| Bhutan | |
| Flagge | |
| Kurzdaten | |
| Hauptstadt | Thimphu |
|---|---|
| Regierungsform | konstitutionelle Monarchie |
| Währung | Ngultrum (BTN) |
| Fläche | 38.394 km² |
| Einwohnerzahl | 787.424 (2023) |
| Amtssprache | Dzongkha |
| Religion | Buddhisten 75 %, Hindus 25 % |
| Strom/Stecker | 230 V, 50 Hz; D/F/G/M |
| Telefonvorwahl | +975 |
| Domain | .bt |
| Zeitzone | MEZ+4 |
Bhutan(dzongkha:འབྲུག་ཡུལ་) ist ein Binnenstaat im Himalaya inAsien. Er grenzt im Norden anChina und im Süden anIndien. Der Name Bhutan bedeutet „Land des Drachen.”
Neben der beeindruckenden Landschaft hinterlässt die Architektur einen bleibenden Eindruck. Alle Gebäude des Landes, unabhängig von ihrem Zweck, müssen der traditionellen Bauweise entsprechen. Das Land ist auch eine Bastion des Vajrayana-Buddhismus, dessen Lehre alle Aspekte des täglichen Lebens beeinflusst.
Bhutan kann in drei Hauptregionen eingeteilt werden. Diese sindWestbhutan, Zentralbhutan undOstbhutan. Aufgrund der geografischen Gegebenheiten ist eine Unterteilung in dieDuar Ebene im Süden, denVorderhimalaya in der Mitte und die HochgebirgsregionLunana an der chinesischen Grenze ebenfalls praktikabel.
21 Distrikte (dzongkhag, Singular und Plural):
Bumthang, Chhukha, Dagana, Gasa, Ha, Lhuntshi, Mongar, Paro, Pemagatshel, Punakha, Samdrup Jongkhar, Samtse, Sarpang, Tashigang, Thimphu, Trongsa, Trashi Yangtse, Tsirang, Shemgang, Wangdue Phodrang, Zhemgang
Seit 1910 wird das Land außenpolitisch von Indien vertreten. Die paternalistische Politik desBruttonationalglücks sorgt für eine fortschrittsfeindliche, konservative Gesellschaftsstruktur, wobei der Umweltschutz einen angemessenen Platz erhält. Fernsehen war bis 1999 verboten, um „die Verwässerung der eigenen Kultur zu verhindern.“
Die Einreisebestimmungen wurden im Juni 2022 erheblich gelockert. Eine Buchung über einen zugelassenen Reiseveranstalter istnicht mehr erforderlich, Bhutan kann auf eigene Faust als Individualtourist bereist werden. Allerdings müssen alle Reisende für die gesamte Dauer des geplanten Aufenthalts im Voraus eine “Sustainable Development Fee” (SDF) in Höhe von 100 US-Dollar pro Nacht entrichten, um das notwendige Visum zu erhalten.
Für Bhutan ist ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass und ein Visum erforderlich. Kinder benötigen einen mit Lichtbild versehenen Kinderausweis (für Kinder bis zum 16. Lebensjahr). Das Visum kann bei der ständigen Vertretung des Königreichs Bhutan bei den Vereinten Nationen in Genf (17-19, chemin du champ d'Anier, CH - 1209 Genf, Telef.: 041-22-7990890, Fax: 7990899) beantragt werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Beantragung bei der Botschaft des Königreiches Bhutan inNeu Delhi inIndien. Ohne Visum stellt die nationale Fluglinie Drukair keinen Flugschein aus. Die Abstempelung erfolgt bei der Einreise, hier sind auch die Gebühren von derzeit 40 US$ zu entrichten. Die erforderlichen Unterlagen sind 60 Tage vor dem geplanten Besuch einzureichen. Das Visum ist 14 Tage gültig, kann aber in Thimphu auf bis zu sechs Monate verlängert werden, dann ist auch eine Registrierung erforderlich.
Zusätzlich zum Visum ist bei Einreise ein Zollformular auszufüllen und abzugeben.Die zollfreie Einfuhr ist für folgende Artikel gegeben:
Eine direkte Flugverbindung von Europa nach Bhutan besteht nicht. Die nationaleFluglinie Drukair bietet Flüge vonBombay,Delhi undKalkutta inIndien,Katmandu inNepal, sowieBangkok inThailand an. Außerdem gibt es Flüge von Gaya in Indien undDhaka in Bangladesh. Angeflogen wird der einzige internationale Flughafen Bhutans inParo (ca. 65 km westlich von der Hauptstadt Thimphu). Nur Reisende mit gültigem Visum dürfen das Flugzeug besteigen.
Am Flughafen Paro wird man bei der Einreise photographiert und es werden Fingerabdrücke genommen. Diese Daten werden bei Ausreise nicht gelöscht.
Bei der Anreise per Bus wird Bhutan überPhuntsholing betreten. Busverbindungen bestehen vonKalkutta mit Bussen der königlich bhutanischen Regierung. Die Busse fahren vomEsplanade Busbahnhof in Kalkutta nach Phuntsholing
Die Anreise auf dem Landweg ist nur über Indien möglich. Es gibt drei Grenzübergänge in Phuntsholing, Gelephu und Samdrup Jongkhar. Die Grenze zur Volksrepublik China ist geschlossen.
In Bhutan gibt es keinerlei Eisenbahn oder inländischen Flugverkehr. Reisende sind daher auf Taxi oder Bus angewiesen. Das Netz ist gut ausgebaut, die Reise jedoch langwierig, da die Straßenverhältnisse keine höheren Geschwindigkeiten zulassen. Dieses liegt weniger am Zustand als vielmehr am Verlauf der Straßen.
Amtssprache istDzonka (auch Dzonghka, Bhutanische Sprache, Jonkha, Bhotia, Zongkhar, Drukke)), eine vom tibetischen abstammende Sprache. Die Sprache wird in tibetischer Schrift geschrieben. Daneben werdenNepali und andere tibetische Dialekte gesprochen. Englisch wird in den Städten und an touristischen Attraktionen verstanden.
Die Währung Bhutans ist derNgultrum(BTN oder nu). Dieser steht im Verhältnis 1:1 zur indischen Rupie die ebenfalls als Zahlungsmittel in Bhutan genutzt werden kann. Der Wechselkurs zum US-Dollar beträgt (Sept. 2017) 64 BTN/USD und zum Euro 76 BTN. Der Kurs soll maximal um ein bis zwei BTN schwanken. Banken wechseln nur gängige westliche Währungen.
Für antike Gegenstände (älter als 100 Jahre) gilt ein Exportverbot. Es dürfen lediglich Artikel ausgeführt werden, die offiziell als „nicht antik“ zertifiziert worden sind. Man will damit einem Ausverkauf der traditionellen Kulturgüter entgegen wirken.
In ganz Bhutan herrscht ein Verkaufsverbot für Tabakwaren. Alkoholika sind spottbillig.
In Bhutan wird für gewöhnlich zu jedem Essen Reis gereicht. Das Hauptgewürz der bhutanischen Küche ist Chili. Für europäische Gaumen ist das zum Teil sehr gewöhnungsbedürftig, da das Verständnis von Schärfe hier ein anderes ist. Chili wird in allen Gerichten verwendet und auch gern roh gegessen. Ein weiterer Bestandteil nahezu jeden Gerichtes ist Käse.
Als Getränk ist Tee, hier vor allem Buttertee (meist gegoreneYakmilch und Schwarztee), weit verbreitet. Daneben wird gerne reichlich von dem einheimischenAra (einem Reis- oder Maisschnaps) getrunken.
In Thimphu gibt es Möglichkeiten zu feiern.
In Bhutan gibt es nicht das übliche Sternesystem. Die Unterkünfte werden alle von demDepartment of Tourism überprüft. Dieses sorgt auch für die Ausbildung und die Vorgaben der Ausstattung. Die meisten Hotels werden von derBhutan Tourist Corporation geführt und sind in traditioneller Weise eingerichtet. Generell gilt, dass die Unterkünfte in den touristisch mehr frequentierten Teilen in West- und Zentralbhutan einen höheren Standard aufweisen als die einfacheren Unterkünfte der übrigen Landesteile. Dort findet man auch mehr Unterkünfte nach Bed and Breakfast Art bei Familien.
Feste werden in Bhutan sehr ausgelassen, zum Teil wild gefeiert. Elementarer Bestandteil der Feste ist der Tanz der in vielfältiger Form existiert. Es gibt zahlreiche regionale Feste deren Datum jedoch von Jahr zu Jahr variiert, da hier der Mondkalender ausschlaggebend ist. Im Folgenden sind daher nur die gesamtstaatlichen Feiertage aufgeführt mit festem Datum nach europäischem Kalender angegeben.
| Termin | Name | Bedeutung |
|---|---|---|
| 9.–10. Feb. | Losar | Neujahrsfest für ganz Bhutan |
| Mi, 23. Sep. 2026 | Tag des heiligen Regens | Alle natürlichen Wasservorkommen sind gesegnet. Ein Bad reinigt von schlechtem Kharma. Am Ende des Monsun und Beginn der Erntezeit |
| Do, 17. Dez. 2026 | Nationalfeiertag | Erinnerung an die Krönung des ersten Königs von Bhutan „Ugyen Wangchuk“ 1907 |
| Polizei | ☎ 113 |
|---|---|
| Feuerwehr | ☎ 110 |
| Notarzt | ☎ 112 |
Bhutan ist eines der sichersten Länder überhaupt. Vor allem auf dem Land ist Kriminalität selten.
| Hilfe | |
| Notrufnummer(n) | 112 (Rettungsdienst), 110 (Feuerwehr), 113 (Polizei) |
|---|---|
In den letzten Jahren hat sich die medizinische Versorgung deutlich verbessert. Bhutan ist ein Malarialand, besonders Regionen unter 1700 m sind betroffen.
Wie auch das Land, ist auch das Klima dreigeteilt. Im Süden herrscht ein subtropisches Klima mit ergiebigen Regenfällen während des Monsun vor. Hier kann es auch zu Überschwemmungen kommen. In Zentralbhutan findet man ein gemäßigtes Klima, während in den Hochgebirgsregionen strenge Winter und kühle Sommer beherrschend sind. Die beste Reisezeit ist daher das Frühjahr und der Spätsommer.
Hier gilt die alte Regel des Reisens sich Sitten und Gebräuchen anzupassen. Zurückhaltung und Beobachten sowie ein freundliches und offenes Verhalten öffnet den Weg zu Begegnungen. Besonders ist dieses beim Fotografieren zu beachten. Nicht überall darf (z. B. in bestimmten Tempel- und Klosterbereichen) und sollte fotografiert werden. Insbesondere beim Fotografieren von Menschen sollte man nach dem Einverständnis fragen (hier können auch Gesten helfen).
Rauchverbot: Seit 2004 ist es Ziel der Regierung Bhutan tabakfrei zu machen. Ein entsprechendesGesetz schränkt das Rauchen in der Öffentlichkeit stark ein. Die übliche Strafe hierfür ist 500-1000 Ng. Der Handel mit Tabakprodukten ist verboten, die Einfuhr zum Eigenbedarf nicht. Privatbesitz von 300 Zigaretten oder 400Beedies oder fünfzig Zigarren ist zulässig. In Hotels darf nur in ausgewiesenen Raucherzonen Tabak konsumiert werden. Betreiber sind gehalten ab dem zweiten Verstoß die Polizei zu rufen. Im 2012 etwas entschärften Gesetz sind mehrjährige Haftstrafen vorgesehen.
Mobilfunk-Abdeckung besteht in allen Teilen des Landes ist aber nicht flächendeckend;, 4G ist 2017 im Aufbau. Die größte Abdeckung bietet dieBhutan Telecom (Vorwahl: 17…). Es gibt spezielle Prepaid-Karten für Touristen (100 Ng). Minutenpreise sind tageszeitabhängig 0,10-0,50 Ng, ins bhutanische Festnetz 3 Ng., nach Indien 4 Ng. Die meisten mitteleuropäischen Länder liegen im Auslandstarifbereich I für 15 Ng./min. (2017).
Daneben operiert im WestenTashicell (Vorwahl: 77…).