Magazinrundschau
Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag
November 2009
Seid psycho!
24.11.2009. Der New Yorker sucht den entscheidenden Unterschied zwischenmännlichundweiblich. Elet es Irodalom kommentiert dasKertesz-Interviewin derWelt. Prospect begutachtet die Entwicklung desschwedischen Krimis. Walrus lässt sich von dem DirigentenYannick Nezet-Seguin, warumWerktreuemanchmal etwasGewalt braucht. In Polityka bittet der HistorikerJerzy W. Borejsza, die Angepassten, Assimilierten und Kollaborateurenicht aus der Geschichte zu werfen. Im Guardian verteidigtZadie SmithdenRomangegen denEssay.Mehrgängig essen
17.11.2009. In Open Democracy verzweifelt die Moskauer LyrikerinTatiana Shcherbinaan der russischenStalin-Obsession. Polityka freut sich über einen Film, in dem es endlich malkeine Schandeist,kein Heldgewesen zu sein. Die London Review of Books liest mit VergnügenRoland Barthes. Im Espresso schlägtUmberto Ecovor, künftig nur dasnackte Kreuzin die Klassenzimmer zu hängen. In der New York Review of Books überlegtTimothy Garton Ash, was dieSamtene Revolutionvon anderen Revolutionen unterschied. Magyar Narancs will einmalganz offenüber dieRomazu reden. Der New Yorker begleitet eineMichelin-Testerin ins Jean Georges. In Letras Libres erklärt der SchriftstellerCesar Aira, warum er nichts vonoffizieller Leseförderunghält: sie verstößt gegen dieFreiheit. Mit den USA als Land derErfindungengeht es bergab, glaubt Newsweek.Homer der Huzulen
10.11.2009. In Open Democracy wünschtNeal Ascherson den Europäern etwas vomrevolutionären Geist derFranzosen. Tygodnik dokumentiert, dass diepolnische Dissidenten schon1954 und auch noch in denSiebzigern auf diedeutsche Wiedervereinigung hofften. In Newsweek findetNiall Ferguson 1989 welthistorisch nicht so bedeutend wie1979. In Eurozine treibtLaszlo Borhi Österreichs Sozialdemokraten dieSchamesröte ins Gesicht. Outlook India fährt nachArunachal. Wired besucht denHenry Ford des Informationszeitalters. The New Republic pilgert zu den BautenPeter Zumthors.Fürchtet den Wandel nicht. Umarmt ihn!
03.11.2009.Open Democracy erzählt vonrussischen Störsignalen, dieiranische Spatzen vertreiben. Die London Review liest neue Bücher überEhrenmorde. Walrusweint auf dasgedruckte Buch. The Nation sucht nachDusan Makavejev. Der Guardian deutetMichael Hanekes Oeuvre. Polityka erklärt den Polen, dassEthik auch ohne Katholizismus und sogarohne Gott zu haben ist. In Dawn verteidigtArundhati Roy diemaoistische Guerilla in Indien. In Frontline plaudert dermaoistische Guerillero Koteswar Rao über den Nutzen vonHinrichtungen für eine Revolution. In Le Monde wundert sichVaclav Havel immer noch überseine Kritiker. HVG erklärt, warum derKapitalismus für dieUngarn einekommunistische Angelegenheit ist.



