Als im Mai 2012 das Kölner Landgericht die Beschneidung eines vierjährigen Jungen als Körperverletzung wertete (mehr über den Fallin der Süddeutschen und hierdas Urteil), brach in den deutschen Medien eine heftige Debatte los. In Konflikt stehen hier die Religionsfreiheit der Eltern und das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit. Wir verlinken hier auf einige der wichtigsten Debattenbeiträge.
Wider die postmoderne Religionspolitik
Begründen grüne Spitzenpolitiker und JuristInnen jetzt ihre Positionen zu Religion, Familie und Minderheiten mit wortwörtlichen Zitaten aus heiligen Büchern? VonEva Quistorp
Kontaminiertes Terrain
Die Debatte um Beschneidung ist scheinheilig und mobilisiert uralte antisemitische Klischees - gerade bei den Linken. Anmerkung zu einer Welle des Abscheus. VonMatthias Küntzel
Die Dialektik der Gegenaufklärung
Die Kritiker der Aufklärung würden die Debatte über Beschneidung gern unterdrücken. Aber Angstmachen gilt nicht. Eine Antwort auf Matthias Küntzel. VonThierry Chervel
Religiöses Ersatzwissen
. Nicht die Frommen, sondern die Rationalen zeigen Demut vor der Schöpfung. Und in der Debatte um Beschneidung sind sie es, die sich mit Gegenargumenten auseinander setzen. VonRalf Bönt
Hier dieSeite mit allen Links zum Thema Beschneidung in derSüddeutschen. Mit Beiträgen unter anderem des PublizistenNavid Kermani (hier), der die Beschneidungskritiker des "Vulgärrationalismus" beschuldigte, des PsychoanalytikersWolfgang Schmidbauer (hier), der Beschneidung bei Kindern als schwere Körperverletzung ablehnt, und des AutorsDoron Rabinovici (hier), der ein Verbot der Beschneidung von Kindern ablehnt, weil es als Signal an Muslime und Juden verstanden werden könnte, sie seien in Deutschland nicht erwünscht.
In dertaz sprachen sich im Interview der KinderarztMatthias Franz (hier) und der Grünen-AbgeordneteMemet Kilic (hier) gegen die Beschneidung von Kindern aus.Najem Walierinnert sich an seine eigene - höchst unerfreuliche - Beschneidung.
Auch Pirat und SchwulenaktivistAli Utlubeschreibt in derSiegessäuleseine Beschneidung als traumatisch.
In derFAZ muss man sich die Artikel zur Beschneidungsdebattehier zusammensuchen. Hingewiesen sei vor allem auf denArtikel des israelischen Mediziners und PublizistenGil Yaron, der erzählt, dass auch in Israel die Beschneidung nicht mehr unumstritten ist. Ein Artikel des PsychologenMatthias Franz, den man online in der FAZ nicht lesen darf, ist in leicht abgewandelter Formhier erschienen. Franz erörtert die Frage aus mediziniert und psychologischer Sicht.
In derFrankfurter Rundschau behauptetNavid Kermani imInterview, mit dem Beschneidungsurteil werde jüdisches Leben in Deutschland wieder kriminalisiert. Links zu weiteren Artikeln zum Thema Beschneidung finden sich am Ende des Interviews: Sowirbt etwa der TheologeThomas Lentes um Verständnis für die Beschneidung. Der Grünen-PolitikerOmid Nouripourplädiert für mehr Aufklärung. Und die GrünenVolker Beck undRenate Künastfordern in einem "Zwischenruf" die Straflosigkeit der Beschneidung.
In derZeitkritisierte der PhilosophRobert Spaemann das Kölner Urteil als beispiellosen Angriff auf die Identität religiöser Familien. Der StrafrechtlerRolf Dieter Herzbergwiderspricht und plädiert dafür, die Betroffenen als Mündige selbst entscheiden zu lassen. Der Grünen-AbgeordneteVolker Beck erklärt imInterview, warum er sich im Bundestag für das Recht von Eltern einsetzt, ihre Söhne beschneiden zu lassen.
In derWelt findet man die Artikel zur Beschneidunghier, darunter einen ArtikelvonNecla Kelek, die die Beschneidung von Jungen als archaische Sitte und Unterdrückungsinstrument wertet, oder vonHannes Stein, der große Aufklärer als Judenhasserporträtiert.
Wider die postmoderne Religionspolitik
Begründen grüne Spitzenpolitiker und JuristInnen jetzt ihre Positionen zu Religion, Familie und Minderheiten mit wortwörtlichen Zitaten aus heiligen Büchern? VonEva Quistorp
Kontaminiertes Terrain
Die Debatte um Beschneidung ist scheinheilig und mobilisiert uralte antisemitische Klischees - gerade bei den Linken. Anmerkung zu einer Welle des Abscheus. VonMatthias Küntzel
Die Dialektik der Gegenaufklärung
Die Kritiker der Aufklärung würden die Debatte über Beschneidung gern unterdrücken. Aber Angstmachen gilt nicht. Eine Antwort auf Matthias Küntzel. VonThierry Chervel
Religiöses Ersatzwissen
. Nicht die Frommen, sondern die Rationalen zeigen Demut vor der Schöpfung. Und in der Debatte um Beschneidung sind sie es, die sich mit Gegenargumenten auseinander setzen. VonRalf Bönt
Hier dieSeite mit allen Links zum Thema Beschneidung in derSüddeutschen. Mit Beiträgen unter anderem des PublizistenNavid Kermani (hier), der die Beschneidungskritiker des "Vulgärrationalismus" beschuldigte, des PsychoanalytikersWolfgang Schmidbauer (hier), der Beschneidung bei Kindern als schwere Körperverletzung ablehnt, und des AutorsDoron Rabinovici (hier), der ein Verbot der Beschneidung von Kindern ablehnt, weil es als Signal an Muslime und Juden verstanden werden könnte, sie seien in Deutschland nicht erwünscht.
In dertaz sprachen sich im Interview der KinderarztMatthias Franz (hier) und der Grünen-AbgeordneteMemet Kilic (hier) gegen die Beschneidung von Kindern aus.Najem Walierinnert sich an seine eigene - höchst unerfreuliche - Beschneidung.
Auch Pirat und SchwulenaktivistAli Utlubeschreibt in derSiegessäuleseine Beschneidung als traumatisch.
In derFAZ muss man sich die Artikel zur Beschneidungsdebattehier zusammensuchen. Hingewiesen sei vor allem auf denArtikel des israelischen Mediziners und PublizistenGil Yaron, der erzählt, dass auch in Israel die Beschneidung nicht mehr unumstritten ist. Ein Artikel des PsychologenMatthias Franz, den man online in der FAZ nicht lesen darf, ist in leicht abgewandelter Formhier erschienen. Franz erörtert die Frage aus mediziniert und psychologischer Sicht.
In derFrankfurter Rundschau behauptetNavid Kermani imInterview, mit dem Beschneidungsurteil werde jüdisches Leben in Deutschland wieder kriminalisiert. Links zu weiteren Artikeln zum Thema Beschneidung finden sich am Ende des Interviews: Sowirbt etwa der TheologeThomas Lentes um Verständnis für die Beschneidung. Der Grünen-PolitikerOmid Nouripourplädiert für mehr Aufklärung. Und die GrünenVolker Beck undRenate Künastfordern in einem "Zwischenruf" die Straflosigkeit der Beschneidung.
In derZeitkritisierte der PhilosophRobert Spaemann das Kölner Urteil als beispiellosen Angriff auf die Identität religiöser Familien. Der StrafrechtlerRolf Dieter Herzbergwiderspricht und plädiert dafür, die Betroffenen als Mündige selbst entscheiden zu lassen. Der Grünen-AbgeordneteVolker Beck erklärt imInterview, warum er sich im Bundestag für das Recht von Eltern einsetzt, ihre Söhne beschneiden zu lassen.
In derWelt findet man die Artikel zur Beschneidunghier, darunter einen ArtikelvonNecla Kelek, die die Beschneidung von Jungen als archaische Sitte und Unterdrückungsinstrument wertet, oder vonHannes Stein, der große Aufklärer als Judenhasserporträtiert.




