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Anhang, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular:Anhang(e)s · Nominativ Plural:Anhänge
Aussprache Fehler
Wortbildung  mit ›Anhang‹ als Erstglied:anhanglos ·anhangsweise /anhangweise  ·  mit ›Anhang‹ als Letztglied:Dateianhang ·Familienanhang ·Gehirnanhang ·Hirnanhang
 ·  mit ›Anhang‹ als Binnenglied:Gehirnanhangsdrüse
Anhang
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
hängen · Hang · hangeln · Hangendes · Gehänge · Abhang · abhängig · Anhang · Anhänger · anhängig · anhänglich · Anhänglichkeit · Anhängsel · Aushang · Aushängeschild · Überhang · Umhang · Vorhang
hängen Vb. ‘am oberen Ende schwebend befestigen’ (transitiv) bzw. ‘oben befestigt sein’ (intransitiv). Das starke, ehemals reduplizierende Verbahd.hāhan (transitiv) ‘(auf)hängen, kreuzigen’ (um 800; vgl.zuohāhan ‘aufhängen’, 8. Jh.),mhd.hāhen (transitiv und intransitiv) ‘hängen’, (md.)hangen (14. Jh.),asächs.hāhan (transitiv),mnd.hangen (transitiv und intransitiv),mnl.hanghen,nl.hangen (transitiv und intransitiv),aengl.hōn (transitiv und intransitiv),anord.hanga (transitiv und intransitiv),got.hāhan (transitiv) setztgerm.*hanhan voraus, das in den Einzelsprachen teilweise Nasalschwund mit Ersatzdehnung aufweist; imDt. undNl. später auftretendes ng wird aus den Präteritalformen übernommen.Außergerm. vergleichbar sindhethit.gank- ‘hängen, wiegen’ und wohl auchaind.śáṅkatē ‘zweifelt, befürchtet, ist mißtrauisch, sorgt sich’,lat.cūnctārī ‘zögern, zaudern’, so daß von einer Wurzelie.*k̑enk-,*k̑onk- ‘schwanken, hängen, geistig in der Schwebe sein’ ausgegangen werden kann. Neben dem starken Verb steht ein intransitives schwaches ēn-Verbahd.hangēn ‘hängen, abhängig sein’ (8. Jh.),anord.hanga,got.hāhan (Prät.hāhaida), ein intransitives schwaches ōn-Verbasächs.hangon,aengl.hangian und ein transitives schwaches jan-Verbahd.hengen ‘erlauben, gehorchen, denken’ (9. Jh.; vgl.gihengen ‘zustimmen, erlauben, zulassen’, 8. Jh.),mhd. (md.)hengen ‘(die Zügel) hängen lassen, nachjagen, geschehen lassen, gestatten’, auchmd.obd. ‘aufhängen’ (obd.nhd.henken, s. d.),mnl.henghen ‘zugestehen’,nl.gehengen ‘erlauben’,anord.hengja ‘hängen’. ImMhd. mischen sich starke und schwache Präteritalformen, indem transitiveshienc (zuhāhen) auch die intransitive Bedeutung vonhangete (zuhangēn) übernimmt; vgl.mhd. (transitiv)sie hienc daʒ houbit neben (intransitiv)nū hienc ein tavele vor dem tor. Ferner wird (vom 12. Jh. an) intransitiveshangen (ausahd.hangēn) auch transitiv wiehengen verwendet. Vonhāhen bleiben imNhd. lediglich die Präteritalformen erhalten. Die aus alledem resultierende Gebrauchsunsicherheit wird erst im 19. Jh. dahingehend geregelt, daß der intransitive Gebrauch einem starken (hängen,hing,gehangen), der transitive einem schwachen Verb (hängen,hängte,gehängt) zugewiesen wird. Vgl.Rissleben D. Gesch. d. Verbgruppe „hāhan – hangēn – hengen – henken“, Phil. Diss. Greifswald (1931). –Hangm. ‘Neigung, Geneigtsein, hängende Stellung (des Turners), abschüssige Stelle’ (15. Jh.).hangeln Vb. ‘sich hängend fortbewegen’ (Anfang 19. Jh.).Hangendesn. ‘Gesteinsschichten über der Lagerstätte’,mhd.hangendeʒ (bergmannssprachlich).Gehängen. ‘das Herabhängende, Bergabhang’,mhd.gehenge ‘Vorrichtung zum Anhängen, Türangel’.Abhangm. ‘Berghang, das Herabhängende’,mhd. (westmd.)abehang (14. Jh.);abhängig Adj. ‘schräg abfallend’ (15. Jh.), ‘nicht selbständig, angewiesen auf’ (Anfang 18. Jh.).Anhangm. ‘Angehängtes, Beigefügtes, Begleitung’,mhd.anehanc;Anhängerm. ‘wer einer Person oder Sache anhängt, was angehängt wird’ (15. Jh.);anhängig Adj. ‘zugehörig, schwebend’; rechtssprachlich insbesondereeinen Prozeß anhängig machen ‘ein Gerichtsverfahren einleiten’ (15. Jh.);anhänglich Adj. ‘zugetan, verbunden’, geläufig seit dem 18. Jh.,frühnhd. im Sinne von ‘anhängend, hingezogen’ (15./16. Jh.);Anhänglichkeitf. ‘Verbundenheit, Treue’ (14. Jh.);Anhängseln. ‘anhängender (Schmuck)gegenstand, nebensächlicher Anhang, Begleiter’ (17. Jh.).Aushangm. ‘öffentliche Bekanntmachung’ (17. Jh.); vereinzelt auch fürAushängebogen ‘zur letzten Kontrolle bestimmter Abzug eines fertigen Druckbogens’ (18. Jh.).Aushängeschildn. ‘Reklameschild, Werbemittel’, ursprünglich ein Schild, das auf einen bestimmten Beruf, auf ein Gewerbe hinweist (18. Jh.).Überhangm. ‘Umhang, was überhängt’,mhd.überhanc.Umhangm. ‘umgehängtes Kleidungsstück’,ahd.umbihang (um 900),mhd.umbehanc ‘Vorhang, aufgehängter Teppich’.Vorhangm. ‘was vor etw. gehängt wird’,mhd.vor-,vürhanc (dazu s.Gardine).

Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Oberbegriffe
Assoziationen


Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Anhang‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu›Anhang‹.

Verwendungsbeispiele für ›Anhang‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es steht statt dessen am Ende der gesamten Ausführungen, imAnhang. [Hauschildt, Jürgen: Entscheidungsziele, Tübingen: Mohr 1977, S. 381]
Sie leben von da ab als schmarotzenderAnhang ihrer Frau. [von Frisch, Karl: Du und das Leben, Berlin: Verlag d. Druckhauses Tempelhof 1947 [1947], S. 244]
Denn derAnhang der Nationalisten ist im Volke größer als im Parlament. [Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 03.03.1933]
Es gibt darin ein Blatt mit dem Titel »Anhang 1«. [o. A.: Neunundvierzigster Tag. Samstag, den 2. Februar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 21695]
Externe Boxen zum seitlichenAnhängen an den Deckel sind als Zubehör für 210 Mark erhältlich. [C’t, 2001, Nr. 12]

Fehler in Verwendungsbeispielen zu „Anhang“

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Zitationshilfe
„Anhang“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Anhang>.

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