MAGAZINRUNDSCHAU
Unterwäsche, Ketamin und Munition

17.02.2026.New Lines erzählt, wie sich dieMullahs im Iran die Taschen voll machen.Respekt zeichnet nach, wie der tschechische PremierAndrej Babiš versucht, die Kontrolle über die Medien zu übernehmen. Wie Kirchen, Königshäuser und Staaten seit eher probierten, die Kontrolle über Nachrichten zu behalten, lernt dieLRB beim Blick in dieGeschichte der Postsysteme in Europa. InLe Grand Continent erklärt der HistorikerAmaury Coulomb, warum die AfD den Mythos vomdeutschen Wald wiederbelebt. Aktualne feiert die tschechische KomponistinVítězslava Kaprálová, die nicht weniger wollte, als alle drei B-B-B zu übertrumpfen.Mehr...
BÜCHERSCHAU DES TAGES
Die Totalität des Verbrechens

17.02.2026. Das meist besprochene Buch ist heuteGisèle Pelicots Erinnerungsband "Eine Hymne an das Leben". Die Rezensenten sind stark beeindruckt von ihrem Willenglücklich zu sein und ihrer Weigerung, sich zum Opfer machen zu lassen. DieFR liestNorbert Gstreins Roman "Im ersten Licht" als eindrucksvolles Porträt einesMitläufers in den beiden Weltkriegen. DieSZ reist mitKristof Magnusson, einem Dichter und einem Doppelagenten "ans Ende der Geschichte". DerDlf denkt mit Stefan Nacke darüber nach, wie einsmarter Sozialstaat aussehen könnte.Mehr...
EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Alle sind irgendwie cute und nice zueinander
17.02.2026. Groß war die Aufregung umMilo Raus "Prozess gegen Deutschland", bei dem auch Politiker aus demrechtsextremen Spektrum zu gegen waren: DieFAZfindet die Veranstaltung wenig sinnvoll, auch dietazist etwas ratlos. Die Filmkritiker trauern umzwei große alte Männerdes Kinos:Robert DuvallundFrederick Wiseman. Die Kunstwelt muss sich vonHenrike Naumann verabschieden, die als erste ostdeutsche Frau den Pavillon in Venedig bespielen sollte. Mehr...
9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Eine Fülle von traumschönen Heilbädern
17.02.2026. In derNZZ erklärt der russische WirtschaftswissenschaftlerWladislaw L. Inosemzew, was die von Russland und China gesteuerte "alternative Globalisierung" ist und wie sie Europa bedroht. Wenn jemand etwas gegenrussische Einnahmen aus Energie tut, dann Trump, auch in Ungarn und der Slowakei, fällt dertaz auf. Wenn es nach den Berliner Grünen geht, können Polizistinnen bald mit Kopftuch herumlaufen, berichtet dieBerliner Morgenpost. DieFAZ beleuchtet das Verhältnis zwischenJeffrey Epstein und dem deutschen KI-ForscherJoscha Bach.Mehr...
EIN WORT GIBT DAS ANDERE
Auf dem Mars ein Spiegelei

16.02.2026.Jill Lepore sprach bei den "Hegel lectures" über den Aufstieg und Fall des "Artificial State". Im jetzigen Stadium sei der "Artificial State" nur mehr eine Agentur einesKumpelnetzwerks, das man samt Teflon-Pfannen ins Weltall schicken möchte. Aber der Aufstieg begann laut Lepore nicht erst im digitalen Zeitalter, sondern bereits mit dem ersten WahlkampfJohn F. Kennedys. Und der Fall? VonElke Schmitter.Mehr...
IM KINO
Alt, ungeil, immer zu Hause

10.02.2026.Sönke Wortmann kann das Social Engineering nicht lassen. In "Die Ältern", seinem neuen Streich, geht es gewohnt bonmotreich um Konflikte zwischenGen Z undGeneration Golf. VonKamil Moll.Mehr...
IM KINO
Überdeutlich und seltsam ungreifbar

10.02.2026. Die palästinensischen RegisseureTarzan und Arab Nassererzählen in "Once Upon a Time in Gaza" eineKleingangstergeschichte, die sich fast zwangsläufig auch vor den diskursiven Verwerfungen rund um denNahostkonflikt entfaltet. Ihr Film lässt mehrere Lücken, zeigt manche Bilder, lässt andere weg. VonBenjamin Moldenhauer.Mehr...
VORGEBLÄTTERT
Susanne Heim: Die Abschottung der Welt

09.02.2026. Viele Juden versuchten in den1930er Jahren verzweifelt, sich aus Nazi-Deutschlandins Ausland zu retten. Doch Aufnahme zu finden, wurde immer schwieriger. Auch auf der internationalen Konferenz vonEvian 1938 konnten sich die teilnehmenden Staaten nicht auf Aufnahmekontingente einigen. Nach Kriegsbeginn flohen vor allempolnische Juden Richtung Osten in die Sowjetunion und später in den Iran, wo Margot Kupfer und ihr Mann landeten, nachdem sie erst ins sowjetische Jakutien deportiert worden waren. Eine Leseprobe ausSusanne Heims Buch "Die Abschottung der Welt". Mehr...
- Leseprobe zu Susanne Heim: Die Abschottung der Welt - Teil 1
- Leseprobe zu Susanne Heim: "Die Abschottung der Welt" - Teil 2
BÜCHERBRIEF
Finden Sie Ihre Madeleine!

09.02.2026. ... ermuntert ein Arzt die an Gedächtnisverlust leidende Heldin ausLeila Slimanis neuem hochgelobten Roman "Trag das Feuer weiter". Uns reicht es schon, wenn Sie sich einfach eine Madeleine schmecken lassen bei der Lektüre der besten Bücher, die wir diesen Monat für Sie ausgesucht haben: Etwa "Die andere Stadt", den jetzt erst in Deutsche übersetzten Roman des TschechenMichal Avjat, der Miniatur-Elche und Meeresmonster durch ein mystisches Prag ziehen lässt. Wolfram Lotz hat derweil Träume aus ganz Europa zusammengetragen. Beste Gesellschaft sind die russischen Künstler, dieFelix Philipp Ingold im Pariser Exil aufstöbert.Mehr...
FOTOLOT
Immer noch vermintes Gelände

30.01.2026. Noch ist Jahresanfang und genug Zeit für einen Ausblick aufkommende Ausstellungen: Südafrikanische FotografInnen stehen im Fokus. Die Berliner Galerie Stallmann zeigt (jetzt schon) die FotografinVictoria Pidust. Und Pierre Huyghe durchstößt im Berghain die nach unten offeneBanalitätsskala. VonPeter Truschner.Mehr...
EIN WORT GIBT DAS ANDERE
Alle sagen "Nie wieder!"

30.01.2026.Michel Friedman lud anlässlich des Holocaust-GedenktagesHape Kerkeling ins Berliner Ensemble um ihn zu fragen: Was hat sie versäumt, die Nie-wieder!-Generation, die Kerkeling verkörpert? Warum sitzen wir jetzt hier und sorgen uns um einerechtsradikale Partei, die immer weiter wächst? VonElke Schmitter.Mehr...
TASCHENBÜCHERBRIEF
Taschenbücherbrief Januar 2026

24.01.2026. Im Taschenbuch-Januar stehen die Preisträgerinnen Schlange! Zu entdecken gibt esMartina Hefters buchpreisprämierten Roman "Hey, guten Morgen, wie geht's dir?". Oder "Die Achse der Autokraten" von FriedenspreisträgerinAnne Applebaum. Und nicht zuletzt den Roman "Griechischstunden" von LiteraturnobelpreisträgerinHan Kang, empfohlen von Arnim Eisenhut. Dies alles und mehr in unseren besten Taschenbüchern des Monats Januar. VonArnim Eisenhut.Mehr...
TAGTIGALL
Ein Ohrenmensch

27.01.2026. Am 2. Januar istIlma Rakusa, eine der grandes dames unter den Lyrikerinnen, Kritikerinnen und Übersetzerinnen, 80 Jahre alt geworden. Am 22. Januar 2026, fand im BerlinerHaus für Poesie eine Feier für sie statt. Die Lyrikerin Anja Utler führte das Gespräch. Im Mittelpunkt stand Rakusasjüngster Band, "Wo bleibt das Licht. Tagebuchprosa", der 2025 im Literaturverlag Droschl erschien. VonMarie Luise Knott.Mehr...
INTERVENTION
Benennen und sprengen
21.01.2026. Gern wird beim Thema "Linke und Iran" auf Michel Foucaults begeisterte Äußerungen zur iranischen Revolution hingewiesen. Gut so, aber diedeutsche Geschichtebeginnt früher und war eher noch fataler. Und der Schulterschluss der Linken mit den iranischen Mullahs setzt sich auch langenach der Revolutionnoch fort. VonThierry Chervel.Mehr...
WO WIR NICHT SIND
Bekenntnis zur unbedingten Erinnerung

21.01.2026.Anatoli Kusnezows "Babyn Jar" ist vieles auf einmal: Roman, Dokument eines dergrausamsten Judenmorde der Nazis im Zweiten Weltkrieg, aber auch eineGeschichte der Zensur. Denn der Roman durfte in der Sowjetunion nur bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt erscheinen. Kusnezow macht dies typografisch kenntlich. Vor allem ist der Roman jedoch Zeugnis der Naziherrschaft in der Ukraine, erzählt aus der Perspektive eines12-Jährigen, der nie den Blick senkt. VonBenita Berthmann.Mehr...
BÜCHERBRIEF LIVE
Wie nervt man Elon Musk, Aya Jaff?

15.01.2026. In der neunten Folge unseres Podcasts stellen diePerlentaucher Benita Berthmann undLukas Pazzini wieder Bücher vor, die sie besonders interessant fanden: Mit László Krasznahorkaierkunden wir den Wahnsinn seines über neunzigjährigen Protagonisten, der sich für den rechtmäßigen König von Ungarn hält. MitAya Jaff sprechen wir über die Gefahr, die von Broligarchen wie Elon Musk ausgeht und finden heraus, was wir selbst tun können, um denTech Bros auf die Nerven zu gehen. VonBenita Berthmann,Lukas Pazzini.Mehr...
IN EIGENER SACHE
Liebe Leserinnen, liebe Leser,

18.12.2025. DerPerlentaucher hat inzwischen110.543 Rezensionsnotizen zu 67.013 Büchern. Wir spiegeln die qualifizierte literarische Öffentlichkeit dieses Jahrhunderts. Zuverlässige Information ist gerade in unzuverlässigen Zeiten wichtig: Wir machen seit dem dem 15. März 2000 eine tägliche Feuilleton-Presseschau.500.000 verschiedene Menschen besuchen denPerlentaucher monatlich mindestens einmal. Besonders danken möchten wir 2.000 unter ihnen, die uns monatlich mit einem freiwilligen "Abo" unterstützen. VonThierry Chervel.Mehr...
SPENDEN
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24.11.2021. DerPerlentaucher bietet seinen Service für die Leser kostenlos und möchte dabei bleiben. Falls Sie unsunterstützen mögen - regelmäßig oder einmalig - freuen wir uns! Hier finden Sie verschiedene Möglichkeiten.Mehr...




Elias Hirschl: Schleifen
Julian Barnes: Abschied(e)
Jana Hensel: Es war einmal ein Land
Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen