29. Juli: Benito Mussolini wird in Dovia di Predappio (Emilia Romagna) als Sohn des Schmieds Alessandro Mussolini und dessen Frau Rosa geboren.
Er besucht die Internatsschule in Faenza (Emilia Romagna).
Wegen eines Messerangriffs wird er aus dem Internat verwiesen und wechselt auf die Oberschule in Forlimpopoli nahe seiner Heimatstadt.
Mussolini schließt seine Ausbildung mit dem Grundschullehrer-Diplom ab.
Er tritt der Sozialistischen Partei Italiens (PSI) bei.
Grundschullehrer in Gualtieri (bei Reggio Emilia).
Um sich dem Militärdienst zu entziehen, siedelt er in die Schweiz über. Er arbeitet dort als Bauarbeiter, Sekretär und Übersetzer.
Nach seiner Amnestierung als Deserteur kehrt er nach Italien zurück und leistet den Militärdienst ab.
Er arbeitet wieder als Grundschullehrer und engagiert sich in der sozialistischen Bewegung.
Mussolini arbeitet in Triest (Istrien) als Herausgeber einer Arbeiterzeitung und wird nach wenigen Monaten von den österreich-ungarischen Behörden ausgewiesen. Er geht nach Forlì (Emilia Romagna) und gibt dort eine eigene sozialistische Zeitung heraus.
Beziehung mit der siebzehnjährigen Rachele Guidi und Geburt der ersten Tochter.
Mussolini ruft zum Generalstreik gegen den italienischen Eroberungskrieg in Libyen auf und wird zu einer fünfmonatigen Haft verurteilt. Bis 1915 muss er insgesamt elf Mal ins Gefängnis.
Juli: Er wird in den Exekutivausschuss der PSI berufen.
November: Mussolini wird Chefredakteur der sozialistischen Tageszeitung "Avanti" in Mailand, deren Auflage bald darauf von 20.000 auf 100.000 Exemplare anwächst.
29. Juli: Mussolini unterzeichnet zunächst das Anti-Kriegsmanifest seiner Partei.
31. August: Mussolini wird Soldat.
Heirat mit Rachele Guidi.
Februar: Er wird zum Oberfeldwebel befördert und kurz darauf schwer verwundet.
23. März: Mussolini beteiligt sich an der Gründung der "fasci di combattimento". Diese rechtsgerichteten Verbände von Kriegsteilnehmern eint die Forderung nach einer autoritären Ordnung und einer Revision der Friedensverträge zugunsten Italiens.
15. Mai: Die Faschisten erringen bei den Wahlen zum italienischen Parlament 34 Sitze. Mussolini ist mittlerweile zum führenden Politiker der Rechten geworden und wandelt die "fasci" in die Nationalfaschistische Partei (PNF) um.
27.-30. Oktober: In der innenpolitischen Krise der sozialistischen Massenstreiks nutzt Mussolini die Bürgerkriegsangst und droht mit einer Machtübernahme ("Marsch auf Rom"). KönigViktor Emanuel III. beruft ihn zum Ministerpräsidenten und übergeht damit das Parlament.
6. April: Mit dem von Mussolini erlassenen neuen Wahlgesetz erhalten die Faschisten bei den Parlamentswahlen eine Zweidrittelmehrheit.
3. Januar: Mussolini übernimmt die Verantwortung für die Ermordung des oppositionellen Sozialisten Giacomo Matteotti (1885-1924) durch Faschisten. Es folgt der Aufbau der Diktatur, mitgetragen durch Dekrete des Königs.
Verbot aller Parteien außer der PNF und Einrichtung von Sondergerichten zur Unterdrückung jeglicher Opposition.
Auf Mussolini werden mehrere Attentate verübt, die alle misslingen.
Gründung des "Faschistischen Großen Rats".
11. Februar: Mit den Lateranverträgen erkennen sich Vatikan und Italien nach 58 Jahren gegenseitig als eigenständige Staaten an. Die Lösung der Vatikanfrage und die Versöhnung mit der katholischen Kirche erhöhen das Ansehen Mussolinis im Volk.
14./15. Juni: Erstes Treffen mitAdolf Hitler in Venedig.
Oktober: Italien beginnt den langgeplanten Krieg gegen Abessinien (heute: Äthiopien).
9. Mai: Mit der Eroberung Abessiniens ruft Mussolini das italienische "Imperium" aus und fordert die Vormachtstellung Italiens im Mittelmeerraum.
1. November: Nach einem Bündnisvertrag mit Hitler unterstreicht Mussolini in einer Rede die engendeutsch-italienischen Beziehungen in der "Achse Rom-Berlin".
Nach einem Besuch Mussolinis in Deutschland verlässt Italien denVölkerbund und tritt dem "Antikominternpakt" zwischen Deutschland undJapan bei.
29. September: Mussolini vermittelt beimMünchener Abkommen zwischen Hitler und den Westmächten. Trotz dieses Prestigeerfolgs gerät er immer mehr in Abhängigkeit von Hitler und führt auch in Italien antisemitische Rassengesetze ein.
April: Italienische Truppen besetzen Albanien.
10. Juni: Italien erklärt Frankreich und Großbritannien den Krieg.
Oktober: Nach dem Abschluss des "Dreimächtepakts" mit Deutschland und Japan beginnt der italienische Angriff auf Griechenland.
Die Italiener müssen sich aus Abessinien zurückziehen.
9. Juli: DieInvasion der Alliierten auf Sizilien schwächt Mussolinis innere Position und stärkt die Streikbewegung gegen die faschistische Herrschaft.
24./25. Juli: Mussolini wird durch den "Faschistischen Großen Rat" abgesetzt und auf Anordnung Viktor Emanuels III. verhaftet.
12. September: Deutsche Fallschirmtruppen befreien Mussolini aus seiner Internierung auf dem Gran Sasso (Abruzzen) und bringen ihn zu Hitlers Hauptquartier "Wolfsschanze".
23. September: Mit deutscher Hilfe bildet Mussolini eine faschistische Gegenregierung und ruft die "Soziale Republik Italien" aus. Von Salò (am Gardasee) aus versucht Mussolini, die Herrschaft in Nord- und Mittelitalien wiederzuerlangen. Er bleibt aber ein Instrument der deutschen Besatzungstruppen.
5. Juni: Die Allierten erobern Rom. Das Gebiet der Republik von Salò verringert sich ständig mit dem Rückzug der deutschen Truppen.
27. April: Nach erfolglosen Verhandlungen mit der Widerstandsbewegung versucht Mussolini nach Deutschland zu fliehen und wird am Comer See von italienischen Widerstandskämpfern gefangengenommen.
28. April: Benito Mussolini wird mit seiner Geliebten Clara Petacci in Giuliano di Mezzegra (Comer See) erschossen. Ihre geschändeten Leichen werden öffentlich aufgehängt.