| Fernsehen zum Mitreden | |
| Fernsehsender (Öffentlich-rechtlich) | |
| Programmtyp | Spartenprogramm (Sonstiges)[1] |
|---|---|
| Empfang | DVB-C,DVB-S2,DVB-T2,IPTV |
| Bildauflösung | 720p (HDTV) (ZDFinfo HD) 1080p (DVB-T2 und Streaming) |
| Sendestart | 27. August 1997(als ZDFinfobox) 5. September 2011(als ZDFinfo) |
| Sitz | Mainz,Deutschland |
| Sendeanstalt | Zweites Deutsches Fernsehen |
| Marktanteil | 1,8 %(ab 3 Jahren) 2,3 %(14–49 Jahre) (2025)[2] |
| Liste der Listen von Fernsehsendern | |
| Website | |
ZDFinfo ist ein deutscher Fernsehsender und Teil des digitalen Programmangebots desZDF. Er ging am 5. September 2011 aus demZDFinfokanal hervor, der den Sendebetrieb am 27. August 1997 unter dem NamenZDFinfobox aufgenommen hatte. Der Sender konzentriert sich aufDokumentationen undReportagen.
ZDFinfo ist ununterbrochen über Satellit, Kabel imZDFvision-Paket und überDVB-T2 empfangbar. Zudem wird es über IPTV und Streamingdienste wieZattoo und TV.de verbreitet.
Seit dem 30. April 2012 wird ZDFinfo inHD-720p ausgestrahlt.[3] Das Programm wurde anfangs lediglich von 576i hochskaliert, da ZDFinfo damals keine HD-fähige Sendeabwicklung besaß. Seit Mitte Mai 2015 wird das Programm in nativer HD-Qualität gesendet. Seit 15. Juli 2024 entfällt der HD-Zusatz im Logo.[4]
Das Programm besteht fast ausschließlich aus Dokumentationen, darunter auchTrue-Crime-Formate wie die deutschen SendungenAufgeklärt – Spektakuläre Kriminalfälle,Ermittler! undÜberführt mitJoe Bausch, die französischen SendungenMörderjagd undTäterjagd sowie die britischen SendungenAuf Verbrecherjagd undTäter im Netz.
Bei den klassischen Geschichtsdokumentationen schien der Schwerpunkt lange auf derZeit des Nationalsozialismus bzw. demZweiten Weltkrieg und demHolocaust zu liegen, jedoch werden bei ZDFinfo sämtliche Epochen beleuchtet, beginnend mit derAntike, über dasMittelalter, denDreißigjährigen Krieg, denErsten Weltkrieg und dieWeimarer Republik, die Konflikte im Rahmen desKalten Kriegs (Koreakrieg,Vietnamkrieg,Sowjetische Intervention in Afghanistan) und dessen Ende (Jugoslawienkriege) bis zum21. Jahrhundert (Krieg gegen denIslamischen Staat,Bürgerkrieg in Syrien) – häufig mit Fokus auf diedeutsche Geschichte (Stichworte „Rote Armee Fraktion“, „Deutsche Demokratische Republik“), teilweise im Rahmen vonZDFzeit undTerra X History, nicht selten in Kooperation mitSpiegel TV.
Auchnaturwissenschaftliche Sendungen wieTerra X,Leschs Kosmos oderMorgan Freeman: Mysterien des Weltalls sind ein fester Bestandteil von ZDFinfo, ebenso Spekulatives wieMythen-Jäger. Die heutige Lebenswirklichkeit betreffende Dokumentationen gibt es u. a. beiZDFzoom undTerra Xpress XXL, darüber hinaus werden auchDokutainment-Formate wieDas war dann mal weg oderPorträts überKunstschaffende,Politiker undAdelige gesendet.
Abweichend vom üblichen Programmschema wird sonntags um 19:40 Uhr dasComedyformatheute-show ausgestrahlt.
Vor allem vormittags wird zwischen den Sendungen das Nachrichtenformatheute Xpress gezeigt.
Vereinzelt berichtete der ZDFinfokanal über das Hauptprogramm des ZDF hinausgehend in Sondersendungen live von großen Ereignissen. So wurde beispielsweise die Übertragung derTrauerfeier zum Tod von Michael Jackson im Infokanal fortgesetzt. Anlässlich derRevolution in Ägypten 2011 wurde auf dem Infokanal das Live-Programm des Fernsehsendersal-Arabiya mit deutschem Kommentar ausgestrahlt. Auch zumschweren Erdbeben in Japan 2011 gab es solche Sondersendungen unter dem TitelZDFinfo spezial, bei denen das Live-Programm des japanischen AuslandssendersNHK World TV sowie des japanischen SendersNHK übersetzt und kommentiert wurde.
Seit denOlympischen Sommerspielen 2004 in Athen nutzen ARD und ZDF ihre Digitalprogrammetagesschau24,One,ZDFneo und ZDFinfo, um zusätzlich von den Olympischen Spielen berichten zu können. Diese Möglichkeit wird seit 2008 auch fürFußball-Weltmeisterschaften bzw.Fußball-Europameisterschaften genutzt, um zeitgleiche Spiele übertragen zu können. Bei denSchwimmweltmeisterschaften 2009 und denSchwimmeuropameisterschaften 2010 wurden die Wettbewerbe imWasserspringen live im Infokanal übertragen. Von denWeltreiterspielen 2010 wurden rund 14 Stunden Liveübertragung gesendet.[5]