| Xcode | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Entwickler | Apple Inc. |
| Erscheinungsjahr | 2003 |
| Aktuelle Version | 26.2[1] (12. Dezember 2025) |
| Aktuelle Vorabversion | 26.3[2] (3. Februar 2026) |
| Betriebssystem | macOS |
| Programmiersprache | Swift,Objective-C,Cocoa-Framework,C undC++ |
| Kategorie | Integrierte Entwicklungsumgebung |
| Lizenz | proprietär |
| deutschsprachig | nein |
| developer.apple.com | |
Xcode ist eineintegrierte Entwicklungsumgebung vonApple fürmacOS. Mit ihr lassen sich Programme für macOS,iPadOS,iOS,watchOS,tvOS undvisionOS entwickeln. Xcode ist für die ProgrammiersprachenSwift undObjective-C unter Verwendung derCocoa-Frameworks gedacht. Die ProgrammiersprachenC,C++ können aber auch verwendet werden. Durch seine Modularität kann man damit aber auch Programme in anderen Sprachen schreiben (etwa inJava,Ruby,Perl oderPascal).
Die Anwendung Xcode ist Bestandteil des gleichnamigen Software-Entwicklungspakets. Zur besseren Unterscheidung wird die Anwendung von Apple „Xcode IDE“ und das gesamte Entwicklungspaket meist „Xcode Tools“ (seltener „Xcode Package“) genannt.
Das EntwicklungspaketXcode Tools besteht aus vielen verschiedenen Programmen (in Version 4.2 sind es ungefähr 40,Kommandozeilenprogramme nicht eingeschlossen); die wichtigsten davon sind:
Daneben gibt es noch eine Vielzahl weiterer Anwendungen, z. B. zum Hochladen von Apps oder zum Erstellen von Installationspaketen oder Icons.
Der direkte Vorgänger von Xcode hieß „Project Builder“, das gesamte Entwicklungspaket „Developer Tools“. Diese Namen stammen noch vonNeXTStep, dem Vorgänger von Mac OS X. Diese Abstammung ist noch in Teilen zu erkennen; so beinhalten Xcode-Projektdateien immer eine Datei namensproject.pbxproj (Project Builder X Project), und viele Klassennamen beginnen mit dem Präfix NS (NeXTStep).
Apple veröffentlichte auf derWWDC 2003 dieXcode 1.0 Developer Preview.[3] Das hatte zwei Gründe: Zum einen konnte so die Beta-Software ausgiebig von den Entwicklern getestet werden, und zweitens lief Project Builder auch aufMac OS X Panther, das auch auf der WWDC verteilt worden war.
Xcode 1.0 wurde im Herbst 2003 zusammen mit Mac OS X 10.3 veröffentlicht. Neuerungen[4] gegenüber Project Builder sind unter anderem eine neue Benutzeroberfläche, verteiltes Kompilieren viadistcc, und Code-Vervollständigung (Code Sense genannt). Außerdem wurden Cocoa Bindings (bidirektionale Verknüpfungen zwischen Objekt-Attributen und Benutzeroberflächen-Elementen) eingeführt.
Xcode 1.1 und 1.2 behoben größtenteils Fehler der vorhergehenden Versionen; mit Xcode 1.5 wurden hauptsächlichCode Sense und das Debugging verbessert.
Xcode 1.0 und 1.5 können bis heute auf den Seiten des Entwickler-Portals von Apple heruntergeladen werden.
MitMac OS X Tiger gab Apple auch Xcode 2.0 frei. Bedeutsame Änderungen[5] sind hierQuartz Composer (siehe Abschnitt „Bestandteile der Xcode Tools“), Unterstützung fürCore Data (zum persistenten Speichern von Daten), und Unterstützung fürAnt. Außerdem neu war dasApple Reference Library Tool zum Lesen sowohl der Online-Dokumentation auf Apples Website als auch lokal gespeicherter Dokumentation.
Xcode 2.1 war die erste Version, die aufPowerPC- undIntel-Prozessoren lief und sogenannteUniversal Binaries erstellen konnte, bei denen PPC- und Intel-Code in derselbenBinärdatei enthalten waren. Auch neu waren Unit-Testing-Targets, bedingte Haltepunkte und bessere Überprüfung von Abhängigkeiten.
Xcode 2.2 bis 2.4 boten nur verschiedene Verbesserungen und Fehlerkorrekturen,[6][7] insbesondere in den Bereichen Kompilieren, Debuggen, und verteiltes Kompilieren. Xcode 2.5 war auch fürMac OS X Leopard verfügbar, und behob nur einige Fehler von Xcode 2.4.[8]
Im Herbst 2007 gab Apple Xcode 3.0 gemeinsam mit Mac OS X 10.5 frei. Die wichtigsten Änderungen sind Unterstützung für Objective-C 2.0 mitGarbage Collection,DTrace (in Form von Instruments),Refactoring, Snapshots, und die Möglichkeit, bis zu vier Binärdateien zu erstellen (Intel und PowerPC mit je 32 und 64-bit). AuchDashcode wurde zu denXcode Tools hinzugefügt.
Zusammen mit dem iPhone SDK 2.0 wurde Xcode 3.1 freigegeben. Damit konnte man iPhone-Anwendungen erstellen, kompilieren, ausführen und debuggen. Als Compiler wurden gcc 4.2 und LLVM-gcc 2.4 ausgeliefert, undSubversion 1.5 wurde auch unterstützt. Xcode 3.1.4 ist die letzte Version fürPowerPC.
MitMac OS X Snow Leopard zusammen wurde Xcode 3.2 freigegeben. Es bietetstatische Code-Analyse via clang-Compiler, Support fürGrand Central Dispatch (dynamischeThread-Verwaltung) undOpenCL.
Xcode 4.0 wurde erstmals auf derWWDC 2010 vorgestellt[9] und befand sich bis März 2011 in der Beta-Phase.
Xcode 4 wurde grundlegend überarbeitet. Zu den größten Neuerungen zählen etwa eine neue Benutzeroberfläche, die Integration desInterface Builder, neue Compiler und Debugger (LLVM undLLDB), und Unterstützung fürgit. Xcode 4.0 wurde für 3,99 Euro imMac App Store fürMac OS X Snow Leopard („Snow Leopard“) zum Herunterladen angeboten.
Xcode 4.1 war die erste Version fürMac OS X Lion und war für Lion-Nutzer kostenlos imMac App Store verfügbar. Dieselbe Version konnte auch über die Entwickler-Seiten heruntergeladen werden.
Mit Xcode 4.2 wurde LLDB 3.0 eingeführt, außerdem wurde Unterstützung fürAutomatic Reference Counting hinzugefügt. Dabei fügt der Compiler (mittels Code-Analyse) an den nötigen Stellen Codezeilen zur Speicherverwaltung (retain undrelease) ein; auf diese Art werden die Vorteile von manueller Speicherverwaltung und Garbage Collection miteinander verbunden. Xcode 4.2 ist auch die letzte Version für Snow Leopard.
Xcode 4.3 vereinigt dieXcode Tools in einem Programm, das in/Applications/ installiert wird. Damit ist eine einfachere Aktualisierung über den Mac App Store möglich. Das vorher verwendete Verzeichnis (/Developer/) wird auf Nachfrage entfernt.
Xcode 4.4 erschien am 25. Juli 2012 zusammen mitOS X Mountain Lion. Es beinhaltet LLVM 3.2 und unterstützte neue Versionen von Objective-C und C++.
Xcode 4.5 erschien am 19. September 2012 und brachte Unterstützung füriOS 6.0.
Xcode 4.6 erschien am 28. Januar 2013 und brachte Unterstützung füriOS 6.1.
Xcode 5.0 wurde erstmals auf derWWDC 2013 in Zusammenhang mit der Präsentation vonOS X Mavericks vorgestellt[10] und erschien am 18. September 2013. Neu sind die Unterstützung von iOS 7 und OS X 10.9.[11] Es beinhaltet LLVM 3.3 und LLDB. Die Unterstützung für den LLVM-GCC-Compiler und GDB-Debugger wurde entfernt.[12]
Xcode 6.0 wurde erstmals auf derWWDC 2014 am 2. Juni 2014 zusammen mitiOS 8.0 vorgestellt und nach der Präsentation als Beta-Version für Entwickler zur Verfügung gestellt.[13] Es unterstützt die von Apple entwickelte ProgrammierspracheSwift, die laut Apple speziell für die Verwendung mit denCocoa Frameworks und denCocoa Touch Frameworks konzipiert wurde. Xcode 6.0 bietet sogenanntesLive Rendering, um bereits in Xcode zu beurteilen, wie sich die Benutzeroberfläche des fertigen Programms verhält.[14]
Xcode 7.0 wurde erstmals auf derWWDC 2015 am 8. Juni 2015 zusammen mitiOS 9.0,OS X 10.11El Capitan undwatchOS 2.0 vorgestellt und nach der Präsentation als Beta-Version für Entwickler zur Verfügung gestellt.[15] Mit Xcode 7.0 wurde Swift 2.0 eingeführt. Ebenso wurde das sogenannte „Live Rendering“ im Interface Builder erweitert, sodass es jetzt das exakte Aussehen der Benutzeroberfläche des fertigen Programms darstellt.
Seit Xcode 7.0 ist es möglich, auch ohne eine kostenpflichtige Mitgliedschaft in Apples Entwicklerprogramm, Apps auf iOS-Geräten zu testen.
Xcode 8.0 wurde erstmals auf derWWDC 2016 am 13. Juni 2016 zusammen mitiOS 10.0,macOS 10.12Sierra undwatchOS 3.0 vorgestellt und nach der Präsentation als Beta-Version für Entwickler zur Verfügung gestellt.[16] Mit Xcode 8.0 wurde Swift 3.0 eingeführt. Ebenso wurde der Interface Builder optimiert, um eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit realisieren zu können. Darüber hinaus ist es nun möglich, Erweiterungen für den Xcode-Editor zu installieren, um die Entwicklungsumgebung zu individualisieren.
Xcode 9.0 wurde erstmals auf derWWDC 2017 am 5. Juni 2017 zusammen mitiOS 11.0,macOS 10.13High Sierra,watchOS 4.0 undtvOS 11 vorgestellt und den Entwicklern nach der Präsentation als Beta-Version zur Verfügung gestellt.[17] Mit Xcode 9.0 wurde neben Swift 3.0 die Unterstützung fürSwift 4.0 hinzugefügt sowie ab Xcode 9.3 die Unterstützung für Swift 4.1.
Xcode 10.0 wurde erstmals auf derWWDC 2018 am 4. Juni 2018 zusammen mitiOS 12.0,macOS 10.14Mojave,watchOS 5.0 undtvOS 12 vorgestellt und den Entwicklern nach der Präsentation als Beta-Version zur Verfügung gestellt. Zeitgleich mitiOS 12.0 wurde es am 17. September 2018 imApp Store veröffentlicht. U. a. enthält Xcode 10 nun die neustenSDKs für iOS 12,watchOS 5,tvOS 12 undMacOS Mojave, sowie dieSwift Version 4.2.
Xcode 11.0 wurde erstmals auf derWWDC 2019 am 3. Juni 2019 zusammen mitiOS 13.0, dem neu eingeführteniPad-BetriebssystemiPadOS 13.0,macOS 10.15Catalina,watchOS 6.0 undtvOS 13 vorgestellt und den Entwicklern nach der Präsentation als Beta-Version zur Verfügung gestellt. Zum Zeitpunkt der ersten Betaversion unterstützt Xcode 11.0 die neuesteSwift-Version 5.0.1. Mit dem neuen FrameworkSwiftUI lassen sich durch die deklarative Syntax leichter Benutzeroberflächen entwickeln. Das ebenfalls neu eingeführte FrameworkProject Catalyst erlaubt es iPad-Apps ohne größere Code-Anpassungen für macOS zu portieren.
Xcode 12.0 wurde erstmals auf derWWDC 2020 am 22. Juni 2020 zusammen mitiOS 14.0, dem neu eingeführteniPad-BetriebssystemiPadOS 14.0,macOS 11.0Big Sur,watchOS 7.0 undtvOS 14 vorgestellt und den Entwicklern nach der Präsentation als Beta-Version zur Verfügung gestellt. Mit Xcode 12.0 gab es zahlreiche kleine Verbesserungen und ein überarbeitetes Oberflächendesign. Auch wurden für die Unterstützung voniOS 14.0 neue Frameworks wie WidgetKit und App Clips hinzugefügt.
Xcode 13 wurde am 7. Juni 2021 auf der WWDC21 angekündigt; die erste Beta-Version wurde am selben Tag veröffentlicht. Die finale Version von Xcode 13 wurde am 20. September 2021 veröffentlicht. Neu ist die Unterstützung für Swift 5.5 und erfordert macOS 11.3 oder höher. Xcode 13 enthält SDKs für iOS/iPadOS 15, macOS 12, watchOS 8 und tvOS 15. Zu den Hauptfunktionen von Xcode 13 gehören das neue Parallelitätsmodell, verbesserte Unterstützung für Versionskontrollanbieter (wie z. B.GitHub) und ein besseres Design.
Xcode 14 wurde am 12. September 2022 zusammen mitiOS 16.0, watchOS 9.0 und tvOS 16.0 auf derWWDC 2022 veröffentlicht und liegt seit dem 13. Dezember 2022 in der Version 14.2 vor.
Xcode 15 wurde am 5. Juni 2023 zusammen mitiOS 17, iPadOS 17, watchOS 10, tvOS 17 und macOS Sonoma 14 auf derWWDC 2023 veröffentlicht.[18]
Xcode 16 wurde am 10. Juni 2024 zusammen mit iOS 18, iPadOS 18, watchOS 11, tvOS 18, macOS Sequoia 15, visionOS 2 auf derWWDC 2024 veröffentlicht.[19]
Xcode 26 wurde am 9. Juni 2025 zusammen mit iOS 26, iPadOS 26, watchOS 26, tvOS 26, macOS Tahoe 26, visionOS 26 auf derWWDC 2025 veröffentlicht. Mit Xcode 26 wurde Nummerierung bei allen Betriebssystemen von Apple auf26 umgestellt, da die Betriebssysteme am meisten im Jahr2026 verwendet werden. Es wurde eine neue KI-gestützte Codierung hinzugefügt was Entwicklern ermöglicht direkt in der EntwicklungsumgebungChatGPT undClaude zu nutzen. Entwickler können diese Modelle nutzen, um Code zu schreiben, zu debuggen und Dokumentationen zu erstellen.[20] Xcode 26 unterstützt vollständig Swift 6.2. Es wird angegeben, dass die Leistung von Xcode 26 erheblich erhöht wurde: 40 % schnellere Ladezeiten von Arbeitsbereichen und eine 50 % schnellere Textbearbeitung in komplexen Swift-Dateien. Die Navigation wurde zudem auch verbessert und mit dem neuenLiquid-Glass-Design ausgestattet.[21][22]