Die Entwicklung der grünen Infrastruktur ist komplex und berührt unterschiedliche Wissensbereiche. Interne und externe Wissensträger*innen helfen dabei das Wissen anzuwenden. Das Personal innerhalb der Verwaltung muss sich regelmäßig informieren und fortbilden. Teilweise muss Expertise aufgebaut und gebündelt werden, z. B. über Klimaschutz- oder Biodiversitätsmanager*innen. Andernfalls können neue Wissensbereiche über externe Beratung sowie beauftragte Fachgutachten erschlossen werden. Auch Kooperationen mit Hochschulen können helfen, den aktuellen Stand des Wissens z. B. in Form von Forschungsprojekten und Semester- oder Abschlussarbeiten für die Praxis aufzubereiten.
Neues Wissen, z. B. zur Klimaanpassung durch Stadtgrün, um multifunktionale Freiräume zu schaffen oder für eine biodiversitätsfördernde Pflege von urbaner grüner Infrastruktur, muss immer angepasst an die örtlichen Bedingungen angewendet werden. Das lokale Wissen sollte leicht zugänglich aufbereitet und z. B. über Personalschulungen regelmäßig verbreitet werden.
Auch über ehrenamtliches Engagement wird Wissen über Stadtnatur, z. B. im Rahmen von Biotop- und Artenkartierungen, geschaffen und über Umweltbildungsaktivitäten verbreitet. Dieses Wissen sollte wertgeschätzt und aktiv gefördert werden.