| ZF-Standort Passau | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 12. August 1946 |
| Sitz | Passau,Deutschland |
| Leitung | Andreas Moser, Standortleiter und Leiter Division Industrietechnik[1] |
| Mitarbeiterzahl | 4000[2] |
| Branche | Maschinenbau |
| Website | zf.com |





DieZF Passau (früherZF Passau GmbH) ist ein Standort derZF Friedrichshafen und der Führungsstandort der Division Industrietechnik.Bei ZF Passau sind rund 4.000 Mitarbeiter in denPassauer StadtteilenGrubweg undPatriching beschäftigt. Das Unternehmen ist somit nachBMW der zweitgrößte IndustriebetriebNiederbayerns.[3] Standortleiter und Leiter der von Passau aus gelenkten Division Industrietechnik ist Andreas Moser.[4]
In der Division Industrietechnik bündelt ZF seine Aktivitäten für Anwendungen „abseits der Straße“. Neben der Entwicklung und Produktion von konventionellen Achsen und Antriebssystemen für verschiedenste Anwendungsbereiche liegt der Fokus auf elektrifizierten bzw. Hybrid-Lösungen sowie digitalen Produkten und Dienstleistungen, die dazu beitragen, die Mobilität abseits der Straße in Zukunft noch nachhaltiger, sicherer, smarter und zuverlässiger zu machen.
Das vielfältige Produktportfolio der Division umfasst dabei Lösungen fürLand- undBaumaschinen sowie für Stapler,Schienen- und Sonderfahrzeuge. Die Division verantwortet außerdem das weltweite Geschäft in derMarine-Antriebstechnik sowie fürIndustrieantriebe. Auch Prüfsysteme für verschiedenste Anwendungen in der Antriebs- und Fahrwerktechnik zählen zum Portfolio. Daneben steuert die Division die Aktivitäten des ZF-Konzerns im Bereich Windkraft-Antriebstechnik.
Als Führungsstandort der Division ist Passau für rund 10.000 Beschäftigte an 24 Standorten weltweit verantwortlich.
Nahe dem Standort Passau befindet sich das WerkThyrnau, das zur ZF-Division E-Mobility gehört.

Unter dem Namen "Waldwerke GmbH Passau" wurde der Standort 1943 als Zweigwerk der Zahnradfabrik Friedrichshafen (ZF) gegründet. Gefertigt wurden Panzer-Getriebe, Bunkertüren und technische Kleinteile. Der Grund für die Wahl des entlegenen Standorts am RandBayerns war die Lage in einer Windung desDonautals, in der die Waldwerke während desKriegs vorLuftangriffen geschützt waren. Unter den 1200 Beschäftigten waren ab 1944 auch rund 350 demKZ Mauthausen zugehörige Häftlinge des auf dem Betriebsgelände eingerichteten AußenkommandosKZ-Außenlager Passau II als Zwangsarbeitskräfte.[5][6]
Gebäude und Maschinenpark blieben im Krieg fast vollständig erhalten. Im August 1946 wurde mit 150 Beschäftigten mit der Produktion von Triebwerken fürTraktoren begonnen, 1953 ging das Werk alsZF Passau GmbH wieder an die Zahnradfabrik Friedrichshafen. 1957, mit mittlerweile 3.000 Beschäftigten, wurde das Produktspektrum um Achsen und 1966 um Getriebe für Baumaschinen erweitert, um vom Markt für landwirtschaftliche Fahrzeuge unabhängiger zu werden.[7]
Ende der 1970er Jahre wurde der Standort an der Donau zu klein für die wachsende Produktion und es wurde ein zweites Werk im Passauer Stadtteil Patriching gebaut, das am 10. Juni 1983 in Betrieb ging. Der neu geschaffene Platz ermöglichte den Einstieg in die Produktion vonPortalachsen fürNiederflurbusse, die einen niedrigen Fußboden für einen stufenlosen Einstieg inStadtbusse ermöglichte.
1985 bekam ZF in Passau vom Stammwerk in Friedrichshafen die Verantwortung für den gesamten Unternehmensbereich Arbeitsmaschinen-Antriebstechnik übertragen. Drei Jahre später wurde beschlossen, ein weiteres Werk für Pkw-Achsgetriebe zu errichten. Nach dreijähriger Bauzeit wurden in dem nahegelegenen Thyrnau 2001 die Tore geöffnet.
Seit August 2011 ist dieZF Passau GmbH durch eine Umstrukturierung in dieZF Friedrichshafen AG eingegangen.
| Geschäftsfeld | Umsatz in Mio.* |
|---|---|
| Arbeitsmaschinen- und Prüfsysteme | 1.716,0 |
| Marine & Sonder-Antriebstechnik | 652,4 |
| Windkraft-Antriebstechnik und Industriegetriebe | 889,1 |
| Komponenten | 57,9 |
(* Umsatz konsolidiert[8])
48.5791213.496296111111Koordinaten:48° 34′ 44,8″ N,13° 29′ 46,7″ O