Kambodscha | |
Flagge | |
Kurzdaten | |
Hauptstadt | Phnom Penh |
---|---|
Regierungsform | konstitutionelle Monarchie |
Währung | Kambodschanischer Riel (KHR) |
Fläche | 181.035 km² |
Einwohnerzahl | 17.423.880 (2023) |
Amtssprache | Khmer |
Religion | Theravada-Buddismus 97 %, Islam 2 %, Christentum & Animismus 1 % |
Strom/Stecker | 230 V, 50 Hz; A/Eurostecker/Stecker BS 1363 |
Telefonvorwahl | +855 |
Domain | .kh |
Zeitzone | MEZ+6h |
Das KönigreichKambodscha(Khmer:ព្រះរាជាណាចក្រកម្ពុជា,Preăh Réachéanachâkr Kâmpŭchea) liegt inSüdostasien und grenzt anThailand,Laos undVietnam. Die Küste im Süden des Landes liegt am Golf von Thailand. Weltweit bekannt ist das Land für seine SehenswürdigkeitAngkor Wat.
Kambodscha ist administrativ in zwanzig Provinzen und vier provinzfreie Städte unterteilt. Eine komplette Liste inklusive einiger statistischer Daten und ihrer Namen in einheimischer Schreibweise findet man in derProvinzübersicht.
Die touristisch wichtigsten und am besten erschlossenen Städte sind:
Weitere touristische Städte sind:
Eine größere Liste findet man unterOrte in Kambodscha.
Der ArtikelArchäologische Stätten in Kambodscha gibt einen Überblick über die Tempelruinen des Landes. Die bekanntesten Ziele für Tempelbesucher sind:
Hier findet man eineÜbersicht der Sehenswürdigkeiten des Landes.
Von den 15 Millionen Kambodschanern gehören 90 % zum Volk der Khmer. Hinzu kommen 4 % Chinesen und 4 % Vietnamesen. 2 % machen die Cham aus, eine Bevölkerungsgruppe mit teilweise malaysischem Ursprung. Im Nordosten des Landes leben etwa 75.000 Khmer Leou. Dies sind Ureinwohner, die sich in 21 Stämme aufteilen. Die Khmer praktizieren den Theravada-Buddhismus, während die Chinesen und Vietnamesen dem Mahayana-Buddhismus anhängen. Die Cham sind Anhänger eines gemäßigtem Islams, während bei den Ureinwohnern Naturreligionen vorherrschen. In jedem Dorf findet man daher einWat - ein Kloster mit einer Pagode.
Kambodschas jüngste Geschichte ist recht bewegt. Die Schreckensherrschaft derKhmer Rouge ist vielen Leuten (auch außerhalb des Landes) noch in Erinnerung. Danach kam die Zeit unter vietnamesischem Einfluss. Erst seit den letzten zehn Jahren hat das Land die Chance, sich unabhängig zu entwickeln. Man hat wieder einen König und eine demokratisch gewählte Regierung. Allerdings ist es für Kambodscha sehr schwierig, wirtschaftlich in Bewegung zu kommen. Ein Großteil der Entwicklungshilfe verpufft infolge des Schwarzhandels und der massiven Korruption, die die größte Entwicklungsbremse im Land darstellt. Der Tourismus stellt einen der wichtigsten Wirtschaftszweige dar.
Man benötigt für die Einreise ein Visum sowie einen noch sechs Monate gültigen Reisepass. Ein Touristenvisum berechtigt zur einmaligen Einreise innerhalb von drei Monaten und einem Aufenthalt von einem Monat, gerechnet bis zum selben Kalendertag des darauffolgenden Monats. Bei Überschreitung der Aufenthaltszeit wird eine Strafgebühr von 5 US-Dollar pro Tag fällig. Es gibt drei Wege um ein Visum zu erhalten: Vorab an einer der kambodschanischen Botschaften im Ausland, als E-Visum online oder direkt bei der Einreise am Flughafen oder Grenzübergang alsVisa on Arrival.
EinE-Visum kann man über dieseWebseite zu beantragen. Mittlerweile ist die Beantragung sogar über eine Smartphone-App möglich (iPhone/Android). Benötigt werden ein gescanntes Passfoto im JGP- oder PNG-Format sowie eine gültige Kreditkarte. Das E-Visum kostet 30 US-Dollar (E-Visa-Fee) plus 7 USD Bearbeitungsgebühr. Für die Bearbeitung werden seitens der Behörde drei Geschäftstage angesetzt. Die Zustellung des erteilten Visum erfolgt per E-Mail. Man braucht es sich nur auszudrucken und legt es bei der Einreise vor. Achtung, das E-Visum kann nur an diesen ausgewählten Übergängen zur Einreise genutzt werden:
Die Ausreise mit einem E-Visum ist an allen Grenzübergängen möglich. Bei der Einreise über Poi Pet sollte man sich nicht von den Schleppern auf der thailändischen Seite übers Ohr hauen lassen. Am besten geht man direkt zu den kambodschanischen Zöllnern durch. Dort wird eine Bearbeitungsgebühr von 100 Bath zusätzlich erhoben (Februar 2013).
Für die Erteilung eines Visums an der kambodschanischenBotschaft in Berlin werden 40 Euro plus ein frankierter Rückumschlag fällig. Mit dem Antrag ist ein Passfoto und der Reisepass einzusenden. Die Bearbeitungszeit beträgt (laut Website) drei Geschäftstage. Für ein Sofort-Visum bei Beantragung am Morgen und Erteilung am gleichen Tag sind weitere 15 Euro fällig. Die Adresse der Botschaft des Königreiches Kambodscha: Benjamin-Vogelsdorff-Str. 2, 13187 Berlin, Tel.: +49-30-48637901. In Österreich, der Schweiz und den Niederlanden gibt es keine diplomatische Vertretungen Kambodschas. Ab 1. Sept. 2016 gibt bis zu drei Jahre gültige “multiple entry” Visa ausgestellt, die während ihrer Gültigkeit zu beliebig vielen Kurzzeiteinreisen zu touristischen und geschäftlichen Zwecken berechtigen. Die Gebühr ist abhängig von der beantragten Gültigkeitsdauer.
An allen Grenzübergängen ist auch die Einreise mit einemVisa on Arrival möglich. Für die Erteilung wird eine Gebühr von 30 USD verlangt. Zweckmäßig sollte der Betrag in Dollar-Noten passend gezahlt werden. Weiterhin sind ein oder zwei Passfotos erforderlich. Fehlt es, erstellen die Grenzbeamten für ein oder zwei Dollar ersatzweise eine Kopie des Passes. Es wird immer wieder über betrügerische Praktiken bei der Visaerteilung berichtet. So das doch in asiatischer Währung zum ungünstigen Kurs kassiert oder für ein Touristenvisum der Betrag für das teurere Business-Visum berechnet wird. Betroffen sind alle Landübergänge.
Wer länger als einen Monat nach Kambodscha einreisen möchte, sollte ein Geschäftsvisum beantragen. Es kostet 35 USD (bei der Botschaft in Berlin 50 EUR) und kann mehrfach in Phnom Phen verlängert werden ohne dass eine erneute Ausreise erforderlich ist. Gängige Übersetzungen des Geschäftsvisums sind ordinary visa oder business visa. Letzteres ist irreführend, für eine Tätigkeit in Kambodscha ist eine Arbeitserlaubnis (work permit) erforderlich.
Ein- und Ausfuhr von Devisen über 10.000 US-$ müssen deklariert werden. Offiziell gibt es keine Beschränkungen bezüglich der Ausfuhr von Alkohol und Zigaretten. In der Praxis sollte man aber schon von 1,5 l Alkohol und zehn Päckchen Zigaretten ausgehen.
Touristenvisa (KategorieT) können einmal in Phnom Phen verlängert werden. Das Immigration Bureau des Innenministeriums ist No. 5 Oknha Men Street. Für Geschäftsreisende (KategorieE) gelten spezielle Regeln. Wer für eine NGO o.ä. im Lande ist, muß sich an das Außenministerium wenden No. 3 Samdech Hun Sen Street.
Eine Einreise nach Kambodscha per Flugzeug ist über die internationalen Flughäfen inPhnom Penh undSiem Reap möglich. Direktflüge von Europa aus haben Seltenheitswert, bisher hat sich keine Verbindung stabil gehalten. Häufig genutzte Umsteigeflughäfen sindBangkok,Singapur undKuala Lumpur. Die Flughafengebühr bei der Ausreise ist seit dem 1. April 2011 im Flugpreis inbegriffen.Flüge in der Business-Klasse werden nur von einigen Fluggesellschaften angeboten. Die Preise sind in Anbetracht der meist sehr kurzen Strecke recht happig.
Einen echten Eisenbahn-Grenzübergang gibt es nicht. Eine logische Folge, da das Eisenbahnsystem Kambodschas am Boden liegt. VonBangkok aus verkehren täglich zwei Züge, nach knapp 6 Stunden Fahrzeit erreicht man Aranyaprathet. Mehr dazu imOrtsartikel. Die durchgehende Strecke ist gebaut, aber Züge zum kambodschanischen Bahnhof fahren selten (? ein bis zwei Mal pro Woche).
Wegen der Pass- und Visa-Regeln ist man auf die Nutzung der wenigen Grenzübergänge angewiesen. Auf beiden Seiten der Grenze werden Fahrten mit Tuk-Tuk, Taxi oder Ähnlichem bis an den Übergang angeboten. Teilweise stehen auch Busverbindungen zur Verfügung, aber keine durchgehenden Linien über die Grenze. Nachdem man die Formalien überstanden und die Grenze zu Fuß überquert hat, muss man sich neu um die Weiterfahrt kümmern.
VonThailand nach Kambodscha:
VonLaos nach Kambodscha gibt es nur einen Grenzübergang: Südlich vonPakse beiVeun Kham nahe dem Mekong, die nächste größere Stadt in Kambodscha istStung Treng.
VonVietnam nach Kambodscha:
Das Visum für Vietnam muss man sich stets im Vorfeld vor der Abreise in Europa oder in einer vietnamesischen Botschaft in einem der Nachbarländer ausstellen lassen, sofern man nicht unter die 15-Tage-Visumsfrei-Regel fällt. Das gilt befristet bis März 2025 z.Zt. nur für Deutsche, Franzosen und Italiener. Ob ein Landübergang für Inhaber von vietnamesischen E-Visa erlaubt ist ist auf deraktuellen Liste zu prüfen.
Es gibt in Kambodscha zwei internationale Flughäfen:Phnom Penh undSiem Reap. VonSihanoukville aus wird nur Siem Reap bedient. Die Inlandsflughäfen vonBattambang,Senmonorom undBanlung werden derzeit nicht bedient. Eventuell sind aber Charterflüge oder eine Wiederaufnahme des Linienverkehrs möglich.
Cambodia Angkor Air wurde 2009 von Vietnam Airlines zusammen mit der kambodschanischen Regierung gegründet. Die Gesellschaft soll auch einen kambodschanischen Inlandsflugverkehr aufbauen. Es werden aber auch Routen in benachbarte Länder geflogen.
Die EisenbahnstreckePhnom Penh -Sihanoukville war lange die einzige Linie mit Personenverkehr in Kambodscha. Seit Wiederaufnahme des Verkehrs Mai 2022 gibt es wenige Züge auch Richtung thailändischer Grenze. Eine Übersicht hat die kommerziele Sietecambodiatrains.info.
In der Nähe vonBattambang gibt es derzeit noch einen "bamboo train" als Touristenattraktion, der ziemlich witzig ist. Er besteht aus einer Bambuspalette, die auf zwei Achsen aufliegt und von einem kleinen Motor angetrieben wird. Bei Gegenverkehr ist das Gerät binnen einer Minute in seine vier Teile zerlegt und von den Schienen gehoben.
Zwischen den größeren Orten - die meist durch die National-Routes verbunden sind - bestehen regelmäßige gute Busverbindungen. Es existieren in der Zwischenzeit mehrere Gesellschaften, die die einzelnen Strecken bedienen. Das Fahren mit diesen Bussen ist billig und bequem. Der Nachtbus von Siam Reap nach Sihanoukville ist für europäische Maßstäbe unbequem. Man hat eine Sitzplatzreservierung und muss mit keinen überfüllten Bussen rechnen. In größeren Abständen gibt es Pausen um zu essen oder zur Toilette zu gehen.
Ausländer benötigen einen gebührenpflichtigen kambodschanischen Führerschein, um ein Auto zu mieten. Bessere Agenturen speziell in der Hauptstadt vermitteln diesen. Vorzulegen ist eininternationaler Führerschein genfer Musters, zwei Passbilder und Passkopie.
In der Region Siam Reap werden an Ausländer normalerweise keine Fahrzeuge vermietet. Man kann sich allerdings problemlos ein Auto mit Fahrer mieten oder die Sammeltaxis benutzen. Hier sind zwischen allen Orten Kambodschas Pickups unterwegs. Sie fahren an festen Sammelpunkten los. Abfahrt ist, wenn das Auto voll ist. Es ist also sicherlich kein bequemes Reisen. Man kann sich auch etwas Luft verschaffen, indem man sich ein paar zusätzliche Plätze kauft.
Das Moped ist das Verkehrsmittel schlechthin für Fahrten innerhalb des Ortes bzw. für kürzere Strecken über das Land, da es ja in Kambodscha auch keine innerstädtischen öffentlichen Verkehrsmittel gibt. Nahezu an jeder Straßenecke warten Fahrer. Da man natürlich auch an jeder Straßenecke gefragt wird, läuft man manchmal mit einem permanenten "NO" auf den Lippen durch die Stadt. Die Aussage, dass man einfach mal ein Stück zu Fuß gehen will, erzeugt eher nur Kopfschütteln. Aber man kommt zu jeder Zeit sofort an jeden Ort. Weit verbreitet ist auch die Kombination eines Mopeds mit überdachtem Anhänger. Die Tuk-Tuks eignen sich besonders für mehrere Personen (bis zu vier) oder Gepäckmitnahme und bieten eine bequeme Art der Fortbewegung. Für zwei Personen kann man sich an den Preisen für Mopeds orientieren.
Bis auf einige Einschränkungen kann man auch selbst als Tourist mit dem Motorrad unterwegs sein. Dafür sollte man sicherheitshalber einen internationalen Führerschein dabei haben. Einschränkungen gibt es inSiem Reap - hier ist das Fahren und Ausleihen von Mopeds für Ausländer verboten - undSihanoukville. Dort ist nur das Verleihen von Mopeds an Ausländer derzeit untersagt. Mit dem eigenen Gefährt angereist, darf man sich in Sihanoukville auf zwei Rädern bewegen. Adressen zu Mopedverleihen findest du in den Städteartikeln. Das Reisen mit dem Motorrad kann in Kambodscha recht abenteuerlich sein. Ein ortskundiger Begleiter und Organisator ist hier möglicherweise hilfreich. Mit der Begleitung kann man das Land auch abseits der Touristenpfade erkunden.
Beispiele für geeignete Veranstalter:
Innerhalb des Landes gibt es Bootsverbindungen vonPhnom Penh nachSiem Reap undChâu Đốc (Vietnam) (Abfahrt gegen 13:00 Uhr bzw. 13:30 Uhr / 15 US-$). Ebenso verkehrt ein Boot zwischenSiem Reap undBattambang. Die letzte Tour ist aber vom Klima abhängig. Während der Trockenzeit kann es bis zu 10 Stunden dauern (Es gibt nur einen Pausenstopp).
Als Fußgänger im Stadtverkehr sollte man eine Besonderheit beachten. Es gibt eine Eigenart beim Linksabbiegen an Kreuzungen. Sehr oft fahren Mopedfahrer an Kreuzungen nicht auf die Kreuzung und biegen so links ab, wie wir es erwarten würden. So biegen viele Fahrer scharf links ab und fahren als Geisterfahrer links vom Gegenverkehr und erst dann durch den Gegenverkehr hindurch auf die rechte Seite. Ebenso wird es von Fahrern gehandhabt, die aus Grundstücken kommen. So sollte man als Fußgänger immer nochmal nach links gucken, auch wenn man glaubt die Straße eigentlich schon überquert zu haben.
Die in Kambodscha vorherrschende Sprache istKhmer. 95 % der Bevölkerung verständigen sich über diese Sprache. Die dazugehörige Schrift dürfte den meisten Europäern ein ewiges Geheimnis bleiben. Allerdings beherrscht fast jeder Kambodschaner einen Grundwortschatz an Englisch. Besonders die Leute, die mit Touristen in Kontakt kommen, sprechen Englisch. So kommt man auch als Allein-Reisender problemlos durch das Land. Die ältere Generation spricht teilweise auch Französisch. Für die meisten westlichen Reisenden wenig nützlich, aber erwähnenswert ist es, dass viele Kambodschaner Thailändisch können.Es ist aber kein Problem sich ein paar Worte auf Khmer anzueignen. Die Zahlen beruhen auch auf unserem Dezimalsystem. Nur bei den Zahlworten selbst gibt es eine Besonderheit. Die Zahlen Sechs bis Neun werden aus den Zahlen Eins bis Fünf zusammengesetzt (basierend auf der Fünf). Die Zahl 'Sechs' wird als 'Fünf Eins' gesprochen, die 7000 als 'Fünf Zwei Tausend'. Nur die Zahlen 10, 20, 30, ... 90. haben eigene Wörter. Ansonsten folgt die Sprache einer im Gegensatz zu unserer Sprache sehr einfachen Grammatik. Solche Gemeinheiten wie Deklination und Konjugation gibt es nicht. Die Worte bleiben unverändert. Man hängt die Worte einfach aneinander. Steigerungen und Zeitformen werden durch zusätzliche beschreibende Worte ausgedrückt. Lediglich die Betonung wird uns etwas zu schaffen machen. Aber ein einfaches "Akhun" für 'Danke' oder "Soum ket loy" für 'Die Rechnung Bitte!' hat man nach ein paar Tagen drauf - und wird jedem Einheimischen ein kleines Lächeln auf das Gesicht zaubern.
Literatur über die Khmer Sprache:
In Kambodscha sind drei Währungen in Gebrauch. Die einheimische Währung ist derRiel. Im ganzen Land wird der US-Dollar als Zahlungsmittel auch im Alltag genutzt. Dabei ist ein Dollar recht stabil etwa 4.500 Riel wert. In Regionen nahe der Grenze zu Thailand wird ebenso der Thailändische Baht benutzt. So kann es vorkommen, dass in einem Restaurant die Speisekarte in Dollar ausgewiesen ist, die Rechnung in Baht ausgestellt ist und dass man als Wechselgeld Riel herausbekommt. Aber immerhin sind beide Währungen problemlos verwendbar. Mit dem Euro kann man nicht bezahlen.
Euro umzutauschen ist im ganzen Land möglich. Geldautomaten (ATM), die Dollarnoten abgeben, gibt es gerade in den großen Orten reichlich. Man findet sie neben den Banken selbst auch in Drogerien, Märkten, Tankstellen und sogar Restaurants. Es wird neben VISA und MC auch sehr oft die Maestro-Karte akzeptiert. Die ANZ Royal Bank verlangt für das Abheben allerdings Extra-Gebühren, andere Banken, wie z. B. die Canadia Bank, nicht.
Kreditkarten kann man in vielen Hotels und inzwischen auch Gästehäusern nutzen. Allerdings wird die VISA-Card eindeutig öfter angenommen. Fast alle Banken des Landes bieten auch den internationalen Geldtransfer überWestern Union an. So kann man sich auch in abgelegenen Gebieten an den Filialen der Acleda-Bank das gesendete Geld abholen. Das markante gelbe „Western Union“ ist weithin sichtbar.
Die kambodschanische Küche ist - wenn auch etwas weniger als in den Nachbarländern - recht vielseitig. Es gibt auch hier - wie in Thailand - recht exotisch schmeckende Currys, aber diese sind nicht so scharf wie in Thailand. Zum Frühstück isst man in den Straßenrestaurants meistens eine Nudelsuppe mit Rind (oder Schwein). Möchte man Glasnudeln haben, bestellt man einfach eine "Chinesische Suppe". Es gibt auch Würstchen (Khmer sausages). Sie werden in kleine Stücke geschnitten und gebraten. Siem Reap ist bekannt für die besten Würste im Land. Wenn man sucht kann man auch in Kambodscha auch kuriose Sachen essen - wie die großen Spinnen in der Stadt Skun auf dem Markt. Auf jedem größeren Markt finden sich auch gebratene Heuschrecken, die in Kambodscha wie Erdnüsse in Europa als Knabbersnack verspeist werden. Nördlich von Phnom Penh findet man auch Verkäufer, die Schildkröten anbieten. Solche Sachen sind aber nicht Standard auf kambodschanischen Tischen. Man findet in einheimischen Restaurants auch eine Art "Tischgrill" - ein Ton-Behälter mit glühender Holzkohle. Hier kann man sich sein Fleisch und Gemüse selbst am Tisch garen. Gegessen wird in Kambodscha hauptsächlich mit Löffel oder Stäbchen. Die oben erwähnte Frühstückssuppe wird mit Stäbchen und Löffel gegessen.
Detaillierte Informationen zu Kambodschas kulinarischen Eigenheiten findet man im Artikel überEssen und Trinken in Kambodscha.
In Kambodscha geht man eher früh zu Bett. In den touristisch erschlosseneren OrtenSiem Reap,Phnom Penh undSihanoukville findet man aber inzwischen Bars und Restaurants, die bis zu 24 Stunden geöffnet haben und auch westliche Drinks und westliches Essen servieren.
Die Kategorien für die Unterkünfte sind in den Artikeln wie folgt unterteilt:
Eine Unterkunft bekommt man in Kambodscha ab 5 US-$. Einige Gästehäuser haben auch einen großen Schlafraum (dormitory) für ca. $2 pro Schlafplatz. Bei Gästehäusern liegen die Preise zwischen 5 US-$ und 25 US-$. Hotels gehen dann bis zu 50 US-$. InPhnom Penh undSiem Reap gibt es auch Luxushotels mit nach oben offenen Preisen. Im allgemeinen sind Unterkünfte in Kambodscha billig. Teuer ist im Regelfall die Klimaanlage. Für ein Zimmer mit AC kan man schon mal doppelt so viel bezahlen, wie für das gleichwertige Zimmer mit Ventilator. Die Toiletten in den Unterkünften besitzen westlichen Standard. Allerdings ist bei angeschlossenem Bad bzw. Dusche warmes Wasser nicht obligatorisch! Wer warmes Wasser benötigt, sollte nachfragen, bzw. in den Anzeigen auf 'hot water' achten.
Termin | Name | Bedeutung |
---|---|---|
Mi, 7. Jan. 2026 | Gedenktag zur Befreiung Kambodschas | |
Di, 17. Feb. 2026 | Tet | Neujahrsfest der Mahayana-Buddhisten. Dieses wird von den chinesischen und vietnamesischen Minderheiten gefeiert. |
Mo, 14. Apr. 2025 | Choul Chhnam | Khmer-Neujahrsfest. Dieses Fest dauert drei Tage. |
Do, 1. Mai 2025 | Tag der Arbeit | |
Fr, 9. Mai 2025 | Gedenktag des Völkermordes | |
Mai | Viskha Puja | wichtigstes religiöses Fest |
September/Oktober | Pchum Ben | Fest der Verstorbenen |
So, 9. Nov. 2025 | Nationalfeiertag | |
Oktober/November | Bon Oumtouk' | Fest der wechselnden Strömungen (Wasserfest) |
Traditionelle und Buddhistische Feier- und Gedenktage
Kambodscha ist ein sicheres Reiseland. Selbst als Frau kann man allein durch das Land reisen. Vorsicht ist allerdings in größeren Städten vor allem am späteren Abend geboten. Als Tourist sollte man es vermeiden, des Nachts durch dunkle Nebenstraßen zu laufen. Die touristischen Hotspots der Städte sind sicher. Aber für den Weg sollte man immer ein Tuk-Tuk oder Mopedtaxi benutzen. Einige Telefonnummern der Polizei findet man auch auf den Städteseiten.
Landminen: Kambodscha ist nach wie vor eines der am stärksten verminten Länder der Welt. Laut UN-Angaben von 1997 liegen in Kambodscha noch sechs Millionen Minen. Die Gefahr, von einer Mine verletzt zu werden, besteht immer. Die touristisch frequentierten Areale wieSiem Reap oderAngkor Wat sind aber minenfrei. In allen anderen Regionen, wie z. B. in der GrenzregionPreah Vihear, sollte man nie den Weg verlassen. Warnschilder wie im rechten Bild weisen auf die Gefahr hin. (Die Frage nach Minen auf Khmer lautet:mian minh te?)
Hilfe | |
Notrufnummer(n) | 119 (Rettungsdienst), 117 (Polizei), 118 (Feuerwehr) |
---|
Wer durch das Land reist wird feststellen, dass es im Land kein System für eine Abfallentsorgung gibt. Oftmals wird der Müll einfach hinter der Haustür entsorgt. In den Straßenrestaurants wird man im Sanitärbereich nicht unbedingt hygienische Verhältnisse mit europäischem Standard vorfinden. Die Gästehäuser und Hotels sind aber sauber und gepflegt. Die medizinische Versorgung in Kambodscha ist in technischer, apparativer und hygienischer Sicht mit Europa nicht zu vergleichen. Sicherlich ist es kein Problem, die meisten Verletzungen und Krankheiten inPhnom Penh oderSiem Reap behandeln zu lassen. Bei komplizierten Beschwerden sollte man eventuell einen kurzen Trip nach Bangkok in Erwägung ziehen. Dort findet man jede Menge Ärzte auch mit Fremdsprachenkenntnissen.Im Süden ist dasSonja Kill Memorial Hospital empfehlenswert und fast auf europäischem Standard. Die Klinik liegt bei Kampot in Richtung des Bokor National Parks.
Impfungen - Eine Hepatitis-A-Impfung ist notwendig. Ebenso empfohlen ist die Impfung gegen Typhus. In einigen Foren findet man auch Hinweise und Empfehlungen, sich gegen Tollwut und japanische Enzephalitis zu impfen. In jedem Fall sollte man vor der Abreise einen Arzt konsultieren, um die notwendigen Vorkehrungen abzusprechen. Einige der deutschen gesetzlichen Krankenkassen zahlen in der Zwischenzeit auch die Kosten für solche Impfungen.
Malaria - Weite Gegenden Kambodschas sind bereits resistent gegen die gängige Prophylaxe mit Mefloquin. Deshalb ist von einer Prophylaxe abzuraten. Wichtig sind also hierbei die üblichen Vorbeugemaßnahmen gegen Mückenstiche (lange, helle Kleidung; Mückenspray, Moskitonetz). Jeder Tourist sollte möglichst ein Notfallmedikament dabeihaben. Es gibt einige Krankenhäuser in Kambodscha, die immer mit Malariamedikamenten mit der richtigen Wirkstoffkombination ausgestattet sind:
AIDS - Aufgrund der im Land recht verbreiteten Prostitution (nicht nur durch Touristen - auch für kambodschanische Männer gehört ein Gang ins Bordell schon mal zu einem gelungenem Abend) herrscht auch eine alarmierende Situation bezüglich der durch Geschlechtsverkehr übertragenen Krankheiten. Erst in letzter Zeit wird im Land versucht entsprechende Aufklärung zu betreiben.
Weiterführende Webseiten:
Die beste Reisezeit ist von Dezember bis Februar. Es scheint immer die Sonne und es sind „nur“ um die 30 °C. Während des Monsuns Juli mit September kommt es täglich, meist am frühen Nachmittag, zu kurzen Wolknebrüchen. Bis die wassermassen abgelaufen sind kann eine Stunde dauern während der es unmöglich ist sich auf den verschlammten Straßen zu bewegen.
Internet: In Kambodscha gibt es in den touristisch erschlossenen Städten Internet-Cafés. Die Verbindungen sind recht zügig. Die Computer haben im Regelfall auch die neueste Software. Lediglich die oft vorhandenen kleinen Monitore mit ihren recht geringen Auflösungen können einen bei großen Seiten manchmal noch zu schaffen machen. Viele Internetshops bieten auch weitere Dienstleistungen an:
Telefon: Telefonieren geht in Kambodscha unproblematisch. Auf dem Lande gibt es zwar kaum ein Festnetz, aber in der Zwischenzeit ist das Mobilfunknetz gut ausgebaut. Es gibt mehrere Mobilfunkanbieter (Vorwahlen: 011, 012, 015, 016, 092). Roaming funktioniert in Kambodscha, ist aber recht teuer. Wer öfter telefonieren muss, sollte sich überlegen, eine Pre-Paid-SIM-Karte eines einheimischen Anbieters zu besorgen. Eine "Free SIM" bekommt man z. B. vonsmart.com.kh am Flughafen. In Kambodscha gibt es 35.400 Telefonanschlüsse und bereits 380.000 Mobiltelefone (Angaben: 2002).
Post: Die Post innerhalb Kambodschas ist noch recht unzuverlässig. Die Urlaubspostkarte in die Heimat kommt aber an. Am einfachsten ist es im Hotel oder Guesthouse nachzufragen und die Karten dort abzugeben. Der Preis für eine Postkarte nach Europa liegt bei 3000 Riel. Das Hotel verlangt für den Service schon mal einen Dollar. Schwieriger wird es sein, einen Brief nach Kambodscha zu senden. Briefe in die ländliche Gegend werden wohl noch nicht zugestellt. Briefe in die Hauptstadt kommen aber an. Für Pakete sollte man die internationalen Paketdienste nutzen. Allerdings sind für ein Paket schon mal 60 Euro fällig. Die Zustellung - selbst nach Phnom Penh - kann aber schon drei Wochen dauern. Man kann Post auch postlagernd an die Hauptpost inPhnom Penh zustellen lassen. Für die Aushändigung muss der Ausweis vorgelegt werden. Die Gestaltung der entsprechenden Anschrift sieht dann folgendermaßen aus:
Paketdienste: Die internationalen PaketdiensteAirborne Express,DHL,FedEx,TNT undUPS haben Filialen in Kambodscha. Die entsprechenden Adressen findet man in den Stadtartikeln.
Film und Foto: InPhnom Penh undSiem Reap findet man eine Auswahl an Fotomaterial, die durchaus internationalem Standard entsprechen kann. In anderen Orten ist die Auswahl nicht groß, aber verfügbar. Bei kleinen Händlern und den Kindern in Angkor Wat sollte man eventuell auf das Verfallsdatum achten falls man wirklich noch Rollfilm nutzt. Ebenso kann die sachgemäße Lagerung nicht immer garantiert werden. In den Fachgeschäften inPhnom Penh oderSiem Reap bekommt man seinen Film auch professionell entwickelt und gute Abzüge. Einige Hersteller haben auch schon eigene Zweigstellen (z. B. Fujifilm) und laut Angabe der Betreiber kann man dort auch professionelle Dia-Filme entwickeln lassen. Der Preis für die Profi-Ware und die Entwicklungskosten liegen aber nur leicht unter dem deutschen Schnitt. - Der Anstand gebietet es natürlich, Personen vor dem Fotografieren zu fragen. Ein generelles Fotoverbot herrscht im Nationalmuseum vonPhnom Penh.
Die Konsulate mitteleuropäischer Länder sind aufgeführt im Abschnitt „Auslandsvertretungen“ des Artikels überPhnom Penh.
zur Geschichte Kambodschas:
Reisebeschreibungen
weitere empfehlenswerte Literatur: