
Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte
Am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin wird erforscht, wie sich in der jahrhundertelangen Wechselwirkung zwischen den Wissenschaften und den sie umgebenden Kulturen neue Kategorien des Denkens, des Beweisens und der Erfahrung herausgebildet haben. Epochen- und raumübergreifende vergleichende Studien untersuchen dabei, unter welchen historischen Voraussetzungen wissenschaftliche Kultur und Wissenschaft als eine Kultur entstanden sind. Die einzelnen Forschungsprojekte umfassen mehrere Jahrtausende, sie beziehen sich auf die Kulturen des Westens und des Ostens, des Nordens und des Südens, und auf die unterschiedlichsten Disziplinen, von der babylonischen Mathematik bis zur heutigen Genetik, von der Naturgeschichte der Renaissance bis zu den Anfängen der Quantenmechanik.
Kontakt
Boltzmannstr. 2214195 Berlin
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Promotionsmöglichkeiten
Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):
IMPRS - Knowledge and Its Resources: Historical ReciprocitiesDarüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren bzw. Direktorinnen und in den Forschungsgruppen.
Wissenschaftshistorikerin Lorraine Daston erhält die hohe Auszeichnung in der Kategorie moderne und zeitgenössische Wissenschaftsgeschichte.
mehr„Eine Stimme wie die der Max-Planck-Gesellschaft im politischen Diskurs wird gebraucht,“ ist die Historikerin Carola Sachse überzeugt. Ein Gespräch über Wissenschaft und Diplomatie
mehrForschende verkünden wichtigen Schritt zur Festlegung eines neuen geologischen Zeitalters
mehrSeit ihrer Gründung 1948 wurde die Max-Planck-Gesellschaft zu einem einflussreichen Teil der deutschen und europäischen Zeitgeschichte. Bei einem Festakt zu ihrem 75-jährigen Jubiläum in München zeigte dies der Historiker Jürgen Kocka. Seinen Vortrag veröffentlichen wir hier in gekürzter Form
mehrLeonardo da Vinci war ein unermüdlicher, wissbegieriger Leser. Er besaß über 200 Bücher aus Wissenschaft und Technik, literarische sowie religiöse Werke.
mehrForschung an der kurzen Leine
MaxPlanckForschung 3/2023Kultur & Gesellschaft
Demokratien gelten als Orte bahnbrechender Forschung. Doch die autoritär regierte Volksrepublik China rüttelt am Selbstverständnis der freien Welt. Trotz zunehmend totalitärer Strukturen hat das Land zur Spitzengruppe der Wissenschaftsnationen aufgeschlossen. Eine Gruppe des Lise-Meitner-Programms um die China-Forscherin Anna Lisa Ahlers will verstehen, weshalb das möglich ist.
Die Erde im Vitaltest
MaxPlanckForschung 2/202375 Jahre Max-Planck-Gesellschaft
Klimakrise, Artensterben, Ozonabbau – ökologische Fehlentwicklungen bedrohen das Leben auf der Erde, wie wir es kennen, und damit auch die gesellschaftliche Stabilität. Der Gefahr lässt sich, wie im Fall des Ozonlochs, nur begegnen, wenn die Zusammenhänge durch und durch verstanden sind. Das ist das Ziel des Erdsystemclusters in der Max-Planck-Gesellschaft. An seiner Entstehung haben die beiden späteren Nobelpreisträger Paul J. Crutzen und Klaus Hasselmann maßgeblich mitgewirkt.
Der Mensch hat sich die Erde untertan gemacht – und das in einem Ausmaß, das die menschlichen Lebensgrundlagen bedroht. Für den Weg ins Anthropozän, ins Erdzeitalter des Menschen, hat nach Ansicht unseres Autors die Entwicklung wissenschaftlich-technischen Wissens eine zentrale Rolle gespielt. Wir brauchen jedoch noch mehr Erkenntnisse über die enge Verflechtung zwischen Erde und Mensch, damit wir die Krisen, die wir mit unserem Handeln verursachen, tatsächlich verstehen und bewältigen können.
Jahrhundertelang sah es nicht gut aus für sie: Bären, Wölfe und Steinböcke galten den Menschen in Europa als Bedrohung, Nahrungsquelle oder Trophäe und wurden bis zur Ausrottung gejagt. Wie sich das Verhältnis zu den ikonischen Säugetieren im Lauf der vergangenen Jahrhunderte änderte, zeichnet Wilko Graf von Hardenberg, Forscher am Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, nach.
Der Klimawandel erfordert, dass wir uns von Erdöl und Kohle verabschieden. Doch unsere Gesellschaft, speziell unser Ideal von Freiheit und Wohlstand, ist in ungeahntem Maße von den fossilen Rohstoffen geprägt. Wie stark diese Abhängigkeit ist und welche Wege es gibt, davon loszukommen, das untersuchen Forscherinnen und Forscher am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin.
Thomas Turnbull vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin ist in das Projekt „Mississippi. An Anthropocene River“ involviert. Als Teil dieses Projektes ist Turnbull eine Strecke des Mississippis hinuntergepaddelt. Er erzählt von einem Fluss, der sinnbildlich für die menschengemachte Veränderung natürlicher Systeme steht.
Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin22. Januar 2026
Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin 4. Dezember 2025
Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin 4. Dezember 2025
Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin 4. Dezember 2025
Wer besitzt Wissen? Globale Perspektiven auf Recht und Wissenschaft
2024Schäfer, Dagmar
In der wissenschaftlichen Praxis prägen historische Dynamiken die rechtlichen Rahmenbedingungen und das Verständnis von Eigentum. Die interdisziplinäre und vergleichende Erforschung der globalen Entwicklung von Eigentumsrechten an Wissen untersucht das Wechselspiel zwischen technologischen Entwicklungen, Wissenskonzepten und Debatten um den freien Wissenszugang und die gerechte Wissensnutzung.
mehrWissenschaft und Erfahrung: Wissenschaftsgeschichte neu geschrieben
2023Krause, Katja; Wietecha, Tracy
Die Forschungsgruppe Experience in the Premodern Sciences of Soul and Body untersucht die Wechselwirkungen von Erfahrung und Wissenschaft, bewertet historische Wissenschaftspraktiken neu und entwickelt philosophische Grundlagen, indem sie die Rolle des wissenschaftlichen Subjekts für Neurowissenschaften und KI hervorhebt. Ihre Methode der relationalen Rationalität erweitert das Verständnis von Wissenschaft als kulturhistorisches Phänomen und verdeutlicht die Ontologie und Funktion des menschlichen Erkennens, um den Wissenschaften neue Sichtweisen und transformative Erkenntnisse zu ermöglichen.
mehrDie Produkte der petrochemischen Industrie und insbesondere katalytischer Prozesse sind zentral für den Geschichtsprozess der Moderne und des Anthropozäns. Das Projekt untersucht die Petromoderne entlang exemplarischer Konstellationen – hier der Hafen Rotterdam – als Epoche, in der der technische Zugriff auf Öl und Gas organisch-biotische, ökonomisch-politische, aber auch epistemisch-kulturelle Folgen hat. Programmatisches Ziel ist, die Rationalität der Epoche als insgesamt „fossile Vernunft“ zu untersuchen und im Sinne ihrer notwendigen Ablösung einer Kritik zu unterziehen.
mehrOb Reproduzierbarkeitskrise globaler biomedizinischer Forschung, Zuverlässigkeit von Corona-Tests in verschiedenen Settings, oder Suche nach aussagekräftigen Endpunkten für klinische Studien: Bei vielen gegenwärtigen Herausforderungen der medizinischen Forschung geht es um scheinbar universelle Fragen der Validierung. Zugleich haben technische und methodische Entwicklungen sowie veränderte Rahmenbedingungen beeinflusst, wie genau die Gültigkeit und Aussagekraft von Test- und Forschungsergebnissen bemessen und interpretiert werden sollten. Diese Kontinuitäten und diesen Wandel untersuchen wir.
mehrDie Volksrepublik China ist rasant zu einem der wichtigsten Akteure im Wissenschaftssystem geworden. Das Land produziert inzwischen die meisten Fachartikel und investiert massiv in Forschung im In- und Ausland. Erkenntnisse und Methoden von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen in China erregen regelmäßig Aufsehen. Worauf fußen diese Entwicklungen und welche Effekte zeitigen sie? Die neue Lise-Meitner-Forschungsgruppe des MPIWG untersucht dies und widmet sich insbesondere den gesellschaftlichen Umwelten der Wissenschaft in China und den Herausforderungen der internationalen Forschungs-zusammenarbeit.
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