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 Regenbogenparade
APA/Herbert Neubauer
APA/Herbert Neubauer
Politik

Halbe Million bei Regenbogenparade

Hitze, Party und politische Botschaften: Die Regenbogenparade – heuer im Rahmen der EuroPride – ist am Samstag über die Ringstraße gezogen. Mit dabei waren rund 500.000 Menschen.

15. Juni 2019, 17.55 Uhr (Update: 16. Juni 2019, 9.33 Uhr)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.
Teilnehmer an der 22. Wiener Regenbogenparade 2017
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Regenbogenparade: JVP nicht erwünscht

"Demonstration für Gleichberechtigung

Mit einer halben Stunde Verspätung ging es gegen 12.30 Uhr los. Die Parade ging vorbei an Parlament, Heldenplatz und Staatsoper. Anschließend führte die Strecke über den Stubenring zum Schwedenplatz und auf den Franz-Josefs-Kai. Beim traditionellen „Moment des Gedenkens“ kam die Parade zum Stillstand, und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erinnerten sich an jene Menschen, die an Aids starben oder Opfer eines Gewaltverbrechens wurden. Schließlich ging es vorbei an der Börse und der Universität zurück zum Rathausplatz.

Etwas Wirbel gab es zuletzt, da die Teilnahme der Jungen ÖVP (JVP) Wien nicht erwünscht war. Die Organisatoren befürchteten, dass dabei die „eigene Profilierung“ und Werbung im Vordergrund stehe. Auch wenn die Regenbogenparade auf den ersten Blick wie eine riesengroße Party scheint, soll sie eine wichtige und ernste Botschaft vermitteln, betonten die Veranstalter: Eigentlich ist sie eine Demonstration für die Gleichberechtigung von LGBTIQ-Menschen. Sie fand heuer zum 24. Mal statt.

Van der Bellen: „Integraler Teil der Gesellschaft“

Teilnehmer an der Wiener Regenbogenparade 2016
Debatte

Wie weltoffen ist Wien?

Mit der Abschlusskundgebung auf dem Rathausplatz wurde am Abend zumindest der offizielle Teil beendet. Zum ersten Mal in der Geschichte der Parade sprach dabei ein Bundespräsident. Alexander Van der Bellen kam mit seiner Frau Doris Schmidauer und richtete unter viel Applaus seine Worte an das Publikum. Das Staatsoberhaupt unterstrich dabei: „Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans, Intersex und queere Personen leben inmitten unserer Gesellschaft und werden auch weiterhin ein sichtbarer, respektierter und integraler Teil unserer Gesellschaft sein.“ Und weiter: „Die Würdigung der Vielfalt und deren Respekt und Akzeptanz sind ein wesentliches Element von Demokratien.“

Vander Bellen bei Regenbogenparade
APA/Herbert Neubauer
Erstmals sprach ein Bundespräsident bei der Abschlusskundgebung der Parade

Ludwig: „I love you all“

Seine nachfolgende Rednerin war EU-Justizkommissarin Vera Jourova. Sie hob ihren Einsatz für den Gleichberechtigung von LGBTIQ-Personen auf europäischer Ebene hervor. Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ), ebenfalls in Begleitung seiner Frau, machte anschließend klar: „Liebe ist frei und dafür werden wir uns einsetzen.“ Und schließlich rief er der Menge entgegen: „I love you all!“

Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Doris Schmidauer, EU-Justizkommissarin Vera Jourova sowie Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und seine Frau Irmtraud bei Regenbogenparade
APA/Herbert Neubauer
Doris Schmidauer, Frau von Van der Bellen, EU-Justizkommissarin Vera Jourova, Bürgermeister Michael Ludwig und seine Frau Irmtraud (SPÖ)

Nach den politischen Reden wurde als Überraschungsgast Melanie Geymonat auf die Bühne gebeten. Sie und ihre Freundin waren Opfer jener Prügelattacke in einem Bus in London, der vor einer Woche für große Empörung in Großbritannien sorgte. Sie wurde vom Publikum mit Standing Ovations begrüßt und Katharina Kacerovsky, Organisatorin der EuroPride, deren Teil die Regenbogenparade heuer ist, versicherte ihr volle Unterstützung: „Du bist nicht alleine.“ Zum Abschluss gab es noch einen musikalischen Auftritt von Conchita Wurst.

200 Teilnehmer bei Gegenveranstaltung

Fast schon traditionell fand am Tag der Regenbogenparade auch der „Marsch für die Familie“ in Wien statt. Während es bei der Parade um die Gleichberechtigung der homo-, bi-, trans- und intersexuellen Personen ging, wurde beim Familienmarsch am Samstag u. a. das traditionelle Bild von Ehe nur zwischen Mann und Frau hochgehalten. Laut Polizei nahmen rund 200 Menschen teil.

„Marsch für die Familie“
APA/Herbert Neubauer
Der „Marsch für die Familie“ fand wie die Jahre zuvor zeitgleich mit der Regenbogenparade statt

Einer der Mitorganisatoren ist der ehemalige PEGIDA-Sprecher Georg Immanuel Nagel. Am Rednerpult stand neben anderen auch die nicht amtsführende Stadträtin Ursula Stenzel (FPÖ). Sie sicherte den Teilnehmern ihre politische Unterstützung zu. Der „Marsch für die Familie“ verlief friedlich. Die Polizeipräsenz war hoch. Die Beamten begleiteten den Zug vom Treffpunkt beim Ballhausplatz, durch die Innenstadt bis zum Stephansplatz, wo die Schlusskundgebung abgehalten wurde.

red, wien.ORF.at/Agenturen

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