Schriftzug Wolfsburg alsRabatte am Ortseingang, das W als Logo desVfL Wolfsburg gestaltet
Wolfsburg ist einekreisfreieGroßstadt im Osten des LandesNiedersachsen. Die Stadt wurde 1938 als Sitz desVolkswagenwerks gegründet und ist mit 129.560 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) die fünftgrößte Stadt in Niedersachsen. Die Volkswagen-Fabrik in Wolfsburg war mit einer Fläche von 6,5 Quadratkilometern bis zum Bau derTesla Gigafactory 5 in den Vereinigten Staaten im Jahr 2022 die größte Fabrik der Welt.[2][3]
Wolfsburg zählt zu den wenigen Stadtgründungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts inDeutschland. Bis Mai 1945 trug die Stadt den NamenStadt desKdF-Wagens beiFallersleben.[4] Die Stadt war als Wohnort für die Mitarbeiter des Volkswagenwerkes konzipiert, in dem derKdF-Wagen – der spätereVW Käfer – produziert werden sollte.
Im Jahre 1972 überschritt die Einwohnerzahl die Grenze von 100.000, wodurch Wolfsburg zur Großstadt wurde. Im Jahr 2010 war dasBruttoinlandsprodukt pro Kopf das höchste aller deutschen Städte.[5][6]
DerJahresniederschlag betrug im Referenzzeitraum zwischen 1960 und 1990 im Mittel 603 mm und lag damit unter dem Durchschnitt der in Deutschland erfassten Werte. Der trockenste Monat ist Februar (37 mm), die meisten Niederschläge fallen im Juni (70 mm). Die Niederschläge variieren kaum, sind aber im Sommer am höchsten.
Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 10,1 °C, der kälteste Monat ist Januar mit durchschnittlich 1,6 °C, der wärmste ist Juli mit 19,2 °C.[8]
Die Stadt Wolfsburg ist eine Einheitsgemeinde und gliedert sich in 16Ortschaften nach § 90 NKomVG, die sich wiederum in 41Stadtteile gliedern. Jede der 16 Ortschaften wird durch einenOrtsrat vertreten. Jeder Ortsrat hat einenOrtsbürgermeister als Vorsitzenden. Die Ortsräte werden von den Bürgern direkt gewählt und sind in ihrem Gebiet zu allen wichtigen Angelegenheiten anzuhören.
Die 16 Ortschaften und die zugehörigen Stadtteile:[9][10]
Einen Sonderfall stellt das Gebiet mitVolkswagenwerk undAllerpark in der Stadtgliederung dar. Obwohl es sich fast mittig im Wolfsburger Stadtgebiet befindet, ist es keiner Ortschaft zugeordnet, sondern wird als „Sonderbezirk“ geführt. Ziel der Stadt Wolfsburg ist es, langfristig den Allerpark politisch zuzuordnen. Jedoch erhebt die Ortschaft Nordstadt ebenso wie die Stadtmitte Ansprüche auf den Allerpark. Der Ostteil desAllersees, der sich im Allerpark befindet, gehört politisch zur Ortschaft Neuhaus-Reislingen. Das liegt an den alten Gemarkungsgrenzen, die durch die Gebietsreform 1972 nicht geändert wurden.
Landes- und Provinzzugehörigkeit des heutigen Stadtgebietes bis 1932: Freistaat Braunschweig (braun), Provinz Hannover (Freistaat Preußen, dunkelblau), Provinz Sachsen (Freistaat Preußen, hellblau)
Im Jahre 1302 wurde dieWolfsburg als Sitz des Adelsgeschlechts derervon Bartensleben erstmals urkundlich erwähnt. Anfangs war dies einWohnturm an derAller, der erst in späteren Jahrhunderten seinen wehrhaften Charakter alsWasserburg erhielt. Eine Vorgängeranlage war vermutlich die um 1200 entstandeneTurmhügelburgRothehof der Rothehöfer Linie des Geschlechts. 1372 folgte die erste urkundliche Erwähnung derBurg Neuhaus. Nach dem Erlöschen des Geschlechts derer von Bartensleben 1742 ging ihr Besitz einschließlich der Wolfsburg durch Erbgang an die Grafenvon der Schulenburg über. Das gräfliche Gut war ein bedeutender Arbeitgeber für die der Burg nahe liegenden SiedlungenRothenfelde undHeßlingen sowie den schulenburgischen GutsweilerRothehof.
Grundsteinlegung desVolkswagenwerks durch Adolf Hitler, 1938
Am 8. März 1934 forderteAdolf Hitler bei der Eröffnung der24. Internationalen Automobil- und Motorrad-Ausstellung (IAMA) in Berlin den Bau eines Wagens für breite Schichten der Bevölkerung.[13] Als Standort für die Fabrik zum Bau dieses Automobils und der für die Belegschaft erforderlichen Stadt – das heutige Wolfsburg – wurde Ende 1937/Anfang 1938 von derGesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens mbH (GeZuVor) ein Gebiet nahe Schloss Wolfsburg ausgewählt, dessen Grund und Boden überwiegendGünther Graf von der Schulenburg gehörte. Um einer befürchtetenEnteignung zuvorzukommen, verkaufte Graf von der Schulenburg mit Kaufvertrag vom 12. Juli 1938 das Gut Wolfsburg an dieGeZuVor, ferner dasForstrevierRothehof sowie Grundbesitz inHeßlingen undSandkamp, Schloss Wolfsburg blieb vom Verkauf ausgenommen.[13] 1937 erwarb er mit den Mitteln aus der Veräußerung ein Gut inGolzow (Oderbruch) (575 ha),[14][15] auch inRemplin wurde ein Gut (2038 ha) erworben.[16]
Da mit dem Verlust des rund 2000Hektar umfassenden Grund und Bodens und des Gutes die wirtschaftliche Grundlage zum Unterhalt des Schlosses verloren gegangen war, ließ er ab 1938 ein neues Schloss auf einem ihm gehörenden Waldgrundstück in der damaligen GemeindeTangeln in derAltmark, rund 35 Kilometer von Schloss Wolfsburg entfernt, erbauen. Von 1939 bis 1940 diente er als Rittmeister der Reserve einerMilitärischen Aufklärungsabteilung amWestwall alsKommandeur. Anschließend konnte er sich wieder der Leitung seiner Güter und dem Bau von Schloss Neumühle widmen, das während seiner Abwesenheit seine Frau in Zusammenarbeit mit dem ArchitektenPaul Bonatz betreut hatte. Mitte November 1942 verließ Günther Graf von der Schulenburg mit seiner Familie Schloss Wolfsburg und bezog sein neu errichtetesSchloss Neumühle. Am 19. März 1943 verkaufte er Schloss Wolfsburg an die für die Produktion des Volkswagens gegründeteStadt desKdF-Wagens, das heutige Wolfsburg. Am 26. Mai 1938 legteAdolf Hitler denGrundstein für dasVolkswagenwerk auf der Nordseite des Mittellandkanals, in dem ursprünglich der KdF-Wagen produziert werden sollte (später alsVW Käfer gebaut).
Um die nötigen Arbeiter unterzubringen, sollte in unmittelbarer Nähe eine neue Stadt entstehen. Daher wurde mit Wirkung vom 1. Juli 1938 durch Verordnung desOberpräsidenten der Provinz Hannover die „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ imLandkreis Gifhorn gebildet. Sie bestand aus den vormaligen Gemeinden Rothehof-Rothenfelde und Heßlingen (einschließlich desWohnplatzes Wolfsburg) sowie einzelnen Grundstücken der Gemeinden Mörse (Gemarkungen Mörse, Hattorf und Barnstorf), Sandkamp, Fallersleben und Hattorf, alle zum Landkreis Gifhorn gehörig. Das Zentrum der neuen Stadt sollte in der Gemarkung Heßlingen entstehen. Der Bau von Kirchen wurde ab 1939 bewusst ausgeschlossen, da Wolfsburg eine Stadt ohne Kirchen werden sollte.[17] Bereits zu dieser Zeit wurde der Einsatz von ausländischen Facharbeitern in Erwägung gezogen. Die in Bahnhofsnähe errichteteTullio-Cianetti-Halle erinnert mit ihrem Namen an ein 1937 ratifiziertes Abkommen mit der italienischenMussolini-Regierung. Der an derBahnstrecke Berlin–Lehrte liegende Bahnhof trug weiterhin den NamenRothenfelde-Wolfsburg.[18]
Während desZweiten Weltkriegs diente das neu gebaute Autowerk vor allem derRüstungsindustrie, auch unter Einsatz tausenderZwangsarbeiter. In den für die Produktion der KdF-Wagen gebauten Hallen wurdenKübelwagen, Ersatzteile für Panzer und andere Rüstungsgüter wie die„Vergeltungswaffe 1“ produziert. KZ-Häftlinge wurden unter anderem imKZ Arbeitsdorf und imKZ-Außenlager Laagberg zwangsinterniert und unter menschenunwürdigen Bedingungen zum einen in der Rüstungsproduktion, aber hauptsächlich zu Bauarbeiten herangezogen.
Ende 1937 beauftragte dieGesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens (GEZUVOR) den ArchitektenPeter Koller mit der Planung und dem Bau der neu zu gründenden Stadt mit bis zu 90.000 Einwohnern, die den vorläufigen NamenStadt des KdF-Wagens trug. Es sollte eine vorbildliche Arbeiterstadt entstehen, um als Muster für andere städtebauliche Maßnahmen im Deutschen Reich zu dienen. Beim Bau der neuen Stadt konnte Koller die herkömmlichen baurechtlichen Beschränkungen umgehen, da das 1937 geschaffeneGesetz über die Neugestaltung deutscher Städte zur Anwendung kam. Koller hatte ab Herbst 1937 zusammen mit dem Garten- und LandschaftsplanerWilhelm Heintz die Grundzüge der Stadtentwicklung anhand statistischer Untersuchungen des täglichen Bedarfs der zukünftigen Stadtbewohner und anhand eingehender topografischer Untersuchungen des vorhandenen Geländes entwickelt.
Zweigeschossige Wohnblocks der ersten Bauphase an der GoethestraßeDreigeschossige Wohngebäude in der Stadtmitte
Koller wurde 1938 Chef des Stadtbaubüros und unterstand im Sinne des „Führerprinzips“ zunächst direkt demGeneralbauinspektor für die ReichshauptstadtAlbert Speer, späterRobert Ley als Leiter derDeutschen Arbeitsfront (DAF). 1938 legte Koller seinen Entwurf („Koller-Plan“) für den Bau der neuen Stadt vor, der nach geringen Änderungen vonAdolf Hitler genehmigt wurde. Nach dem „Koller-Plan“ war eine „Stadt im Grünen“ vorgesehen, die sich an die vorhandene Topografie anpasst. Darin stellte derMittellandkanal die Trennlinie zwischen Wohnen und Arbeiten dar. Während das VW-Werk in dem flachen, baumarmen Niederungsgebiet nördlich des Kanals entstand, war das Südufer mit leichten Anhöhen und ausgedehnten Waldflächen der Stadt vorbehalten. Auf demKlieversberg als der höchsten Stelle war eine „Stadtkrone“, grob angelehnt anBruno Tauts propagiertesKonzept einer Stadtkrone, mit repräsentativen Parteibauten vorgesehen.
Ende 1941 kamen aufgrund der kriegsbedingten Materialknappheit und des Arbeitskräftemangels die Bauarbeiten zum Stillstand. Bis dahin waren lediglich knapp 2.900 Wohnungen fertiggestellt. In die bereits vorbereitete Stadtsilhouette wurden an Stelle der fehlenden festen WohnbebauungBarackensiedlungen eingefügt. Kollers ursprüngliche Stadtplanung kam aufgrund des Zweiten Weltkriegs nur ansatzweise zur Verwirklichung. Neben den Wohnungen zählt zu den wenigen verwirklichten Bauvorhaben die – heute als Parkplatz genutzte – Prachtstraße amCongressPark, die nach der ursprünglichen Planung als Paradestraße für die Aufmärsche derNSDAP unterhalb der (geplanten) Residenz des „Führers“ auf dem Klieversberg dienen sollte. Von der geplanten riesigen Prachtstraße wurden nur rund hundert Meter errichtet.
Koller gab stets an, dass allgemein von den Anpassungen an den „Hitlerstil“ nicht das geringste verwirklicht oder ausgeführt wurde. Als anlässlich der Grundsteinlegung für die Stadt Hitler von einer „Lehrstätte der Stadtbaukunst“ sprach, sei er erschrocken gewesen, weil er keinerlei Hinweise, Vorstellungen oder Beschreibungen kannte, die Hitler als Richtschnur für seine Vorstellungen von einer solchen „Lehrstätte“ hätte dienen können. Erst später habe er erkannt, dass dieser „sich aus der Stimmung heraus von der Rede tragen ließ und dabei zu ganz irrationalen Aussagen kam“. Koller hatten bereits die Pläne zur Neugestaltung Berlins nicht zugesagt, trotzdem war er in seinen eigenen Entwürfen für eine Stadt des KdF-Wagens durchaus bereit, Zugeständnisse an dieMonumentalästhetik des Nationalsozialismus zu machen. Er passte sich in der Führung der Hauptstraßenzüge und der geplanten Positionierung der Parteigebäude Hitlers architektonischen Auffassungen an.[20]
Die Stadt war bei Kriegsende ein Torso mit einer größeren Anzahl von Barackenlagern, in denen vor allem Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge für das KdF-Werk untergebracht waren.[21] Am 11. April 1945 wurde das Werk ZielalliierterLuftangriffe und durchFliegerbomben zu zwei Dritteln zerstört.
Am Abend des 12. April 1945 erreichten US-amerikanischePanzerspitzen Fallersleben. Sie stießen am folgenden Tag in RichtungElbe vor, ohne die damalige „Stadt des KdF-Wagens“ zu durchfahren. Dies geschah in Kenntnis des Elends derartiger Lagerstädte und um sich nicht in Gefechten mit demVolkssturm zu verzetteln. Erst mit dem Erscheinen weiterer amerikanischer Panzer am 14. April 1945 erfolgte die Besetzung der Stadt, ohne dass es zum Widerstand kam. Die große Zahl von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen in den Barackenlagern wurde befreit.[22]Der amerikanische Stadtkommandant ernannte am 12. Mai 1945 aufgrund von Vorschlägen aus Gewerkschaftskreisen 13 Stadtverordnete. Die Stadtverordnetenversammlung trat am 25. Mai 1945, anderen Angaben zufolge am 12. Mai 1945,[23] zum ersten Mal zusammen und beschloss auf Drängen der Besatzungsmacht die Änderung des bisherigen Stadtnamens „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ in „Wolfsburg“.[24][25] Damit erhielt die Stadt ihren endgültigen Namen nach dem bereits 1302 urkundlich erwähntenSchloss Wolfsburg.[26] Die Keimzelle der Stadt wies bereits vor ihrer Gründung die topographische Bezeichnung „Wolfsburg“ auf, die auch (siehe oben„Vorgeschichte der Stadt Wolfsburg“) bis 1928 amtlicher Name des Gutsbezirks war. Nicht zutreffend ist die Behauptung, Adolf Hitlers Beiname „Wolf“ (enthalten etwa in „Wolfsschanze“) sei inspirierend gewesen, als die Stadt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges den Namen „Wolfsburg“ annahm. Am 3. Juni 1945 übernahm die Britische Militärregierung die Stadt von den Amerikanern.[27]
DasVolkswagenwerk stand zunächst unter der Leitung des britischen MajorsIvan Hirst. Er verhinderte dieDemontage der Fertigungsmaschinen, indem er dem Volkswagenwerk Aufträge der britischen Regierung verschaffte. Nur durch diese Aufträge konnte das VW-Werk nach Kriegsende bestehen bleiben und somit das Wachstum der Stadt Wolfsburg auslösen.
Nach dem Krieg wurden in den bestehenden Baracken vieleDisplaced Persons und Flüchtlinge untergebracht. Das Volkswagenwerk komplettierte zur Behebung der Wohnungsnot 1946–1947 die noch nicht fertiggestellten Baracken und diese wurden ganz allgemein genutzt. Aus früheren Barackenlagern entstanden Stadtteile der sich entwickelnden Industriestadt, ohne dass jahrzehntelang an die KZ-Häftlinge erinnert worden wäre.[28]
1948 legte der Städteplaner und ArchitektHans Bernhard Reichow einen Plan zum weiteren Aufbau der Stadt vor.[29] Er stand in der Tradition des landschaftlichen Bauens und diente in der Folgezeit als Leitlinie für die Errichtung neuer Stadtteile.[30]
Bei den Kommunalwahlen 1948 erhielt die rechtsgerichteteDeutsche Rechtspartei in Wolfsburg über 60 Prozent der Stimmen. Die Wahl wurde später aus formalen Gründen annulliert.[31] Zum 1. Oktober 1951 schied die Stadt aus dem Landkreis Gifhorn aus und wurde eine kreisfreie Stadt. Die kommenden Jahrzehnte waren geprägt durch dasWirtschaftswunder. Damit einher ging das schnelle Wachstum der Stadt und des Volkswagenwerks. Wolfsburg verzeichnete ab 1961 einen enormen Zuwachs durchGastarbeiter, die vor allem aus Italien kamen.[32] Zahlreiche repräsentative öffentliche Gebäude und Kirchen wurden errichtet, teilweise von namhaften Architekten.
Der einmillionste Volkswagen vom 5. August 1955
Am 5. August 1955 lief der einmillionste Volkswagen in Wolfsburg vom Band. Dieses Ereignis wurde mit einem goldfarbenen Käfer gefeiert, bei dem zahlreiche Chromteile mit geschliffenen Glasperlen besetzt sind.[33] 1958 wurde das Rathaus der Stadt eingeweiht. 1960 wandelte man die VolkswagenwerkGmbH in eineAktiengesellschaft um.
Im Zuge der niedersächsischen Kommunalreform 1972 wurden 20 Orte durch dasWolfsburg-Gesetz nach Wolfsburg eingemeindet (siehe auch unterEingemeindungen). Dadurch überschritt die Einwohnerzahl die 100.000-Grenze und Wolfsburg erlangte mit nahezu 131.000 Einwohnern den Status einer Großstadt; die Stadtfläche vergrößerte sich von 35 auf 204 Quadratkilometer. Für die eingemeindeten Stadtteile wurden elfOrtschaften gebildet mit direkt gewählten Ortsräten und jeweils einemOrtsbürgermeister. 1973 wurde mit fast 132.000 die höchste Einwohnerzahl der Stadt erreicht.
Mit Wirkung vom 1. Februar 1978 wurde die Stadt Wolfsburg aus demRegierungsbezirk Lüneburg ausgegliedert und demRegierungsbezirk Braunschweig zugeordnet, ehe die Regierungsbezirke in Niedersachsen zum 1. Januar 2005 aufgelöst wurden. 1982 erhielt die Stadt mit derA 39 einen direkten Autobahnanschluss als Abzweigung von derA 2 (Oberhausen–Werder (Havel)) und 1988 wurde Wolfsburg zur Hochschulstadt, als die staatliche Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel (heute:Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften) hier einen Standort einrichtete.
Im Jahre 1991 kamen zu den elf Ortschaften aus dem Jahre 1972 weitere drei hinzu (Detmerode, Westhagen und Nordstadt). 2001 wurden die Ortschaften Stadtmitte und Mitte-West gebildet. Damit ist Wolfsburg in 16 Ortschaften gegliedert.
Als „Sympathiekundgebung“ für den neuenVW Golf V nutzte die Stadt Wolfsburg vom 25. August bis 10. Oktober 2003 im Internet, dem Briefpapier der Stadt und aufOrtsschildern den NamenGolfsburg.[34] Diese Aktion fand ein bundesweites Echo in der Presse, in Rundfunk- und Fernsehnachrichten.
Im März 2019 wurde bekannt gegeben, dass derNordkopf in einer Kooperation zwischen derWolfsburg AG und derSigna Holding neu gestaltet wird. Das Projekt sollte im Laufe der nächsten sieben Jahre ein neues Stadtzentrum schaffen.[37] Nach der Insolvenz der Signa Holding 2023 verfolgte die Stadt die Planung weiter. 2024 gab es eine 3-stufige Bürgerbeteiligung zur Nordkopfentwicklung. Aktuell liegen drei finale Entwürfe des renommierten dänischen Planungsbüros Henning Larsen Architects vor. Bürger konnten zunächst ein allgemeines Feedback sowie Wünsche für den Nordkopf äußern, anschließend erste Entwürfe kommentieren und abschließend dem Favoriten eine Stimme geben. Ein Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan sollte 2025 erfolgen und in der Folge der Baubeginn.[38][veraltet]
Mit Wirkung vom 1. Juli 1938 wurden die Gemeinden Rothehof-Rothenfelde und Heßlingen (einschließlich desWohnplatzesWolfsburg) mit insgesamt 857 Einwohnern sowie zahlreichenFlurstücken der GemeindenMörse (Gemarkungen Mörse, Hattorf und Barnstorf), Sandkamp, Fallersleben undHattorf (damals alleLandkreis Gifhorn) zur „Stadt desKdF-Wagens“ vereinigt, 1945 wurde sie in „Stadt Wolfsburg“ umbenannt. 1951 verließ sie den Landkreis Gifhorn und wurde kreisfrei. 1961[39] oder 1963[40] wurde – als erstes ehemalsbraunschweigisches Gebiet – der heutige StadtteilKreuzheide vonKästorf nach Wolfsburg umgemeindet.
Einwohnerentwicklung von Wolfsburg von 1938 bis 2016Bevölkerungspyramide der Stadt Wolfsburg (Datenquelle: Zensus 2011[42])
Von rund 1000 Einwohnern 1938 stieg die Bevölkerungszahl der Stadt bis 1950 auf 25.000 und verdoppelte sich bis 1958 auf 50.000. Durch Gründung neuer Stadtteile wie Detmerode und Westhagen stieg die Einwohnerzahl weiter rasch an. Am 1. Juli 1972 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Wolfsburg auf Grund der Eingemeindung mehrerer Orte die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. 1973 erreichte die Bevölkerungszahl mit 131.971 ihren historischen Höchststand. Ende Dezember 2014 lebten in Wolfsburg nach Fortschreibung des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik 123.027 Menschen mitHauptwohnsitz.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligenGebietsstand. Dabei handelt es sich umVolkszählungsergebnisse (*) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen ab 1938 auf dieWohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“.[43]
Gemäß derVolkszählung 2011 waren 40,2 % der Einwohnerevangelisch, 17,2 %römisch-katholisch und 42,6 % warenkonfessionslos, gehörten einer anderenGlaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.[45] Der Anteil der evangelischen und katholischen Kirchenmitglieder an der Gesamtbevölkerung ist seitdem beträchtlich gesunken.[46][47] Ende 2025 waren von den 128.489 Einwohnern 24,6 % (31.656) evangelisch, 13,2 % (16.899) katholisch und 62,2 % (79.934) waren konfessionslos oder gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an.[48]
Von Anfang an zogen jedoch auchKatholiken nach Wolfsburg. Die Region gehört zumBistum Hildesheim. Wolfsburg ist Sitz desDekanates Wolfsburg-Helmstedt, es umfasst neben Wolfsburg auch den Landkreis Gifhorn und den Großteil des Landkreises Helmstedt. Zur PfarreiSt. Christophorus in der Innenstadt gehören heute auch die katholischen Kirchen in den Stadtteilen Alt-Wolfsburg und Detmerode. Die Kirchen in den Stadtteilen Rabenberg, Westhagen und Wohltberg wurden geschlossen. In Fallersleben und Vorsfelde befindet sich je eine weitere katholische Pfarrei.
An die Spitze der jungen „Stadt des KdF-Wagens“ wurde vomRegierungspräsidenten inLüneburg mit Wirkung vom 1. Juli 1938 Regierungsassessor Karl Bock als kommissarischer Bürgermeister bestimmt. Auch seine Nachfolger wurden von der Regierung eingesetzt. Im Jahr 1946 führte dieMilitärregierung derBritischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte denBürgermeister bzw. Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentant der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichenStadtdirektor bzw.Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 2001 wurde in Wolfsburg die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seit 2001 direkt vom Volk gewählt. Es gibt jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird.
Der Rat ist die kommunale Volksvertretung der Stadt Wolfsburg. Über die Vergabe der 46 Sitze entscheiden die Bürger alle fünf Jahre in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl. Die folgenden Diagramme zeigen das Ergebnis derKommunalwahl vom 12. September 2021.
Der Oberbürgermeister ist Chef der Verwaltung, also Vorgesetzter aller Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Dabei unterstützen ihn fünf Dezernenten, die auf seinen Vorschlag hin als Wahlbeamte vom Rat gewählt werden. Sie bilden zusammen den Verwaltungsvorstand, in dem wöchentlich die wichtigsten Entscheidungen der Verwaltung beraten werden.
Wolfsburg ist eine kreisfreie Stadt. Als solche nimmt sie neben den Aufgaben alsGemeinde zusätzlich die einesLandkreises wahr.
Die Gesamtsumme der Schulden beim öffentlichen Bereich der Stadt Wolfsburg belief sich zum Jahresende 2012 auf 317,4 Millionen Euro. Jeder Einwohner war damit mit 2616 Euro verschuldet.[53] Von den 103 kreisfreien Städten in Deutschland lag Wolfsburg damit bei der Pro-Kopf-Verschuldung auf Platz 90.
2021 belief sich dieVerschuldung der Stadt auf 897 Millionen Euro (7232 Euro pro Kopf, Platz 19). 2024 waren es bereits 7.958 Euro pro Kopf.[54]
Am 13. März 2013 beschloss der Rat einstimmig die Aufnahme von Fusionsverhandlungen mit demLandkreis Helmstedt. Ziel der Verhandlungen soll die Auflösung des Landkreises Helmstedt und die Bildung eines Gemeindeverbandes Wolfsburg sein. Am selben Tag wurde ebenfalls einstimmig die Aufnahme von Fusionsverhandlungen mit der NachbarstadtKönigslutter am Elm zwecks Eingliederung in die Stadt Wolfsburg beschlossen. Die Fusionspläne in Gestalt eines Gemeindeverbandes Wolfsburg-Helmstedt wurden vom Land Niedersachsen als unvereinbar mit der Niedersächsischen Verfassung abgelehnt. Einen Beschluss, die Fusionsverhandlungen offiziell für beendet zu erklären, haben jedoch weder der Kreistag des Landkreises Helmstedt noch der Rat der Stadt Wolfsburg gefasst. Insofern ruhen die Fusionsgespräche bis auf Weiteres.[55]
Der Entwurf desWappens von Wolfsburg stammt von dem inIsernhagen geborenen und später inHannover lebendenWappenkünstlerGustav Völker, der schon die Wappen vonBergen,Salzgitter,Wunstorf und von vielen anderen niedersächsischen Städten entworfen hat. Das Wappen wurde 1947 durch Hauptsatzung eingeführt, nach einer stilistischen Vereinfachung am 23. März 1950 von der Stadtvertretung wiederum gebilligt und am 23. Mai desselben Jahres vomNiedersächsischen Minister des Innern genehmigt. 1952 wurde es, mit nochmaliger ministerieller Genehmigung vom 20. September und wiederum 1960/61 mit erneuter, wenngleich eigentlich überflüssiger Genehmigung des Lüneburger Regierungspräsidenten vom 7. März 1961 geringfügig überarbeitet; zunächst war das offene Burgtor schwarz mit goldenem Fallgitter, jetzt ist es silbern und geschlossen. Diese zeichnerische Veränderung wurde durchKlaus Grözinger durchgeführt.[56]
Wappenbegründung: Das Wappen mit dem Wolf und der Burg erklärt sich von selbst (sog.redendes Wappen); letztere erinnert zusätzlich an dasSchloss Wolfsburg, das seit 1135 nachweisbar ist. Das rote Feld symbolisiert die ehemalige GemeindeRothehof-Rothenfelde, eine weitere Urzelle der Stadt. Die Wellen schließlich sind die derAller.
Die Stadt Wolfsburg ist Mitglied im VerbandBraunschweigische Landschaft e. V. mit Sitz in Braunschweig sowie imLüneburgischen Landschaftsverband e. V. mit Sitz in Uelzen. Diese Verbände wurden zur Pflege kultureller Einrichtungen in den Regionen gegründet.
DasScharoun-Theater amKlieversberg, erbaut nach Plänen des ArchitektenHans Scharoun, wurde 1973 eröffnet. Es bietet 777 Plätze beiMusiktheater-Vorführungen und 833 Plätze imSchauspiel. Jährlich gibt es etwa zwei eigene Produktionen, ansonsten handelt es sich um eine Spielstätte für Tourneetheater und anderweitige Gastspiele.
DieWolfsburger Figurentheater Compagnie in der Bollmohr-Scheune in Heßlingen
DasGalerie Theater in Heßlingen (zurzeit geschlossen)
DieWolfsburg, einWeserrenaissance-Schloss aus dem 13. Jahrhundert, erstmals erwähnt 1302 als Sitz des Adelsgeschlechtsderer von Bartensleben, gab der Stadt ihren Namen. Das Schloss gehört seit 1961 der Stadt und beheimatet das Stadtmuseum, die Städtische Galerie, denKunstverein Wolfsburg, dieLernwerkstatt und dasInstitut Heidersberger mit wechselnden Ausstellungen. Die im 18. Jahrhundert in den Besitz der preußischen Adelsfamilievon der Schulenburg gekommene Anlage ist das älteste und kunsthistorisch bedeutendste Bauwerk. Es gilt daher als Wahrzeichen der Stadt.
Burg Neuhaus mit Burgteich
Burg Neuhaus im Stadtteil Neuhaus ist eine mittelalterliche Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert und befindet sich seit 1981 im Besitz der Stadt.
1958 wurde am Marktplatz im Südabschnitt der Porschestraße dasRathaus eingeweiht. 1990 wurde der Südkopf ausgebaut, wobei die EinkaufspassageSüdkopf-Center (von den Wolfsburgern wegen ihrer Form auch „Schiff“ genannt) entstand. Am Südkopf befindet sich auch die Wolfsburger „Kulturmeile“, bestehend aus Scharoun-Theater,CongressPark (früher: Stadthalle),Planetarium,Alvar-Aalto-Kulturhaus mit Stadtbibliothek und dem 1994 eröffnetenKunstmuseum. Das Rathaus wurde 1994 um dasRathaus B erweitert.
In der Innenstadt wurde 1977–1980 der zuvor noch befahrbare mittlere Abschnitt derPorschestraße zu einerFußgängerzone umgestaltet. Der Haupteinkaufsbereich der Innenstadt teilt sich in drei Teile: Porschestraße-Nord (mit demNordkopf), -Mitte und -Süd (mit demSüdkopf). Die Porschestraße-Mitte bietet eine Wasserlandschaft und viele Sitzgelegenheiten. Auch die 2001 fertiggestellte EinkaufspassageCity-Galerie mit rund 100 Geschäften befindet sich in diesem Abschnitt der Fußgängerzone.
In Wolfsburg wurden im Jahre 2000 dieAutostadt (nördlich des Mittellandkanals) und dasCinemaxX eröffnet, 2002 die neueVolkswagen Arena östlich der Autostadt.
Im November 2005 wurde dasphæno eröffnet, ein interaktives Wissenschaftsmuseum. Der architektonisch außergewöhnliche Bau entstand nach den Plänen vonZaha Hadid. Auf fast 9000 m² Ausstellungsfläche sind 250 Experimentierstationen aufgebaut, die naturwissenschaftliche Phänomene erlebbar machen. Die Baukosten beliefen sich auf rund 80 Millionen Euro.
Das EinkaufszentrumDesigner Outlets Wolfsburg, kurz DOW, wurde am 15. Dezember 2007 eröffnet. Seit einer Erweiterung beträgt die Verkaufsfläche 16.000 m².
Die Italienische Konsularagentur in Wolfsburg unterhält eine Kulturabteilung und beteiligt sich mit Konzerten, Ausstellungen und Seminaren am kulturellen Leben der Stadt.
Die BandsProtector undOomph! wurden 1986 bzw. 1989 in Wolfsburg gegründet.
Eine bekannte Speise aus Wolfsburg ist dieVW-Currywurst. DasWerksessen der Wolfsburger ist eine von einem Volkswagen-eigenen Wirtschaftsbetrieb schon seit 1973 zubereiteteCurrywurst bzw. die dazugehörige, nach einem geheimgehaltenen Rezept zubereitete und typischerweise warme Currysauce.[62][63] 80 Prozent der Würste werden in den Kantinen der deutschen VW-Werke konsumiert.[64] Die große Beliebtheit von Wurst und Sauce hat mittlerweile dazu geführt, dass man sie auch außerhalb des Volkswagenwerks kaufen kann. In Berlin ist sie inzwischen im Museum zu sehen.[65] 2014 wurden 6,3 Millionen VW-Currywürste hergestellt.[66]
DieAutostadt, ein Themenpark rund um das ThemaAuto und Maschine, befindet sich nördlich des Mittellandkanals, unweit von Hauptbahnhof und Innenstadt.
Im Allerpark gibt es die einzige Sechs-Mast-Wasserski-Anlage Europas im Arena-See sowie nebenan die größteSkateboard-Funbox Europas.
Wolfsburg besitzt viele Stadtparks, zum Beispiel die Schlossparks in Alt-Wolfsburg und Fallersleben, den Klieversberg, den Allerpark und den Schillerteich-Park. Teilweise besteht die Möglichkeit zumCrossgolfen. Insgesamt sind die öffentlichen Parkanlagen der Stadt doppelt so groß wie derCentral Park inNew York City. Im Süden liegt der Stadtwald, im Osten derDrömling und im Westen derBarnbruch, die auch als Naherholungsgebiete dienen.
DasHallenbad – Kultur am Schachtweg im ehemaligen Hallenbad ist eines der größten Kulturzentren Norddeutschlands. Neben Konzerten, Kleinkunst und Programmkino bietet das Haus vielfältige Angebote für Jugendliche (Übungs-/Proberäume) und Kinder (Kinderbetreuung)
DerHygia X-perience Park im Allerpark bietet viele Spiel- und Sportmöglichkeiten.
2021 bewarb sich die Stadt alsHost Town für die Gestaltung eines viertägigen Programms für eine internationale Delegation derSpecial Olympics World Summer Games 2023 in Berlin. 2022 wurde sie als Gastgeberin fürSpecial Olympics Tunesien ausgewählt.[67] Damit wurde sie Teil des größten kommunalen Inklusionsprojekts in der Geschichte der Bundesrepublik mit mehr als 200 Host Towns.[68]
Wolfsburg hat rund 120.000 Arbeitsplätze. Über 78.000Einpendler (Stand 2018) arbeiten in der Stadt.[69] Im Jahre 2016 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP), innerhalb der Stadtgrenzen, 22,155 Milliarden Euro und belegte damit Rang 13 in derRangliste der deutschen Städte nach Wirtschaftsleistung. Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 178.706 € pro Kopf (Niedersachsen: 34.812 € / Deutschland 38.180 €). Unter allen kreisfreien Städten in Deutschland hatte Wolfsburg damit das höchste BIP pro Kopf und gehörte auch weltweit zu den reichsten Städten.[70] Die Arbeitslosenquote in Wolfsburg lag im Dezember 2018 bei 4,4 % und damit unter dem niedersächsischen Durchschnitt von 5,0 %.[71] ImZukunftsatlas 2016 belegte Wolfsburg Platz 5 von 402 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „Top Zukunftschancen“.[72]
Das Volkswagenwerk Wolfsburg von Südosten aus der Luft gesehen
Der mit Abstand größte Arbeitgeber ist dieVolkswagen AG, die in Verwaltung und Werk über 50.000 Menschen beschäftigt. Das Volkswagenwerk Wolfsburg war die größte Fabrik der Welt, nachdem sie 2022 von derTesla Gigafactory 5 überholt wurde.[73] Durch das Volkswagenwerk und die vielen Zulieferer in Wolfsburg und der näheren Region ist die Wirtschaft stark auf die Automobilindustrie ausgerichtet. Um Wolfsburg von dieser Monoindustrie wegzubewegen, die bei Krisen im Automobilsektor sehr anfällig ist, gründeten Stadt und Volkswagen AG 1999 dieWolfsburg AG. Das Konzept sieht die Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschafts- und Beschäftigungsperspektive am Standort Wolfsburg vor.
Auch weitere in Wolfsburg ansässige Unternehmen haben zumeist den Schwerpunkt Automobilindustrie. So hatte auch der internationaleIT-DienstleisterHönigsberg & Düvel Datentechnik, der auch im Banken-, Versorgungs- und Gesundheitswesen tätig war, hier seinen Sitz. Weitere Unternehmen wieSitech oderVolkswagen Group Services sind in der Stadt als VW-Tochterunternehmen ansässig. Eines der zehn größten deutschen Logistikunternehmen, dieSchnellecke Group, deren Inhaber der ehemalige OberbürgermeisterRolf Schnellecke ist, erzielte im Jahr 2012 835 Millionen Euro Umsatz und beschäftigt fast 19.000 Mitarbeiter. Zudem hat der nach eigenen Angaben größte System-Friseur Deutschlands, dieKlier Hair Group, hier seinen Sitz.
Im Westen der Stadt liegt derTrennungsbahnhofFallersleben, in dessen Nähe die Bahnstrecke nach Braunschweig (Weddeler Schleife) abzweigt, die auch von ICE-Zügen befahren wird. In Fallersleben halten Regionalzüge in Richtung Braunschweig und Hannover. Außerdem zweigt hier eine zweigleisige, nicht elektrifizierte Anschlussbahn ins Volkswagenwerk ab.
Durch das westliche Stadtgebiet von Wolfsburg führt dieA 39, die nördlich der Stadt bei Weyhausen (Landkreis Gifhorn) beginnt und Richtung Süden zurA 2 (Oberhausen –Werder bei Berlin) führt. Die Weiterführung der A 39 als direkte Verbindung nach Braunschweig, Salzgitter und zurA 7 wurde Anfang 2009 fertiggestellt. Außerdem ist in Planung, die A 39 bei Weyhausen nördlich weiter bis nachLüneburg an den nördlichen Teil der A 39, der bis zumMaschener Kreuz südlich vonHamburg führt, heranzubauen.
DerBerliner Ring stellt eine Art Stadt-Peripherie dar, die die Innenstadt mit einer vier- (teilweise auch sechs-)spurigen Straße umgibt und zahlreiche, ebenfalls mehrspurige Abzweigungen, zum Beispiel zur Braunschweiger Straße und zur Heinrich-Nordhoff-Straße, besitzt. Über den Berliner Ring/die Braunschweiger Straße sind alle wichtigen Orte innerhalb Wolfsburgs zu erreichen.
Obwohl Wolfsburg eine sehr autogeprägte Stadt ist, spielt der Radverkehr insbesondere für die Arbeitswege und die übrige Nahmobilität[75] eine wichtige Rolle. Radtouristisch ist der durch Wolfsburg verlaufendeAller-Radweg zu erwähnen, der zwischen Magdeburg und Verden/Aller verläuft.
Die Stadt arbeitet seit mehreren Jahren an der Verbesserung ihrer Fahrradfreundlichkeit und hat sich zu einem 24-Punkte-Programm „Leitbild Radverkehr“[76] verpflichtet, dessen Ziele bis 2025 erreicht werden sollen. Seit 2017 ist die Stadt Mitglied in derArbeitsgemeinschaftFahrradfreundliche Kommunen Niedersachsen/Bremen (AGFK Niedersachsen/Bremen).[77] In der Stadtverwaltung ist dauerhaft ein hauptamtlicherRadverkehrskoordinator tätig. Die zu gleichen Teilen von der Stadt Wolfsburg und dem Volkswagen-Konzern getrageneWolfsburg AG hat sich 2018 als erstes Unternehmen in der Stadt alsFahrradfreundlicher Arbeitgeber zertifizieren lassen.[78] Bei den zweijährlich stattfindendenFahrradklimatests desADFC schneidet Wolfsburg aber bislang nur mittelmäßig ab und erhält seit 2012 mit einem leichten negativen Trend Gesamtbewertungen zwischen 3,8 und 4,0[79] (nach Schulnotensystem 1–6).
Denöffentlichen Personennahverkehr in der Stadt Wolfsburg bedienen zahlreiche Buslinien derWolfsburger Verkehrs-GmbH (WVG) mit einem Fahrgastaufkommen von rund 12,8 Millionen Fahrgästen pro Jahr. Seit dem 26. Oktober 2014 gibt es ein neues Busliniennetz.
Seit 1988 befindet sich in Wolfsburg ein Standort derOstfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, die 1971 durch Zusammenschluss der Staatlichen Ingenieurschule Wolfenbüttel mit der Höheren Fachschule für Sozialarbeit des Landes Niedersachsen entstand. Die sonstigen Standorte der Fachhochschule sindWolfenbüttel,Salzgitter undSuderburg. Die Hochschule wurde im Jahre 2005 für 25 Millionen Euro erweitert, da stets ein erheblicher Bewerberüberhang besteht.
Fakultät Fahrzeugtechnik
Fakultät Gesundheitswesen
Fakultät Wirtschaft
Institute derOstfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfsburg:
Institut für Fahrzeugbau Wolfsburg
Institut für Recycling
Institut für Fahrzeuginformatik und Fahrzeugelektronik
Wolfsburger Institut zur Betriebs- und Unternehmensentwicklung e. V.
DieAutoUni ist eine unternehmenseigene Bildungseinrichtung der Volkswagen AG (VW) in der Stadt Wolfsburg. Sie wurde 2002 gegründet, die Eröffnung war 2007. Angeboten werden Bildungsprogramme fürPostgraduierte, bis 2008 ausschließlich für Angehörige des VW-Konzerns.
Zentrum fürEntwicklungsdiagnostik und Sozialpädiatrie (ZEUS)
Institut fürklinische Chemie, Laboratoriums- und Transfusionsmedizin
Das Klinikum der Stadt Wolfsburg ist das akademische Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und eines der größten in ganz Niedersachsen; es besitzt ein Einzugsgebiet von mehr als 180.000 Menschen und ist zweitgrößter Arbeitgeber der Stadt Wolfsburg.
Im Jahre 2003 haben über 26.000 Menschen an Wolfsburger Schulen und Instituten gelernt und studiert (Tendenz steigend).
Im Oktober 2003 wurde die ProjektgruppeNachhaltige Mobilität des Fraunhofer ICT gegründet. Vorrangiges Ziel der Projektgruppe ist die Stärkung der angewandten Forschung in den Bereichen Werkstoffe, Produkte und Verfahren.
Die Stadt Wolfsburg hat seit ihrer Gründung 20 Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen. Drei weitere Ehrenbürger der ehemaligen Städte Fallersleben und Vorsfelde wurden im Zuge ihrer Eingemeindung am 1. Juli 1972 übernommen.
Gebhard Werner von der Schulenburg (1722–1788), Hofmarschall am preußischen Hofe, Begründer der Wolfsburger Linie der Grafen von der Schulenburg, geboren und aufgewachsen auf Schloss Wolfsburg im heutigen Stadtteil Alt-Wolfsburg
Hoffmann von Fallersleben, bürgerlichAugust Heinrich Hoffmann (1798–1874), Germanist, Sprachforscher, Bibliothekar, (Lieder-)Dichter („Das Lied der Deutschen“), geboren und aufgewachsen im heutigen Stadtteil Fallersleben
Günther von der Schulenburg (1819–1895), Besitzer von Schloss Wolfsburg und Mitglied des Preußischen Herrenhauses
Heinrich Büssing (1843–1929), Fahrzeugkonstrukteur, Großunternehmer, geboren und aufgewachsen im heutigen Stadtteil Nordsteimke
Gustav Kurt Beck (1902–1983), österreichischer Maler, wirkte lange Zeit bis zu seinem Tod in Wolfsburg
Titus Taeschner (1905–1997), Architekt und Städteplaner, lebte und wirkte lange in der Stadt
Heinrich Heidersberger (1906–2006), Künstler, Fotograf, Ehrenbürger, lebte von 1961 bis zu seinem Tod in Wolfsburg
Peter Koller (1907–1996), NSDAP-Mitglied, Architekt und Stadtplaner, maßgeblich an Planung und Bau der Stadt beteiligt
Sonderstempel zum 70. Stadtgründungstag, Abbildung von Koller und des zentralen Gebäudes amSteimker Berg
Horus Engels (1914–1991), Künstler, Bildhauer, lebte und wirkte in Wolfsburg
Sibylle von Schieszl (1918–2010), Physikerin und Managerin in der Automobilindustrie, wurde derFrauenort in Wolfsburg gewidmet
Peter Szaif (1923–1970), Bildhauer, lebte in Wolfsburg und schuf zahlreiche Kunstwerke im öffentlichen Raum
Hermann Kracht (1929–2011), Bildhauer, lebte und wirkte in Wolfsburg
Volkmar Köhler (1930–2012), ehemaliger Oberbürgermeister und Ratsherr der Stadt Wolfsburg, ehemaliger Parlamentarischer Staatssekretär in der Bundesregierung, Ehrenbürger
Dorothea Chabert (1931–2021), Keramik-Künstlerin, lebte von 1972 bis 2015 auf Schloss Wolfsburg
Arnulf Baumann (1932–2022), Geistlicher und ehemaliger Leiter des Diakonischen Werks in Wolfsburg, Vertreter der Bessarabiendeutschen, Träger des Bundesverdienstkreuzes
Günzel Graf von der Schulenburg-Wolfsburg (1934–2018), Land- und Forstwirt, Unternehmer und Pferdesportler, geboren auf Schloss Wolfsburg, lebte von 1945 bis zu seinem Tod im heutigen Stadtteil Nordsteimke
Helmut W. Banz (1941–2012), Filmkritiker, Autor und Schauspieler, geboren in der Stadt des KdF-Wagens, heute Wolfsburg
Rainer Böhme (* 1943), Oberst der Nationalen Volksarmee (NVA), Militärwissenschaftler und Hochschullehrer für Militärwissenschaft, geboren in der Stadt des KdF-Wagens, heute Wolfsburg
Rolf Schnellecke (* 1944), Oberbürgermeister 2001–2011, Ehrenbürger, geboren in der Stadt des KdF-Wagens, heute Wolfsburg
Rolf-Dieter Postlep (* 1946), Ökonom, Universitätspräsident, geboren in Wolfsburg
Dieter Pötschke (1946–2022), Mathematiker, Historiker und Politiker (SPD), geboren in Wolfsburg
Hans-Peter Beck (* 1947), Ingenieur und Hochschullehrer, geboren im heutigen Stadtteil Ehmen
Wolfgang Wolter (1947–2005), Schauspieler, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
Christian Becksvoort (* 1949), US-amerikanischer Möbeltischler und Autor, geboren in Wolfsburg
Rainer Marggraf (* 1949), Umweltökonom, geboren in Wolfsburg
Matthias Mülmenstädt (1949–2021), Diplomat und Botschafter, geboren in Wolfsburg
Lothar Krist (* 1951), Jazzmusiker, geboren im heutigen Stadtteil Fallersleben
Margit Müller (* 1952), Hockey-Weltmeisterin, wirkte als Sportlerin und Lehrerin in Wolfsburg
Wolfgang Schneider (* 1952), Arzt für Psychiatrie, Sozialmedizin und Psychoanalyse, Hochschullehrer, geboren in Wolfsburg
Christine Kramer (* 1954), Juristin, Staatsrätin der Freien Hansestadt Bremen
Gabriele von Lutzau (* 1954 in Wolfsburg als Gabriele Dillmann), Künstlerin und Bildhauerin, Stewardess während der Entführung des Flugzeugs „Landshut“, von der Boulevardpresse alsEngel von Mogadischu bezeichnet wurde, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes
Angelika Jahns (* 1955), Politikerin, Mitglied des Niedersächsischen Landtags, geboren in Wolfsburg-Warmenau
Uwe Meinicke (* 1955), Boxer, geboren in Wolfsburg
Burkhard Göke (* 1956), Arzt, Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, geboren in Wolfsburg
Bernhard Mattes (* 1956), Unternehmer, Geschäftsführer der Ford-Werke, geboren in Wolfsburg
Wolfgang Müller (* 1957), Künstler, Musiker, Autor, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
Volker Tresp (* 1957), Physiker, Informatiker und Hochschullehrer, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
Detlef Günther (* 1958), Künstler und Erfinder, geboren in Wolfsburg
Norbert Krause (* 1959), Chemiker und Hochschullehrer, geboren in Wolfsburg
Siegfried Reich (* 1959), ehemaliger Fußballspieler, geboren und aufgewachsen in Fallersleben
Joachim Franz (* 1960), Extremsportler, geboren in Wolfsburg, lebt und wirkt dort
Waldemar Josef (* 1960), Fußballspieler, geboren in Wolfsburg
Manuela Kuck (* 1960), Schriftstellerin, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
Helmut Kulitz (* 1960), Diplomat, geboren in Wolfsburg
Thomas Rettke (* 1960), Sänger und Produzent, Bandgründer, geboren in Wolfsburg
Peter Bialobrzeski (* 1961), Fotograf, Hochschulprofessor, geboren in Wolfsburg
Ingolf Viereck (* 1962), Politiker (SPD), Mitglied des Niedersächsischen Landtags, geboren in Wolfsburg
Karin Janke (* 1963), Leichtathletin und Olympiateilnehmerin, geboren in Wolfsburg
Max Müller (* 1963), Musiker, Sänger und Bandleader, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
Iris Brosch (* 1964), Fotografin und Videokünstlerin, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
Silke Geertz (* 1964), Theater- und Filmschauspielerin, geboren in Wolfsburg
Steffen Kluge (* 1964), Künstler und Fotograf, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
Barbara Otte-Kinast (* 1964), Landwirtin und Politikerin (CDU), geboren in Wolfsburg
Eckhard Schultz (* 1964), Ruderer, Olympiasieger im Achter, geboren in Wolfsburg
Robert Koch (* 1965), Jurist und Hochschullehrer, geboren in Wolfsburg
Frank Lüdke (* 1965), evangelischer Theologe und Hochschullehrer, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg
Sven Schuster (* 1965), Jazzmusiker, geboren in Wolfsburg
Gerald Lembke (* 1966), Betriebswirt mit dem Schwerpunkt Social Media Marketing, geboren in Wolfsburg
Sven Beckmann:Wolfsburg. Eine Stadt fällt aus dem Rahmen. Hrsg.: Stadt Wolfsburg, Kommunikation und Marketing. Braun, Berlin 2005,ISBN 3-935455-43-7 (deutsch, englisch, Fotogr.: Wolfgang Huppertz).
Rosmarie Beier (Hrsg.):Aufbau West, Aufbau Ost. Die Planstädte Wolfsburg undEisenhüttenstadt in der Nachkriegszeit. Buch zur Ausstellung des Deutschen Historischen Museums vom 16. Mai bis 12. August 1997. Deutsches Historisches Museum, Berlin 1997,ISBN 3-7757-0661-5.
Knut Diers:Wolfsburg in 24 Stunden. L-&-H-Verlag, Hamburg 2004,ISBN 3-928119-85-0.
Alexander Kraus:Stadt ohne Geschichte? Wolfsburg als Demokratielabor der Wirtschaftswunderzeit (=Stadt – Zeit – Geschichte. Band 6). Wallstein, Göttingen 2021,ISBN 978-3-8353-3739-8.
Stephan Krull (Hrsg.):75 Jahre „Stadt des KdF-Wagen“/Wolfsburg. Ossietzky-Verlag, Hannover 2013,ISBN 978-3-944545-01-1 (Tagungsband).
Wolfgang Rähmer, Jürgen Rähmer:Flaggenstreit und Betglockenkorn. Streifzüge durch Wolfsburgs Geschichte an Hand von Berichten über die Schulen und Lehrer in Wolfsburg und Heßlingen vom Anfang bis zur Stadtgründung 1938. Rähmer, Wolfsburg 1999,OCLC933935539.
Hedwig Richter, Ralf Richter:Die Gastarbeiter-Welt. Leben zwischen Palermo und Wolfsburg. Schöningh, Paderborn u. a. 2012,ISBN 978-3-506-77373-9.
Christian Schneider:Stadtgründung im Dritten Reich. Wolfsburg und Salzgitter. Ideologie, Ressortpolitik, Repräsentation. Heinz Moos Verlag, München 1979,ISBN 3-7879-0136-1 (zugleich Dissertation, Technische Universität München 1978).
Michael Siems:Konkurrierende Wahrheiten. Geschichtsbilder in Wolfsburg, 1945–1988 (=Stadt – Zeit – Geschichte. Band 5). Wallstein, Göttingen 2021,ISBN 978-3-8353-3740-4.
Wolf Tietze, Erhard Kühlhorn (Hrsg.):Historisch-Landeskundliche Exkursionskarte von Niedersachsen, Blatt Wolfsburg. Erläuterungsheft (=Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen. Band 2, Teil 6). Lax, Hildesheim; Verl. für Regionalgeschichte, Bielefeld 1977,ISBN 3-7848-3626-7.
Braunschweigische Landschaft e. V. – Arbeitsgruppe Denkmalpflege:Kulturdenkmale in Wolfsburg mit Stadt- und Ortsteilen. Red. Bearb.: Christina Damm-König. Appelhans Verlag, Braunschweig 2004,ISBN 3-937664-05-X.
Manfred Walz:Wohnungsbaupolitik und Industrieansiedlungspolitik in Deutschland 1933–1939. Dargestellt am Aufbau des Industriekomplexes Wolfsburg-Braunschweig-Salzgitter (=Campus. Band 111). Campus-Verlag, Frankfurt 1979,ISBN 3-593-32485-7 (zugleich Dissertation, Technische Hochschule Aachen; auch zu Planungsvorhaben derDAF).
↑Walter Krämer,Götz Trenkler, Denis Krämer:Das neue Lexikon der populären Irrtümer. 555 weitere Vorurteile, Mißverständnisse und Denkfehler von Advent bis Zyniker. Eichborn, Frankfurt am Main 1998,ISBN 3-8218-0587-0, S. 365; Ungekürzte Taschenbuchausgabe (=Piper. 4612). Piper, München/Zürich 2006,ISBN 3-492-24612-5.
↑ssu/dpa-AFX:Wirtschaftskraft. Kleinstädte toppen München bei Pro-Kopf-Einkommen. In:spiegel.de.Spiegel Online. 29. Juli 2013, abgerufen am 19. April 2015 („Laut einer Studie haben kleinere Ballungszentren in Deutschland eine weit größere Wirtschaftskraft als Großstädte. Der VW-Standort Wolfsburg belegt demnach Platz eins, die Millionenmetropole München nur Rang 14.“).
↑Im nächsten Jahr wird die Stadt entstehen. In:50 Jahre Wolfsburg im Spiegel der Presse. Hrsg. von der Stadt Wolfsburg, Referat Presse und Information, Wolfsburg 1988,DNB890522561, S. 12.
↑Thomas Kruse:Mai 1945 – aus Hitlers Volkswagen-Musterstadt wird Wolfsburg. In:Wolfsburger Nachrichten. Ausgabe vom 25. Januar 2025.
↑Wolfgang Benz,Barbara Distel, Angelika Königseder:Der Ort des Terrors: Hinzert, Auschwitz, Neuengamme (=Der Ort des Terrors: Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Band 5). C.H. Beck, München 2007,ISBN 978-3-406-52965-8 (Vorschau in der Google-Buchsuche).
↑Stadtchronik wolfsburg.de, abgerufen am 20. August 2018
↑Arnold Rabbow:Braunschweigisches Wappenbuch. Die Wappen der Gemeinden und Ortsteile in den Stadt- und Landkreisen Braunschweig, Gandersheim, Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel und Wolfsburg. Eckensberger & Co, Braunschweig 1977,DNB780686667, S. 18. Neuauflage unter dem Titel:Neues Braunschweigisches Wappenbuch. Die Wappen und Flaggen der Gemeinden und Ortsteile in den Stadt- und Landkreisen Braunschweig, Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel, Wolfsburg. Braunschweiger Zeitungsverlag, Braunschweig 2003,ISBN 3-926701-59-5.
↑Lt. der Stadt Wolfsburg seien im Vorfeld der Entscheidung alle Bestrebungen gescheitert, die offiziellen Verbindungen zu Luton wieder zu aktivieren. Quelle:Städtepartnerschaften und -freundschaften. In: wolfsburg.de. Stadt Wolfsburg, abgerufen am 19. Oktober 2016: „Heute besteht lediglich noch zwischen den Feuerwehren beider Städte Kontakt.“
↑Schützen- und Volksfest. In:sg-wolfsburg.de, Website des Schützengesellschaft e. V., abgerufen am 23. Juni 2021.
↑Wolfsburg. Garantiert ohne Motoröl: Currywurst von Volkswagen. In:faz.net. 4. Januar 2008, abgerufen am 4. März 2015 („Volkswagen hat noch mehr zu bieten als populäre Fahrzeuge. In der werkseigenen Fleischerei werden jährlich zwei Millionen Currywürste hergestellt, die ein Verkaufsschlager in der Region Wolfsburg/Braunschweig sind.“).
↑Weltrekord: 4,8 Millionen Currywürste im Jahr. In: Wob(ber) gegen Mob(ber). Wolfsburger gegen Vorurteile. Steffen Sauter, 8. Februar 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 20. Oktober 2016; abgerufen am 20. Oktober 2016.
↑VW-Currywurst im Berliner Currywurstmuseum. In: Wob(ber) gegen Mob(ber). Wolfsburger gegen Vorurteile. Steffen Sauter, 22. Februar 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 13. März 2017; abgerufen am 20. Oktober 2016.
↑Wolfsburger Statistik. Daten und Fakten 2019. Stand Dezember 2018 (wolfsburg.de (Memento vom 1. Juli 2021 imInternet Archive) [PDF; 2,2 MB; 29. März 2019]).
↑Bundesland Niedersachsen. Bundesagentur für Arbeit, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 30. September 2019; abgerufen am 7. Januar 2019.