Auch nach dem offiziellen Support-Ende versorgtNvidia ältere Grafikkarten mit kritischen Updates. Ein neuer Treiber für Maxwell-, Pascal- und Volta-GPUs schließt mehrere Sicherheitslücken. Wer eine entsprechende Grafikkarte nutzt, sollte zügig handeln.
Nvidia
Sicherheitsupdate für alte GeForce-Karten
Vor allem aufgrund seiner aktuellen Grafikkarten und deren Verfügbarkeit ist Nvidia gerade häufiger in den Schlagzeilen. So könnte das
Lineup bald schrumpfen und vor allem RTX-Karten mit nur
acht Gigabyte RAM angeboten werden. Trotzdem werden die GPUs wohl
teurer. Gleichzeitig gibt es jetzt jedoch auch Neuigkeiten zu älteren Modellen. Denn Nvidia hat ein neues Treiber-Update für Grafikkarten veröffentlicht, deren regulärer Lebenszyklus bereits abgeschlossen ist.
Der "GeForce Security Update Driver" mit der Versionsnummer 582.28 WHQL steht ab sofort zum
Download bereit und richtet sich spezifisch an Nutzer der Architektur-Generationen Maxwell, Pascal und Volta. Obwohl Nvidia den regulären Support mit sogenannten "Game Ready"-Treibern für diese Serien im vergangenen Jahr
eingestellt hat, zwingen neu entdeckte Schwachstellen das Unternehmen zum Handeln. Besitzer entsprechender Grafikkarten sollten das Update zeitnah installieren.
Unterstützte Modelle
Der Treiber 582.28 WHQL unterstützt eine breite Palette an Desktop- und Notebook-GPUs, die zwischen 2014 und 2018 den Markt dominierten. Hierzu zählen:
GeForce GTX 10-Serie- GeForce GTX 1080 Ti
- GeForce GTX 1080
- GeForce GTX 1070 Ti
- GeForce GTX 1070
- GeForce GTX 1060
- GeForce GTX 1050 Ti
- GeForce GTX 1050
- GeForce GT 1030
- GeForce GT 1010
GeForce GTX 900-Serie- GeForce GTX 980 Ti
- GeForce GTX 980
- GeForce GTX 970
- GeForce GTX 960
- GeForce GTX 950
GeForce GTX 700-Serie- GeForce GTX 750 Ti
- GeForce GTX 750
- GeForce GTX 745
- Nvidia Titan-Serie Nvidia Titan V.
- Nvidia Titan V
- Nvidia Titan Xp
- Nvidia Titan X (Pascal)
- GeForce GTX Titan X
Die einzigen Grafikkarten ohne dedizierte Raytracing-Kerne (RTX), die aktuell noch reguläre "Game Ready"-Treiber mit Spiele-Optimierungen erhalten, sind die Modelle der GTX 16-Serie. Diese basieren bereits auf der neueren Turing-Architektur, verzichten aber auf Hardware-Raytracing. Für alle älteren Semester ist der Pfad klar auf eine reine Sicherheitswartung beschränkt, die nur noch bei besonders kritischen Lücken fortgeführt wird.
Geschlossene Sicherheitslücken
Das jetzige Update adressiert insgesamt fünf Sicherheitslücken, die als hochgradig riskant eingestuft werden. Da die betroffenen Karten in vielen IT-Umgebungen, Zweitrechnern oder Home-PCs noch immer ihren Dienst verrichten, ist die potenzielle Angriffsfläche groß. Details zu den genauen Angriffsvektoren hält Nvidia aber zurück, um potenziellen Angreifern keine Anleitung zu liefern, bevor die breite Masse der Nutzer gepatcht hat.
Laut dem offiziellen
Sicherheitsbulletin werden durch den Patch die CVE-Kennungen CVE-2025-33217 bis CVE-2025-33220 sowie CVE-2025-33237 abgedeckt. Da Grafikkartentreiber tief im System verankert sind und direkten Hardwarezugriff besitzen, sind sie ein beliebtes Ziel für Angriffe. Oftmals reicht bereits der Besuch einer manipulierten Webseite, die GPU-Beschleunigung nutzt, um Schadcode auszuführen. Da es sich bei der Version 582.28 um ein reines Wartungsupdate handelt, dürfen Anwender jedoch keine neuen Funktionen oder Leistungsverbesserungen erwarten.
Keine Optimierungen mehr
Da der reguläre Treibersupport für die aufgezählten Karten beendet ist, werden bekannte Fehler in neueren Titeln nicht mehr behoben. Die Release-Notes listen explizit auf, dass etwa Textverzerrungen in Counter-Strike 2 bei nicht-nativer Auflösung oder Lichtflackern in Like a Dragon: Infinite Wealth weiterhin auftreten. Diese Probleme gelten für die betroffenen Karten nun effektiv als permanent, da keine Ressourcen mehr in die Optimierung der Treiber für diese Spiele fließen. Wer aktuelle Titel fehlerfrei spielen möchte, wird langfristig um ein Hardware-Upgrade nicht herumkommen.
Die Veröffentlichung des neuen Treibers unterstreicht dennoch die bemerkenswerte Langlebigkeit der Grafikkarten. Insbesondere die GTX 1080 Ti aus der Pascal-Ära gilt in Enthusiasten-Kreisen oft noch als eine der besten Grafikkarten ihrer Zeit. Sie bot über viele Jahre hinweg genug Leistung für aktuelle Spiele in Full-HD-Auflösung und verfügte über eine damals üppige Speicherausstattung. Der neue Treiber stellt sicher, dass diese "Oldtimer" zumindest sicherheitstechnisch nicht zum Risiko für das gesamte Netzwerk werden.
Nutzt ihr noch einen der genannten Klassiker wie die GTX 1080 Ti in einem eurer Rechner? Habt ihr das Update schon installiert oder plant ihr ohnehin ein Upgrade? Schreibt uns eure Erfahrungen gerne in die Kommentare!GeForce Security Update Driver 582.28Sicherheitsupdate für Maxwell-, Pascal- und Volta-GPUsZusammenfassung- Nvidia veröffentlicht Sicherheitsupdate für ältere GPU-Generationen
- Treiber 582.28 WHQL schließt fünf kritische Sicherheitslücken
- Betroffen sind Grafikkarten der Serien Maxwell, Pascal und Volta
- Nur GTX 16-Serie erhält weiterhin reguläre Game-Ready-Treiber
- Bekannte Fehler in neueren Spielen werden nicht mehr behoben
- Update wichtig trotz offiziellem Ende des regulären Supports
- Besonders die GTX 1080 Ti gilt noch immer als langlebiger Klassiker
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