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Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 17.02.2026, 14.48 Uhr
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Bücherschau des Tages - Archiv

Januar 2012

Notizen zu den Buchkritiken des Tages aus FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit. Täglich ab 14 Uhr.

Hannah lässt sich nicht zähmen

31.01.2012Ein kleines Epos über eingroßes Gelage: DieNZZ feiertArno Camenischs Bündner Erzählung "Ustrinkata". Großartig findet sie auchDario Ruiz Gomez' Geschichten ausMedellin "Bei den Heiden". Sehr berührt liest dieFAZGünter Anders Buch überHannah Arendt als das eines trauriggescheiterten Liebenden. Außerdem fragt sie: IstCharles Dantzig als Junge in einenKessel Esprit gefallen? DieFR studiertDante.

Konterrevolutionäre Agitation

30.01.2012Mit der "Auferweckung der Lärche" liegt nun der letzte Band vonWarlam Schalamows "Erzählungen aus Kolyma" vor. Die FAZ liest erschüttert, mit welchpoetischer Liebe zum DetailSchalamow über den sibrischen Gulag schreibt. In derSZ begrüßt Adam Krzeminski nachdrücklich, dassHans-Jürgen Bömelburg einen Blick aufFriedrich II. aus polnischer Perspektive wirft. Ziemlich deprimiert liest sie den Briefwechsel zwischenCarl Schmitt undJacob Taubes.

Zeit, Geschichte und Tod

28.01.2012Toller Stoff heute: DieFAZ feiertSherwood AndersonsErzählungen "Winesburg, Ohio", die es jetzt in gleich zwei hervorragenden Neuübersetzungen vorMirko BonneundEike Schönfeldt gibt. Mit angehaltenem Atem hat sie auchZeruya Shalevs neuen Roman "Für den Rest des Lebens" gelesen. DieNZZ reist mit den beiden sowjetischen ReporternIlja Ilf undJewgeni Petrow durch "Das eingeschossige Amerika" und begibt sich gleich darauf mitRobert CapaundJohn Steinbeckauf "Russische Reise". In dertazwürdigt Stefan WackwitzStephen Kings Zeitreise-Thriller "Der Anschlag" in seiner literaturhistorischen Bedeutung. Außerdem empfiehlt sie sehrThomas JeiersGeschichte derIndianer"Die ersten Amerikaner".

Gift und Liebe

27.01.2012Nur zu gern folgt dieFAZ der ägyptischen AutorinMansura Eseddin ins Nildelta, in das Dorf ihrer Eltern. Bestürzt und beeindruckt liest dieFRIan Kershaws Studie über die letzten Kriegsmonate "Das Ende". Ingeborgs Bachmanns jüngerer Schwester begegnet die SZ inDine Petriks Biografie der AutorinHertha Kräftner.

Gift und Liebe

27.01.2012DieFAZ folgt der ägyptischen AutorinMansura Eseddin nur zu gernins Nildelta, in das Dorf ihrer Eltern. Bestürzt und beeindruckt liest dieFRIan Kershaws Studie über die letzten Kriegsmonate "Das Ende". Ingeborg Bachmanns jüngerer Schwester begegnet dieSZ inDine Petriks Biografie der AutorinHertha Kräftner.

Debattenmaterial

26.01.2012AlsRadfahrer im Nadelstreifenanzug stellt dieZeit den tschechischen Ökonomie-StarTomas Sedlacek vor, der Wirtschaft und Moral wieder zusammendenken möchte.Nicholson Bakers Sex-Roman "Haus der Löcher" ist ihr dagegen zu harmlos, und sie erkennt auf eine "Verkindergartung der Sexualität". DieFAZ goutiert, mit welcher LeichtigkeitAdaobi Nwaubani in "Die meerblauen Schuhe meines Onkels Cash Daddy" Nigerias419er-Ökonomie beschreibt.

Die Dichter und der Bergbau

25.01.2012Nach dem Kompendium "Die Deutsche Seele" vonThea Dorn undRichard Wagner wäre dieFAZ gernamerikanischer, um besserdeutsch sein zu können. Empfehlen kann sie auchMonika Melcherts Buch überAnna Seghers "Heimkehr in ein kaltes Land". DieNZZ stelltMichael Fischs Foucault-Biografie "Werke und Freuden" vor. DieSZ liestKarl Ove Knausgards Roman "Sterben".

Faustdick zwischen den Buchdeckeln

24.01.2012DieFAZ beobachtet mitMirjam Kristensen eineweltflüchtige russische Slawistin in Kopenhagen. DieNZZ liest einen tragischen Roman über dieStummfilmschauspielerin Julie Helene Bider und ihren Bruder Oskar. DerSZ gefälltJacob Burckhardts nüchterner Blick aufFriedrich den Großen.

Überdruss am Gegenwärtigen

23.01.2012Stephen King hat sich sehr angestrengt mit seinem Roman "Der Anschlag". DieSZ hat sich sehr mit Stephen King angestrengt. Aber sein ambitioniertester Roman ist nicht sein bester, findet sie. DieFAZ liestPetrarcas Liebesgedichte in der neuen Übersetzung vonKarlheinz Stierle und kämpft denKampf ums Öl.

Zittern des Daseins

21.01.2012DieNZZ feiert die erstmalige Übersetzung eines Klassikers aus Mexiko:Augusto Monterrosos "Das schwarze Schaf und andere Fabeln", die alle eins gemeinsam haben: Sie sindsehr sehr kurz. Außerdem geht dieNZZmit Niall Ferguson nach Westen. DieFAZ öffnet mit Wonne eine vonAlexander Kluge dargebotene Wundertüte. Außerdem werden einige Bücher über denalten Fritz einem kritischen Spießrutenlauf unterzogen.

Weltwandervogel

20.01.2012Etwas magere Ausbeute heute: nur drei Bücher wurden besprochen. DerFAZ imponiert dermoralische Imperativ inLiu Xiaobos Essayband "Ich habe keine Feinde, ich kenne keinen Hass". DieSZ erliegt demCharme Rene Halketts. BeiThomas Meineckes "Lookalise" dagegen verweigert sie sich dem Jargon derUneigentlichkeit.

Teil einer Praxis

19.01.2012DieZeit erkundet mitMarlene Streeruwitz die "Übergange vonLust in Gewaltund wieder in Lust" und macht mitAndreas Maier den Sprung vom Grauen zum hübschen Nachbarmädchen. DieSZ betrachtetarabische Fotografie jetzt.  DieFAZ liest Bücher zum Arabischen Frühling.

Bücherschau des Tages

19.01.2012Mit Kritiken zuMarlene Streeruwitz: "Die Schmerzmacherin" in der ZEIT,Andreas Maier: "Das Haus" in der ZEIT,Martin Seel: "111 Tugenden, 111 Laster" in der ZEIT,Martin Hartmann: "Die Praxis des Vertrauens" in der ZEIT undAntonio Skarmeta: "Mein Freund Neruda" in der SZ.

Pränataler Mozart

18.01.2012DieNZZ sucht Trost im Opium der Erzählkunst Eileen Changs. DieFR situiertFriedrich II. zwischen Deutschland und Polen. DieFAZ plädiert mit Herbert Renz-Polster für eine artgerechte Aufzucht derMenschenkinder. Und dieSZ bittet um Aufmerksamkeit: Vor Betreten des Stöhnzimmers im "Haus der Löcher" möchten die Samenkandidaten diePeniswaschanlage aufsuchen.

Die Sprache der Fische

17.01.2012DieNZZ huldigt demletzten Wiener Kaffeehausphilosophen und Meister der scheinheiligen Ironie:Franz Schuh. Als Literatur des Überflusses rühmt dieSZMircea Cartarescus Roman "Der Körper":sinnlich, bildlich, rhythmisch. Sehr loben kann sie auchJürgen Brokoffs "Geschichte der reinen Poesie".

Hasssprüche an Häuserwänden

16.01.2012Dem Meister derfunkelnden Prosa begegnet dieSZ inDenis Bertholets Biografie "Paul Valery". Linksreaktionär findet Tanja Dückers den vonEugen Geetz undMartina Wildner propagierten BerlinerSchwabenhass. DieFAZ liest sehr berührtKatharina Geisers Roman "Diese Gezeiten" und lernt vonDieter E. Zimmer, dass man dochdoof geboren werden kann, aber nur zu drei Viertel.

Schlaraffenland des Sex

14.01.2012 Keiner kannErotik so gutwieNicholson Bakerverkündet dieFAZund begibt sich vergnügt ins "Haus der Löcher". DieNZZlässt sich vonJürg BertholdsHabil. zurPhilosophiegeschichte, "Kampfplatz endloser Streitigkeiten" inspirieren. DieSZmacht mitKarl-Heinz Götterteinen unterhaltsamen Streifzug durchdeutsche Dialekte. DietazliestWolfgang Rugesdüstere Erinnerungen an die Stalinzeit und denGulag.

Bewegung und Assoziation

13.01.2012DieSZ gräbt sich durchArno Bammes 1000-seitige Geschichte derwestlichen Rationalität und erfährt, dass der "Homo occidentalis" gerade seinendritten Quantensprung vollzieht. Mit Grausen liest sieLeon Bloys blutrünstige Erzählungen "Blutschweiß". DieFAZ staunt, mit welcher EleganzIwan Bunin über dasElend der russischen Bauern schreiben konnte.

Kraft und Intelligenz

12.01.2012DieZeit bewundertMichelle Obama und lernt von Jodi Kantor, ihre Schönheit alsGeste an die Wähler zu verstehen. DieSZ jubelt über den dritten Band vonThomas Manns Briefen in der Großen Frankfurter Ausgabe. Außerdem preist sieAnne EnrightsRoman "Anatomie einer Affäre". DieFAZ feiertSergio Alvarez' epischen Roman über denkolumbianischen Bürgerkrieg. Und dieFR folgt gefesseltParker Bilal in die dunklen Straßen von Kairo.

Drang zum Bild

11.01.2012DieNZZ macht eine Entdeckung: die Erzählungen "Strichcode" der ungarischen DichterinKrisztina Toth. Eine dringende Leseempfehlung gibt dieFAZ fürSophus Claussens Klassiker "Antonius in Paris" aus. Ein Essayband überBecketts Filmarbeiten lehrt sie: In derKargheit liegt sein Reichtum. Und dieSZ verehrt den literarischenFreischärlerDaniil Charms.

Tiefe Desillusionierung

10.01.2012DieNZZ preistA. F. Th. van der Heijdens Requiem auf seinen Sohn "Tonio", das sich ebenso herzzerreißend wie schonungslos der Verzweiflung hingibt. Das Buch "Meine Zeit der Trauer", in demJoyce Carol Oates an ihren verstorbenen Mann erinnert, hat dieSZ auch sehr berührt. DieFAZ rühmt die "Muqaddima",Ibn Khalduns Betrachtungen zur Weltgeschichte. DieFR widmet sich dem Fall desHerbert Selpin. Und dietaz feiertJaques Tardis Comic-Adaption vonJean-Patrick Manchettekaltem Thriller "Im Visier".

Goldene Pistolen

09.01.2012Mit angehaltenem Atem folgt die SZJeanette Heufelder auf ihrer Reise durch den "Drogenkorridor Mexiko".Dan Franck erzählt ihr von derPariser Boheme zwischen "Montparnasse und Montmartre". Als niederländischen Houellebecq empfiehlt dieFAZHerman Koch und seinen Roman "Sommerhaus mit Swimmingpool" alsThriller mit Mehrwert.

Ich bin nicht, der ich bin

07.01.2012DieFAZfeiertAlex Capus' Neuübersetzung vonJohn Kennedy Toolesbeißendem Südstaaten-Klassiker "Die Verschwörung der Idioten". Bestens amüsiert sie sich auch mitHelge Schneiders"Satan Loco". DieNZZwindet sich beim Lesen vonElias Canettishartherzigen Briefen an seine GeliebteMarie-Louise von Motesiczky "Liebhaber ohne Adresse". DieSZliest beeindrucktWolfgang Sofskys Untersuchung von Bilder der Gewalt "Todesarten". Dietazfindet mit dem Sammelband "Generation Facebook" einen Ausweg aus dem SystemSmile or Die.

Pöbelmedien

06.01.2012DieFAZ liest mit VergnügenGabriele Kögls Roman "Vorstadthimmel" über einenWiener Narzissten. Außerdem begrüßt sieUwe Wittstocks Auseinandersetzung mit dem "Fall Esra" und berichtet auch gleich vom Fall "Da-Da-Da-Sein". Dietaz verteidigt denstarken StaatgegenIan Bremmerund dessen Streitschrift "Das Ende des freien Marktes".

Wissen der Welt

05.01.2012Schier überwältigen lässt sich dieZeit vonAntonio Munoz Molinasmonumentalem Roman über denSpanischen Bürgerkrieg"Die Nacht der Erinnerungen". Sehr empfehlen kann sie auch Mike Nicols Thriller "Payback". DieFAZ begrüßt die neu herausgegeben Schriften vonSimone Weil, die einige dergroßen Essays des 20. Jahrhunderts enthalten. Außerdem verehrt  sieUmberto Eco. DieSZ liest fasziniertDrago Jancars frühen Roman "Nordlicht".

Bürgerglück

04.01.2012Dietaz lobtNino Haratischwilis mutigen, weil leidenschaftlichen Roman "Mein sanfter Zwilling". DieNZZ begibt sich mitPeter Ackroyd auf eine kurzweilige Reise durch die GeschichteVenedigs. DieSZ bewundert inWalter Benjamins "Kritiken und Rezensionen" Unerschrockenheit und aphoristisches Talent. Außerdem entdeckt sie zarte Seiten inJosef Winklers obsessivem Text "Die Realität so sagen, als ob sie trotzdem nicht wär".

Im kreativen Geschäft

03.01.2012Als furchtlos, authentisch und berührend preist die NZZNadeschda Mandelstams Erinnerungen anAnna Achmatowa, die nun endlich auch auf Deutsch erscheinen. Eine ganz neue Lakonie entdeckt die SZ inAntonio Lobo Antunes' Roman "An den Flüssen, die strömen". Und dietaz reist mit dem FotografenPeter Bialobrzeskiins urbane Herz der Gobalisierung.

Die Hiebe der Axt

02.01.2012Wiesubversiv dieFilmkritik einmal sein konnte! Seufzend liest dietazUwe Nettelbecks gesammelte Essays "Keine Ahnung von Kunst und wenig vom Geschäft".FR undSZ lassen sich freudig vonGary Snyder "Lektionen der Wildnis" erteilen.Annie Proulx' Erinnerungen "Ein Haus in der Wildnis" mochte dieSZ gern, allerdings erst nach Lösung derBauherrinnenprobleme.

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