
Wulf Schmiese (*20. März1967 inMünster) ist eindeutscherJournalist undFernsehmoderator.
Schmiese wuchs inBurgsteinfurt auf und machte sein Abitur amStädtischen Gymnasium Borghorst. Bereits während seiner Schulzeit arbeitete Schmiese für dasSteinfurter Kreisblatt.[1] Nach demZivildienst begann er sein Studium an derWestfälischen Wilhelms-Universität in Münster; nach zwei Semestern wechselte er nachBerlin. An der dortigenFreien Universität studierte SchmieseGeschichte,Politikwissenschaft sowieNordamerikanistik und arbeitete amLehrstuhl fürZeitgeschichte.
Während eines längeren Aufenthalts in denUSA erhielt SchmieseAuslandsstipendien bei verschiedenen US-amerikanischen Tageszeitungen; einStipendium derStudienstiftung des Deutschen Volkes für einen Forschungsaufenthalt an derColumbia University inNew York schloss sich an. Von 1996 bis 1998 absolvierte Schmiese die Ausbildung zum Journalisten an derHenri-Nannen-Schule inHamburg. Seine Stationen während dieser Ausbildung warenDie Zeit undDer Spiegel,Der Standard inWien und dasZDF-Studio inWashington, D.C.
1998promovierte Schmiese beiArnulf Baring im FachGeschichte über diedeutsch-US-amerikanischen Beziehungen.[2] Von 1998 bis 2001 war er politischerKorrespondent der TageszeitungDie Welt, zunächst inBonn, dann inBerlin. 2001 gehörte er zur Gründungsredaktion derFrankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, 2007 wechselte er als Korrespondent mit dem Schwerpunkt Politik zurFAZ.
Als einer der ersten deutschen Journalisten wurde Schmiese bereits 2002 inAfghanistan zur Berichterstattung über dendortigen Krieg eingesetzt.
Bereits seit vielen Jahren schreibt Schmiese über die wichtigsten innenpolitischen Themen Deutschlands und analysiert sie. Seine Schwerpunkte sind die Politik desKanzleramtes und desAußenministeriums. Auf vielen Reisen begleitete er denBundespräsidenten, dieBundeskanzlerin und mehrere Außenminister.[3]
Schmiese ist verheiratet und hat drei Kinder.[4]
Erste Fernsehauftritte hatte Schmiese imARD-Presseclub und bei der Presseschau imMorgenmagazin. Während seinerElternzeit erreichte Schmiese im Sommer 2009 die Anfrage desZDF, als Nachfolger vonChristian Sievers dasZDF-Morgenmagazin zu moderieren. Mit ihm als „gut vernetzte[m] Journalisten“ solle die Sendung „inhaltlich […] politischer“ werden.[5] Vom 6. April 2010 bis 8. August 2014 präsentierte Schmiese zusammen mitDunja Hayali oderAnja Heyde als Hauptmoderator dasMorgenmagazin. Seine Arbeit beim ZDF-Morgenmagazin wurde wiederholt abfällig kritisiert: So bezeichnet dasHamburger Abendblatt Schmieses erste Gehversuche als Moderator als „zwar etwas linkisch, aber auch sympathisch“.[6] Dietaz spricht von einer „ruckligen Eingewöhnungsphase“.[7] Darüber hinaus wurden von ihm gebrauchteStilblüten Objekt satirischer Rezeption in der ZDF-Sendungheute-show.[8] Im September 2014 folgteMitri Sirin Schmiese nach, der politischer Korrespondent imZDF-Hauptstadtstudio inBerlin wurde.
Im April 2017 übernahm Schmiese die Redaktionsleitung desheute-journals und moderierte ab September 2020 auch das Nachrichtenmagazinheute journal up:date. 2022 führte er vertretungsweise ebenfalls durch dasheute-journal. Im Juli 2024 wechselte Schmiese als stellvertretender Leiter ins ZDF-Hauptstadtstudio. Er moderiert in dieser Funktion auch das MagazinBerlin direkt.[9]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schmiese, Wulf |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker, Journalist und Moderator |
| GEBURTSDATUM | 20. März 1967 |
| GEBURTSORT | Münster |