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Zuckeraustauschstoffe

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Zuckeraustauschstoffe sind süß schmeckende Verbindungen, die in derEuropäischen Union alsLebensmittelzusatzstoffe zugelassen sind. Zusammen mit denSüßstoffen bilden sie die Gruppe derSüßungsmittel.[1]

Eigenschaften

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Bei Zuckeraustauschstoffen handelt es sich um chemische Polyole (sogenannteZuckeralkohole), die einen geringeren Einfluss auf denBlutzuckerspiegel haben als Haushaltszucker (Saccharose), da sieInsulin-unabhängig verstoffwechselt werden.[2] IhreSüßkraft ist dem Haushaltszucker ähnlich. Bis aufErythrit, das nicht verstoffwechselt wird und somit nahezu keine Nahrungsenergie hat, liegt ihrphysiologischer Brennwert mit 10 kJ/g (2,4 kcal/g) unter dem des Haushaltszuckers und ist höher als bei Süßstoffen.[3][4]

Allgemeine Inhaltsstoffangabe von Süßungsmitteln mit Warnhinweis

Verwendung

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In der Europäischen Union zugelassene Zuckeraustauschstoffe sind folgende Zuckeralkohole:[5]

Zuckeraustauschstoffe werden hauptsächlich in derDiabetikerernährung verwendet. Auch findet man sie in Kaugummis, Zahnpasta etc., da sie in der Regel nichtkariogen (kariesfördernd) wirken. Häufig werden dafür verschiedene Zuckeraustauschstoffe und Süßstoffe miteinander vermischt.[4][6]

Rechtliche Situation

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Allgemeine Inhaltsstoffangabe von Maltitol

In der Europäischen Union sind die Lebensmittelzusatzstoffe gemäß Anhang II derVerordnung (EG) Nr. 1333/2008 (Stand August 2021[7]) sowie in derSchweiz, gemäß derZusatzstoffverordnung (ZuV) (Stand: Juli 2020[8]) aufgelistet. DieZusatzstoff-Zulassungsverordnung teilt in Deutschland zugelassene natürliche und synthetische Zusatzstoffe in Zuckeraustauschstoffe und Süßstoffe ein. Für Süßungsmittel besteht eine spezielle Kennzeichnungsvorschrift, die besagt, dass die Verwendung dieser deklariert werden muss. Nach Art. 5 (2) der EU-Süßungsmittelrichtlinie müssen mitPolyolen gesüßte Lebensmittel oderTafelsüße den Hinweis"Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken" enthalten.[9]

Gesundheitliche Risiken

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Aus gesundheitlicher Sicht sind sie unbedenklich.Zuckeralkohole können jedoch in größeren Mengen (mehr als 20 bis 30 g pro Tag) abführend wirken, weil sie imDarmtrakt nur langsamresorbiert werden, dort Wasser binden und so denStuhl verflüssigen.[10] Aus diesem Grund muss der Warnhinweis auf dem jeweiligen Lebensmittel auftauchen.

Siehe auch

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Einzelnachweise

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  1. Eintrag zuSüßungsmittel. In:Lexikon der Ernährung. Spektrum der Wissenschaft Verlag, abgerufen am 21. April 2022.
  2. Belitz, Grosch, Schieberle:Lehrbuch der Lebensmittelchemie. 6. Auflage, Springer, 2008,ISBN 978-3-540-73202-0, S. 443,doi:10.1007/978-3-540-73202-0_9.
  3. Eintrag zuZuckeraustauschstoffe. In:Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 24. April 2022.
  4. abEintrag zuSüßungsmittel. In:Lexikon der Lebensmittelzusatzstoffe: Zusatzstoffe im Essen. Frank Massholder, abgerufen am 20. April 2022.
  5. Eintrag zuGroup IV: Polyols in der Europäischen Datenbank für Lebensmittelzusatzstoffe, abgerufen am 22. April 2022.
  6. Baltes, Matissek:Lebensmittelchemie. 7., vollständig überarbeitete Auflage, Springer, 2011,ISBN 978-3-642-16539-9, S. 238–241,doi:10.1007/978-3-642-16539-9.
  7. Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über Lebensmittelzusatzstoffe in der konsolidierten Fassung vom 8. August 2021
  8. Verordnung des EDI über die zulässigen Zusatzstoffe in Lebensmitteln. (PDF) Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI), 1. Juli 2020, abgerufen am 20. Dezember 2020. 
  9. Richtlinie 94/35/EG von 1994 (Memento vom 13. November 2012 imInternet Archive) (PDF; 221 kB).
  10. Peter Nuhn:Naturstoffchemie – Mikrobielle, pflanzliche und tierische Naturstoffe, 4., neu bearb. Auflage. Hirzel Verlag, Stuttgart 2006,ISBN 3-7776-1363-0, S. 130–132.

Weblinks

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Normdaten (Sachbegriff):GND:4067992-5 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS)
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