Zeitungsportal NRW | |
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Gründung | Januar 2017 |
Bestand | 1644 Zeitungstitel mit 2.596.948 Ausgaben (Stand: März 2025) |
Bibliothekstyp | Digitale Bibliothek |
Ort | Nordrhein-Westfalen |
Betreiber | Universitäts- und Landesbibliothek BonnUniversitäts- und Landesbibliothek DüsseldorfUniversitäts- und Landesbibliothek Münster |
Website | zeitpunkt.nrw |
DasZeitungsportal NRW ist ein Kooperationsprojekt nordrhein-westfälischer Archive und Bibliotheken zur Zeitungsdigitalisierung. Projektpartner sind die Universitäts- und LandesbibliothekenBonn,Düsseldorf undMünster, das Archiv- und Fortbildungszentrum desLandschaftsverbandes Rheinland inBrauweiler (LVR-AFZ) sowie dasHochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz) in Köln. Gefördert wird das Projekt durch dasMinisterium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.[1] Ziel des Projektes ist die Bündelung der heterogenen Zeitungsüberlieferung Nordrhein-Westfalens in einem zentralen Portal.[2]
2017 wurde mit der Digitalisierung der Bestände begonnen. Das Portal zeit.punktNRW ist seit Ende Juni 2018 online. Die Basis des Portals bilden die bereits digitalisierten Bestände der ULBs in Bonn und Münster, und es wird kontinuierlich erweitert. Das Projekt ist auf zwölf Jahre, bis Ende 2028, angelegt. Inhalt sind Lokal-, Kreis- und Regionalzeitungen allgemeinen Inhalts, die zwischen 1801 und 1945 in den Grenzen des heutigen BundeslandesNordrhein-Westfalen publiziert wurden.[2]
Bis März 2024 wurden über 7.000 Mikrofilme sowie 18.470.274 Zeitungsseiten von 2.395.293 Ausgaben digitalisiert. Die bisherige Speicherkapazität umfasst 411Terabyte. Neben Mikrofilmen wurden im Jahre 2021 in einer konzertierten Aktion auch Mikrofiches, v. a. aus westfälischen Archiven, digitalisiert und freigeschaltet. Zugleich wurde 2021 begonnen, den gesamten Bestand einerOCR-Erkennung zuzuführen, damit künftig eineVolltextsuche möglich ist. Ende Mai 2024 waren über 15 Millionen der bis dato gut 16 Millionen freigegebenen Seiten per Volltextsuche recherchierbar (ca. 93 %). Ab 2023 wurden zudem Masterfilme aus der Bundessicherungsverfilmung, die imBarbarastollen eingelagert, digitalisiert sowie erstmalig auch Originalbestände aus Archiven NRWs. Zusätzlich begann am 1. Juli 2019 mit Förderung durch dieDeutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Digitalisierung derKölnischen Zeitung als bedeutender deutschsprachiger Zeitung des 19. und 20. Jahrhunderts. Dieses Projekt wurde im Juli 2021 abgeschlossen.[2][3]
Bereits zu Beginn des Projekts wurden die Einträge der Zeitungsunternehmen sporadisch durch Beschreibungstexte ergänzt, die einen Einblick in die Historie, die Entwicklung, den Inhalt und die politische Ausrichtung der betreffenden Zeitungen vermitteln sollen. Seit Mai 2023 wird diesem Aspekt mit erhöhter Intensität nachgegangen, sodass bis im März 2025 mit Hilfe von Ehrenamtlichen 135 wikiartige Texte (von 529 Zeitungsunternehmen, Stand März 2025) erstellt wurden.[4]
Das Projekt betreibt Öffentlichkeitsarbeit in Form von Vorträgen, Publikationen, offenen Online-Sprechstunden sowie in Form einer öffentlichen Facebook-Gruppe.[5]