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Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

kümmeln, …

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Kümmelm. Gewürzpflanze, deren als Gewürz dienende Samenkörner sowie ein mit Kümmel aromatisiertes alkoholisches Getränk. Der Ursprung der Pflanze und ihres Namens liegt im Orient. Als Vorstufen vongriech.kýmīnon (κύμινον) kommensemit. Formen wiearab.kammūn,hebr.kammōn in Frage.Ahd.kumi,kumin (9. Jh.),mhd.kumin,mnd.kȫme(n),kāme,kȫmel,kömmel,nd.Kömen,Kömel, verkürztKöhm,Kömm. ‘Kümmel(schnaps)’ ist entlehnt aus dem aus demGriech. stammendenlat.cumīnum,cymīnum. Die heute imDt. allein übliche Form mit auslautendem, durch Dissimilation entstandenem -l ist bereitsahd. belegbar, vgl.ahd.kumil (11. Jh.). –kümmeln Vb. ‘Kümmelschnaps (nd. Köhm, s. oben) trinken’, dann allgemein ‘zechen, dem Alkohol kräftig zusprechen’ (18. Jh.).Kümmeltürkem. ‘Spießer, Angeber’, burschikoser Ausdruck für einen Studenten aus derKümmeltürkei, wie die Gegend um Halle, die als besonderes Anbaugebiet für Kümmel galt, scherzhaft genannt wurde (18. Jh.). Danach allgemeines Schimpfwort, aber auch in der Wendungarbeiten wie ein Kümmeltürke ‘schwer arbeiten, schuften’.
Zitationshilfe
„kümmeln“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/k%C3%BCmmeln>.

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