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Afrika

Ein Regenbogen über dem Vatikan

Afrikanischer Kardinal: Segen für gleichgeschlechtliche Paare ist "kulturelle Kolonialisierung"

Als die Glaubensbehörde des Vatikans im Dezember letzten Jahres die Segnung homosexueller Paare erlaubte, wurde die Kritik laut, dass die katholische Kirche dennoch an der Diskriminierung von schwulen und lesbischen Gläubigen festhält, indem sie ihr Sexverbot für diese Gruppen aufrechterhält. Bei anderen stößt selbst diese zaghafte Liberalisierung auf ein vehementes Nein.

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Afrikanische Bischöfe verweigern homosexuellen Paaren den Segen

Am 18. Dezember 2023 veröffentlichte der Vatikan mit "Fiducia supplicans" eine Erklärung über die pastorale Sinngebung von Segnungen. In dieser versucht Papst Franziskus den Spagat zwischen den antiquierten Ideen der katholischen Kirche und der Lebensrealität potentiell gläubiger Menschen im 21. Jahrhundert zu schaffen. So ist die Segnung unverheirateter und homosexueller Paare nun möglich, darf aber nicht mit einer Trauung verwechselt werden. Bei kirchlichen Würdenträgern vor allem in Afrika trifft dies auf Ablehnung. Die Bischofskonferenz Afrikas und Madagaskars verweigert homosexuellen Paaren weiterhin jeden Segen.

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Mit den Afrikastudien stimmt etwas nicht

Die 9. Europäische Konferenz für Afrikastudien (ECAS) fand im vergangenen Monat in Köln statt. Der nigerianische Religionswissenschaftler und Menschenrechtsaktivist Leo Igwe hat daran teilgenommen und kritisiert die Art, wie Afrikastudien aktuell betrieben werden.

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Bericht von Human Rights Watch

Gefahren für LGBT im Nahen Osten und Nordafrika

Die Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" (HRW) hat sich die Situation von homo- und bisexuellen sowie Trans-Personen in Teilen Nordafrikas und des Mittleren Ostens angesehen. Dabei musste HRW feststellen, dass nicht nur Privatpersonen, sondern auch staatliche Stellen für deren Verfolgung, Belästigung und ihr Outing verwantwortlich sind. Sie verwenden unrechtmäßig Digitalfotos, Chats und weitere Daten, unter anderem aus Sozialen Medien. Die Folgen für Betroffene reichen vom Verlust des Kontakts zu Familie und Freunden bis hin zur Ermordung.

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Hexenverfolgungen sind noch immer ein gewaltiges Problem

Wer an Verfolgungen wegen Hexerei denkt, hat meist Europa zu Zeiten des christlich geprägten Mittelalters und der frühen Neuzeit im Sinn. Doch auch heute noch gibt es Regionen, in denen Frauen aufgrund vermeintlich magischer Fähigkeiten verfolgt, gefoltert oder umgebracht werden. Unter anderem in Ghana und Nigeria ist diese Handhabung noch immer weit verbreitet. Nun begehren Teile der Politik, Wissenschaft und Gesellschaft jedoch auf, um dieses grausame Relikt aus der Vergangenheit einzudämmen. Bislang allerdings mit bescheidenem Erfolg.

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Jede zweite Schwangerschaft afrikanischer Mädchen ist ungewollt

Das Recht auf Familienplanung und die Selbstbestimmung über ihre Körper gibt es für Millionen von Frauen in Afrika nicht. Trotzdem setzen sich selbst Entwicklungsorganisationen nur zögerlich dafür ein. Nicht zuletzt unter dem Einfluss von Kirchen ist das Thema vielerorts tabu. Eine Ausnahme sind die Organisationen Medi-Help und EcoAid. Als Vertreter dieser Organisationen schrieb Benno Büeler einen Artikel für infosperber, den der hpd hier nachveröffentlicht.

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Kamerun: Fünf Jahre Haft wegen Homosexualität

Immer wieder steht Kamerun wegen seiner fragwürdigen Menschenrechtslage international in der Kritik. Vor kurzem kam es im Justizsystem erneut zu einem kuriosen Fall: Zwei Transfrauen wurden zu jeweils fünf Jahren Haft verurteilt – wegen "versuchter homosexueller Handlungen".

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Tansanias Präsident John Magufuli

Tansania

Corona durchs Gebet besiegen

Seit Beginn der weltweiten Corona-Pandemie fällt Tansanias Präsident John Magufuli durch die Empfehlung sehr spezieller Schutzmaßnahmen auf: Gebet und pflanzliche Heilmittel sollen helfen. Unter Politikern häufen sich aktuell die Todesfälle und die Medizinische Vereinigung von Tansania schlägt wegen einer steigenden Zahl von Hospitalisierungen Alarm.

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Patrice Lumumba

Der Mord an Patrice Lumumba vor 60 Jahren

Kaum jemand kennt noch den Ministerpräsidenten des Kongo, der am 17. Januar 1961, also vor 60 Jahren, ermordet wurde. Einzig das Mischgetränk, das seinen Namen trägt, ist Touristen, die irgendwann mal auf den Balearen oder den Kanaren weilten, bekannt. Dabei sollte an einen bedeutenden Politiker nicht nur in einer Bar erinnert werden.

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Ausblick auf das Jahr 2021

Kampf gegen die Hexenverfolgung in Afrika

Hexenglauben ist in Afrika noch immer weit verbreitet. Im vergangenen Jahr gründete der nigerianische Menschenrechtsaktivist Leo Igwe eine Organisation, die sich für die Aufklärung über den Hexenglauben und den Schutz von Opfern der Hexenverfolgung einsetzt.

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Demo gegen Beschneidung in Kenia

Interview

Für unabhängige Informationen über Beschneidungen in Afrika

23 Millionen Männer wurden in Afrika in den vergangenen zwölf Jahren beschnitten, da dies das Risiko, sich mit AIDS zu infizieren, verringern soll. Große internationale Organisationen unterstützen die Kampagne. Was dabei mitunter auf der Strecke bleibt, sind Freiwilligkeit und ausgewogene Information. Der Journalist Ulli Schauen möchte eine Radiosendung verwirklichen, in der über das Thema aufgeklärt und diskutiert werden soll und deren Ausstrahlung afrikanischen Sendern kostenlos zur Verfügung stehen soll. Dafür sucht er Unterstützer. Der hpd hat mit ihm über sein Projekt gesprochen.

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Corona und das Ende der Wunderheiler

Wo sind eigentlich all die Wunderheiler verschiedenster religiöser Kulte, während die Welt versucht, ein Heilmittel gegen Covid-19 zu finden? Warum können sie dem Coranavirus nicht im Namen von Jesus oder Allah befehlen, keinen Menschen zu infizieren? Haben sie vielleicht die Arbeit niedergelegt und aufgehört, Wunder zu wirken? Oder – wesentlich besser: Erleben wir gerade das Ende des Wunderheilungs-Business?

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Sex mit unbekannten Frühmenschen

Einer frühmenschlichen "Geister-Population" sind Forscher aus Los Angeles auf die Schliche gekommen. Spuren der noch unbekannten Frühmenschenart finden sich in der DNA westafrikanischer Völker.

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Moshi, Tansania

Gottesdienst in Tansania

Ein Heilsversprechen mit tödlichen Folgen

"Heiliges Öl" sollte die Gläubigen von Krankheiten heilen und vor bösen Zaubern schützen. Stattdessen brachte es ihnen den Tod, als sie sich beim Versuch, zu ihm zu gelangen, gegenseitig zertrampelten.

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Nach Missbrauchskandalen in Europa und den USA:

Katholische Kirche plant Gläubigen-Akquise in Asien

In den meisten Ländern Europas und in Teilen der USA verliert die katholische Kirche Gläubige. Neben der Realitätsferne der Kirche ist auch die jahrzehntelange Vertuschung und mangelnde Aufarbeitung der weltweiten Fälle sexuellen Missbrauchs Minderjähriger ein Grund für den Kirchenaustritt. Ihre Zukunft sieht die katholische Kirche nun auch in der Erschließung neuer Glaubensmärkte in Asien und Subsahara-Afrika.

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