Malawi

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Republik Malawi
Republic of Malawi (englisch)
Dziko la Malaŵi (Chichewa)
FlaggeWappen
Wahlspruch: „Unity and Freedom“
englisch für „Einigkeit und Freiheit“
AmtsspracheEnglisch,Chichewa[1]
HauptstadtLilongwe
Staats- und RegierungsformpräsidentielleRepublik
Staatsoberhaupt, zugleichRegierungschefPräsidentLazarus Chakwera
Parlament(e)Nationalversammlung
Fläche118.484 km²
Einwohnerzahl19,810 Mio.(Berechnung 2023)[2]
Bevölkerungsdichte192 Einwohner pro km²
Bevölkerungs­entwicklung+ 2,7 %(Schätzung für das Jahr 2020)[3]
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (nominal)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nom.)
  • BIP/Einw. (KKP)
2023 (Schätzung)[4]
Index der menschlichen Entwicklung0,508 (172.) (2022)[5]
WährungMalawi-Kwacha (MWK)
Unabhängigkeit6. Juli 1964
(vomVereinigten Königreich)
National­hymneMulungu dalitsa Malaŵi
ZeitzoneUTC+2
Kfz-KennzeichenMW
ISO 3166MW, MWI, 454
Internet-TLD.mw
Telefonvorwahl+265
Vorlage:Infobox Staat/Wartung/NAME-DEUTSCH

Malawi [maˈlaːvi] (ChichewaDziko la Malaŵi;englischRepublic of Malawi [məˈlɑːwɪ]) ist einBinnenstaat inSüdostafrika, der am 6. Juli 1964 seine Unabhängigkeit vomVereinigten Königreich erlangte. Malawi hatte im Jahr 2020 etwa 20,9 Millionen Einwohner; die Hauptstadt istLilongwe.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

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Lage

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Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 850 km, die West-Ost-Ausdehnung 350 km. Die Außengrenze hat eine Länge von 2881 km, 475 km zuTansania im Norden, 1569 km zuMosambik im Osten, Süden und Südwesten sowie 837 km zuSambia im Westen. Die Landesfläche beträgt rund ein Drittel von Deutschland.

Landesnatur

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Die Landesfläche umfasst 118.484 km²[6] (Weltrang 99), davon 31 % Wald und Buschland, 25 % Wasserfläche, 20 % Ackerland, 15 % Wiesen und Weiden.

Malawi liegt nahezu vollständig im Bereich desostafrikanischen Grabenbruchsystems. Die Landschaftsgestalt wird von Hochflächen, die von einzelnen Inselbergen überragt werden, weiten Ebenen und demMalawisee (früher Njassasee,njassa = „See“ aufChichewa) bestimmt. Die nördliche Region ist bergig; die höchsten Gipfel steigen hier bis zu 3000 Meter über dem Meeresspiegel an. Mit einer Fläche von etwa 29.600 km², 570 Kilometer Länge und einer Breite bis zu 80 Kilometern ist der Malawisee der größte See Malawis und zugleich das drittgrößte Binnengewässer Afrikas; er gehört überwiegend zum malawischen Staatsgebiet. Die InselnChizumulu undLikoma gehören zu Malawi, liegen aber alsEnklave im Hoheitsgewässer von Mosambik. Südlich des Sees setzt sich der Grabenbruch fort.

Das aus einer Ebene mit grünenTeeplantagen herausragendeMulanje-Massiv bildet die höchste Erhebung des Landes, der höchste Berg ist derSapitwa mit 3002 m Höhe. Der längste Fluss ist derShire mit 402 km Länge. Als südlicher Abfluss des Malawisees durchströmt der Shire zunächst denMalombesee und erreicht an der Grenze zu Mosambik den niedrigsten Punkt in Malawi (37 m Höhe über dem Meeresspiegel), bevor er in Mosambik in denSambesi mündet.

Klima

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In Malawi herrscht tropisches Klima mit vier Jahreszeiten:

  • kühle Saison zwischen Mai und Mitte August;
  • heiße Zeit zwischen Mitte August und November;
  • Regenzeit zwischen November und April, in dieser Zeit kann die Luftfeuchtigkeit morgens fast 100 % betragen;
  • Nachregenzeit zwischen April und Mai.

Im Allgemeinen ist es im Hochland kühler und feuchter, während es in den tiefer gelegenen Gebieten heißer und schwüler ist. Am Malawisee ist es am wärmsten, jedoch weht meistens ein kühlender Wind. Die durchschnittlichen Temperaturen schwanken zwischen 19 °C und 32 °C von November bis April und zwischen 14 °C und 24 °C von Mai bis Oktober. Der Juli ist der kühlste Monat. Die Nächte können kalt sein, besonders im Bergland.Es besteht ein Niederschlagsgefälle von rund 2000 mm pro Jahr im äquatornäheren Norden zu knapp 1000 mm im Süden; die im Regenschatten liegende Grabensohle erhält örtlich kaum 600 mm.

Hydrologie

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DerMalawisee, dessen Einzugsgebiet bis hinein nach Tansania und Mosambik reicht, dominiert das Land. Fast ganz Malawi (etwa 90 %) entwässert über den Shire, den Abfluss des Malawisees, in denSambesi. Die westlichen Einzugsgebietsgrenzen des Shire sind praktisch deckungsgleich mit der Landesgrenze. Im Südosten des Landes gibt es kleinere Bereiche, die entweder in denRovuma oder in denChilwa-See entwässern.[7]

Siehe auch:Liste der Flüsse in Malawi

Pflanzenwelt

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DieFlora der Region ist sehr unterschiedlich. Vorherrschende Vegetationsformationen in den trockenen Ebenen sindSavannen und offene Grasfluren sowie lichterTrockenwald. Geschlossene Wälder kommen nur in Gebirgslagen und auf den waldreichen Hochplateaus vor. Der Waldbestand des Landes wurde früher in den Siedlungsgebieten abgeholzt, wird aber inzwischen wieder großflächig aufgeforstet.

Natursehenswürdigkeiten

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Sehenswert sind dieKapichira-Wasserfälle, der Malawisee, der Malombesee und der Berg Mulanje.Nationalparks und Naturschutzgebiete in Malawi sindKasungu,Malawisee-Nationalpark,Lengwe,Majete Wildlife Reserve,Mwabvi Wildlife Reserve,Liwonde, derNyika-Nationalpark auf demNyika-Plateau,Vwaza Marsh Game Reserve undNkhotakota Wildlife Reserve. DerElefantenbestand in Malawi wurde 1977 auf 2800 bis 3200 Tiere geschätzt, 1979 und 1981 auf 4500, aber 1987 nur noch auf 2400.[8]

Siehe auch:Nationalparks in Malawi

Humangeografie

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Verwaltungsgliederung

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Die drei Regionen und die Distrikte Malawis

Malawi ist in dreiVerwaltungsregionen,Regions genannt und darunter liegend in insgesamt 28Distrikte unterteilt. DieRegions werden durch einenRegional Administrator vertreten, wogegen die Distrikte von einemDistrict Development Committee (DDC) unter Vorsitz einesDistrict Commissioner geführt werden. Die politische Willensbildung und Bürgerbeteiligung findet dezentralisiert in den Distrikten und in einigen wenigen größeren Städten in den sogenanntenTown- bzw.City-Assemblies statt, nicht aber auf der Regionalebene.[9]

Regionen

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und den 6 Distrikten:Chitipa,Karonga,Likoma,Mzimba,Nkhata Bay,Rumphi.
und den 9 Distrikten:Dedza,Dowa,Kasungu,Lilongwe,Mchinji,Nkhotakota,Ntcheu,Ntchisi,Salima.
und den 13 Distrikten:Balaka,Blantyre,Chikwawa,Chiradzulu,Machinga,Mangochi,Mulanje,Mwanza,Neno,Nsanje,Phalombe,Thyolo,Zomba.

Städte

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Im Jahr 2023 lebten 18 Prozent der Einwohner Malawis in Städten.[10] Die größten Städte sind (Stand 2018, Volkszählung):[11]

Siehe auch:Liste der Städte in Malawi

Bevölkerung

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Demografie

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Demografie
Bevölkerungs­entwicklung, Fertilitäts- und Netto­reproduktions­raten von 1950 bis 2021; Prognose der Bevölkerungs­entwicklung bis 2032; Schätzung der Vereinten Nationen 2022[12]
Blaue Kurve (linke Y-Achse): Gesamt­bevölkerung jeweils zum 1. Juli in Tausend
Blaue gepunktete Kurve (linke y-Achse): Gesamt­bevölkerung jeweils zum 1. Juli in Tausend, „Mittlere Prognose“ („Medium variant“)
Rote Kurve (rechte y-Achse): Gesamt­frucht­barkeits­rate (Lebendgeburten pro Frau)
Gelbe Kurve (rechte y-Achse): Netto­reproduktions­rate (überlebende Töchter pro Frau)
Bevölkerungspyramide Malawis (2020)

Malawi hatte 2023 20,9 Millionen Einwohner.[13] Das jährliche Bevölkerungswachstum betrug + 2,5 %. Zum Bevölkerungswachstum trug ein Geburtenüberschuss (Geburtenziffer: 32,6 pro 1000 Einwohner[14] vs. Sterbeziffer: 6,9 pro 1000 Einwohner[15]) bei. Die Anzahl der Geburten pro Frau lag 2022 statistisch bei 3,8, die der Region Ost- und Süd-Afrika betrug 4,3.[16] DieLebenserwartung der Einwohner Malawis ab der Geburt lag 2022 bei 62,9 Jahren[17]. DerMedian des Alters der Bevölkerung lag im Jahr 2021 bei 16,8 Jahren.[18] Im Jahr 2023 waren 42,0 Prozent der Bevölkerung unter 15 Jahre,[19] während der Anteil der über 64-Jährigen 2,5 Prozent der Bevölkerung betrug.[20]

Bevölkerungsstruktur

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Die meisten der etwa 18 Millionen Einwohner gehören verschiedenenBantuethnien an. Es werden insgesamt 13 verschiedene Kultur- und Sprachgruppen unterschieden.

Mit 49,3 % stellen die namensgebendenMaravi dieTitularnation:[21] Dazu zählen dieChewa (32,6 %), dieTumbuka (8,8 %), dieNyanja (5,8 %) und dieTonga (2,1 %). DieLomwe stellen 17,6 % der Bevölkerung, dieYao 13,5 % und dieNgoni machen 11,5 % aus. DieSena und dieNgondo sind mit 3,6 % respektive 1 % eine Minderheit. Andere Volksgruppen stellen zusammen insgesamt 3,5 % der Gesamtbevölkerung.[22]

Im Jahre 2017 waren 1,3 % der Bevölkerung Ausländer. Die meisten Ausländer im Land kamen aus Mosambik, Sambia und Simbabwe.[23][24]

Sprachen

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Verbreitet sindBantusprachen.Amtssprache ist Englisch als Erbe der Kolonialzeit. Die BantuspracheChichewa ist Nationalsprache.[25] Außerdem werden regional die BantusprachenLomwe,Chiyao,Tumbuka,Chinkhonde,Chisena,Chitonga,Chinyakyusa,Chimambya,Chisenga,Chisukwa,Chingoni,Chimambwe undChinamwanga gesprochen.[26] Die VorsilbeChi bedeutet so viel wie „Sprache der …“.

Daten aus dem Jahr 2000 des National Statistical Office of Malawi ergaben dabei folgende Sprachzusammensetzung für Malawi:

Sprachegesamtauf dem
Land
in der
Stadt
Northern
Region
Central
Region
Southern
Region
Gesamt9.933.8688.498.4321.435.4361.233.5604.066.3404.633.968
Chichewa5.679.4824.633.3601.016.15266.9773.697.1151.915.390
Chinyanja1.272.205≈1.178.00094.22510.64734.2531.227.305
Chiyao999.024921.70977.3199.915112.087877.022
Chitumbuka939.109812.930126.179793.610120.35025.149
Chilomwe241.576224.33717.2392.10210.939228.535
Chinkhonde84.00066.08617.91476.1543.2584.588
Chingoni74.19856.49917.6994.18918.52551.484
Chisena264.172242.64621.5265435.742257.887
Chitonga165.654148.35217.302128.29628.7398.619
Chinyakusa24.82422.9561.86817.2603.8673.697
Chilambya44.38539.1435.24239.8792.7401.766
Chisenga19.95918.5541.40531717.3012.341
Englisch17.4796.31411.1658357.1929.452
Portugiesisch2.4581.6697892506991.509
Andere105.34395.9319.41282.5863.53319.224

Religionen

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Etwa 82,6 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zumChristentum,[22] mit 13 Prozent hat Malawi einen höheren AnteilMuslime als die anderen Länder imsüdlichen Afrika.[27] Die verbleibenden Anteile entfallen aufBahai,Atheisten (2,5 Prozent) und Anhänger vontraditionellen Religionen, wobei deren mythologische Vorstellungen teilweise in dieWeltreligionen mitgenommen wurden und bestimmte Rituale unter anderen Namen dort weiterhin praktiziert werden. Christen haben im gesamten Norden bis zur Hälfte des Landes einen Bevölkerungsanteil von über 90 Prozent, das Siedlungszentrum der Moslems liegt im Osten südlich des Malawi-Sees. Traditionelle Religionen werden offiziell nur noch in einzelnen kleinen Gebieten im äußersten Süden, besonders im Distrikt vonNsanje praktiziert.[28]

Kirche beiLimbe

Christentum

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Die größte christliche Gemeinde bilden mit etwa 23 Prozent dieKatholiken, es folgen gemäß einer Umfrage von 2004 mit knapp 19 Prozent dieChurch of Central Africa (CCAP), die zu denPresbyterianern gehört. Die Gruppe derAfrican Independent Churches (AIP) machen etwa 17 Prozent aus und sind ebenso wieEvangelikale undPfingstler – zusammen etwa ein Drittel der Christen – stark zunehmend; die letzten beiden gewinnen besonders in den Städten Anhänger. Es gibt außerdem etwa 2,5 ProzentAnglikaner und gut 6 ProzentSiebenten-Tags-Adventisten undmalawische Baptisten für beide sowie die Minderheiten derZeugen Jehovas und der Gerechten Christen.[29]

Der erste Missionar am Malawisee war 1859David Livingstone. Durch seine Berichte über den Sklavenhandel und die Notwendigkeit zur Mission war das Interesse an dieser Gegend geweckt. Bischof Charles Frederick Mackenzie gründete als Vertreter derUniversities Mission to Central Africa (UMCA) zwei Jahre später beiZomba eine Missionsstation, verstarb aber bereits 1862 wie die meisten seiner Mitstreiter anMalaria. Sein Nachfolger William Tozer zog sich 1863 nachSansibar zurück. 1875 kamen Presbyterianer und gründeten die StationLivingstonia, wo als erste dieTumbuka missioniert wurden, während eine Abordnung derChurch of Scotland sich 1876 beim späterenBlantyre niederließ. Die ersten Katholiken kamen 1889 in Gestalt derWeißen Väter über das von Portugal kolonisierte Mosambik. In den Jahrzehnten darauf folgten unter anderem Missionare derNiederländisch-reformierten Kirche aus Südafrika und einigecharismatische Gruppen mit Ursprung in denUSA. Vor allem Missionare deranglikanischen Kirche profitierten von ihren Nähe zur Kolonialmacht, vermittelten dafür in Konfliktfällen der Regierung religiöse Legitimation.[30]

Der langjährige PräsidentBanda war Presbyterianer. Erst seit seinem Nachfolger, dem MoslemBakili Muluzi, gilt die in Artikel 20 der Verfassung garantierte Religionsfreiheit in der Praxis gleichermaßen auch für Moslems, wobei Banda nach 1961 eine Kampagne für westliche Erziehung von benachteiligten Moslems startete. Seit 2004 war der KatholikBingu wa Mutharika Präsident und dessen Vizepräsident Moslem. Politische Spannungen sind nicht religiös begründet, die meisten religiösen Auseinandersetzungen gab es zwischen sich abspaltenden christlichen Splittergruppen. In den 1970er Jahren kam es im Süden zu Auseinandersetzungen zwischen Christen und Anhängern traditioneller Religionen. Auf der einen Seite polarisierte eine neu ins Land gekommene fundamentalistischePfingstbewegung, auf der anderen formierte sich eine neotraditionelleKirche der Ahnen.

1909 begann der charismatische Elliot Kenan Kamwana für die Zeugen Jehovas in Malawi zu missionieren. Er sagte für 1914 den Weltuntergang voraus, wurde aber schon Ende 1909 wegen seiner antikolonialen Kampagnen von den Briten deportiert und kehrte erst 1937 aus Mauritius wieder zurück, wo er bis zu seinem Tod 1956 heimlich weiter Anhänger gewann. Diese wurden lange als Zeugen Jehovas angesehen, bildeten aber de facto und schließlich auch formell eine eigene Religionsgemeinschaft, die Mlondo oder „Watchman“ Mission.[31] Unter Präsident Banda wurden ab 1967 die damals etwa 18.000 Anhänger Kamwanas wegen ihrer Weigerung, Militärdienst zu leisten und an Zeremonien teilzunehmen, unterdrückt, gewaltsam verfolgt und zu Tausenden in Flüchtlingslager nach Sambia und Mosambik vertrieben. 1976 waren über 5000 eingesperrt (die Zahl schließt wohl auch Zeugen Jehovas ein). Mit der Demokratisierung 1993 wurde das Verbot dieser Glaubensgemeinschaft aufgehoben. Radio Maria Malawi mit auch allgemeinen Bildungssendungen nennt sich das meistgehörte Radio des Landes und sendet 24 Stunden live.[32]

Islam

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Moschee inZomba

Muslime in Malawi sind wie im übrigen Afrika fast ausschließlichSunniten, worunter auch Anhänger verschiedenerSufi-Bruderschaften(Tariqa) zu verstehen sind. Die meisten Muslime finden sich unter denYao im Süden des Malawi-Sees. Der Islam kam erstmals ab den 1890er Jahren durch arabische Händler über Mosambik hierher und trug dazu bei, dass die Yao den meisten Widerstand gegen die Kolonialherrschaft leisteten. Hauptverantwortlich für die Ausbreitung des Islam in Malawi war der am Malawi-See geboreneScheich Abdallah b.Haji Mkwanda (um 1860–1930), der Sohn eines bekannten Elfenbein- und vermutlich auch Sklavenhändlers. Er studierte den Koran inKilwa, kehrte 1884 zum See zurück, predigte und verteilteAmulette. Sein einflussreichster Schüler war Scheich Thabit b. Muhammad Ngaunje (um 1880–1959), der den Islam besonders bei den Yao verbreitete. Beide lehrten den Koran auf Arabisch undSwahili, aber nicht in Lokalsprachen. Das Zentrum des islamischen Glaubens repräsentierte für alle Muslime am Malawi-See SultanBarghasch ibn Sa’îd von Sansibar.

Nach 1900 begann die Ausbreitung der beiden TariqasQadiriyya undSchadhiliyya landeinwärts von derMosambik-Insel. Die meisten Prediger dieser Sufi-Orden waren Muslime in zweiter Generation und betätigten sich zugleich als reisende Händler. Die wichtigste Frau in der islamischen Geschichte von Malawi war Mtumwa bt. Ali b. Yusufu, die auf Sansibar ausgebildet worden war und 1929 den Qadiriyya-Orden nachNkhotakota brachte, was vielen Frauen zu einer aktiveren Rolle innerhalb der Glaubensgemeinde verhalf. Wie einige traditionelle Zeremonien überlebten bei den moslemischen YaoMatrilinearität und Gewohnheitsrecht während der Kolonialzeit. Die zurAhnenverehrung gehörenden Feiern am Ende der Totenklage wurden unter dem neuen islamischen NamenSadaka begangen und von muslimischen Autoritäten überwacht.

Die britische Kolonialpolitik verhielt sich im Gegensatz zu den Portugiesen in Mosambik tolerant gegenüber dem Islam, dennoch erhielten nur wenige Muslime westliche Bildung und gute Jobs. Seit Ende der 1970er Jahre erfolgt eine Wiederbelebung des Islam im Land durch Zusammenarbeit und finanzielle Unterstützung von Muslimen ausIndien undPakistan. In den 1980er Jahren wurden rund 30 Moscheeneubauten auch durch dasAfrican Muslims Committee ausKuwait finanziert. Der Islam erhielt eine sichtbare Präsenz, auch in Gegenden, wo es kaum Muslime gibt. Die Zahl derMadrasas stieg ebenfalls. Seit 1986 verteilt dieIslamic Development Bank Stipendien für Studiengänge in Medizin und Ingenieurwissenschaften in Pakistan. So entstand ein konservativer Reformislam, der den bisherigen Islam der Sufi-Orden herausfordert, aber bisher noch in der Minderheit bleibt.[33]

Bildung

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In Malawi stieg die Zahl der Grundschüler seit der Einführung des freien Grundschulunterrichts 1995 von 1,9 Millionen auf 3,4 Millionen. Damals ging nur die Hälfte der Kinder im schulfähigen Alter in die Schule, heute sind es 80 %. Ein Hauptproblem in den Dorfschulen sind die Klassengrößen von mehr als 80 Kindern. Es besteht ein großer Mangel an Lehrern. In den letzten zehn Jahren wurden viele Lehrer ohne Lehramtsstudium eingestellt und viele ehemalige Lehrer zurückgeholt, um die Situation zu verbessern. Trotz dieser Anstrengungen war der Mangel an Lehrern 2006 größer als 2001, weil zahlreiche ältere Lehrer ihre Tätigkeit beendeten. 2015 betrug die Alphabetisierungsrate 65,8 %.[34]

In den ersten 30 Jahren nach der Unabhängigkeit hatte Malawi nur eine Universität, dieUniversity of Malawi, mit fünfConstituent Colleges:Chancellor College in Zomba,Polytechnic in Blantyre,Bunda College of Agriculture undCollege of Nursing in Lilongwe undCollege of Medicine in Blantyre. Seitdem wurden drei weitere Universitäten eröffnet:Mzuzu University in Mzuzu,Livingstonia University inLivingstonia und Ekwendeni sowie dieCatholic University of Malawi in Nguludi bei Blantyre.

Gesundheit

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Die Gesundheitsausgaben des Landes betrugen im Jahr 2021 7,4 % des Bruttoinlandsprodukts.[35] Jeder Distrikt hat ein Distriktkrankenhaus, das über mindestens 100 Betten verfügt. Es gibt überallOperationssäle, Mikroskope und Röntgen- undSonographiegeräte zur Diagnostik. Die Fachbereiche Augenheilkunde, Allgemeine Medizin, Dermatologie, Dentalmedizin sind normalerweise besetzt. Medikamente werden gewöhnlich kostenfrei abgegeben. In den großen Städten Blantyre, Lilongwe und Mzuzu ist die Ausstattung vielfältiger und besser. Ergänzt wird dieses Gesundheitssystem durchMedical Centres im Umland, die oft von Krankenschwestern betreut werden. Es ist möglich, dass eine Krankenschwester mehrereMedical Centres betreut. Verbreitet sind auch sogenannte Clinicians in den Medical Centres. Die Clinicians erfüllen in Malawi den Großteil der Aufgaben, die in Deutschland von Ärzten übernommen werden, haben allerdings eine Ausbildung von lediglich drei Jahren absolviert. Erfahrene Clinical Officers mit entsprechender Weiterbildung spezialisieren sich in verschiedenen Fachrichtungen – zum Beispiel in der Orthopädie, Chirurgie oder Urologie – und sind etwas höher gestellt. Sie erledigenKonsile und arbeiten im Operationssaal. Sowohl die Ausbildung zur Krankenschwester als auch die Ausbildung zu Clinical Officers ist sehr kostenintensiv und damit den höheren Einkommensschichten Malawis vorbehalten. Das Pflegepersonal verteilt beispielsweise Medikamente und assistiert bei Eingriffen. Die „Pflege“ und „Versorgung“ der Patienten wird fast ausschließlich von Angehörigen übernommen.[36] Im Jahr 2018 praktizierten in Malawi 1,5 Ärztinnen und Ärzte je 10.000 Einwohner.[37] Die Sterblichkeit bei unter 5-jährigen betrug 2022 40,1 pro 1000 Lebendgeburten.[38]

7,3 % der Männer und 11,1 % der Frauen (15–49 Jahre) sindHIV-positiv (Stand 2018).[39] Da vor allem junge Menschen betroffen sind, hat dies enorme ökonomische Konsequenzen (siehe auch:HIV/AIDS in Afrika). Verstärkt werden diese noch durch ein starkesBevölkerungswachstum, das extremen Druck auf das Land und seine Ressourcen, die Ernährungslage, denArbeitsmarkt und dieSozialleistungen ausübt.

Malawi ist (nebenBurkina Faso) eines der Schwerpunktländer derEinDollarBrille-Aktivitäten: Fehlsichtige Schulkinder erhalten kostenlos eine Brille; Erwachsene für umgerechnet 5 Euro.

Geschichte

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John Chilembwe, Baptistenpredi­ger, malawischer Freiheitskämpfer
Hauptartikel:Geschichte Malawis

Ein vonFriedemann Schrenk beiKaronga entdecktes Fossil einesHomo rudolfensis belegt, dass das Gebiet des heutigen Malawi bereits vor mehr als zwei Millionen Jahren von frühen Vertretern derGattungHomo besiedelt war.

Die früheste nachweisbare Besiedelung durch den modernenMenschen (Homo sapiens) erfolgte durch Stämme derSan. Nördlich von Lilongwe sind in den Höhlen zweier markant aus der Landschaft ragenden Berge aus Granitfels noch heute steinzeitliche Zeichnungen dieser Kultur von Jägern und Sammlern zu finden. Die frühsteeisenzeitliche Kultur im südlichen Malawi ist gekennzeichnet durch dieNkope-Keramik, die hier etwa ab 200 n. Chr. einsetzt und sich bis ins 11. Jahrhundert nachweisen lässt. Die nächste nachweisbare Besiedlung erfolgte durch denChewa-Stamm aus demLuba-Gebiet, wobei die Angaben zur Zeit der Einwanderung je nach politischer oder wissenschaftlicher Ansicht zwischen 1000 und 1480 n. Chr. schwanken.

Auf malawischem Boden soll sich vor dem Zeitalter desKolonialismus das Königreich derMaravi befunden haben. Der von Ostafrika, besondersSansibar, ausgehende Sklavenhandel und Stammeskriege wirkten sich für die nördlichste Region nachteilig aus. 1859 erreichteDavid Livingstone als erster Europäer den Malawisee. 1891 wurde Malawi britisches Protektorat, 1907 wurde dieses in die KolonieNjassaland umgewandelt. 1915, als die britische Regierung die Wehrpflicht für die Koloniebewohner anordnete, revoltierte die einheimische Bevölkerung unter demBaptistengeistlichenJohn Chilembwe gegen die Fremdherrschaft.

1953 wurde Njassaland Mitglied derZentralafrikanischen Föderation.

Vor der Unabhängigkeit gewährten die Kolonialbehörden in der Verfassung von 1961 Schwarzen zwar ein aktives und passives Wahlrecht, es war aber durch Bildungsschranken und Eigentumsanforderungen eingeschränkt.[40] Viele Frauen waren in den nationalistischen Bewegungen aktiv.[41] Bei den Wahlen von 1961 durften Frauen, die die Anforderungen an Bildung und Eigentum erfüllten, wählen, was zur Folge hatte, dass alle europäischen Frauen und etwa 10 000 schwarze Frauen das Wahlrecht ausüben durften.[41][40] Bei der Erlangung der Unabhängigkeit 1964 wurde das allgemeine Wahlrecht und damit auch das unbeschränkteFrauenwahlrecht eingeführt.[41]

Am 6. Juli 1964 erlangte das Land unter PremierministerHastings Kamuzu Banda alsMalawi die Unabhängigkeit, der exakt zwei Jahre danach, am 6. Juli 1966, die Republik ausrief und ihr erster Präsident wurde. Banda regierte das Land an der Spitze derMalawi Congress Party (MCP) diktatorisch. Diese Diktatur endete erst 1993 mit einem friedlich ablaufenden Referendum, welches 1994 infreie Wahlen mündete. Initiiert worden war diese Entwicklung durch einenHirtenbrief von sechsrömisch-katholischen Bischöfen unter Führung vonJames Chiona im Jahr 1992, in dem erstmals seit Jahren öffentlich politische Reformen gefordert wurden.

Bei den ersten freien Wahlen 1994 wurdeBakili Muluzi von derUnited Democratic Front (UDF) zum Präsidenten gewählt und 1999 wiedergewählt. Nach vergeblichen Versuchen, die Verfassung zu ändern, um seine Präsidentschaft zu verlängern, wurde er nach der umstrittenen Wahl vom 20. Mai 2004 von dem von ihm als Nachfolger gewünschtenBingu wa Mutharika (UDF) abgelöst, vor allem, weil die Oppositionsparteien sich nicht auf einen gemeinsamen Gegenkandidaten einigen konnten. Die Vereidigung des neuen Präsidenten fand am 24. Mai 2004 in Blantyre im Beisein mehrerer afrikanischer Staatschefs statt. Bingu wa Mutharika wurde 2009 mit 66,17 % der gültigen Stimmen wiedergewählt. Die von ihm geführteDemocratic Progressive Party (DPP) vereinigte knapp 60 % der Parlamentssitze auf sich.[42] 2009 scheiterte ein Vorstoß Mutharikas, der vorsah, ihm eine dritte Amtszeit zu ermöglichen, was derzeit durch die malawische Verfassung verboten wird. Damals war die Opposition in Malawi schwach, was Mutharika ermöglichte, fast alle seiner Ideen umzusetzen, die teilweise repräsentativen Charakters sind. So wurde von 2008 bis 2010 ein neues Parlamentsgebäude in Lilongwe gebaut; außerdem wurde 2009 aus öffentlichen Geldern ein Flugzeug für den Präsidenten gekauft. Am 5. April 2012 erlag Mutharika einem Herzinfarkt. Ihm folgte die bisherige VizepräsidentinJoyce Banda nach, die am 7. April 2012 den Amtseid ablegte.[43] 2014 wurdePeter Mutharika neuer Präsident. Bei denWahlen 2019 erhielt er ebenfalls die meisten Stimmen, dasVerfassungsgericht ordnete jedoch eine Wiederholung der Wahl an.[44] Aus derWiederholungswahl ging der OppositionspolitikerLazarus Chakwera als Sieger hervor.

Politik

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Politisches System

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Nach der Verfassung von 1966 ist Malawi einepräsidiale Republik imCommonwealth. Einzige zugelassene Partei war dieMalawi Congress Party. Nach einem Referendum 1993 wurde die Einführung eines Mehrparteiensystems beschlossen. Danach hat das Parlament, diemalawische Nationalversammlung 193 Abgeordnete, die alle fünf Jahre neu gewählt werden. Ebenfalls alle fünf Jahre wird in direkter Wahl das Staatsoberhaupt, der Präsident, bestimmt. Zuletzt fanden die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 21. Mai 2019 statt. Das Rechtssystem orientiert sich am britischen Recht.

Siehe auch:Liste der Staatsoberhäupter von Malawi

Politische Indizes

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VonNichtregierungsorganisationen herausgegebene politische Indizes
Name des IndexIndexwertWeltweiter RangInterpretationshilfeJahr
Fragile States Index83,2von 12043von 179Stabilität des Landes: große Warnung
0 = sehr nachhaltig / 120 = sehr alarmierend
Rang: 1 = fragilstes Land / 179 = stabilstes Land
2023[45]
Demokratieindex5,85von 1076von 167Hybridregime
0 = autoritäres Regime / 10 = vollständige Demokratie
2023[46]
Freedom in the World Index66von 100Freiheitsstatus: teilweise frei
0 = unfrei / 100 = frei
2024[47]
Rangliste der Pressefreiheit64,5von 10063von 180Erkennbare Probleme für die Pressefreiheit
100 = gute Lage / 0 = sehr ernste Lage
2024[48]
Korruptionswahrnehmungsindex (CPI)34von 100115von 1800 = sehr korrupt / 100 = sehr sauber2023[49]

Außenpolitik

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Malawi ist Mitglied derVereinten Nationen, derBewegung der blockfreien Staaten, desCommonwealth of Nations, derAfrikanischen Union, derSüdafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) und desGemeinsamen Marktes für das Östliche und Südliche Afrika (COMESA).

Grenzkonflikte

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Es gibt Grenzstreitigkeiten zwischen Malawi und Tansania. Malawi wurde 1890 bei den kolonialen Grenzziehungen der gesamte Malawisee zugesprochen (Helgoland-Sansibar-Vertrag).[50] Tansania beansprucht die Gebiete, die nach aktuellem internationalen Recht auf seiner Hälfte des Sees liegen. Der Konflikt verschärfte sich, als 2012 auf tansanischer Seite Öl- und Gasvorkommen entdeckt wurden, die Malawi ökonomisch nutzen will.[51]

Militär

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Hauptartikel:Streitkräfte von Malawi

DieMalawian Defence Force hat eine Personalstärke von 25.000Soldaten und umfasst

Sie entstand mit der Unabhängigkeit Malawis aus Teilen derKing’s African Rifles.

Malawi gab 2017 knapp 0,8 Prozent seiner Wirtschaftsleistung oder 47 Millionen US-Dollar für seine Streitkräfte aus.[52][53]

Menschenrechte

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Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International berichten seit einigen Jahren, dass Angriffe auf Menschen mitAlbinismus in Malawi deutlich zunehmen. Im Mai 2015 begutachtete derUN-Menschenrechtsrat die Lage derMenschenrechte in Malawi. Er stelle fest, dass die Regierung 154 der 199 Empfehlungen angenommen hatte. Bei den abgelehnten Empfehlungen handelte es sich, gemäß den Angaben von Amnesty International, überwiegend um solche zur Abschaffung derTodesstrafe sowie zur Abschaffung von Bestimmungen im Strafgesetzbuch, die einvernehmliche sexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen des gleichen Geschlechts kriminalisieren.[54] Die Verfassung legt unter anderem die Gleichberechtigung der Frau fest. Demnach sind Gesetze, die frauenfeindliche Regeln enthalten, verfassungswidrig und werden durch die Malawi Law Commission aufgehoben. In Malawi ist dieChancengleichheit der Geschlechter gegenwärtig nicht gegeben. In der sekundären Bildung ist der Anteil von Frauen epochal gesunken.

Das Land weist weltweit eine der höchsten Raten von verheirateten Mädchen unter 18 Jahren auf. Malawi gehört zu den 26 Ländern weltweit, in denen eineZwangsheirat für Mädchen wahrscheinlicher ist als ein weiterführender Schulbesuch.[55] Im Jahr 2015 verabschiedete die malawische Regierung ein Gesetz, welches unter anderem das Alter der Ehemündigkeit festsetzt. Seitdem muss eine Frau mindestens das 18. Lebensjahr erreicht haben, ehe sie eine Ehe eingehen darf. Auch dieAlphabetisierungsrate steigt. Ein weitverbreitetes Problem ist die zunehmende Gewalt gegen Frauen. Gegenwärtig wurde die häusliche Gewalt gegen Frauen unter Strafe gestellt.

In ländlichen Regionen werden Mädchen traditionellerweise nach ihrer ersten Monatsblutung vergewaltigt. Die Familie der jungen Frau bezahlt eine sog. „Hyäne“, meist einen älteren Mann, die Vergewaltigung vorzunehmen. 2013 wurde dieser sexuelle Missbrauch verboten, wird jedoch weiterhin praktiziert. Frauen leiden ihr Leben lang darunter: durch die Gewalt, die ihnen angetan wird, und dadurch, dass diese von den eigenen Eltern beauftragt wird, ein doppelter Verrat gegen die junge Frau.[56]

Homosexualität

Hauptartikel:Homosexualität in Malawi

Homosexualität war lange strafbar. Malawis Präsidentin Joyce Banda setzte im November 2012 sämtliche Gesetze zu Homosexualität außer Kraft.[57]

Wirtschaft

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Tabak im Trockenlager, Malawi

Malawi zählt zu den ärmstenVolkswirtschaften der Welt. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt von weniger als einem US-Dollar pro Tag und Kopf (Stand 2005). DasBruttoinlandsprodukt (BIP) 2020 beträgt pro Kopf 568 US-Dollar. Das kaufkraftbereinigte BIP betrug 2021 knapp 32 MilliardenUS-Dollar, das waren 1.510 US-Dollar pro Einwohner. Das reale Wirtschaftswachstum lag im selben Jahr bei 2,2 %. Die Inflationsrate war in den letzten Jahren sehr hoch. Die Wirtschaft hängt von den erheblichen finanziellen Zuschüssen vonIWF, derWeltbank und einzelnen Spendernationen ab. 2003 belief sich der Anteil der Bevölkerung mit weniger als 1 US-Dollar pro Tag auf 42 %. ImGlobal Competitiveness Index, der die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes misst, belegt Malawi Rang 132 von 137 Ländern (Stand 2017–2018).[58] In der Rangliste von 2022 gemäß demIndex für wirtschaftliche Freiheit liegt das Land auf Platz 134 von 177.[59]

Laut einer Studie der BankCredit Suisse aus dem Jahre 2017 ist Malawi das Land mit dem niedrigsten Vermögen je Einwohner. Es betrug lediglich 114 US-Dollar im Durchschnitt und 45 US-Dollar imMedian für jede erwachsene Person im Land.[60]

Kennzahlen

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Alle BIP-Werte sind inInternationalen US-Dollar (Kaufkraftparität) angegeben.[61] In der folgenden Tabelle kennzeichnen die Farben:

Jahr2000200520102015201620172018201920202021
BIP
(Kaufkraftparität)
10,57 Mrd.13,31 Mrd.20,92 Mrd.24,13 Mrd.25,10 Mrd.26,01 Mrd.27,80 Mrd.29,84 Mrd.30,48 Mrd.32,44 Mrd.
BIP pro Kopf
(Kaufkraftparität)
8759751.3311.3321.3471.3581.4101.4711.4601.510
BIP Wachstum
(real)
0,8 %3,3 %6,9 %3,0 %2,3 %4,0 %4,4 %5,4 %0,9 %2,2 %
Inflation
(in Prozent)
29,6 %15,4 %7,4 %21,9 %21,7 %11,5 %9,2 %9,4 %8,6 %9,3 %
Staatsverschuldung
(in Prozent des BIP)
...71 %19 %35 %37 %40 %44 %45 %55 %64 %

Probleme

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In Malawi istKorruption weit verbreitet. In diesem Fall ist das eine Art Verteilungskampf, die auf traditionellen Rechten, Vorrechten und Vormachtstellungen aufbaut. So gibt es neben dem öffentlichenStaatshaushalt einen informellen, der für die Stabilität des Landes erheblich, jedoch enorm konfliktträchtig ist. Ab 2008 kam es zu zahlreichen Geschäftsgründungen durchChinesen, so dass es teilweise zu Unruhen kam. Zum Schutz der einheimischen Wirtschaft erließ die Regierung am 31. Juli 2012 ein Gesetz, das ausländischen Händlern verbietet, außerhalb der vier Ballungszentren Malawis Geschäfte zu machen.[62]

Die Arbeitslosenquote wird 2013 mit 20,4 % angegeben und liegt damit sehr hoch. Die meisten Arbeitsplätze sind in derinformellen Wirtschaft und viele Personen sind unterbeschäftigt. 2013 arbeiteten 76,9 % aller Arbeitskräfte in der Landwirtschaft, 19 % im Dienstleistungssektor und 4,1 % in der Industrie.[63]

Landwirtschaft

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Teeernte naheMulanje

Die Wirtschaft ist überwiegendlandwirtschaftlich ausgerichtet; der Agrarsektor beschäftigt 90 % der Bevölkerung und erbringt fast 40 % des Bruttoinlandsprodukts und fast 90 % von den Exporteinnahmen. Exportiert wird hauptsächlichTabak,[64] gefolgt vonTee undZuckerrohr, während für den Eigenbedarf vor allemMais angebaut wird. Der Teeanbau wurde während der britischen Kolonialzeit im damaligen Njassaland in den 1890ern zunächst in der RegionMulanje eingeführt. Eine wesentliche Rolle spielten dabei schottische Missionare.[65] Die teeverarbeitende Industrie in Malawi ist damit die älteste heute noch existierende auf dem afrikanischen Kontinent. Auch nach der Unabhängigkeit 1960 verblieb die Produktion lange Zeit in den Händen europäischer Pflanzer. Im Jahr 1976 wurden auf 41.000acres mit einer Gesamtproduktion von 28,3 Mio. t Tee nur 3828 acres mit 2,3 Mio. t Produktion durch Afrikaner bewirtschaftet.[66]

2002 war ein katastrophales Dürrejahr, in dem es zu verbreitetem Hunger kam. Seither hat Malawi – entgegen dem Rat von Experten aus Industrieländern – ein Gutscheinsystem eingeführt und ausgebaut, in dessen Rahmen Bauern subventionierte Düngemittel vergünstigt erhalten. Dieses Programm soll eine deutliche Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktion und eine Verringerung des Hungers im Land erreicht haben; 2007 verkaufte Malawi mehr Mais an dasWelternährungsprogramm als jedes andere Land im südlichen Afrika und lieferte ferner Hunderttausende Tonnen Mais nach Simbabwe.[67]

Bodenschätze und Energiegewinnung

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Malawi verfügt in erster Linie überBauxit- undNiob-Vorkommen.

Bei Kayelekera im Bassin desNördlichen Rukuru liegen 11.000 tUranerz mit einem Gehalt von 0,17 %. Im April 2009 wurde dort durch die australische GesellschaftPaladin derTagebau Kayelekera eröffnet, in den bislang etwa 200 Millionen US-Dollar investiert wurden. 2014 wurde der Tagebau wieder geschlossen. Die jährlichen Einnahmen für Malawi sollen sich auf über 100 Millionen US-Dollar belaufen haben, wodurch der Tagebau die größte Devisenquelle des Landes war und durch Arbeitsplätze und Zulieferindustrien fast 10 % zum malawischen Bruttosozialprodukt beigetragen haben soll.[68]

In der Nähe vonLivingstonia liegt die Mchenga-Steinkohlengrube, eine Lagerstätte mit 2 Millionen t (möglicherweise 20 Millionen) und hohemBrennwert (0,5 % S, 28,5 MJ/kg), aber völlig veraltetem Gerät. Weiter gibt es Kohle amLufira (0,6–50 Millionen t, 2,2 % S, 19,7 MJ/kg), bei Ngana (15–50 Millionen t, 2,2 % S, 19,7 MJ/kg),Mwabvi (5–10 Millionen t, 0,76 % S, 17,5 MJ/kg),Lengwe (10 Millionen t, 0,51 % S, 11,5 MJ/kg), Kayerekera 0,5–5 möglich 165 Millionen t (0,6 % S, 20 MJ/kg).

Der Schwermineralsand am Malawisee beiSenga enthält 670.000 t anGranat,Ilmenit undMonazit. Nahe der Eisenbahnstrecke bei Tengani liegen 2,5 Millionen t solchen Sandes mit einem Ilmenitgehalt von 3 % und 300.000 t mit 0,3 %Rutil, ein wirtschaftlich bedeutendesTitanmineral. Bei Ilomba Hill liegen 100.000 t mit 3 %, bei Chilwa Island 375.000 t mit 0,95 %, und Thundulu 900.000 t mit 0,37 %Niob-haltigen Mineralkomponenten.

Bei Thundulu finden sich auch 2 Mio. tPhosphatvorkommen mit 17 % Gehalt. Bei Linthipe liegen 14 Mio. tTonerde, die vonEngineering and Foundry Co. für weiße Tonwaren genutzt wird.

Bei Mchinji liegen 1,6 Megatonnen Quarzsand mit einem Grad von 97,2 % SiO2 und weniger als 0,2 % Eisenoxid, die sich für die Herstellung von Glas eignen. Ebenso liegen in den Chilwa-Sandbänken 25 Millionen t Quarzsand mit einem Grad von 92,7 % SiO2 und 0,62 % Eisen. Bei Katengeza und Chimutu in Zentralmalawi befinden sichGraphitvorkommen mit 2,7 Millionen t.[69]

Malawi verfügt über beträchtlicheNiob- undTantal-Ressourcen. Die relevanten Metallgehalte sind an Gesteinseinheiten vonNephelinsyeniten undKarbonatiten gebunden.[70] Im Westen des Landes, rund 150 km nördlich der Hauptstadt Lilongwe, unweit vonMzimba wurden 2014 im Rahmen desKanyika Niobium Project 40 Tonnen Rohstoff entnommen und für ein metallurgisches Pilotprojekt in dasGuangzhou Research Institute of Non-ferrous Metals in derVolksrepublik China verbracht. Diese Niobvorkommen sind in jüngerer Zeit von der australischen FirmaGlobe Metals & Mining erkundet worden.[71]

Elektroenergie wird hauptsächlich ausWasserkraft gewonnen. Es gibt entsprechende Stauanlagen amShire unterhalb desMalawisees.

Handwerk

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Skulptur vor der Mua Mission

Es gibt verbreitetHolzschnitzerei. Zudem ist portugiesischer Einfluss bei der Fertigung vonHolztruhen deutlich spürbar, die mosambikanische Bürgerkriegsflüchtlinge mitmaurischen inspirierten Mustern verzieren, was von malawischen Handwerkern übernommen wurde. Hier hat sich mittlerweile ein eigenständiger Sektor mit Arbeitsteilung etabliert. InMua Mission südlich vonSalima gibt es inzwischen eine anerkannte Holzschnitzerschule.

Auch Entwicklungshilfeprojekte tragen inzwischen Früchte. Handarbeiten ausRaffiabast, Schilf, Palm- und Maisblättern sind verbreitet und haben professionelles Niveau erreicht.Töpfereien sind vor allem in derDedza-Region auffindbar. Auch eineWeberei fürBehinderte in Blantyre ist inzwischen selbstständig.

Längst hat sich ein Netz von Kfz-Werkstätten über das Land gelegt, die mittlerweile auch neuere Autos reparieren können. Auf der Grundlageverschrotteter Autos entstand ein einheimischer Sektor im metallverarbeitenden Gewerbe, das einfache Teile selbst herstellen kann. Töpfe, Öfen und Herde werden landesweit aus eigener Produktion angeboten. Gleiches gilt fürBauhandwerksleistungen.

Bankensystem

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Das Finanzsystem Malawis wird von derReserve Bank of Malawi gesteuert. Die größte Geschäftsbank des Landes, dieNational Bank of Malawi hat 13 Niederlassungen und eine Reihe von Agenturen im Land. Sie ist in fast jeder Distrikthauptstadt zu finden, nicht aber im Umland. Sie arbeitet profitabel und beschäftigt etwa 1000 Mitarbeiter. Des Weiteren gibt es mehrere private Banken, die Geschäftsstellen in den größeren Ortschaften und zum Teil auch Geldautomaten vorhalten.

DieUsancen des Bankgeschäftes in Malawi unterscheiden sich von denen in Europa vor allem darin, dass Konten nicht überzogen werden können und Überweisungen Wochen in Anspruch nehmen. Für den Kontoinhaber ist definitiv nur das Geld verfügbar, das konkret auf seinem Konto als Guthaben gebucht ist. Bei Projekten kann das die gesamte Planung zeitlich weit hinauszögern und pünktliche Gehaltszahlungen unmöglich machen.

Health Education Centre in Blantyre

Beim Eintauschen vonTraveller cheques wurde (jedenfalls bis 2006) das Verkaufavis verlangt. Gelegentlich muss dieses auch unterschrieben und gestempelt sein. Zahlen mitVISA ist mittlerweile in allen großen Supermärkten, vielen Geschäften und Tankstellen landesweit problemlos möglich.

Es besteht seit 1996 eineWertpapierbörse im Land, dieMalawi Stock Exchange, welche sich in der Hauptstadt Blantyre befindet.

Staatshaushalt

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DerStaatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 1,24 Mrd.US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 1,03 Mrd. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich einHaushaltsdefizit in Höhe von 3,9 % desBIP.[22]

DieStaatsverschuldung betrug 2016 62,1 % des BIP.[72]

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

Infrastruktur

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Verkehr

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Flugverkehr

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Malawi hat (Stand 2013) sieben Flughäfen mit asphaltierten Start- und Landebahnen (Lilongwe Kamuzu International Airport 3047 m.Blantyre Chileka Airport 2437 m undMzuzu Airport sowie vier weitere mit 914–1523 m) und 25 mit nicht asphaltierten Start- und Landebahnen (bis 2437 m).[22]

Die nationale Fluggesellschaft istMalawian Airlines. Ihre Vorläufergesellschaften warenAir Malawi undCentral African Airways.

DerKamuzu International Airport wird regelmäßig (gegenwärtig fünf Mal pro Woche) von der südafrikanischenSouth African Airways (SAA) vonJohannesburg sowie von derKenya Airways vonNairobi aus und vonEthiopian Airlines vonAddis Abeba aus angeflogen. Zwei Mal pro Woche fliegt SAA von Johannesburg nach Blantyre.

Straßennetz

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Siehe auch:Liste der Fernstraßen in Malawi

In Malawi giltLinksverkehr.

Malawi hat ein Straßennetz von 14.597 Kilometern. Im Jahre 2001 sind davon 2773 Kilometer asphaltiert und 11.821 Kilometer mitErdhobel gepflegte Schotterpisten. Daneben gibt es etliche mal besser, mal schlechter befahrbare Wege.

Die wichtigste Straße ist von Nord nach Süd gut ausgebaut, wenn auch nicht überall asphaltiert. Von dersambischen Grenze überChipita bisKaronga führt eine asphaltierte Straße. Der Abschnitt von dertansanischen Grenze bei Kyela/Songwe nachMzuzu ist mit deutscher Entwicklungshilfe ausgebaut und asphaltiert worden, vor allem der Anstieg ins Gebirge. Von Mzuzu bisLilongwe ist ebenso durchgehend asphaltiert. Von Lilongwe führt eine gut ausgebaute Asphaltstraße überDedza nachLiwonde undZomba. Ebenso gut ist die Variante nachSalima am See und weiter bisChipoka und dann überBalaka nach Liwonde. Die 2006 gebaute Asphaltstraße von Nkhotakota nach Kasungu ist wegen mangelnder Instandhaltung insbesondere im gebirgigen Ostteil weitgehend zur unbefestigten Piste geworden.

Von Zomba führt eine gute Asphaltstraße nach Blantyre. Von dort führt eine sehr gute, mit deutscher Entwicklungshilfe gebaute Straße nachChikwawa und überbrückt denShire-Fluss. Diesem mal näher und ferner folgend bleibt die Straße bisNchalo noch asphaltiert, dann wechseln sich asphaltierte Abschnitte mit Schotterpisten ab. NachBangula verläuft sie nah am Fluss, der hier die Staatsgrenze zu Mosambik bildet. Ab der Grenze zumNsanje-Distrikt bleibt die Straße eine Schotterpiste mit vielen Schlaglöchern bis zum Grenzübergang zuMosambik am südlichsten Punkt Malawis zwischen den OrtschaftenMarka undVila Nova da Fronteira.

Wichtig sind als Verbindung nach Westen die asphaltierte Straße von Lilongwe nachChipata in Sambia und die sehr gute Asphaltstraße/Schotterpiste von Blantyre nachMwanza und weiter asphaltiert nachTete in Mosambik.

Nach Osten führt die asphaltierte Straße von Liwonde überMangochi nach Chiponde an der mosambikanischen Grenze und von dort weiter bis zur HafenstadtNacala amIndischen Ozean. Eine weitere asphaltierte Straße verläuft von Blantyre nach Süden und sich dann ostwärts wendend überThyolo,Luchenza undMuloza zur mosambikanischen Grenze und zum benachbarten GrenzortMilange.

Malawi hatte die weltweit dritthöchste Anzahl an tödlichen Verkehrsunfällen in Relation zur Einwohnerzahl. 2013 starben 5732 Personen im Straßenverkehr.[74]

Fernlinienbus auf dem Weg von Lilongwe nach Johannesburg

Busverbindungen

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Zwischen Blantyre, Lilongwe und Mzuzu verkehren in der Express-Verbindung Reisebusse. Im übrigen Land gibt es regelmäßigeMinibusverbindungen.

Von Blantyre und Lilongwe aus verkehren täglich Busse nach Johannesburg,Lusaka undHarare.

Eisenbahn

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Hauptartikel:Schienenverkehr in Malawi

Schiffsverkehr

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MotorschiffIlala in Nkatha Bay

Das MotorschiffIlala verkehrt regelmäßig auf dem Malawisee. Die Flüsse sind größtenteils nicht schiffbar.InNsanje im Süden des Landes befindet sich ein Binnenhafen, der über den Shire und denSambesi an den Indischen Ozean angebunden ist. Momentan (2012) findet jedoch kein Seeverkehr statt, da mit Mosambik Uneinigkeit über die Nutzung des Sambesi besteht.

Stromnetz

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Das malawische Netz wird durchLaufwasserkraftwerke amShire gespeist. Der Bedarf liegt bei etwa 300 MW, die Kraftwerkskapazitäten liegen jedoch nur bei 240 MW. Es bestehen Pläne einer chinesischen Firma, ein 1000-MW-Wasserkraftwerk zu errichten.

Telekommunikation und Medien

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Malawi hat ein Telefon-Festnetz mit 93.000 Anschlüssen. 305 Internethosts versorgten im Jahre 2005 46.100 Internetnutzer. Der einzige malawische Internetprovider istMalawiNet, 1997 gegründet. Er wird von drei Eigentümern betrieben. Das sindComNet aus denUSA (42 %),Malawi Posts and Telecommunications Corporation (MPTC) (38 %) undBj Trust of Malawi (20 %).[75]

Der Internetempfang ist im ganzen Land ausgezeichnet. Auch in abgelegenen Gegenden wird über Internet telefoniert. Mehrere Provider konkurrieren in jeder Siedlung mit Prepaid-Angeboten. Das Guthaben wird wie bei einem Rubbellos über eine Nummer ins Handy eingegeben.

DHL verfügt in größeren Städten über eine oder mehrere Filialen. Postsendungen aus Europa und den USA sollen innerhalb einer Woche zur Abholung bereit liegen.

Die staatliche Rundfunkanstalt des Landes ist die seit 1964 existierendeMalawi Broadcasting Corporation mit inzwischen 18 Sendestandorten. Es werden zweiHörfunkprogramme (Radio 1 undRadio 2fm) und einFernsehprogramm (MBCtv) produziert.[76] Die Übertragung erfolgt auch perSatellit.[77] Der SenderRadio 1 bietet Informationen in den SprachenEnglisch,Chichewa,Tumbuka,Yao,Lomwe,Sena undChitonga. Ferner gibt es zwei private Hörfunksender, seit 1998FM101 und seit 1999Capital Radio 102.5.[75]

In Malawi war die Presse bis 1994 unter dem Diktat vonHastings Kamuzu Banda ausschließlich regierungsorientiert und von der staatlichen Rundfunkanstalt sowie vonMalawi News Agency abhängig. Seither entwickelte sich eine vielfältige Medienlandschaft, wozu 11 Zeitungen bzw. Zeitschriften mit jeweils unterschiedlichen Erscheinungszyklen gehören.[75]

Im Jahr 2023 nutzten 18 Prozent der Einwohner Malawis das Internet.[78]

DiePressefreiheit ist in Malawi zwar durch die Verfassung von 1995 garantiert, aber in der Praxis gibt es Konflikte. Das aktuelle Gesetz für die Medien ist derCommunications Act of 1998.[75] Die NichtregierungsorganisationReporter ohne Grenzen sieht in Malawi erkennbare Probleme für die Pressefreiheit.[79]

Kultur

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Musik und Tanz

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Malawi hat neben seiner eigenen traditionellen Musik, zu der die Brettzitherbangwe, das Xylophonvalimba und von Trommeln (ngoma) begleitete Gesangsensembles gehören, Einflüsse vieler Musikstile aufgenommen und an umliegende Länder weitergegeben. Nach dem Zweiten Weltkrieg traten viele Tanzbands in der Besetzung Gitarre/Banjo auf. In den 1960er Jahren war derKwela-Stil aus Südafrika in Malawi populär. Ebenso gibt esJazzbands,Gospel- undReggaesänger und Musiker, die zahlreiche Einflüsse vermischen, etwa Esau Mwamwaya, derHip-Hop- undPopmusik mit traditioneller Musik vereint. Nach dem Tod des Herrschers Hastings Banda 1994 erlebte die Musikszene Malawis einen großen Aufschwung. Ein wichtiger Bestandteil der Kultur Malawis sind Tänze. DieNational Dance Troupe wurde 1987 von der Regierung gegründet. Traditionelle Musik und Tänze spielen bei Anlässen wieInitiation, Hochzeit und sonstigenRitualen eine wichtige Rolle. Dazu gehört etwa auchder große Tanz, der seit 2005 zu den 90Meisterwerken des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit gehört.

Kunsthandwerk, Literatur und Theater

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Das Land hat eine lange Tradition imKorbflechten und Herstellen hölzerner Masken. Die Masken werden in traditionellen Zeremonien verwendet, andernorts aber auch an Touristen verkauft.

Aus Malawi stammen einige bekannte Schriftsteller, etwaJack Mapanje (* 1944), der nach England emigrieren musste, Legson Kayira (ca. 1942–2012), Felix Mnthali (* 1933), Frank Chipasula (* 1949), der in die USA emigrierte, und David Rubadiri.[80]

Das Ministerium für Kultur, Tourismus und Wildlife stellt Kultureinrichtungen keinerlei finanzielle Mittel zur Verfügung. Bemerkenswert ist die Entwicklung des TheatersNanzikambe Arts in Blantyre. Dieses Theater unterstützt auch Gruppen im Bereich der gesellschaftlichen Entwicklung. Seit 2010 besteht eine Partnerschaft zwischenNanzikambe Arts und demStadttheater Konstanz. Hier gab es bis in das Jahr 2012 drei gemeinsame Theaterproduktionen, die auch in Deutschland gezeigt wurden.[81]

Sport

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Die beliebteste Sportart istFußball, eingeführt durch die britischen Kolonialbehörden. DieFußballnationalmannschaft konnte sich bisher für keineFußball-Weltmeisterschaft qualifizieren, nahm jedoch an dreiAfrika-Cups teil (1984,2010 und2021). Malawische Fußballklubs sind Mighty Wanderers,Big Bullets, Silver Strikers, Blue Eagles, Civo Sporting, Moyale Barracks und Mighty Tigers.Basketball nimmt an Popularität zu, obschon die Nationalmannschaft noch an keinem internationalen Turnier teilnahm.[82] ImNetball ist man dagegen erfolgreicher und dieNationalmannschaft ist (im März 2021) auf dem sechsten Platz der Weltrangliste.[83] Mehrere Nationalspielerinnen sind in internationalen Ligen aktiv. In der Vergangenheit stellte Malawi zusammen mit Sambia, Tansania und Uganda Spieler für dieOst- und Zentralafrikanische Cricket-Nationalmannschaft zur Verfügung. Seit 2003 wird das Land von seiner eigenen Nationalmannschaft vertreten, qualifizierte sich jedoch bisher nicht für ein internationales Cricketturnier.

Special Olympics Malawi wurde 1998 gegründet und nahm mehrmals anSpecial Olympics Weltspielen teil.

Literatur

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  • Harri Englund, Jack Mapanje (Hrsg.):A Democracy of Chameleons. Politics and Culture in the New Malawi. The Nordic Africa Institute, Uppsala 2003.Als PDF

Weblinks

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Commons: Malawi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Malawi – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikimedia-Atlas: Malawi – geographische und historische Karten
Wikivoyage: Malawi – Reiseführer

Landeseigene Links

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Landesprofil bei Ministerien deutschsprachiger Staaten

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Internationale Links

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Weitere Links

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Einzelnachweise

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  1. Angaben zu den zwei offiziellen Landessprachen, abgerufen am 23. Januar 2025
  2. Einwohnerzahlen der Regionen von Malawi gemäß den letzten Volkszählungen und neuesten amtlichen Projektionen. Abgerufen am 13. März 2024. 
  3. Population growth (annual %). In: World Economic Outlook Database. Weltbank, 2021, abgerufen am 19. Oktober 2022 (englisch). 
  4. World Economic Outlook Database October 2024. In: World Economic Outlook Database. Internationaler Währungsfonds, 2024, abgerufen am 10. November 2024 (englisch). 
  5. Table: Human Development Index and its components. In:Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (Hrsg.):Human Development Report 2023/2024. United Nations Development Programme, New York 2024,ISBN 978-92-1358870-3,S. 276 (englisch,undp.org [PDF;5,1 MB]). 
  6. Homapge. Malawi Government, 2013, abgerufen am 17. März 2019 (englisch). 
  7. FAO – The Zambezi River basin
  8. Wally und Horst Hagen:Die afrikanischen Nationalparks als Lebensräume der Elefanten. In:Vitus B. Dröscher (Hrsg.):Rettet die Elefanten Afrikas. 1. Auflage. Goldmann, München 1992,ISBN 3-442-12322-4,S. 258. 
  9. NEAP – Environment and Development in Malawi, Department of Environmental Affairs, abgerufen am 2. Dezember 2009
  10. Urban population (% of total population). Weltbank, abgerufen am 10. November 2024 (englisch). 
  11. City Population:Einwohnerzahlen der Städte in Malawi 1977 bis 2018 (englisch)
  12. United Nations, Department of Economic and Social Affairs, Population Division (2022). World Population Prospects 2022, Online Edition. (XLSX; 93,17 MB) In: United Nations, Department of Economic and Social Affairs, Population Division. Vereinte Nationen, Juli 2022, abgerufen am 16. Juli 2022 (englisch). 
  13. Population, total. In: World Economic Outlook Database. Weltbank, 2023, abgerufen am 10. November 2024 (englisch). 
  14. Birth rate, crude (per 1,000 people). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 10. November 2024 (englisch). 
  15. Death rate, crude (per 1,000 people). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 10. November 2024 (englisch). 
  16. Fertility rate, total (births per woman). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 10. November 2024 (englisch). 
  17. Life expectancy at birth, total (years). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 10. November 2024 (englisch). 
  18. World Population Prospects 2022 - Population Dynamics -Download Files. Hauptabteilung Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten der Vereinten Nationen, 2021, abgerufen am 10. November 2024 (englisch). 
  19. Population ages 0-14 (% of total population). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 10. November 2024 (englisch). 
  20. Population ages 65 and above (% of total population). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 10. November 2024 (englisch). 
  21. Meyers Großes Länderlexikon. Meyers Lexikonverlag, Mannheim 2004. 
  22. abcdefMalawi Transportation. In: The World Factbook. www.cia.gov, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 24. Dezember 2018; abgerufen am 13. Februar 2015. 
  23. Migration Report 2017. (PDF) UN, abgerufen am 30. September 2018 (englisch). 
  24. Origins and Destinations of the World’s Migrants, 1990-2017. In:Pew Research Center’s Global Attitudes Project. 28. Februar 2018 (pewglobal.org [abgerufen am 30. September 2018]). 
  25. Website der Regierung (englisch), abgerufen am 1. August 2015
  26. Edrinnie Lora-Kayambazinthu:Language Rights and the Role of Minority Languages in National Development in Malawi, in Current Issues in Language Planning (2003)
  27. Auswärtiges Amt – Länderinformationen
  28. Malawi Atlas (PDF; 19,04 MB)
  29. Malawi Demographic and Health Survey 2004. National Statistical Office, Zomba, Malawi, Dezember 2005, S. 26 (PDF-Datei; 3,99 MB).
  30. James Tengatenga:Church, State, and Society in Malawi. An Analysis of Anglican Ecclesiology. Kachere Series, Zomba (Malawi) 2006, S. 50–62.
  31. ‘A very antagonistic spirit’: Elliot Kamwana, Christianity and the end of the world in Nyasaland: Henry Donati, Dissertation, University of Oxford
  32. vgl. Maiprogramm 2022 Radio Horeb
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-13.01666666666733.6Koordinaten:13° S,34° O

Politische GliederungAfrikas
Mitgliedstaaten der
Vereinte Nationen Vereinten Nationen:

Ägypten 1 |Algerien |Angola |Äquatorialguinea |Äthiopien |Benin |Botswana |Burkina Faso |Burundi |Dschibuti |Elfenbeinküste |Eritrea |Eswatini |Gabun |Gambia |Ghana |Guinea |Guinea-Bissau |Jemen 2 |Kamerun |Kap Verde |Kenia |Komoren |Demokratische Republik Kongo |Republik Kongo |Lesotho |Liberia |Libyen |Madagaskar |Malawi |Mali |Marokko |Mauretanien |Mauritius |Mosambik |Namibia |Niger |Nigeria |Ruanda |Sambia |São Tomé und Príncipe |Senegal |Seychellen |Sierra Leone |Simbabwe |Somalia |Südafrika |Sudan |Südsudan |Tansania |Togo |Tschad |Tunesien |Uganda |Zentralafrikanische Republik

Abhängige Gebiete:

Îles Éparses |Kanarische Inseln |Madeira |Mayotte |Plazas de soberanía (mitCeuta undMelilla) |Réunion |St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha

Umstrittene Gebiete:

Demokratische Arabische Republik Sahara |Somaliland

1 
Liegt zum Teil auch inAsien.
2 
Liegt größtenteils in Asien.
Mitgliedstaaten desCommonwealth of Nations
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