| Kongo (Republik) | |
| Flagge | |
| Kurzdaten | |
| Hauptstadt | Brazzaville |
|---|---|
| Regierungsform | parlamentarische Republik |
| Währung Kurs (23.02.2023)[1] | CFA-Franc BEAC 1 EUR = 655,957 XAF 1.000 XAF = 1,524 EUR |
| Fläche | 342.000 km² |
| Einwohnerzahl | 6.142.180 (2023) |
| Amtssprache | Französisch |
| Strom/Stecker | 230 V, 50 Hz; Eurostecker/E |
| Telefonvorwahl | +242 |
| Domain | .cg |
Die {Republik Kongo liegt inZentralafrika. Das Land bietet einige interessante touristische Attraktionen, darunter die Hauptstadt Brazzaville mit ihrer kulturellen Szene, den Odzala-Kokoua-Nationalpark für Tierbeobachtungen, die reiche musikalische Tradition, Strände an der Atlantikküste, den Kongo-Fluss für Aktivitäten und Naturschutzgebiete mit vielfältiger Tierwelt. Die Tourismusinfrastruktur ist jedoch weniger entwickelt, daher erfordert eine Reise sorgfältige Planung und möglicherweise die Unterstützung eines Reiseveranstalters.
Die Republik Kongo besteht aus mehreren Regionen, die in Departements unterteilt sind. Hier sind die Regionen (etwa äquivalent zu Provinzen) der Republik Kongo:
Die Republik Kongo ist eine ehemalige französische Kolonie, die 1960 die Unabhängigkeit vom Mutterland erreichte. Nach einer halbwegs stabilen sozialistischen Regierung fiel das Land in einen mehrjährige Bürgerkriege (1993-97,[2] 2016-7[3]), welche die Infrastruktur zerfallen ließen. Grund war der zunehmende Ölreichtum, an dem amerikanische Gesellschaften ausnahmsweise nicht teilhaben. Stand 2010 kam 89% des Exportswerts von Petroleumprodukten.
Die Bevölkerung konzentriert sich nahezu vollständig auf die Hauptstadt Brazzaville und die umliegende Gegend. Das Hinterland mit seinem dichten Urwald ist nahezu unbesiedelt und aufgrund fehlender Verkehrswege auch undurchdringlich.
Das Land ist heute bitterarm, aber ein vergleichsweise sicheres Reiseland (insbesondere in Relation zu seinem großen Nachbarn, der DR Kongo).
Zur Einreise in die Republik Kongo wird zwingend ein Visum benötigt. Der Paß muß bei Einreise noch 6 Monate gültig sein. In jedem Fall ist schon bei Antragstellung eineGelbfieberimpfpaß vorzulegen. Von Touristen werden Hotelbuchungen verlangt. Wer länger als 60 Tage bleiben will benötigt auch ein polizeiliches Führungszeugnis.
Seit 2019 wird die Einführung eines eVisums geplant. Einige Konsularabteilungen, wie die inParis haben das Verfahren bereits eingeführt.
Siehe auch:Liste der Auslandsvertretungen der Republik Kongo
Seit Mai 2019 ist von Firmenvertretern bei Ausreise eine Bestätigung der örtlichen Sozialversicherung CNSS über Entrichtung der Pflichtbeiträge vorlegen („certificat de non-redevance“).
Der einzige aus Europa erreichbare Flughafen befindet sich inBrazzaville. Hierher fliegt nur Air France vonParis-Charles de Gaulle.
Afrikanische Gesellschaften bedienen regional den Agostinho-Neto International Airport in Pointe-Noire.
Keine grenzüberschreitenden Passagierdienste.
Keine grenzüberschreitenden Passagierdienste.
Die Möglichkeit der Einreise auf dem Landweg aus Gabun oder Kamerun besteht nur auf dem Papier, denn die Straßen sind Schlammpisten und vor allem in der Regenzeit unpassierbar. Mehrtägige Unterbrechungen bei der Benzinversorgung kommen selbst in der Hauptstadt gelegentlich vor.
Derinternationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.
Regelmäßige Fährverbindungen bestehen von Kinshasa (DR Kongo).
Zumindest während der Regenzeit, Juni bis Dezember, gibt es Mitfahrgelegenheiten auf dem Kongo/Ubangi bisBangui (1120 km). Hier sollte man sich erst mit der Sicherheitslage vertraut machen.

Für kürzere Flußfahrten kann man auf sogenanntenBaleinières, das sind 10-20 Meter lange Holzboote eine Mitfahrt arrangieren. Frachter befördern auch immer Passagiere, Service oder Komfort erwarte man nicht.
Für die 900 km zwischen Brazza und Ouesso rechne man 9 Tage, bei Niedrigwasser auch länger. Für die 850 km zwischen Impfondo und Hauptstadt braucht man ebenso lang. Größe Schiffe können hier nur Mai bis Januar fahren.
Mietwagen gibt es in der Republik Kongo fast gar nicht, man ist also weitestgehend auf Buschtaxis angewiesen. Das Straßennetz ist nur um Brazzaville herum asphaltiert.
Nationalstraße Nr. 1 von Brazzaville Richtung Kinkala und weiter über Mindouli bis Pointe-Noiree ist gebührenpflichtig.

Die von der der Weltbank seit 2010 finanzierte Sanierung der in Kapsur ausgelegten Bahnstrecken zeigt etwas Wirkung. Seit Wiedereröffnung des Bahnhofs Brazzaville 2019 gibt es unregelmäßigen Passagierverkehr nach Pointe-Noire sowie von dort nach Mbinda, wegen Waggonmangels jedoch normalerweise nur ein Mal wöchentlich.
Die Amtssprache ist Französisch. Französischkenntnisse sind zwingend erforderlich, da Deutsch oder Englisch kaum gesprochen werden.
Gebräuchlich sindBantusprachen sowie das darauf basierenden KreolKituba, eine Vereinfachung desKikongo. Das im Norden verbreiteteLingala hat in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen.
Die Währung in der Republik Kongo ist der CFA-Franc BEAC (XAF). Aufgrund starker Überbewertung ist Einkaufen kein Schnäppchen. Der Kurs ist auf 655,96 pro Euro festgelegt.
Plastikgeld wird so gut wie überhaupt nicht akzeptiert, gleichzeitig herrscht fast immer chronischer Mangel an Kleingeld. Man sollte deshalb von zuhause ausreichend Bargeld mitnehmen und in den Banken vor Ort tauschen.
Die Speisen unterscheiden sich wenig von denen inGabun bzw. dem westlichenKongo-Kinshasa.
Staatliche Feiertage sind Neujahr, der Tag der Arbeit am 1. Mai, der „Versöhnungstag“ am 10. Juni und die Nationalfeiertage am 15. August und 28. November.
Dazu kommen die von den französischen Kolonialherren übernommenen, katholisch-christlichen Feiertage: Christi Himmelfahrt14. Mai 2026. Pfingsten24. Mai 2026, Allerheiligen am 1. November und Weihnachten.
Offene Kriminalität gegenüber Reisenden ist vergleichsweise selten, Gelegenheitsdiebstähle kommen aber wie in wohl jedem touristisch frequentierten Gebiet vor.
Nachts sollte man sich insbesondere in den ärmeren Vierteln von Brazzaville und in Pointe-Noire nicht mehr im Freien aufhalten.
„Die Militäroperationen im südlichen Department Pool sind beendet. Die Entwaffnung der Rebellen ist erfolgt. Bereisen Sie das Department Pool nur bei Tageslicht und auf dem Landweg.“[4]
| Hilfe | |
| Notrufnummer(n) | 117 (Polizei), 118 (Feuerwehr) |
|---|---|
Die medizinische Versorgung am Land ist völlig unzureichend, weshalb der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung mit Rücktransport nach Deutschland in jedem Falle anzuraten ist. Allenfalls in den beiden Großsstädte gibt es halbwegs ausgestattete Kliniken, die aber weit unter europäischem Niveau bleiben.
Leitungswasser ist wie in vielen afrikanischen Ländern ungenießbar, man sollte deshalb auf abgepackte Flaschen aus dem Supermarkt zurückgreifen.
Ganzjährig vorbeugen muß man gegenMalaria tropica. Seit 2019 ist in mehreren ProvinzenChikungunya-Fieber gemeldet worden. Im Mai 2020 gab es Ebola-Fälle.
Ganzjährig tropisch heiß und feucht.
Es besteht ein generelles Fotoverbot für sensible Bereiche, also Flughafen, Militär(personen) usw. Das kann auch bei Palmölplantagen und Rodungsflächen im Regenwald durchgesetzt werden.
Wie in den meisten Ländern Schwarzafrikas steht man homosexuellen Handlungen sehr ablehnend gegenüber.
Die deutsche Botschaft in Brazzaville leistet nur Nothilfe (Tel.: +243 825173064 nur für Notfälle außerhalb der Dienstzeiten). In Notfällen kann man sich als EU-Bürger aus einem anderen Land auch an diefranzösische Botschaft in Brazzaville wenden, mit der sich die Deutschen das Gebäude teilen.