Die Ziele der kommunalen Verkehrsentwicklungsplanung können mit Zielen der urbanen grünen Infrastruktur verknüpft werden, um nachhaltige Mobilität zu fördern und Synergien zwischen grauer und grüner Infrastruktur zu schaffen. Um die Verkehrswende voranzubringen, entwickeln viele Städte Strategien für mehr Nachhaltigkeit im Bereich Mobilität. Diese Strategien werden als Kommunale Mobilitätskonzepte oder Urbane Mobilitätspläne (SUMP) bezeichnet und für die gesamte Stadt aufgestellt.
Weiterhin gibt es vor allem in größeren Städten spezifische Strategien zur Förderung des Fuß- oder Radverkehrs oder auch Schulwegpläne für eine sichere und eigenständige Mobilität von Kindern.
Verkehrsentwicklungsplanungen bieten Chancen, partizipativ und sektorenübergreifend nicht nur Anforderungen an eine nachhaltige Mobilität zu formulieren, sondern auch öffentliche (Verkehrs)Räume neu zu gestalten und Flächen anders nutzbar zu machen. Sommerstraßen und andere temporäre Umgestaltungen des Straßenraums bieten über Verkehrsexperimente die Möglichkeit, andere Raumnutzungen zu erproben und das Potenzial zur Neugestaltung von Stadträumen erlebbar zu machen.
Bei einer Umgestaltung von Straßen sollten Begrünung und insbesondere Baumstandorte zur Beschattung und als Lebensraum sowie Elemente der wassersensiblen Stadt zur Versickerung rechtzeitig bedacht werden.
Im Zusammenspiel mit der Verkehrsplanung besteht ein Flächenkonflikt zwischen der Schaffung von privaten Stellplätzen und unversiegelten Grünflächen. Einige Städte haben die Stellplatzpflicht abgeschafft, was neue Potenziale für Grünräume schaffen kann.