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Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 17.02.2026, 21.37 Uhr
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Bücherschau des Tages - Archiv

September 2018

Notizen zu den Buchkritiken des Tages aus FAZ, FR, NZZ, SZ, taz, Zeit und Welt. Täglich ab 14 Uhr.

Schwingend wie ein Canto

29.09.2018Nach Lektüre vonChantal Mouffes "Für einen linken Populismus" entscheidet sich der Politologe Jan-Werner Müller in derFAZdoch lieber für diegute alte Sozialdemokratie. DieFR liest mit GewinnWolfgang EnglersundJana HenselsGesprächsband über "die Erfahrung, ostdeutsch zu sein". Schön aufklärerisch findet dieNZZStephan Thomeschinesischen Historienroman "Gott der Barbaren". DieSZversteht mitAnnie Ernaux wasKlasseist. DietazhörtJames Baldwin.

Hypnagoge Bilder

28.09.2018DieFAZ lernt beiW.Daniel Wilson den antisemitischen Geist derGoethe-Gesellschaft zwischen 1933 und 1945 kennen. DieSZ freut sich über aus dem Nachlass herausgegebenen "Stimmen" vonWolfgang Herrndorf. Außerdem bespricht sie Kinderbücher und empfiehlt besonders einen kindertauglichenBauhaus-Bildband. DieFR verdanktLouise Pennyknallharte Krimikost aus Quebec. Und dieNZZ reist mitMarkus Ganzzurück zu den Seen und begegnet wundersamen Mischwesen.

Ambivalenz des Blauen

27.09.2018Warum der Glaube an dieSchönheit des Universums fatal ist für die Physik, lernt dieNZZvonSabine Hossenfelder. MitMaggie Nelsons"Bluets" verfällt sie der FarbeBlau. DieFAZliest angeregt einen Sammelband mitRelektürenvon zwanzig Klassikern der Holocaustliteratur. DieZeitdenkt mitStuart Hallüber das "Verhängnisvolle Dreieck" Rasse, Ethnie, Nation nach. Und taucht ab mitGuram Dotschanaschwilisso hochtraditonellem wie avantgardistischem Roman "Das erste Gewand".

Mit Morbidezza im Stil

26.09.2018"Die Hoffnung stirbt am Bosporus":Yavuz Baydars Geschichte der Türkei von 1976-2016 liest sich für dieFAZ als fesselndes Protokoll einer Desillusionierung. In derFAZ bespricht Stephan Wackwitz außerdemMark Mazowers Geschichte seiner Familie, die zugleich einen Einblick in das untergegangene Judentum Osteuropas bietet. DieFR empfiehltGerhard Henschels "Erfolgsroman".

Das Banale im größeren Zusammenhang

25.09.2018WieH.P. Lovecraft, nur besser geschrieben findet dieFAZRasha Abbas' syrische Geschichten "Eine Zusammenfassung von allem, was war". DieSZ feiertEmil Ferris' innovativen, maßlosen und prall gefüllten Comic "Am liebsten mag ich Monster". Einen schönen Sinn fürDramatik und Atmosphäre attestiert dieNZZ dem georgischen AutorAka Morchiladse. Und dieFR streift mit der FotografinMaria Sewcz durchIstanbul.

Die Notwendigkeit intimer Details

24.09.2018Warum soll dasDrunter und Drüber nicht alspoetisches Konzept taugen?, fragt dietaz vergnügt nachPhilipp Weiss' tausendseitigem Romandebüt "Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen". Suggestiv findet sie auchDanielas Dröschers auf Eribons Spuren wandelnden Essay "Zeige Deine Klasse". DieSZ überschreitet mitDirk Baecker die Schwelle zurEpoche 4.0. Und dieFAZ stellt neue Kinderbücher vor, berühtt ist sie vonNikola Huppertz' undTobias KrejtschisBilderbuch "Meine Mutter die Fee".

Phlegma bis zur Erhabenheit

22.09.2018DieSZ liest im neuen Buch des HistorikersTimothy Snyder, wieRussland die westlichen Demokratien schwächt. Einer Russlandreise mitHonoré de Balzackann sie trotzdem nicht widerstehen. Berührt lauscht dieFAZFrank Schulz' Erzählungen von "Anmut und Feigheit". Erschüttert, aber ohne Sympathie liest die Welt Briefe vonElias Canetti. Dietaz verdankt der Künstlerin Patrizia Bacheinen tiefen Einblick inWalter Benjamins Denkgebäude. Beeindruckt liest sie auchSebastian BarrysWestern "Tage ohne Ende".

Die Kraft des trauernden Tons

21.09.2018DieFAZ erliegt dem diskreten Charme der Anthropologie mitIrene Albers' Streifzug durch das Werk des Ethnologen Michel Leiris. DieNZZ versinkt lieber inPatrick Modianos "Schlafenden Erinnerungen" an das melancholischeParis der Sechziger. DieFR liest Bücher zumDreißigjährigen Kriegund empfiehlt besondersAndreas BährsStudie "Der grausame Komet".

Alphas und Lauchs

20.09.2018DieZeit liest überwältigtUrsula KrechelsRoman "Geisterbahn" über das Schicksal einer Schaustellerfamilie im Nationalsozialismus: Wie dieJelinek, meint sie. DieFAZ begibt sich mit Eckhart Nickelauf einen verschwörungstheoretischenHorrortrip mit Retroschick. DieSZ liestTom BoumansKrimi "Im Morgengrauen" als Milieustudie überPennsylvania. Und dieFR legtPeter Reichels Biografie des Weimarer ReichskanzlersHermann Müller nicht nur Politikern wärmstens ans Herz.

Tinte weinen

19.09.2018DieNZZ empfiehlt nachdrücklichChristine FischersWerkausgabe vonBoris Pasternak, die ihr vor allem dessen lyrisches Werk näher bringt. DieFAZ liestThomas Gaethgens  Buch über den Brand der Kathedrale von Reims als lehrreiche Geschichte eines Kulturkampfes. DieSZ erkennt inMichal Hvoreckys Sci-Fi-Dystopie über dasTrollunwesen im Internet die finstere Realität in Osteuropa.

Das Koks wird feiner

18.09.2018DieNZZ jubelt über den Abschlussband vonVirginie Despentes' glitzernd-hyperrealistischer Vernon-Subutex-Trilogie, auch wenn in ihmDogmatismus und Grausamkeit Oberhand gewinnen. "Schmerzhaft schöne Poesie" sieht dieFAZ inDonatella DiPietrantonios Roman "Arminuta". DieFR lobtHélène Gesterns Roman "Der Duft des Waldes". Und dieSZ empfiehltDavid Armitages instruktive Geschichte des "Bürgerkriegs".

Super Constellation überm Wüstensand

17.09.2018DieFAZ lauscht höchst vergnügt, wenn Claus Peymann Thomas Bernhards Tiraden gegen den österreichischenKulturbetrieb liest. DieSZ unterhält sich prächtig mitWolf Haas' hakenschlagendem Roman "Junger Mann".Max Czolleks Attacken auf diedeutsche Mehrheitsgesellschaft hakt sie alslinke Vulgärversion identitären Denkens ab. Dietaz liest etwas erschöpft Heinz Strunks dauerpessimistische Erzählungen "Das Teemännchen".

Das Gewicht der Welt

15.09.2018Mit ihrem Roman aus der ostdeutschen Provinz eröffnetKathrin Gerlof derSZbleibende Bilder für diesenaufgeheizten Herbst. Schön viel Stoff zum Ärgern bieten ihrJana HenselundWolfgang Englermit ihrer Ostseelen-Erkundung "Wer wir sind". DieNZZ feiertHeinz Helleswunderschöne Brüdergeschichte "Die Überwindung der Schwerkraft". DieWeltbewundert den Hochmut inAlexa Hennig von LangesAchziger-Abrechnung "Kampfsterne". Die "Poets' Collection" zeigt ihr, dass Lyrikakustische Kunstist. Und dieFAZwidmet sich mitIngrid Haslingerder "Wiener Küche".

Vom Vorher und vom Danach

14.09.2018DieSZ lernt inStephan Thomes Roman "Gott der Barbaren" eine Menge über den über denTaiping-Aufstand, aber auch über die Schwierigkeiten des Historischen Romans. In derFAZ erledigtStephan Lessenich einen Bullshit-Job: nämlich die Rezension von David Graebers Buch gleichen Titels.  Außerdem empfiehlt dieSZ zwei Jugendbücher.

Optativ und Eventualis

13.09.2018DieZeit lässt sich vonNicola Gardini undAndrea Marcolongo für die Schönheit und köstliche Präzision desLateinischen undAltgriechischen begeistern. DieNZZ sieht uns mit Karl Pilny insasiatische Jahrhundert steuern. DieFAZ sitzt mitPhilipp Weiss "Am Weltenrand", lacht ein bisschen und weint ein bisschen. DieFR freut sich überMercedes Rosendes herrlich unberechenbaren Kriminalroman "Krokodilstränen".

Bio-Schaumwein und Eselskäse

12.09.2018 DieNZZ lässt sich vonAlex Capus nachVersailles versetzen, an den Hof Ludwigs XVI., wo sich ein armer Kuhhirte in eine reiche Bauerstocher verliebt.Eckhart Nickel wiederum lehrt sie mit "Hysteria" die Kunst desfeinen Genusses. DieSZ freut sich über die stilistische Eleganz vonMaxim Billers Roman "Sechs Koffer". Die FAZ amüsiert sich mitDavid Schalkos Ganovenroman aus demNachkriegswien, "Schwere Knochen".

Der Umgang des Malers mit seinen Modellen

11.09.2018DieFAZ möchte nachNorbert Sachsers Buch "Der Mensch im Tier" wiederüber Tierethik nachdenken.  MitPerry Andersons "Hegemonie" erkundet sie dasMachtgebarenpolitischer Eliten. DieSZ lernt mitFrederika Finkelkraut das Leben paranoider Millennials in Paris kennen. DieNZZ nähert sich mit Gregor Mayer dem ewigen Kind  Egon Schiele. Und dieFR liest Juli Zehs neuen Roman "Neujahr".

Gelassen optimistisch

10.09.2018DieFAZ lernt von Achim WambachundHans Christian Müller,  dass "Digitaler Wohlstand für alle" möglich ist, wenn die Macht der Internet-Konzerne eingeschränkt wird. DieSZ erkennt mitBehnam T. Saids "Geschichte al-Qaidas", dass auch weiterhin mit der Terrorgruppe zu rechnen ist. Etwas befremdet liest sieRonan Farrows "Das Ende der Diplomatie" als Empfehlungsschreiben in eigener Sache.

Angesichts des Verfalls der Sitten

08.09.2018Juli Zeh hat mit "Neujahr" über die Überforderung eines Mannes beim Fahrradfahren in Lanzarote ihrenbisher besten Roman vorgelegt, findet dieSZ. DieFR entdeckt mit großer Freude Anita Brookners jetzt übersetzten Debütroman "Ein Start ins Leben". DieWelt empfiehltLukas Rietzschels Debütroman "Mit der Faust in die Welt schlagen" über eine Jugend in den neuen Ländern alsBuch der Stunde.

Zeitdokument der Ratlosigkeit

07.09.2018DieFAZ lässt sich von der jungen BauingenieurinRoma Agrawalfasziniert in "Die geheime Welt der Bauwerke" einführen. BeiFranklin Foer liest sie, wie dasSilicon Valley freies Denken und Selbstbestimmung bedroht. DieSZ bewundert mitSonja Hnilica Großstrukturen in der Architektur der Moderne. Und dieNZZ liest erschüttertWinnie M LisProtokoll einer Vergewaltigung.

Verstörend betörend

06.09.2018DieFAZ amüsiert sich königlich mitThomas Klupps Hochstapler-Provinzkomödie "Wie ich fälschte, log und Gutes tat". DieFR gruselt sich mitJo Nesbøs Thriller-Version von "Macbeth". DieNZZ reist mitMartin Zimmermann zu den seltsamsten Orten derAntike. Dietaz feiert mit Annett Gröschner fünfzig JahreBerliner Frauenbewegung. DieZeit liest zwei Jugendbücher überVergewaltigung.

Braunkohle zu Diamanten

05.09.2018Für dieNZZ explodiert mit demWimmelbuch "Eins zwei drei VIELE" ein ganzesnaturwissenschaftliches Museum. Dietaz freut sich über einen Ostberliner "Spirou" vonFlix. DieSZ denkt mitPerry Anderson über den Begriff derHegemonie nach. DieFR entdeckt mitLuce D'Eramos Memoir "Der Umweg" einen Solitär in der Holocaust-Literatur. Empfehlenswert findet sie auch "Retroland",Valentin Groebners Buch über die Sehnsucht des modernen Touristen nach demAuthentischen.

Vermeiden von Beherrschung

04.09.2018DieSZ jubelt überEckhart Nickels ersten Roman "Hysteria", der vielleicht dekadent und reaktionär, aber vor allem vonunanfechtbarer Eleganz sei. DieFAZ feiertHeinz Strunks auf die Spitze getriebenen Erzählungen "Das Teemännchen". Von Roberto Simanowskis Studie "Stumme Medien" lernt sie, wieInformiertheit an die Stelle derBildung treten konnte. DieFR lässt sich vonRonald WeberLeben und Werk des großbürgerlichen SozialistenPeter hHackserklären. Und dietaz empfiehlt noch einmal nachdrücklich Francesca Melandrisbrisanten Roman "Alle, außer mir".

Kunstvoll faulenzen

03.09.2018Einblick in einzerrissenes Land erhält dieFR mitGoran Vojnovics Roman "Unter dem Feigenbaum". Dietaz blickt mitMana Neyestanis düsterer Graphic Novel "Die Spinne von Maschhad" in diebigott-sadistischen Abgründe des Iran.  DieSZ feiert mit "Spirou in Berlin" vonFlix die erste nicht-frankophone Episode der reihe. DieFAZ liest Krimis, darunter Lisa McInnerneys "Glorreiche Ketzereien".

Elektrisches Bonbon

01.09.2018DieSZ staunt, wie brillantDavid ChristianWeltgeschichte vom Urknall bis zumAnthropozän auf 400 Seiten zusammenschnurren lässt. Dietaz freut sich über einen vierzehnstündigenTonbandschatz mit englischsprachiger Lyrik vonHemingway bisAtwood. DieWelt lernt von Paco Bacilieri, wie gutUmberto Eco und Kreuzworträtsel alsGraphic Novelfunktionieren. Einen neuen Puschkin entdeckt dieFR mit der georgischen SchriftstellerinRuska Jorjoliani. Und dieFAZ liestNino Haratischwilis neuen Roman "Die Katze und der General". 

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