Microsoft hat heute seinen halbjährlichen Bericht (Security Intelligence Report) vorgelegt, der anhand der von den Redmondern angebotenen Programme wie dem Tool zur Entfernung bösartiger Software und Windows Defender einen Überblick über die aktuelle Sicherheitslage geben soll.In dem auch als
Download verfügbaren Bericht heißt es unter anderem, dass die Autoren von Würmern, Viren und anderer Schadsoftware ihr Hauptaugenmerk offenbar nicht mehr so stark auf Betriebssysteme legen wie bisher. Stattdessen sollen sie sich vermehrt auf die Suche nach Schwachstellen in Software von Drittanbietern konzentrieren. Hintergrund sollen die verbesserten Sicherheitsfunktionen vieler Betriebssysteme sein.
Natürlich enthält diese Feststellung auch ein wenig Eigenlob, hat Microsoft doch versucht, mit Windows Vista sein bisher sicherstes Betriebssystem abzuliefern. Die Redmonder sehen sich in ihren Bemühungen offenbar bestätigt und geben weiterhin an, dass die Zahl der aktiv genutzten Sicherheitslücken in den eigenen Produkten gegenüber dem zweiten Halbjahr 2006 deutlich zurückgegangen ist.
Daraus schlussfolgert Microsoft, dass es zunehmend schwerer wird, Exploit-Code für neuere Programme aufzutreiben. Dies sei unter anderem auf die neuen Sicherheitsmaßnahmen zurückzuführen. Außerdem soll auch der wachsende rechtliche Druck auf die Entwickler von Schadsoftware seinen Teil zur Abkehr der Virenautoren von Windows beitragen.
Microsoft versucht die Behauptung, dass die Sicherheitsmaßnahmen in den neuen Produkten - allen voran Windows Vista - Früchte tragen, in dem Bericht mit konkreten Beispielen zu belegen. So soll Windows Defender drei Mal weniger Vista- als XP-Systeme von Schadsoftware befreit haben, wie man anhand bereinigter Statistiken herausgefunden haben will.
Auch die bereinigten Statistiken des Microsoft Malware Removal Tool sollen dies belegen. So wurden angeblich 60 Prozent weniger infizierte Systeme mit Windows Vista entdeckt als Systeme mit Windows XP Service Pack 2. Die Redmonder beziehen sich dabei wie erwähnt auf bereinigte Daten. Die unterschiedlichen Marktanteile der beiden Betriebsysteme wurden also bei der Auswertung der Statistiken berücksichtigt.