
Keschel oderKeshel, im PluralKeschels, ist ein Edelmetall, das insbesondere auf demPlanetenTyne’s Horky abgebaut wird. Aufgrund seiner Seltenheit und seines damit verbundenen beträchtlichen Wertes ist es von großer Bedeutung für die lokale Wirtschaft und dient den Einheimischen als Alltagswährung. Bezahlvorgänge erfolgen im Regelfall in einem Betrag, der in Keschelkörnern angegeben wird. Die zahlreichen Keschel-Minen auf dem Planeten werden meist von örtlichen Verbrechern auf Schutzgeld erpresst. Während derimperialen Herrschaft entdeckte derVerbrecherlordKleb Zellock in einer seiner Keschel-Minen das wertvolle MineralNergon-14.
Keschel ist ein weißes Element,[1] das in Form eines magmatischen Erzes vorkommt.[2] Es bildet Adern, wenn es in Gestein eingeschlossen ist. Der Abbau von Keschel erfolgt in Minenschächten[1] durch Extrusion.[2] Insbesondere auf dem abgelegenen Planeten Tyne’s Horky existieren ergiebige Keschel-Vorkommen.[3] Das Edelmetall gilt aufgrund seiner relativen Seltenheit als besonders wertvoll,[4] wenngleich es verglichen mit dem explosiven Mineral Nergon-14, das in ähnlichen Gesteinsschichten vorkommt, als geradezu billig wahrgenommen wird.[1] Die gesamte Wirtschaft von Tyne’s Horky dreht sich um das Edelmetall.[5] Dort nimmt es sogar den Stellenwert einer Währung ein.[6] Der gesamte Handel wird mit Keschelkörnern als Zahlungsmittel durchgeführt, die nach ihrem Abbau sorgfältig abgewogen werden. Ein Preis von 60 Keschel wurde während der Herrschaft des Galaktischen Imperiums als eher niedrig angesehen, während mehrere Zehntausend als ein Vermögen galten.[7] Gelegentlich findet es auch in der Herstellung von Droidenbauteilen Verwendung.[2]

Im Zuge einer Expansions- und Kolonisierungswelle desMittleren Randes besiedelte dieMinengilde den neu geschaffenenTeraab-Sektor, in dem sich eine Vielzahl rohstoffreicher Welten wie etwaRuusan,Drogheda,Istic,Pesmenben IV und Tyne’s Horky befanden.[3] Infolge der Entdeckung der ergiebigen Keschelvorkommen auf Tyne’s Horky entstanden Bergbausiedlungen wie die gleichnamige StadtTyne’s Horky, deren Bevölkerung sich hauptsächlich aus Kopfgeldjägern, Dieben und Keschelschürfern zusammensetzte, die auf der Suche nach dem wertvollen Element entweder auf den Planeten gekommen waren, um sich ein Vermögen zu erarbeiten, oder um einem anderen dessen Funde zu stehlen.[1] Angesichts der Fokussierung der Bewohner auf den Keschelabbau entwickelte sich Keschel zum Hauptzahlungsmittel auf dem Planeten. Der Abbau erwies sich als profitabel genug, um die organisierte Kriminalität anzuziehen.[6] Mangels einer Regierung galt das Gesetz des Stärkeren, das insbesondere von Verbrecherkonsortien wie Kleb ZellocksBande ausgeübt wurde.[1]
Über ein Jahrzehnt vor demGalaktischen Bürgerkrieg beauftragte der VerbrecherlordSise Fromm seinen SohnSonko Fromm damit, einenRaumfrachter mit einer Ladung von 50Metrischen Tonnen Keschel an Bord zu kapern. Er setzte einen Hilferuf ab, in dem er vorgab, dass dieTriebwerke seinesRaumschiffs ausgefallen seien, woraufhin der Transporter zu seiner Position flog, um Hilfe zu leisten. Daraufhin enterte Sonko Fromm das Schiff und nahm die Ladung an sich. Dabei ging er zwar mit äußerster Sorgfalt vor und tötete alle Besatzungsmitglieder, um keine Zeugen zu hinterlassen. Allerdings bemerkte er nicht, dass der Bordcomputer des Schiffes den gesamten Überfall mittels Videokameras aufzeichnete. Anstatt das Schiff zu sprengen, ließ Fromm den Transporter im Tiefraum zurück, wo ihn die Ermittlungsbehörden fanden und die Überwachungsvideos auswerteten. Sie konnten Sonko Fromm als den Täter identifizieren und später festnehmen. Für seine Taten wurde er auf der GefängnisweltUmax inhaftiert.[8]
ImJahr15 VSY beherrschte der Kriminelle Kleb Zellock den Keschelabbau auf Tyne’s Horky. Die meisten Schürfer waren ihm zu Tribut in Form von regelmäßigen Keschelzahlungen verpflichtet. Zellock erhöhte die Schutzgeldforderungen nach Belieben und brachte so die einheimischen Schürfer zur Verzweiflung.[7] Zu dieser Zeit ließ sich auch der SchatzsucherPutch Gundarian auf Tyne’s Horky nieder, um dort in einer kleinen Mine Keschel abzubauen. Als Sohn seines verstorbenen besten Freundes nahm er den jungenJann Tosh bei sich auf, der ansonsten über keine andere lebende Familie verfügte.[9] Tosh half Gundarian bei seinen Abbaubemühungen und tätigte Erledigungen in der Stadt für ihn. Als ihn Gundarian losschickte, um auf der städtischen Droidenauktion einen neuenMinendroiden zu erwerben, kaufte Tosh zunächst ein geeignetes Modell zum Preis von 3.000 Keschel. Gleichzeitig führte Kleb Zellock im nahe gelegenenCafe Doodnik eine Unterredung mit demTammuz-anSollag Den, der ihn zu einem Preis von 40.000 Keschelkörnern damit beauftragte, den verschollenenPrinzen seines VolkesMon Julpa zu finden. Zellock ging auf das Geschäft ein und befahl seinem GehilfenYorpo Mog, die Suche aufzunehmen. Er ließ Mog darüber hinaus in seinen Keschel-Minen nach anderen wertvollen Elementen wie Nergon-14 suchen.[7]
Die Droiden R2-D2 und C-3PO boten sich nach ihrer Kündigung im Café Doodnik selbst auf der lokalen Droidenauktion an. Während C-3PO mit einem Verkaufspreis von mindestens 10.000 Keschel rechnete, legte der Auktionator als Startgebot lediglich eine Summe von 500 Keschel fest. Allerdings bot keiner der Anwesenden für die auf der Bergbauwelt wenig nützlichenProtokoll- undAstromechdroiden. Trotz der Bitten C-3POs gab nicht einmal der junge Jann Tosh ein Gebot ab, da er sein letztes Geld für den Minendroiden ausgegeben hatte. Daraufhin sah Mog seine Chance, sich an den Droiden zu rächen, die ihn und Zellock zuvor im Cafe Doodnik mit Getränken überschüttet hatten. Er ersteigerte C-3PO, R2-D2 sowie einen schwächlich anmutendenAndroiden, bei dem es sich in Wirklichkeit um den gesuchten Prinzen von Tammuz-an handelte. Da Tosh Mitleid mit den Droiden empfand, bot er Mog an, sie gegen seinen neuen Minendroiden einzutauschen. Mog nahm das Angebot an, woraufhin Tosh mit den Droiden zur Mine seines Ziehonkels zurückkehrte. Gundarian kritisierte Tosh für seine Entscheidung und verlangte von ihm, sich künftig mehr auf den Keschelabbau zu konzentrieren und weniger auf die Probleme anderer Personen oder gar Droiden. Wenige Tage später brach ein Stützbalken des Minenstollens ein, als sich Gundarian und Mon Julpa gerade darin befanden. Während der alte Schürfer durch herabstürzende Trümmer bewusstlos geschlagen wurde, stützte Julpa den Stollen mit einem Balken ab und bewahrte so beide davor, verschüttet zu werden. Tosh und die Droiden retteten beide aus dem Schacht und brachten Gundarian zu einemMedcenter in Tyne’s Horky.[7]
Während Gundarians Behandlung entführte Mog Mon Julpa und brachte ihn zu Zellock. Er brachte ihm außerdem eine Probe von Nergon-14, die er in einer seiner Keschel-Minen gefunden hatte. Daraufhin ordnete Zellock an, in der Mine künftig das explosive Mineral abzubauen. Gegenüber Sollag Den, der Mon Julpa herausverlangte, erklärte Zellock, den Prinzen nurmehr gegen ein höheresKopfgeld übergeben zu wollen. Er rechtfertigte seine Forderung von weit mehr als 40.000 Keschel mit der Beauftragung des berüchtigten DroidenkopfgeldjägersIG-88, der ebenfalls nach Mon Julpa suchte. In der Folge gerieten Jann Tosh und die Droiden im Nachgang einer Schlägerei im Cafe Doodnik ebenfalls in Zellocks Gefangenschaft und wurden in seine Nergon-14-Mine verbracht. Nachdem ihnen die Flucht gelungen war, verfolgten sie Zellock aus seinem Kontrollzentrum durch die Stollen der ehemaligen Keschel-Mine. R2-D2 und C-3PO trafen als erste auf ihn, als er auf einer Landeplattform gemeinsam mit Mog seinenGyrokopter mit Säcken voll Keschel belud. Es gelang ihnen, den Verbrecher zu entwaffnen und zu betäuben, woraufhin die Droiden, Mog, Mon Julpa und Sollag Den den Gyrokopter bestiegen und den bewusstlosen Zellock an Bord brachten. Da der Gyrokopter angesichts der zahlreichen Passagiere zu schwer für den Start war, ließ Tosh C-3PO die Keschelsäcke als unnötigen Ballast abwerfen. Sie entkamen aus der Mine, bevor das Nergon-14 durch einen kritischen Funkenschlag detonierte und den gesamten Berg sprengte.[7] Sie übergaben den seines gesamten Vermögens beraubten Zellock an die Strafverfolgungsbehörden.[10]
Gleichzeitig untersuchte der wieder genesene Gundarian seine eingestürzte Mine und entdeckte dabei, dass das Grubenunglück eine ergiebige Keschelader freigelegt hatte. Nach der Rückkehr der Gruppe dankte er Julpa für seine Rettung und den glücklichen Fund.[7] Der folgende Keschelabbau brachte Gundarian ein Vermögen ein.[11] Zusammen mit Zellocks versteckten Reichtümern, die sie sich mit Yorpo Mog teilten, erwarben sie einen finanziellen Grundstock, der ihnen ein sorgenfreies Leben[12] und die Gründung derGundarian Mining Company ermöglichte. Nach seiner ehrenhaften Entlassung aus dem Militär des Galaktischen Imperiums infolge seiner schwerwiegenden Verwundung bei derVerteidigung vonCartoom gegen dieRebellion kehrte Tosh Jahre später zu Gundarian zurück und übernahm nach dessen Tod zehn Jahre später die Gundarian Mining Company.[9]
Im Jahr2 NSY erwähnteTrioculus, derLord Overseer undSupreme Slavelord vonKessel, die häufige Wortverwechslung zwischen dem Keschel-Erzabbau und denGewürzminen von Kessel in seinem Bericht an denISB-KommandantenMaximillian Seerdon. Er stellte klar, dass beide Minenoperationen nichts miteinander zu tun hatten. Seerdon nahm den Bericht über den Gewürzschmuggel in seinAddendum zu seinem KompendiumUnderworld – A Galaxy of Scum and Villainy auf, um auf die ständige Bedrohung für die Sicherheit der imperialen Bevölkerung durch den galaktischen Drogenhandel aufmerksam zu machen. Seerdon übersandte den Text an denGroßwesirSate Pestage, der ihn wiederum anImperatorPalpatine weiterleitete.[13]
Keschel wurde erstmals in der EpisodeDer verschollene Prinz der ZeichentrickserieFreunde im All im Zusammenhang mit der rückständigenBergbauweltTyne’s Horky erwähnt. Die Schreibweise divergiert je nach Nennung zwischen „Keschel“ und „Keshel“. Die Schreibung „Keschel“ wird bei Weitem häufiger genutzt. Tyne’s Horky ist an eine stereotypischeGoldgräberstadt angelehnt, sodass folgerichtig das abgebaute Edelmetall, Keschelkörner, ähnlich den Goldnuggets in einer Goldgräberstadt als Währung dient. Der Name „Keschel“ erinnert hierbei an die israelische WährungSchekel.