"Also, man kann sich in einenSessel setzen - ich sitze furchtbar gern im Sessel und döse - und davonschweben. Manchmal, vor allem wenn ich einschlafe oder mit geschlossenen Augen dasitze … schwebe ich durch diesen speziellen Raum, in dem dieBilder von selbst auftauchen, ohne mein Zutun. Sobald ich darüber nachdenke, ist es vorbei." -David Lynch, in: Chris Rodley (Hrsg.), Lynch über Lynch, Verlag der Autoren, Juli 2006, S. 30,ISBN 3886612910; Übersetzer: Daniel Bickermann, Marion Kagerer
"Denn werliebt, der ist vollerSehnsucht und findet nie ruhigen Schlaf, sondern zählt und berechnet die ganze Nacht hindurch die Tage, die da kommen und gehen." -Chrétien de Troyes, Yvain / Botin der Königin
"Der Schlaf ist das Bild desTodes." -Cicero, Tusculanae Disputationes I, 38
"Deutschland - auf weichem Pfühle // Mach dir den Kopf nicht schwer! // Im Irdischen Gewühle // Schlafe, was willst du mehr?" -Georg Herwegh, Wiegenlied
"Die meisten wissen gar nicht, was sie für einTempo haben könnten, wenn sie sich nur einmal den Schlaf aus denAugen rieben." -Christian Morgenstern, Stufen
"Drum will ichMensch sein, um zu dichten, // will wecken, die voll Sehnsucht sind, // dass ich im Grab denFrieden find // des Schlafes nach erfüllten Plichten." -Erich Mühsam,Dichter und Kämpfer
"Ein Mittagsschlaf imSommer tut gut, wenn einer ohneSorgen bei der Magd auf demStroh liegen kann. Das bereitet Vergnügen." -Mönch von Salzburg, Das Kuhhorn
"Für mich ist einIntellektueller einer, der morgens ausschlafen kann, nicht körperlich arbeiten und vor keinem Chef buckeln muss. In diesem Sinn bin ich auch ein Intellektueller." -Karl Dall, Interview durch Detlev Reinert im SZ-Magezin 5/1994
"Gefangenschaft ist eine Art Schlaf. DasLeben geht unbemerkt weiter, denn richtig lebendig fühlen wir uns nur, wenn wir alle unsereFähigkeiten auch nutzen können." -Napoléon III. in einem Brief aus der Gefangenschaft in Ham an Hortense Cornu, aus: T.A.B. Corley: Napoleon III. Ein demokratischer Despot (orig.: Democratic Despot. A Life of Napoleon III, 1961), aus dem Englischen übersetzt von Liselotte Mickel, Stuttgart, 1970, S. 41 f.
"Ichliebe solche, die dasWort hinausdonnern! DieChristenheit liegt in tiefem Schlaf. Nichts als eine lauteStimme kann sie aufwecken." -George Whitefield, zitiert in »George Whitefield - Der Erwecker Englands und Amerikas« von Benedikt Peters, CLV Bielefeld, 1. Auflage 1997,ISBN 3-89397-374-5, S. 9
"In jedem Lorbeer schläft ein Dornenkranz." -Ernst Ziel, Moderne Xenien
"Ist doch derMensch gleichwie nichts; seineTage gehen dahin wie einSchatten, er hüpft umher wie ein Bock, bläht sich auf wie eine Blase, faucht wie einLuchs, frißt sich denBauch voll wie eineSchlange, wiehert beimAnblick eines fremdenWeibes wie einHengst, ist tückisch wie derTeufel; hat er seineBegierden gestillt, so schläft er, wann und wo ihn der Schlaf überfällt(...)" -Awwakum, Das Leben des Protopopen Avvakum, von ihm selbst niedergeschrieben, aus dem Altrussischen übersetzt von Gerhard Hildebrandt, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1965, S.52
"Jetzt ist meinWunsch endlich doch inErfüllung gegangen, den ich seit meinerKindheit hatte, ich kann mich nun ausschlafen, ich darf schlafen, so lange ich mag." -Anna Wimschneider, Herbstmilch, München, 1984.ISBN 3-492-20740-5. S. 151
"Sei mir willkommen süßer Schlaf! // Ich bin zufrieden, weil ich brav." -Wilhelm Busch, Maler Klecksel
"Schlaf, dass dasLeben einNichts ist! // Schlaf, dass alles vergeblich ist!" -Fernando Pessoa aus Dorme, que a vida é nada!
"Schlaf ist ein Hineinkriechen desMenschen in sich selbst." -Friedrich Hebbel, Sämtliche Werke: Tagebücher, 1. Band. 1753 (1839). Hist.-krit. Ausgabe besorgt von Richard Maria Werner. Zweite Abteilung. Neue Subskriptions-Ausgabe, 3. unv. Auflage. Berlin: Behr, 1905. S. 393.Google Books-USA*
"Seltsam, dass eineHälfte unseresLebens Schlaf ist und von der verbleibenden Hälfte Vergessen oder Verblendung gegenüber derZukunft. So nähert man sich stufenweise demTode: indem man die meisteZeit davonträumt, zu leben." -Robert Merle, Madrapour
"Sonne hat sich müd' gelaufen, spricht: »Nun lass ich's sein!« // Geht zu Bett und schließt die Augen und schläft ruhig ein." -Robert Reinick, Im Herbst
"Süß ist der Schlaf des Arbeiters, ob er wenig oder viel isst; aber derÜberfluss des Reichen lässt ihn nicht schlafen." -Prediger 5,11
"Tod und Schlaf sindKinder von zweiVätern und einer gutenMutter." -Theodor Gottlieb von Hippel, Lebensläufe nach aufsteigender Linie. In: Sämmtliche Werke, Band 3: Meines Lebenslaufs 3. Teil, Band 1. Berlin: Reimer, 1828. S. 127Google Books
"Und die See wird allen neue Hoffnung bringen, so wie der Schlaf die Träume bringt daheim." -Christoph Kolumbus
"Was braucht der alteMensch denn schon? Das Tageslicht wird dunkler, dieSchatten werden heller, dieNacht ist nicht mehr zum Schlafen, dieWege verkürzen sich. Nur noch zwei, drei Wege, zuletzt einer." -Johannes Bobrowski, Brief aus Amerika. Aus: Erzählungen. 1. Auflage. Leipzig: Reclam, 1978. S. 31
"Wir sind aus solchem Stoff wieTräume sind, und unser kleines Leben ist von einem Schlaf umringt." -William Shakespeare, Der Sturm, 4. Akt, 1. Szene / Prospero
"Zwischen Schlaf undTraum, // Zwischen mir und was in mir ist // Und was ich vermute zu sein, // Fließt ein unendlicherFluss" -Fernando Pessoa aus Entre o sono e sonho …