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Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Kriegsgefangener, …

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Kriegm. ‘bewaffnete Auseinandersetzung’,ahd.krieg ‘Beharrlichkeit, Hartnäckigkeit, Rechthaberei’ (10. Jh.),mhd.kriec,krieg ‘Anstrengung, Bemühen, Streben nach oder gegen etw., Widerstreben, Widerstand, Zwietracht’, auch ‘Streit mit Waffen, Kampf, bewaffnete Auseinandersetzung’,mnd.krīch,mnl.crijch ‘Halsstarrigkeit, Zwietracht, Streit, Kampf’,nl.krijg ‘Krieg’ sowieahd.widarkriegelīn ‘halsstarrig’ (9. Jh.),einkrieglīh ‘sehr zäh, langausdauernd, -anhaltend, halsstarrig’ (8. Jh.),afries.halskrīga ‘Steifheit des Halses’ sind ihrer Herkunft nach ungeklärt. Besteht Verwandtschaft mitlett.grīns ‘finster, mürrisch’ und möglicherweisegriech.brī́thos (βρῖθος) ‘Wucht, Gewicht, Last’,air.brīg ‘Kraft, Macht, Wert’ bei Ansatz vonie.*gu̯erī̌, einer Weiterbildung der unterkirre (s. d.) genannten Wurzelie.*gu̯er(ə)- ‘schwer’? Oder ist mitAumann in: PBB 61 (1937) 257 ff. im Hinblick aufahd.widarkriegī (Hs. 12. Jh.) fürlat.contrōversia Anschluß an eine Gutturalerweiterung der Wurzelie.*ger- ‘drehen, winden’ (s.krumm) möglich?de Vries Nl. 362 denkt angesichts der schwachen Anknüpfungsmöglichkeiten an ein Substratwort im kontinentalen Westeuropa. –kriegen Vb. ‘erhalten, bekommen’. Das vom Substantiv abgeleitete schwache Verbmhd.kriegen, (md.)krīgen ‘sich anstrengen, streben, ringen, trachten (körperlich und geistig), mit Worten streiten, zanken, handgreiflich werden, kämpfen, Krieg führen’,mnd.krīgen ‘streiten, einen Prozeß, Krieg führen’ hat neben sich (bis ins 16. Jh.) ein (in seiner Zugehörigkeit wie das Substantiv nicht geklärtes) starkes Verbmhd.krīgen ‘sich anstrengen, streben, ringen, trachten, streiten, kämpfen mit Worten und Waffen’ und (seit dem 14. Jh.) ‘erhalten, bekommen’,mnd.krīgen ‘bekommen, empfangen, erlangen, erwerben, gewinnen’,mnl.crīghen ‘sich anstrengen, streben, streiten, Krieg führen’,nl.krijgen ‘erhalten, bekommen, Krieg führen’. Ein zum schwachen Verb gebildetesmhd.erkriegen, imMd. ‘erstreben, erlangen, zu erreichen suchen’,mnd.erkrīgen verliert inmd. undnd. Gebieten seine Vorsilbe und übernimmt mit dem Untergang des starken Verbs dessen Bedeutung ‘erhalten, bekommen’. Den alten Gebrauch im Sinne von ‘Krieg führen, kämpfen’ bewahrensüdd. Mundarten; auch die gehobene Literatursprache greift darauf gelegentlich zurück.Kriegerm. ‘Kämpfer, Streiter’,mhd.krieger.kriegerisch Adj. ‘kampf-, angriffslustig’ (16. Jh.); vgl.mhd.kriegisch ‘trotzig, streitsüchtig’.Kriegsfußm. in der Wendungdas Heer auf den Kriegsfuß setzen (Campe 1808), vgl.frz.mettre sur pied une armée ‘eine Armee aufstellen’, jünger (Mitte 19. Jh.) auchmettre sur le pied de guerre ‘angriffsbereit machen’; heutemit jmdm. auf (dem) Kriegsfuß stehen ‘mit jmdm. im Streit leben’.Kriegsschauplatzm. (Ende 18. Jh.), zuvorSchauplatz des Krieges (Ende 17. Jh.).Kriegsgefangenerm. (17. Jh.).Kriegserklärungf. (18. Jh.).
Zitationshilfe
„Kriegsgefangener“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Kriegsgefangener>.

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