophie" in Frankreich, deren Vertreter in ihrer Auseinandersetzung mit dem Marxismus eine dezidierte Kritik totalitaristischer Systeme entwarfen. Bekannt wurde er 1967 mit der Abhandlung "Le discours de la Guerre", die er am Centre National de la recherche Scientifique anfertigte. Glucksmann weist der Philosophie die Aufgabe zu, vehement gegen menschliche Unzulänglichkeit und Unmündigkeit vorzugehen ("La bêtise", 1985; Die Macht der Dummheit). Eine rein akademische, methodisch strenge Philosophie lehnt er deshalb ab. Das Denken muss sich nach praktischen Erwägungen unter sozialen Fragestellungen ausrichten und deshalb zwangsläufig politisch sein. Es hat die Aufgabe, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu wecken und ihr kritisches Bewusstsein zu schulen. Ziel ist vor allem die Aufdeckung allgemeiner Strukturen staatlicher Gewalt.
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Voltaire: Gegenangriff
Essay04.05.2015Johannes Paul II. hat Marx besiegt und ging vor Voltaire in die Knie. So wie Voltaire verzichtet das heutige Europa auf ein höchstes Wesen. Aber so wie Voltaire macht esaus Atheismus keine Religion. Denn das Gegenteil des Fanatismus ist Toleranz. VonAndre GlucksmannGemeinsam einsam: Havels Beispiel
Essay29.12.2011DerDissidentist nicht tot. Vaclav Havel verkörperte diese Figur wie kein anderer. Er demonstrierte die Macht der Ohnmacht - und warsiegreich. VonAndre GlucksmannJerusalem ist nicht der Nabel der Welt
Essay22.02.2011DieTunesier und dieÄgypter sind zu Beginn des Jahres 2011 realistischer und klüger als diediplomierten Geopolitiker: Für die Revolutionäre des Tahrir-Platzes ist Jerusalem nicht dasZentrum der Welt. VonAndre GlucksmannRevolution ohne Gewähr
Essay17.02.2011WerRevolution und Freiheit sagt, sagt nicht gleich Demokratie, Respekt für Minderheiten, Gleichberechtigung, gute Nachbarschaft. Das alles bleibt noch zu erringen.Begrüßen wir die arabischen Revolutionen und begleiten wir sie mit wachem Blick auf die Gefahren. VonAndre GlucksmannEin erfrischendes Signal
Essay29.06.2010Während die Regierungen in denKalküls der Tagespolitik versinken, zeigt die Begeisterung fürJoachim Gauck, dass Europa sein Gedächtnis noch nicht verloren hat. VonAndre GlucksmannSOS Georgien? SOS Europa!
Essay17.08.2008Endet die kurze gemeinsameGeschichte Europasin der kaukasischen Olympiade des Grauens? VonAndre Glucksmann, Bernard-Henri LevyUntot: Der Geist des Mai
Essay23.04.2008Verraten wurde derGeist des Mai von der heutigen Linken, die ihn sich gern als Feder an den Hut steckt, und beiKorruption und Staatsverbrechen züchtig die Augen senkt. VonAndre GlucksmannWieviele Divisionen hat Garri Kasparow?
Essay03.05.2007Putin, seinÖl, seinGas. Gerhard Schröder steckt sich seine Dividenden ein. Anna Poltikowskaja ist schon vergessen. Die neuen Dissidenten umGarri Kasparow lassen unsere moralischen Autoritäten kalt. Habt Ihr nichts gelernt, Ihr Großen Europas? VonAndre Glucksmann VonAndre GlucksmannGegen Terror und Einsamkeit
Essay04.01.2007Terrorismus kann man nur bekämpfen indem man dieAbschottungaufsprengt, in der die Opfer der politischen und sozialen Pest von Terror und Einsamkeit gefangengehalten werden. Ein Plädoyer für das Projekt "Studieren ohne Grenzen", das einige Studenten vonTschetschenien nach Europa holte. VonAndre Glucksmann, Raphael GlucksmannGeorge Bush ist schuld
Essay21.09.2006In den Medien geriet das Gedenken zum 5. Jahrestag derAnschläge auf New York und Washington oftmals zu einer Art exorzistischen Sitzung, bei derGeorge Bush als perfekter Sündenbock fungierte. Aber das magische Denken des Antiamerikanismus verstellt den Blick auf die Wirklichkeit. VonAndre GlucksmannDas Jerusalem-Syndrom
Essay09.08.2006Ein surreales Drehbuch geistert durch die Hirne des 21. Jahrhunderts. Es behauptet, dassalles sich an den Ufern desJordan entscheidet. VonAndre GlucksmannKotau vor dem Petro-Zar
Essay14.07.2006Nichts zwingt die westlichen Demokratien, dem neuenPetro-Zar die Krone aufzusetzen. Nur derPreis des Barrels Öl stützt Russlands Wirtschaft. Seine Industrie rostet. Es braucht den Westen dringender als umgekehrt. VonAndre GlucksmannStichwörter
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