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- Spross – Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele
Spross, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular:Sprosses · Nominativ Plural:Sprosse(n)
Aussprache Fehler
Rechtschreibregel§ 2
Wortbildung mit ›Spross‹ als Erstglied:Sprossachse ·Sprossgalle ·Sprossknolle ·Sprossknospe ·Sprossmetamorphose ·Sprossmutation ·Sprossvokal
· mit ›Spross‹ als Letztglied:Achselspross ·Adelsspross ·Adventivspross ·Augspross ·Bambusspross ·Eisspross ·Sojaspross ·Wurzelspross
· mit ›Spross‹ als Letztglied:Achselspross ·Adelsspross ·Adventivspross ·Augspross ·Bambusspross ·Eisspross ·Sojaspross ·Wurzelspross
Bedeutungsübersicht
- 1.junger Trieb einer Pflanze
- 2. [veraltend,gehoben,spöttisch]Nachkomme
- 3. [Jägersprache]Zacke, Ende des Hirschgeweihes unterhalb der Krone
Bedeutungen
1.
junger Trieb einer Pflanze
Beispiele:
der Strauch treibt neueSprosse,Sprossen
dieSprosse,Sprossen der Nadelhölzer, eines Kaktus
2.
3.
JägerspracheZacke, Ende des Hirschgeweihes unterhalb der Krone
Grammatik: Plural ‘Sprossen’
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Etymologie
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Sprosse · Sproß · sprossen · Sprößling
Sprossef. ‘Trittleiste einer Leiter’,ahd.sproʒʒo m. (um 1000;stigilsproʒʒo, 9. Jh.),mhd.sproʒʒe m. f. ‘Leitersprosse, Stufe’,frühnhd.sprosse m., daneben auchspross m. ‘Leitersprosse’ (15. bis 17. Jh.) und ‘Trieb, Schößling’ (s. unten),mnd.sprōte,sprāte f., auch ‘Schößling’,mnl. (mit r-Metathese)sporte,nl.sport ‘Leitersprosse’,aengl.sprota m. ‘Keim, Schößling, Pflock’,engl.sprout ‘Sproß, Schößling’,anord.sproti m. ‘Zweig, Stab’,schwed.spröt ‘Sprosse, Stab, dünne Stange’, (mundartlich)språte sowiemnd.sprūte ‘Schößling, Sproß’ stehen ablautend zu dem unter1sprießen (s. d.) behandelten Verb. Möglicherweise liegt der Bedeutung ‘Leitersprosse’ die Ursprungsform der Leiter ‘Baumstamm mit Aststümpfen’ zugrunde. Dazu in gleicher Weise gebildetesSproßm. ‘Trieb, Schößling’ (15. Jh.), übertragen ‘Nachkömmling eines Geschlechts’ (18. Jh.),aengl.sprot(t) n. ‘Schößling’,norw. (mundartlich)sprot ‘kleine Stange’ sowieasächs.gisprot ‘Schößling’ und (ablautend)mnd.sprūt ‘Schößling’,aengl.sprēot ‘Stange, Stecken’,mnl.nl.spriet ‘Stange’. Die literatursprachliche Unterscheidung vonSprosse f. ‘Leitersprosse’ undSproß m. ‘Schößling’ geht wohl aufGottsched zurück. –sprossen Vb. ‘mit Trieben hervorwachsen, emporsprießen’ (16. Jh.).Sprößlingm. ‘Zweig, Trieb’ (15. Jh.), ‘Nachkomme’ (17. Jh.),frühnhd.sprüßling ‘heranwachsender Junge’ (15. Jh.).
Bedeutungsverwandte Ausdrücke
Botanik
Pflänzling ·Schössling ·Setzling · Spross ·Sprössling ·Steckling ·Sämling ·Trieb ● Jungpflanze fachspr.
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Heranwachsender ·Kind ·Nachwuchs ·Sprössling ● (die) lieben Kleinen (u.a. mediensprachlich) Plural · Bams österr.,bayr., salopp ·(das) Blag ugs.,ruhrdt. ·(die) Blage derb, abwertend ·Balg ugs., abwertend, veraltet · Gschropp ugs.,bayr. ·Gör ugs., berlinerisch ·Kid ugs. ·Kiddie ugs. · Kleine ugs.,weibl. · Kleiner ugs.,männl. · Kniebeißer ugs., selten ·Knirps ugs. · Panz ugs., kölsch · Spross ugs. ·Zögling geh.
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Botanik
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Typische Verbindungen zu ›Sproß‹ (berechnet)
Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu›Sproß‹.
abstammenAdelsfamilieAdelsgeschlechtArbeiterfamilieBankiersfamilieBauernfamilieBeamtenfamilieDiplomatenfamilieDynastieEinwandererfamilieGelehrtenfamilieGründerfamilieHugenottenfamilieillegitimIndustriellenfamilieJuristenfamilieKaufmannsfamilieKönigsfamilieKünstlerfamilieMusikerfamilieNehru-Gandhi-DynastieOffiziersfamiliePatrizierfamiliePolitikerdynastiePolitikerfamilieSchauspielerfamilieSippeUnternehmerfamilieWinzerfamilieZirkusdynastie
Verwendungsbeispiele für ›Spross‹
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora
Doch Otto Ernst erwies sich als widerspenstigerSproß seines Vaters. [konkret, 1981]
Das Kino, der jüngsteSproß unter den Künsten, leidet unter einem Minderwertigkeitskomplex. [Die Zeit, 26.11.1993, Nr. 48]
Denn nur einSproß, der ihr Blut in sich vereinigt, soll den Gral finden – so steht es geschrieben. [Die Welt, 09.12.2004]
Die blutige jakobinische Phase der Französischen Revolution kostete auch denSpross provenzalischen Adels um ein Haar das Leben. [Die Welt, 21.12.2000]
In dieser Gleichgültigkeit des »Und« gegenüber den Dingen, die es nebeneinanderstellt, liegt derSproß zu einer zynischen Entwicklung. [Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 2, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 946]
Fehler in Verwendungsbeispielen zu „Spross“
Zitationshilfe
„Spross“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Spross>.
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