DieShetland-Inseln sind die nördlichste Inselgruppe vonGroßbritannien, sie liegen nordöstlich vonSchottland am Übergang der Nordsee zum Atlantischen Ozean.
Die Shetland-Inseln bestehen aus mehr als 100 Inseln (zählt man die vielenskerries hinzu, so sind es mehr als 300), von denen aber lediglich 16 bewohnt sind - und einige nur mit einigen wenigen Menschen.
Die HauptinselMainland, die flächenmäßig wie auch von der Einwohneranzahl (ca. 12.000) mit Abstand größte Insel, hat als einzige der Inselgruppe keinen eigenen Namen und wird oftmals in Abgrenzung zum schottischen Mainland alsMainland Shetland bezeichnet. Mainland ist für nahezu alle Reisenden das Eingangstor zu der Inselgruppe - entweder über den Fährhafen in der HauptstadtLerwick oder den Flughafen inSumburgh.
Mainland selbst wird in vier Bereiche unterteilt, der langgestreckte südliche Bereich mit Sumburgh Head als südlichestem Zipfel alsSouth Mainland oderThe South, das Kernland mit Lerwick alsCentral Mainland, die westliche Halbinsel mit Aith, Walls und Sandness alsWest Mainland oder auchThe West und der Norden, der weitgehend aus der HalbinselNorthmavine besteht, alsNorth Mainland oder auchThe North.The North undThe South finden sich als generelle Richtungsweiser auch auf den Straßenschildern wieder.
Folgende Inseln sind bewohnt - in Klammern die Anzahl der Einwohner (Stand 2011)
Unbewohnte Inseln mit touristischem Zugang:
Die Shetland-Inseln sind die nördlichste Inselgruppe des Vereinigten Königreichs, sie liegen rund 80 km nordöstlich der Orkney-Inseln am Übergang der Nordsee zum Atlantischen Ozean. Die kleine Inselgruppe, obwohl scheinbar weit abgelegen, hat dennoch sehr wechselhafte Zeiten erlebt - so hinterließen sowohl die Pikten als auch später die Wikinger ihre Spuren dort, später waren die Inseln im Besitz von Norwegen, dann in Union auch mit Dänemark und Schweden, bis sie schließlich als Mitgift an Schottland fielen - wozu sie seit 1469 nun unverändert gehören. Und zugleich besinnt man sich immer mehr auf den historisch deutlich größeren Einfluss desNorse statt des Schottischen, und letztlich - was oft betont wird - liegen die Inseln von denFäröer-Inseln undBergen in Norwegen genauso weit entfernt wie von der schottischen HauptstadtEdinburgh. Zahlreiche Projekte zur Erkundung des Wikinger-Erbes, wozu u.a. auch der Skidbladner, ein Nachbau des norwegischen Gokstad-Schiffes, auf Unst gehört, sind in diesem Kontext ebenso zu verzeichnen wie der zunehmende Trend beim Hausbau, keine Steinhäuser mehr zu bauen, sondern auf farbenfrohe Holzhäuser wie bei den Nachbarn auf Färöer oder in Norwegen zu setzen - so sind z. B. inScalloway, inLerwick oder inTingwall ganze kleinere oder größere Siedlungen in bunter Holzbauweise entstanden.
Auch wenn die Wikinger mit ihrem Erbe wieder zumindest kulturell mehr Einfluss haben, so werden die Inseln doch vor allem durch einige bedeutsame Industriezweige geprägt: Zuerst einmal ist dies Ölindustrie mit dem zweifelhaften Charme des im Norden von Mainland liegenden Ölterminal Sullom Voe - positiver Nebeneffekt allerdings sind die vielen Leisure Centre auf der Insel, die als Werbemaßnahme für Sullom Voe damals allen Inselgemeinden gesponsert wurden - fast jede Gemeinde hat zumnindest einen Pool oder ein größeres Freizeit- und Sportzentrum. Bedeutsam ist natürlich auch die Fischindustrie, nicht nur der Hochseefang wie derhaddock (Schellfisch), den man auf Shetland sowohl als Fish&Chips serviert bekommt wie auch geräuchert in den Kühltheken der vielen kleinencommunity stores, sondern auch die immer noch wachsenden Aqua-Farmen - Lachs und Muscheln werden in den vielen schwimmenden Farmen in den kleinen Buchten und Meeresarmen der Inseln gezüchtet, und fast jede Gemeinde hat ihr gutes Einkommen damit, in dem sie einen Teil des lokalen Piers langfristig an die Aqua-Farming-Companies vermietet hat. Ein wachsender Wirtschaftszwei ist die Windenergie - so werden allein auf Yell bis 2026 zwei große Windfarmen entstehen, die erst einmal die Versorgung und Unterbringung der Bautrupps und später Arbeitsplätze in der Wartung mit sich bringen werden. Und nicht zuletzt ist da das ehrgeizige Projekt des SaxaVord SpacePorts Großbritanniens einzigem Weltraumbahnhof, der aufUnst gebaut wird.
Was das Wetter angeht, sollte man wirklich wetterfest sein, wenn man dort leben oder auch nur reisen will - selbst im Hochsommer geht das Thermometer selten über 15 Grad Celsius, und auch wenn es im Juli und August lokal auch mal zu mehreren Sonnentagen am Stück kommen kann, so ist einShetland summer ganz sicher mit nichts anderem in Schottland zu vergleichen. Die Winde sind rau und häufig und können auch im Sommer in Böen schnell Sturmstärke erreichen; regenfreie Perioden sind meist eher kurz. Das Positive daran? Mit den aus Schottland gefürchtetenmidges hat man hier selten zu tun, es braucht schon die Kombination eines längeren vollkommen windstillen Moments mit der Nähe zum Wasser (was aber natürlich fast überall gegeben ist), damit man den unangenehmen Kontakt mit diesen typisch schottischen Kleinlebewesen machen muss.
Dennoch haben die kargen Inseln mit ihren Steilküsten, mit den inzwischen nicht mehr frei umherziehenden Shetland-Ponys, die sie in der ganzen Welt bekannt gemacht haben, und den in umso größerer Anzahl praktisch überall vorkommenden Schafen, die durch ihre Wolle auch ihren Teil zum Bekanntheitsgrad beigetragen haben, für wetterfeste Reisende ihren Reiz, und man muss auch kaum mehr als 5 km aus der Hauptstadt Lerwick hinausfahren, um die Einsamkeit der braunen Hügel zu erleben. Wer diesen endlosen Moorlandschaften nicht so viel abgewinnen kann, sollte einen längeren Aufenthalt z. B. auf Yell oder dem östlichen Teil von Northmavine besser vermeiden - es gibt darüber hinaus schier unendliche Küstenformationen zu erleben, denn an kaum einer Stelle der Inseln ist es möglich, weiter als 10 km von einer Küste entfernt zu sein.
Shetland ist kein gewöhnliches Urlaubsziel, über das man sich besser im Voraus zumindest etwas informiert - und man kann grob vier Gruppen von Reisenden unterscheiden, deren sehr unterschiedlichen Bedürfnissen bisher in sehr unterschiedlichem Maße Rechnung getragen wird.
Auf den Inseln wird schottisches Englisch gesprochen, gesprenkelt mit ein paar Überresten von Norn (einer alten skandinavischen Sprache), die allerdings größtenteils ausgestorben ist.
Da die Inseln weder durch Tunnel noch Brücken erreichbar sind, bleibt nur die Anreise mit dem Schiff oder dem Flugzeug. Weitere Verkehrsmittel müssen so verfrachtet werden.
Mit dem Flugzeug erreicht manSumburgh Airport im äußersten Süden der Inselgruppe von Aberdeen,Edinburgh,Glasgow, undInverness auf dem schottischen Mainland, von Kirkwall auf Orkney und saisonal auch ausBergen in Norwegen.
Kommerziell fliegen die 7sitzigen Propellermaschinen vonAirtask Group Limited (=Directflight) Tel. 01595 840246, jeweils Mo.-Fr. 1–2 tgl., dazu im Hochsommer ein Mal am Samstag. Flugbetrieb ist Dezember bis Ende Februar eingeschränkt. Die Maschinen sind Eigentum des Shetland Islands Council.
Folgende Verbindungen lassen sich über die Website des Shetland Island Council vorbuchen (https://www.shetland.gov.uk/ferries/ferry-booking), aber auch ohne Buchung kommt man in der Regel zügig mit (wenn beide Schiffe auf der jeweiligen Route im Einsatz sind). Gibt es Ausfälle oder Sonderfahrpläne, so wird dies bereits auf halber Strecke zwischen Lerwick und Toft auf einer großen elektronischen Anzeigetafel am Straßenrand angezeigt. Bezahlt wird an Bord.
Die Fähren zu denOut Skerries (oder auch nur 'Skerries') undPapa Stour müssen über telefonisch oder per Mail am Tag vorher gebucht werden: Booking Office, Mo-Sa 08.00 - 17.00, So 08.00-13.00, +44 1595 745804, ferrybooking@shetland.gov.uk
Die Fähren nachFoula undFair Isle haben gesonderte Rahmenbedingungen:
DerNordseeküstenradweg (North Sea Cycle Route, NSCR) auf den Shetland-Inseln entspricht der nationalen Route 1 und führt einmal über die Inselgruppe, von Sumburgh im Süden bis auf die Insel Unst im äußersten Norden. Durch die Einstellung der Fährverbindung von den Färöer auf die Shetland-Inseln ist die Verbindung der NSCRNorwegen -Färöer - Shetland -Orkney-Inseln -Schottland unterbrochen. Die Strecke ist dennoch weiterhin offizieller Bestandteil des Nordseeküstenradwegs. Einen GPS-Track für die Route findet man imRadreise-Wiki.
Klassische Langstreckenwanderwege gibt es auf Shetland nicht, so dass Langstrecken-Wanderer in der Regel an den Straßen entlang wandern (müssen). Die Wanderwege auf den Inseln (Core Paths bzw. Access Routes) beschränken sich in der Regel auf begrenzte Gegenden oder führen an den Küsten entlang; mehr dazu unter Aktivitäten.
Hitchhiking funktioniert in der Regel gut auf den Inseln.
InLerwick sind zu allererst das Shetland Museum und Archive zu nennen, das Kino- und Kulturzentrum Mareel als Beispiel moderner Kultur, und Fort Charlotte als historisches Bauwerk.
Überall auf den Inseln findet manbrochs, z. B. in Lerwick, auf Mousa, am Jarlshof in Sumburgh.
Die vielfältigen Küstenformationen sind ein besonders spektakulärer Teil der Shetland-Inseln, und an den meisten Küsten kann man, gute Ausrüstung vorausgesetzt, stundenlang entlangwandern, oder sich per Bus vorfahren und einen Spaziergang zu den beeindruckendsten Formationen machen, wie es z. B. inEshaness oderSumburgh möglich ist.
Die verwendeten Begriffe sind vielfältig, die Namen phantasievoll - ein paar Grundbegriffe können helfen, sich zu orientieren in dem, was man bei den Bezeichnungen zu erwarten hat.
Nach demScottish Outdoor Access Code von 2003 hat jeder, der sich durch eigene Kraft (bzw. die eines Pferdes) fortbewegt, das Recht, sich im Land (mit einigen Einschränkungen) frei zu bewegen; dies gilt für Wanderer, Radfahrer, Reiter und Kanuten. Dafür muss man nicht auf fertige Routen zurückgreifen - die gibt es auf den Shetlandinseln auch so gut wie nicht (außer der National Cycle Network Route 1, die dem Nordseeküstenradweg entspricht), sondern kann und muss sich seinen Weg meist selbst suchen - oder sich von den zahlreichen Schafpfaden führen lassen.
Der Scottish Outdoor Access Code bezieht sich weiterhin auf
Es gibt keine durchgehenden Wanderwege auf den Shetlands, auch sind die vorhandenen in der Regel nicht richtig erschlossen (außer z. B. durch die Hermaness National Nature Reserve aufUnst, sondern führen quer durchs Gelände - von Wegweiser zu Wegweiser, die man oftmals auch suchen muss. Wasserfeste Schuhe sollten selbstverständlich sein, Wanderstöcke sind anzuraten, bei längeren Touren den Wetterbericht vorher zu Rate zu ziehen, dient dem Selbstschutz.
Informationen über geeignete Strecken:
Es gibt etliche attraktive Küstenformationen für Sea Kayaking, z. B. herum umMuckle Roe, zu den Cliffs und Höhlen nördlich vonBurravoe, Yell, aufUnst besonders attraktiv der (nicht einfache) Zugang zu Muckle Flugga und dem dortigen Leuchtturm, Eshaness und Sumburgh Head - eines haben wohl alle Reviere auf Shetland gemeinsam: Sie sind allein wetterbedingt (sehr) anspruchsvoll und viele nur für erfahrene Paddler geeignet - so bringen die meisten ihr Material auch mit auf die Inseln. Wer Material ausleihen oder eine Guided Tour buchen will, findet entsprechende Möglichkeiten beihttps://www.seakayakshetland.co.uk.
Der teilweise dünnen Besiedlung der Inseln entsprechend ist die Dichte an Unterkünften außerhalb Lerwicks oftmals nicht besonders groß. Detaillierte Informationen zu Unterkünften finden sich in den Orts- bzw. Inselartikeln.
Außerhalb von Lerwick überwiegen in der Regel die kleineren B&B-Unterkünfte, nur in Lerwick gibt es eine Auswahl an Hotels. Vorbuchung ist bei beidem zumindest in Zeiten der schottischen bzw. englischen Schulferien angeraten.
Auf Shetland wird eher selten von Ferienhäusern gesprochen, sondern vonself catering accomodation, diese Unterkünfte zur Selbstversorgung sind oftmals Privathäuser, die von den von Shetland (oder zumindest den äußeren Inseln) weggezogenen Familien als eigene Ferienunterkunft genutzt und außerhalb der eigenen Nutzungszeit vermietet werden. Es gibt dabei zwei Varianten: Vermietung ganzer Häuser/ Wohnungen oder gar Leuchtturmwärterhäuser (Eshaness, Bressay und Sumburgh) oder einzelner Zimmer innerhalb einer Unterkunft mit gemeinsamer Nutzung von Lounge und Küche, manchmal auch Bad.
Viele Hostels sind 2022 geschlossen (z. B. Gardiesfault aufUnst, andere haben nur sehr reduziertes Angebot.
Es gibt einige offizielle Campingplätze auf den Shetland-Inseln, zumeist sind sie mehr auf Caravans ausgerichtet als auf Zelte, was sich auch in der eher einfachen Ausstattung an Sitzmöglichkeiten bzw. gut ausgestatteten Küchen zeigt. Als Wanderer/ Radfahrer mit Zelt ist man auf seine eigene Ausrüstung und das Zelt angewiesen, erwarten kann man in der Regel eine Dusche (oftmals tatsächlich in Zahlen nur 1), Toiletten, einen Toaster und evtl. Wasserkocher, ggf. Mikrowelle, Waschmaschine und Trockner, ggf. einige nicht überdachte Picknicktische. 2022 sind einige neue Plätze im Entstehen (z. B. in Cullivoe, Yell, oder Asta bei Tingwall, Mainland).
Das freie Stehen von Campervans wird in der Regel toleriert, doch sollte beachtet werden, nur auf asphaltiertem/ geschottertem Gelände zu stehen. Grasland ist in der Regelcrofting land und damit in Privatbesitz, es wird für die Schafshaltung genutzt. Wer dennoch auf Grasland stehen möchte, sollte vorher den Eigner ausfindig machen um Erlaubnis fragen. Die generelle Entsorgung des eigenen Mülls ist für alle, Campervans wie Wildzelter eine Selbstverständlichkeit, die auch dann begrüßt wird, wenn kleinere Müllbehälter vorhanden sind. Bei der Entsorgung von Müll ist darauf zu achten, die vorhandenenlitter bins nicht zu überfüllen und eventuell vorhandene Netze wieder sorgfältig über die Tonnen zu hängen - oder die Verschlüsse von Tonnen wieder zu schließen. Etliche Vögel versuchen, den Müll aus den Tonnen herauszuziehen - die Überreste fliegen dann durch den beständigen Wind schnell umher und landen am Ende im Meer.
Wildzelten ist unter Berücksichtigung desScottish Outdoor Access Code für alle erlaubt, die sich aus eigener Kraft fortbewegen - Radler, Wanderer und Kanuten. Dies gilt auch fürcrofting land - bei direkter Nähe zu einem bewohnten Haus sollten auch hier die Eigentümer um Einverständnis gebeten werden.
Eine weitere einfache Übernachtungsmöglichkeit sind dieCamping-Böds, kleine, einfache Selbstversorger-Hütten, in denen man - eigene Campingausrüstung vorausgesetzt - trocken und preisgünstig übernachten kann. Insgesamt gibt es 9 Böds über die Inseln verteilt. Kosten: ca. 10 £ pro Bett/ Nacht. Jedoch auch hier: 2022 sind nahezu alle Bös geschlossen - lediglichAithbank Böd aufFetlar undJohnnie Notions Böd,Northmavine sind geöffnet.
Der Kern des Nachtlebens von Shetland ist wie bei so vielem sicher Lerwick, zumindest was die Auswahl angeht - darüberhinaus haben die meisten Orte entweder eine Hotelbar, die auchpublic ist, oder einen Pub - in manchen Orten ist die Bar in den Boat Clubs das Äquivalent zum Pub, und dann auch meistpublic zugänglich (oder die Mitgliedschaft unkompliziert zu erlangen).
Ein ganz besonderer Feiertag ist der 24. Tag nach Weihnachten - da wird traditionell in Lerwick, zunehmend aber auch in immer weiteren Ortschaften der Inselgruppe,Up Helly Aa gefeiert, ein an das Ritual der Wikinger beim Begräbnis ihrer Häuptlinge, diese in einem Langschriff beizusetzen bzw. zu verbrennen, angelehntes Spektakel, bei der ein in monatelanger Vorbereitungszeit extra hergerichtetes Langboot dem Feuer "geopfert" wird. Im Anschluss wird getanzt und getrunken - bis zum nächsten Morgen, weshalb der darauffolgende Tag auf den Shetland-Inseln auch vorsorglich zum Feiertag erklärt wurde.
Die größten Sicherheitsrisiken über die allgemeinen Lebensrisiken hinaus bergen auf Shetland das Wetter, Klima und Topographie.
DasWetter ist auf Shetland niemals zu unterschätzen, auch an zuerst sonnigen Tagen kann das Wetter innerhalb kürzester Zeit umschlagen - kommt dann zu starkem Regen noch Sturm hinzu, auf den man nicht vorbereitet ist, kann es im offenen Gelände oder insbesondere an den Klippenküsten rasch gefährlich werden. Ohne vorherigen Blick auf die Wettervorhersage, sehr gute Ausrüstung insbesondere was Schuhe und Regen- bzw. Windschutzkleidung angeht, und bei längeren Wanderungen alleine auch nicht, ohne jemanden zu informieren, wohin man geht und wann man zurück zu sein beabsichtigt, sollte man auf Shetland keine längeren Touren jenseits eines Strandspaziergangs machen.
Tierwelt - neben den gelegentlichen Warnungen vor demram oder dembull, die ernst zu nehmen sind (zumeist sind es jedoch nur Muttertiere mit ihren Lämmern auf den entlegenen Weideflächen) sollte man die Verteidigungsbereitschaft der nistenden Vögel nicht unterschätzen. Das Mitführen von Wanderstöcken kann hilfreich sein, das sofortige Entfernen aus dem Nistgebiet ist bei angreifenden Vögeln selbstverständlich.
Natur - mooriges Gelände mit Löchern und brüchige Klippen - das sind die größten Risiken, die nicht zu unterschätzen sind. Außerdem sollte man daran denken, dass Shetland von Tidengewässer umgeben ist - wer z. B. St. Ninians Isle besuchen und zu Fuß umrunden will, sollte zumindest bei angekündigterhigh tide den Besuch zeitlich gut planen, weil dann derTombolo, der schmale Sandstreifen zwischen Festland und Tideninsel oftmals voll überspült (und,by the way, im Winter gar nicht vorhanden) ist.
Straßenverkehr: Eher anekdotisch, aber dennoch reale Grundlage eines möglichen Risikos: AufYell und auch aufBressay braucht man keinen Führerschein, um Auto zu fahren. Da man diesen aber braucht, um eine Versicherung zu bekommen, ist davon auszugehen, dass in der Alltagsrealität nur Menschen mit ausreichend Verkehrskenntnis dort unterwegs sind. Ansonsten können die schmalen B-roads (A-roads sind zumeist, aber nicht überall, zweispurig ausgebaut) für ungeübte Fahrer oder Fahrer längerer Gespanne zumindest an einigen Stellen herausfordernd sein; weitere Risiken isnbesondere für hohe Fahrzeuge sind die teilweise starken Windböen.