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Wolfhart Henckmann

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Wolfhart Henckmann (*3. Februar1937[1] inGersfeld (Rhön)[2]) ist eindeutscherPhilosoph undHochschullehrer im Ruhestand.

Ausbildung und Beruf

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AmHelmholtz-Gymnasium inEssen legte Henckmann 1958 dasAbitur ab; zuvor hatte er bereits einen Schulabschluss bei einem mehrjährigen Aufenthalt inPakistan erlangt. Das sich anschließende Studium derPhilosophie,Germanistik undPädagogik an derLudwig-Maximilians-Universität München wurde durch dieStudienstiftung des deutschen Volkes gefördert, die ihm Studienaufenthalte inPerugia undMontpellier ermöglichte. InMünchen promovierte er 1965 zum Dr. phil.; in seinerDissertation hatte er sich mit derÄsthetikMartin Deutingers befasst.

Henckmann wurde im selben JahrAssistent beiHelmut Kuhn undHermann Krings an der Münchner Universität. DieRezeptionsgeschichte der PhilosophieKarl Wilhelm Ferdinand Solgers war das Thema der Schrift, mit der er sich 1976 für das Fach Philosophiehabilitierte. Zusätzlich zu seiner Assistententätigkeit nahm er danach einenLehrauftrag fürPhilosophische Ästhetik derHochschule für Fernsehen und Film München bis 1978 an. Die Universität München beförderte Henckmann 1978 zum Oberassistenten und im selben Jahr wurde er Philosophieprofessor an der MünchnerHochschule für Politik. Zwei Jahre später wurde er auch an der Universität MünchenProfessor für Philosophie. Im Zuge seiner Bemühungen um wissenschaftliche Beziehungen mit Asien war Henckmann Gastprofessor an derShandong-Universität inJinan, derAkademie für bildende Künste inTokio und derAkademie für bildende Künste inNara.[2]

Ende März 2002 trat Heckmann in denRuhestand.[3] Er ist seitdem weiter wissenschaftlich tätig.

Arbeitsgebiete

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Der Schwerpunkt von Henckmanns Interessen liegt auf dem Gebiet der Ästhetik. Als Themengebiete sind im WeiterenKunstphilosophie,Anthropologie,Phänomenologie,Hermeneutik und derDeutsche Idealismus zu nennen.[4]

Besonderes Augenmerk legt er auf die Werke vonMax Scheler und auf dieKarl Wilhelm Ferdinand Solgers. Als einer der führenden Scheler-Experten war er Mitbegründer der Gesellschaft, die sich der Erforschung von Schelers Werk widmet, ihr Präsident und Ehrenpräsident. FürSteffen Dietzsch ist Henckmann der „verdienstvolle Neuentdecker Solgers“.[5]

Mitgliedschaftenund Ehrungen

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  • Deutsche Gesellschaft für Ästhetik (Gründungsmitglied, 1993)
  • Max Scheler Gesellschaft (Gründungsmitglied, 1993; Vizepräsident, 1993–1997; Präsident 1997–2005; Beiratsmitglied, Ehrenpräsident)[2][6]

Schriften

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Seit 1966 hat Henckmann über 150 Zeitschriftenartikel und Buchkapitel veröffentlicht.[2] Seine Qualifikationsarbeiten und weitere Bücher:

  • Das Wesen der Kunst in der Ästhetik Martin Deutingers. Pustet, München 1966. (Dissertation, Ludwig-Maximilians-Universität München)
  • Über Begriff und Methode der Rezeptionsgeschichte am Beispiel der Philosophie K. W. F. Solgers. Ludwig-Maximilians Universität München, 1974. (Habilitationsschrift)
  • Max Scheler. Beck, München 1998,ISBN 978-3-406-41943-0
  • Geist und Buchstabe. Zur Edition von Schelers Nachlass in der Ausgabe der Gesammelten Werke. Bautz, Nordhausen 2017,ISBN 978-3-95948-007-9

Henckmann ist Herausgeber von Werken von Helmut Kuhn,Georg Wilhelm Friedrich Hegel,Friedrich von Schiller,Emil Utitz,Moritz Geiger, Karl Wilhelm Ferdinand Solger,Karl Rosenkranz,Jean Paul,Johann Friedrich Herbart und Max Scheler, außerdem eines Lexikons der Ästhetik, eines Überblicks über ästhetische Theorie in derDDR und einer Bibliographie zur Ästhetik.[2]

Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. Kalliope-Verbund:Brief von Wolfhart Henckmann von Akzente.Staatsbibliothek zu Berlin, abgerufen am 16. September 2021
  2. abcdeHomepage von Wolfhart Henckmann, abgerufen am 16. September 2021
  3. Informationsdienst 2/2002, Blatt 4. Ludwig-Maximilians-Universität München, PDF-Dokument, abgerufen am 16. September 2021
  4. Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft - Prof. Dr. Wolfhart Henckmann (im Ruhestand). Ludwig-Maximilians-Universität, abgerufen am 16. September 2021
  5. Steffen Dietzsch:Richard Brinkmann (Hrsg.): Romantik in Deutschland. Ein interdisziplinäres Symposion. In:Zeitschrift für Germanistik, Bd. 1, Nr. 4, 1980 (Besprechung), S. 494–497, insbesondere S. 497.
  6. Max Scheler Gesellschaft. Matthias Schloßberger,Europa-Universität Viadrina, abgerufen am 9. Oktober 2021
Personendaten
NAMEHenckmann, Wolfhart
KURZBESCHREIBUNGdeutscher Philosoph und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM3. Februar 1937
GEBURTSORTGersfeld (Rhön)
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