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Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 17.02.2026, 14.48 Uhr
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Bücherschau des Tages - Archiv

April 2014

Notizen zu den Buchkritiken des Tages aus FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit. Täglich ab 14 Uhr.

Quirlender Stillstand

30.04.2014In "30. April 1945" rekapituliertAlexander Kluge den letzten ausgeübten Werktag des Drittes Reiches und erweist sich derFR einmal mehr als verlässlicher Lieferant von Einsichten. Mehr Leben und weniger Thomas Mann wünscht sich dieFAZ vonThomas Klugists E-Mail- und SMS-Roman "Hanna und Sebastian". DieNZZ lernt inJérôme Ferraris "Balco Atlantico" die Dämonen in den Köpfen der Korsen kennen. Und dieZeit ist gefesselt von der zugleich meditativen und dynamischen ProsaGertrud Leuteneggers.

Man wird auf jeder Seite schlauer

29.04.2014Wiegegenwärtig die Hölle ist, lernt dieNZZ inNajem WalisIrak-Roman "Bagdad Marlboro". DieFAZ reist mitMary Miller und ihrem "Süßer König Jesus" durch den amerikanischen Biblebelt, auch ein verstörendes Erlebnis. DieFR lernt mitIan Stewart "Weltformeln" fast dieMathematik zu lieben. Und die taz würdigt denEssayistenDurs Grünbein.

Am Rande der Atacama-Wüste

28.04.2014Den Vergleich mitArt Spiegelmans "Maus" hältMichel Kichkas "Zweite Generation" durchaus stand, findet dieFAZ. Allerdings sei die Graphic Novel des belgisch-israelischen Karikaturisten freier,  witziger und weniger bitter. Als Beispiel einer jungen, starke Literatur aus Lateinamerika ganzohne Drogen und Gewalt empfiehlt dieSZRodrigo Diaz Cortez' Roman "Der mieseste aller Krieger". Gut gefallen hat ihr auchJens Sparschuhs "Ende der Sommerzeit".

Im Garten des Epikur

26.04.2014Die taz liestLuke Hardings Geschichte desEdward Snowden als Mischung ausAgententhriller und Analyse. DieNZZ versenkt sich in Neuübersetzungen vonEvelyn Waugh und notiert: der Mann war einunausstehlicher Egoist, Frauenfeind und Antisemit, aber schreiben konnte er. DieFR lässt sich vonTassilo Mozer durch90 Prachtgärten führen. DieFAZ lernt mitHa Jins Band "Der ausgewanderte Autor", dass auch Schriftsteller eineneue Sprache lernen können.

Tempel angeblich entfesselter Lust

25.04.2014Als ein in Kammerspiel mit Witz, Reflexion und leisen Tönen lobt dieFAZDavid Fincks Debütroman "Das Versteck". Sehr interessant findet sie auchManfred Bergs faktenreiche Studie über "Lynchjustiz in den USA". Eingeschränkt empfehlen kann dieSZEmmanuel Carrères Roman "Alles ist wahr" (Leseprobe beiVorgeblättert) und die Graphic Novel "Mensch wie Gras wie" vonDietmar Dath undOliver Scheibler. Und dieFR liest gebanntKarim Miskés Krimi "Entfliehen kannst Du nie".

Literaturfähige Zentralliebe

24.04.2014Als einzigartig aufrichtig, beiläufig poetisch und wunderbar unaufgeregt preist dieZeitTomas Espedals Liebesroman "Wider die Natur". DieFAZ liest bewegtMichail Ryklins "Buch über Anna". In "Americanah" gelingtChimamanda Ngozi Adichie die Gratwanderung zwischen Theorie und Pathos, findet dieFR(hier unserVorgeblättert). Und dietaz betrachtet ergriffenJoe Saccos Leporello zur Schlacht an der Somme von 1916.

Irgendwie elegant

23.04.2014Auch wennMichael Ballhaus in seiner Autobiografie mit schmuddeligen Details geizt, hat dieSZ "Bilder im Kopf" mit Gewinn gelesen. DieFAZ verfolgt fasziniert, wieKarl Ove Knausgård banale Erinnerung in soghafte Sprache verwandelt. Allerfeinstes Wortkino sieht dieFR inMartin Lechners Debütroman "Kleine Kassa". Und dieNZZ empfiehltRobert Spaemanns "Meditationen eines Christen".

Ich bin der Sterbewitz

22.04.2014In den "Gesammelten Gedichten" vonThomas Brasch lernt dieSZ, wie man Humor übereine scharfe Klinge springen lässt. DieNZZ empfiehltGeorge Saunders humanistische Erzählungen "Zehnter Dezember". Dietaz ergründet mitDavid BuckleysKraftwerk-Biografie die "Ästhetik des Deutschtums". Und dieFAZ liest berührt und begeistertStian Holes Kinderbuch "Annas Himmel".

Photobazar

19.04.2014Gérard Mortier stellt den Operhäusern in seiner nachgelassenen "Dramaturgie einer Leidenschaft" zwar keine gute Prognose, aber das liegt an denHäusern, nicht an den Opern, findet dieFAZ. DieSZ konzentriert sich mitAlexander Kluge aufs Kriegsende. DieNZZ bildet sich überMax Weber undWilliam Shakespeare.

Die Welt aus der Sicht eines jazzaffinen Papageis

17.04.2014DieNZZ ist fasziniert, wie es dem brasilianischen AutorBernardo Carvalho in seinem Roman "Dreihundert Brücken" gelingt, das Russland nach dem Ende der UdSSR aus einer authentischen Innenperspektive zu schildern. DieSZ ist beeindruckt von der Erzähl- und Formulierlust inMichael Chabons neuem Roman "Telegraph Avenue". UndMichael Lewis führt dieFAZ mit "Flash Boys" in die Welt des Hochfrequenzhandels ein.

Momente der Zartheit

16.04.2014Eine unverzichtbare Grundlage für künftige Arbeiten sieht dieFAZ im neuen Band vonRudolf Steiners Ausgewählten Schriften über die Entstehung der Anthroposophie. DieZeit ebenso beeindruckt wie bewegt von den zornig-zarten GedichtenYahya Hassans (hier unserVorgeblättert). Und dieFR siehtDominique Manottis Literaturbetriebssatire "Ausbruch" trotz Carlos und Brigate Rosse auf der Höhe der Zeit.

Auf Zickzackwegen

15.04.2014Sehr beeindruckt liest dieNZZDorothee Elmigers Roman "Schlafgänger", der ihr vor Augen führt, wasHaltlosigkeit bedeutet. DieSZ emfpiehlt noch einmal mit NachdruckMarcel Rosenbachs undHolger Starks Bilanz "Der NSA-Komplex". DieFAZ widmet sich "Divus Augustus".

Die Freakshow der Passanten

14.04.2014Einenhochkomischen Botho Strauß lernt dieFAZ mitHeinz Strunks Hörbuch "Der zurück in sein Haus gestopfte Jäger" kennen. Gut gefallen hat ihr auch Christian Brückners poetisch sinfonische Lesung vonGoethes "Wahlverwandtschaften". DieSZ vertieft sich inNabokovs "Vorlesungen über russische Literatur". Erfrischend findet dietaz die Polemik des KuratorsDaniel Tyradellisgegen "Müde Museen".

Abgründige Anmut

12.04.2014"Unheimlich kraftvoll" findet dietazNadeem AslamsPakistan-Roman "Der Garten des Blinden", der die Möglichkeit eines liberalen Islams auslotet. DieFAZdurchlebt mitAlexander Klugeden 30. April 1945. DieFRfindet den neuen Lewitscharoff "unlewitscharoffhaft unvirtuos". DieNZZliestHeideggers"Schwarze Hefte". Und dieSZentdeckt den WK I-Roman "Schlump" vonHans Herbert Grimm.

Eine Familie, ein Fremder, Köpfe, Geheimnisse

11.04.2014Mit "Blitzbirke" hatLisa Kreißler einen beachtlichen Debütroman vorgelegt, findet dieFAZ. Viel Lob hat sie auch fürAlison Bechdels autobiografisch-psychoanalytisches Comic-Drama "Wer ist hier die Mutter?" übrig. DieSZwürdigtSytze van der Zees Kulturgeschichte des Schmerzes als Aufklärung im besten Sinn. Und dietaz lässt sich vonElisabeth Bronfen in die Gesetzmäßigkeiten des Hollywood-Kriegsfilms unterweisen.

Alles dreht sich ums Fressen und Saufen

10.04.2014DieSZ liest die im "Buch über den Tod" aus dem Nachlass gesammelten Glossen, Aphorismen und Geschichtenskizzen als höchst anregende CharakterstudieElias Canettis. Milieugenau und pointiert findet dieNZZPetra Morsbachs Roman "Dichterliebe". Und dieZeit liest sich in einen Rausch mit den Romanen "Sucht" vonSimon Borowiak, "Schluckspecht" vonPeter Wawerzinek und "Morphin" vom polnischen ÜberfliegerSzczepan Twardoch.

Ichsüchtig und ichflüchtig

09.04.2014Dass die Korrespondenz einen integralen Teil des Werks vonHannah Arendtausmacht, beweisen derNZZ die im Band "Wahrheit gibt es nur zu zweien" gesammelten Briefe an ihre Freunde. DieFAZ ist entzückt von den leidenschaftlichen FußballgedichtenAlbert Ostermaiers. In seinen jüngsten Tagebüchern offenbart sichFritz J. Raddatz derFR als autopoetisches System. Gebannt verfolgt sie außerdem die Orts- und Zeitsprünge inColum McCannsRoman "Transatlantik".

Kulturstolz und Flottenbau

08.04.2014Als eines der besten Bücher der letzten Jahre feiert dieNZZIstván Keménys Roman "Liebe Unbekannte" und taucht freudig in die fantastischen Welt derBudaer Burgbibliothek. VomKairo der Kalifen, der Mamluken und Assassinen liest die FAZ inHeinz HalmsMittelalterpanorama "Kalifen und Assasinen". Echte Aufklärung erlebt sie mitWilfried Loths Geschichte der "Europäische Einigung". DieSZ empfiehltBarbara Beuys' Geschichte derErsten Frauenbewegung. Und dieFR huldigt denklarsichtigen Dichtern vom "Majdan".

Ein Mann aus den neuen Medien

07.04.2014DieFR empfiehltStefan Koldehoffs aktualisierte Recherche "Die Bilder sind unter uns", die das Geschäft mit derRaubkunst und auch den Fall Gurlitt durchleuchtet. DieSZ unterhält sich mitVerena Roßbachers elegant-intelligentem Palaver um eine leere Mitte.

Böse Märchen

05.04.2014Als großen wirklichkeitssatten Amerika-Roman feiert dieFAZMichael Chabons "Telegraph Avenue". Zur großen Kunst erhebt dieSZ dieSeelenlosigkeit inHeinz Helles Roman "Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin". Ergreifend findet dieNZZJean Echenoz' Roman über den Ersten Weltkrieg "14". Dietaz liest sehr berührtMichaeil RyklinsErinnerung an seine Frau "Buch über Anna".

Wir wollten das Beste, aber es kam wie immer

04.04.2014Zwei historische Sachbücher kann dieFAZ unbedingt empfehlen: "Träume und Alpträume", eine so enzyklopädische wie atmosphärische Chronik Russlands im 20. Jahrhundert vonDietmar Neutatz, sowie "Erobern und Erinnern",Jan C. Jansens Studie zur symbolischen Erinnerungslandschaft im kolonialen Algerien. DieSZ ist beeindruckt vonDavid Albaharis Roman "Kontrollpunkt" über eine Gruppe Soldaten, die an einer unbekannten Grenze über einen Schlagbaum wacht.

Kosmisches Koma, Geröll ohne Transzendenz

03.04.2014Nicht China wird verwestlicht, sondern die Welt wird sinisiert, erfährt dieFAZ ausJuan Pablo Cardenals undHeriberto AraújosStudie "Der große Beutezug" über chinesische Handelspolitik. DieZeit empfiehlt nachdrücklich den neuen Gedichtband vonDurs Grünbein undJörn Leonhards Geschichte des Ersten Weltkriegs "Die Büchse der Pandora". Und für die begeisterteFR istHeike Kühns "Schlangentöchter" ein Unterhaltungs-, Fantasy-, Familien-, Tierroman und mehr.

Spannung zwischen Schriftbild und Syntagmen

02.04.2014Mehr Erklärungspotenzial als alle Medienberichte zur Krimkrise hat für dieSZArthur Larrues Roman über die Sankt Petersburger Künstlergruppe "Wojna". In derFAZ zeigt sich Heinrich Detering beeindruckt vonYahyaHassans kathartischer Lyrik, nur den Satzspiegel bevorzugt er im dänischen Original (hier unserVorgeblättert). Und dieNZZ ist begeistert von der vonGeorg Kreis herausgegebenen "Geschichte der Schweiz".

Literaturfähiges Rohgold

01.04.2014DieFAZ verfolgt mit angehaltenem Atem, wieHolger Stark undMarcel Rosenbach den "NSA-Komplex" in seiner erschreckenden Gesamtheit analysieren. Aus dem Stimmengewirr "Plankton hört sieWalter Kempowskis Sound noch einmal sehr genau heraus. Und vonDouglas Hofstadter undEmmanuel Sander lernt sie, inAnalogien zu denken. DieNZZ bewundert diewuchtigen Tableaus inToni Morrisons Roman "Heimkehr". DieSZ liestFrancois Gardes Roman über einen in Australien ausgesetzten Matrosen "Was mit dem weißen Wilden geschah".

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