Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Wirtschaft Deutschlands

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Deutschland
DeutschlandDeutschland
Weltwirtschaftsrang3.(nominal) (2024)[1]
WährungEuro (EUR)
Handels-
organisationen
EU,WTO,OECD
Kennzahlen
Bruttoinlands-
produkt (BIP)
4,7 Billionen USD(nom.) (2024)[1]
6,0 Billionen USD(PPP) (2024)[1]
4,3 Billionen Euro(2024)[2]
BIP pro Kopf54.989 USD(nominal) (2024)
70.878 USD(PPP) (2024)[1]
BIP nach WirtschaftssektorLandwirtschaft: 0,9 %
Industrie: 23,1 %
Bau: 5,4 %
Dienstleistung: 70,6 %(2024)[3]
Wachstum−0,2 % (2024)[2]
Inflationsrate2,2 % (August 2025)[4]
Erwerbstätige45,8 Mio.(Juli 2025)[5]
Erwerbstätige nach WirtschaftssektorLandwirtschaft: 1,2 %(2021)
Industrie: 23,8 %(2021)
Dienstleistung: 75,0 %(2021)[6]
Erwerbsquote55,9 %(2024)[7]
Arbeitslose3,0 Mio.(Aug. 2025)[8]
Arbeitslosenquote6,4 %(Aug. 2025)[9]
Außenhandel
Export1,9 Billionen €(2021)[10]
ExportgüterKraftwagen und Kraftwagenteile (15 %), Maschinen (14 %), Chemische Erzeugnisse (10 %)(2021)[11]
ExportpartnerUSA: 122,0 Mrd. €(2021)
CN: 103,6 Mrd. €(2021)
FR: 102,7 Mrd. €(2021)
NL: 101,1 Mrd. €(2021)
PL: 78,6 Mrd. €(2021)[12]
Import1,2 Billionen €(2021)[10]
ImportgüterDatenverarbeitungsgeräte (11 %), Kraftwagen und Kraftwagenteile (10 %), chemische Erzeugnisse (8 %)(2021)[11]
ImportpartnerCN: 143,0 Mrd. €(2021)
NL: 105,1 Mrd. €(2021)
USA: 72,3 Mrd. €(2021)
PL: 69,0 Mrd. €(2021)
IT: 65,4 Mrd. €(2021)[12]
Außenhandelsbilanz175,3 Mrd. €(2021)[10]
Öffentliche Finanzen
Öffentliche Schulden63,9 % des BIP(2024)[1]
Staatseinnahmen46,8 % des BIP(2024)[1]
Staatsausgaben49,5 % des BIP(2024)[1]
Haushaltssaldo−2,8 % des BIP(2024)[1]

DieWirtschaft Deutschlands ist hinsichtlich desBruttoinlandsprodukts die größteVolkswirtschaft Europas und die drittgrößte[13] Volkswirtschaft weltweit. BeimBruttoinlandsprodukt pro Kopf lag Deutschland 2021 inUS-Dollar in Europa an 13. und weltweit an 15. Stelle.[1] Laut Angaben des globalen Wettbewerbsfähigkeitindex desWeltwirtschaftsforums rangiert Deutschland 2019 auf Platz 7 (von 141 Staaten) der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt.[14] ImIndex für wirtschaftliche Freiheit belegt Deutschland 2025 Platz 23 von 184 Ländern.[15]

Deutschland ist eineDienstleistungsgesellschaft (69 %) mit einem im Verhältnis zu anderen führenden Volkswirtschaften relativ starken industriellen Sektor (24 %) (Liste). Als weltweitkonkurrenzfähigste industrielle Wirtschaftsbranchen gelten die Automobil-, Nutzfahrzeug-, Elektrotechnische, Maschinenbau- und Chemieindustrie. Im Dienstleistungsbereich entfielen 2016 55 % der Exporte auf die EDV-, IT- und Kommunikationsbranche.[16]Unternehmenssoftware und Versicherungswirtschaft (insbesondereRückversicherungen) gelten als international bedeutend. Der Abbau von Rohstoffen fällt volkswirtschaftlich kaum ins Gewicht. Der Großteil des deutschenAußenhandels erfolgt mit anderen Industrieländern und erzielt dabei einen beträchtlichenÜberschuss.Deutschland gilt als weltweit bedeutendsterMessestandort; zahlreicheLeitmessen findenhier statt. Kongresse, Ausstellungen und eine im internationalen Maßstab bedeutende Museums- und Veranstaltungslandschaft sind eine wichtige Grundlage von Reiseverkehr undTourismus in Deutschland.

Wirtschaftsstruktur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Standortqualität und Wettbewerbsfähigkeit

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Mehrere Indizes bescheinigen Deutschland eine hohe Standortqualität undinternationale Wettbewerbsfähigkeit:

  • Wettbewerbsfähigkeitindex desWeltwirtschaftsforums (2019): Rang 7 weltweit, Rang 3 in Europa
  • Ernst & Young, Top Investitionsstandorte in Europa (2019): Rang 3[17]
  • World Competitiveness Ranking des International Institute for Management Development IMD (2022): Rang 15 weltweit, Rang 9 in Europa[18]

Beschäftigungsstruktur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Drei Viertel der arbeitenden Menschen (75,0 %) sind in Deutschland imDienstleistungssektor beschäftigt (Stand 2021). Wesentlich dabei sind unter anderem das Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, das Verkehrswesen, das Gastgewerbe, das Wohnungswesen oder die Finanzwirtschaft. Das produzierende Gewerbe (Industrie) beschäftigt 23,8 % der Erwerbstätigen;Fischerei,Land- undForstwirtschaft 1,2 %.[6]

Rohstoffe und fossile Energieträger

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Deutschland importiert die meisten benötigten Rohstoffe, hat aber bedeutende Vorkommen vonKalisalz sowieSteine und Erden (s. a.:Geographie Deutschlands#Rohstoffe).
Beifossilen Energieträgern ist die Situation, dass dieErdölförderung in Deutschland in den1960er Jahren 30 Prozent des heimischen Bedarfs deckte, mittlerweile aber nur noch wenige Prozent.Es gibtBraunkohle inBrandenburg,Sachsen und Sachsen-Anhalt (mitteldeutsches Braunkohlerevier). Ihre Bedeutung hat seit derWiedervereinigung 1990 abgenommen, ebenso die der Braunkohle imRheinischen Revier.In Niedersachsen gibt esErdgasvorkommen.

Um das Jahr1958 begann eine jahrzehntelangeKohlekrise.Steinkohle konnte imRuhrgebiet und imSaarland nur noch abgebaut werden, weil dies vom Staat massivsubventioniert wurde. Die letzten Steinkohlebergwerke imRuhrgebiet beendeten die Förderung 2012, 2015 und 2018, das letzteSteinkohlebergwerk im Saarrevier 2012.DerStrommix in Deutschland hat sich durch denAtomausstieg und denAusbau erneuerbarer Energien wieWindkraftanlagen,Fotovoltaikanlagen undBiogasanlagen deutlich verändert.

Siehe auch:„Deutschland“ im Artikel Energiewende nach Staaten

Land- und Forstwirtschaft

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Agrarpolitik in Deutschland

DieBruttowertschöpfung der Landwirtschaft betrug im Jahr 2018 23,1 Mrd. Euro. Dies entspricht 0,8 % der gesamten Bruttowertschöpfung.[19]

Mit 16,7 Mio. Hektar wurde 2016 rund die Hälfte der Fläche Deutschlands landwirtschaftlich genutzt. Davon entfielen 70,6 % auf Ackerland, 28,2 % aufDauergrünland und 1,2 % aufDauerkulturen. Die am häufigsten angebauten Ackerfrüchte warenWinterweizen (auf 26,6 % der Ackerfläche),Silomais (18,2 %) undWinterraps (11,2 %).[20]

Rund 275.400 landwirtschaftliche Betriebe gab es 2016. Die Zahl der Betriebe nimmt seit derWiedervereinigung kontinuierlich ab. In den 2010er Jahren hat sich dieser Trend jedoch verlangsamt. Auffällig dabei ist die deutlichere Abnahme bei kleineren Betrieben mit unter 100 Hektar Landwirtschaftsfläche, während die Anzahl größerer Betriebe mit einer bewirtschafteter Landfläche von 200 bis 500 Hektar sogar moderat zunimmt. Bei der Betriebsgröße besteht ein Nord-Süd- sowie ein noch ausgeprägteres Ost-West-Gefälle. So liegt die durchschnittliche Größe inMecklenburg-Vorpommern undSachsen-Anhalt bei über 270 Hektar, wohingegen sie inBayern undBaden-Württemberg weniger als 35 Hektar beträgt.[20]

Energiewirtschaft

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Deutsche Energiewirtschaft undEnergiewende nach Staaten#Deutschland

DerPrimärenergieverbrauch in Deutschland lag im Jahr 2014 bei 13.080PJ, was der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung war. Den größten Anteil hatteErdöl mit 35 %, es folgtenErdgas mit 20,5 %,Steinkohle mit 12,6 %,Braunkohle mit 12,0 %,Erneuerbare Energien mit 11,1 % und dieKernenergie mit 8,1 %.[21] 2005 hatte der Primärenergieverbrauch noch 14.238 PJ betragen; der zweithöchste Wert in Europa und der sechsthöchste weltweit.[22]

Seit dem Jahr 2000 hat die Bedeutungerneuerbarer Energien durch dieEnergiewende stark zugenommen und sie sind inzwischen ein erheblicher Wirtschaftsfaktor für die deutsche Industrie. Im Jahr 2019 lag die ins Stromnetz eingespeiste, regenerativ erzeugte Strommenge bei 46 % der insgesamt eingespeisten Strommenge.[23] Im Wärme- und Verkehrssektor lag der Anteil jedoch deutlich niedriger.

Finanzwirtschaft

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Kapitalmarkt

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Deutschland führt mehrere Handelsplätze undWertpapierbörsen in der ganzen Republik. Neben dem Finanzzentrum und dem Standort der größten und primärenBörse Frankfurt gibt es weitere Börsen, wie dieBörse Berlin, dieBÖAG Börsen (Hamburger Börse,Börse Düsseldorf undBörse Hannover),Börse München,Börse Stuttgart und weitere. Der zugehörige Leitindex derDeutschen Börse in Frankfurt ist derDAX. Weitere Nebenwerte werden imMDAX und imSDAX indexiert.

Bankensektor

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Während in der Finanzmetropole Frankfurt, dieDeutsche Bank und dieCommerzbank als Großbanken neben den internationalen Playern sitzen, gibt es in Deutschland häufig große Landesbanken (LBBW,BayernLB etc.) und einen außerordentlich hohen Marktanteil von kleinen, regionalenSparkassen undVolksbanken, die häufig genossenschaftlich aufgestellt sind.

Staatsfonds

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Deutschland verzichtete bisher auf das Modell eines klassischenStaatsfonds. Auch die Kapitalbasierte Form eines Pensionsfonds im Bereich der staatlichen Altersvorsorge und Rente gibt es bisher nicht. Mit demFonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung gibt es jedoch einen Staatsfonds mit einem ganz konkret festgelegten Zweck. Der KENFO ist der erste deutsche Staatsfonds und die größte öffentlich-rechtliche Stiftung in Deutschland.

Verarbeitendes Gewerbe

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Entgeltstruktur im Verarbeitenden Gewerbe
Hauptartikel:Geschichte der deutschen Nutzfahrzeugindustrie von 1895 bis 1945,Geschichte der westdeutschen Nutzfahrzeugindustrie von 1945 bis 1990 undGeschichte der deutschen Nutzfahrzeugindustrie von 1990 bis heute

DasVerarbeitende Gewerbe und insbesondere derMaschinenbau[24] trägt mit seinen vielenHidden Champions entscheidend zum deutschenExportüberschuss bei.[25]

Einkommens- und Vermögensverteilung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Einkommensverteilung in Deutschland,Vermögensverteilung in Deutschland undArmut in Deutschland

DieEinkommensungleichheit in Deutschland lag nach Angabe der OECD 2005 knapp unter demOECD-Durchschnitt, wobei sich die Ungleichheit seit Mitte der 1990er Jahre verstärkt hat und laut der OECD seit dem Jahr 2000 Einkommensungleichheit und Armut stärker zugenommen haben als in jedem anderen OECD-Land.[26]

„Die Ungleichheit hat sich von 1992 bis 2003 insgesamt verstärkt, dieEinkommensspreizung hat zugenommen mit einer Verschiebung auf die Bezieher höherer Einkommen. Deutliche Unterschiede zwischen den abhängig Beschäftigten und den Selbstständigen sind festzuhalten; insbesondere hat die Ungleichheit der Unternehmereinkommen zugenommen.“

Joachim Merz:Forschungsinstitut Freie Berufe (2006)[27]

2008 betrug nach Zahlen desDIW ein mittleres Einkommen 1252 Euro,[28] bei einemGini-Index von 0,29 (einUngleichverteilungsmaß, bei dem 0 für Gleichverteilung und 1 für absolute Ungleichverteilung steht).[29]

Die folgende Tabelle zeigt die Nettoeinkommen von 2003. Die Spalte mit den gemeinsam betrachteten Einkommensbeziehern aller Berufsgruppen ist fett gedruckt. Die Einkommensungleichheit zeigt sich daran, dass die Top-10-%-Einkommensbezieher bereits 31,59 % des Gesamteinkommens erhalten, die Top-5-%-Einkommensbezieher bereits 21,28 %, das Top-1-% bereits 8,11 %. Umgekehrt erhalten die unteren 50 % der Einkommensbezieher nur 18,71 %, also weniger als die Top-5-%-Einkommensbezieher.[27]

Vermögensverteilung in Deutschland 2002 und 2007 nachDezilen. Links das ärmste, rechts das reichste Dezil.
ErläuterungAlleUnter­nehmerFreie BerufeAbhängig Beschäftigte
Steuerpflichtigen­anteil (%)10010,621,7887,60
Einkommens­anteil (%)10013,672,8683,47
Mittelwert (€)29.03037.35346.82127.660
Median (€)22.78113.75121.93723.517
Verteilung (Gini-Index)0,437590,683320,592800,38494
Quantile: Einkommensanteile
≤ 5 %0,240,180,140,25
1. Dezil0,880,580,470,98
2. Dezil2,881,241,223,57
3. Dezil4,721,801,975,41
4. Dezil6,002,452,826,63
5. Dezil7,233,253,987,88
6. Dezil8,674,386,039,32
7. Dezil10,316,219,4010,93
8. Dezil12,319,1313,8812,88
9. Dezil15,4114,4420,0915,80
10. Dezil31,5956,5140,1526,59
≥ 95 %21,2844,6225,9816,38
≥ 99 %8,1123,257,6704,470
90/10 Relation35,9097,4085,4027,10
95/5 Relation88,70247,90185,6065,50

DieVermögensverteilung in Deutschland weist, nach Zahlen desDIW, eine starke Ungleichverteilung auf (Gini-Index 0,799). Seit den 1980er Jahren nimmt die Ungleichverteilung zu.[30] Diese Vermögenskonzentration verstärkt sich seit Mitte der 1990er Jahre: 2007 besaßen die reichsten 5 % der Bevölkerung 46 % des Gesamtvermögens, das reichste Prozent bereits 23 %. Das Vermögen der ärmsten Bevölkerungsschichten nahm hingegen ab:

„Mehr als zwei Drittel der Gesamtbevölkerung besaßen dagegen kein oder nur ein sehr geringes individuelles Nettovermögen. Die untersten 70 Prozent der nach dem Vermögen sortierten Bevölkerung haben einen Anteil am Gesamtvermögen von unter neun Prozent und damit rund 1,5 Prozentpunkte weniger als 2002.“[31]

Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass Selbstständige und Freiberufler eine kapitalbasierte Altersvorsorge betreiben müssen, während Angestellte und Beamte in die umlagefinanzierte Sozialversicherung einbezahlen bzw. Versorgungsansprüche gegen den Staat stellen und somit kein formales Vermögen erwerben. Werden diese Vorsorge-Ansprüche als Vermögen mit ihrem Barwert berücksichtigt, so verringert sich der formale Abstand zwischen Angestellten und Selbstständigen deutlich.[32]

„Der Gegenwartswert aller Renten- und Pensionsanwartschaften in Deutschland belief sich im Jahr 2007 bei einer unterstellten Diskontierungsrate von drei Prozent auf rund 4,6 Billionen Euro (ohne Anwartschaften auf Betriebsrenten und berufsständische Versorgung von noch im Erwerbsleben stehenden Versicherten sowie ohne Hinterbliebenenversorgung). Im Durchschnitt entspricht dies einem individuellen Anspruch in Höhe von 67000 Euro. Dieser Wert variiert stark nach Erwerbsdauer und beruflicher Stellung. Beamte und Pensionäre halten ein stark überdurchschnittliches Vermögen aus Renten- und Pensionsanwartschaften. Unter Berücksichtigung der Rentenanwartschaften relativiert sich die dominierende Stellung der Selbständigen in der Netto-Geld- und Sachvermögenshierarchie“

Joachim R. Frick, Markus M. Grabka:Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 3/2010[32]

Regionale Entwicklungen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Verfügbares Haushaltseinkommen pro Einwohner auf Kreisebene im Jahr 2019
Siehe auch:Liste der deutschen Bundesländer nach Bruttoinlandsprodukt,Liste der deutschen Städte nach Bruttoinlandsprodukt undListe der Landkreise/Kreise und Kreisfreien Städte nach Einkommen

Wie in allen großen Staaten, gibt es auch in Deutschland ein ausgeprägtes wirtschaftliches Gefälle zwischen wirtschaftsstärkeren und schwächeren Regionen. Teilweise sind die Ursprünge dieser Strukturen sehr alt, etwa das Bankenwesen inFrankfurt oder die HafenstadtHamburg, während andere Regionen wie Baden-Württemberg undNordrhein-Westfalen in der Industrialisierung ihre prägenden Strukturen erhielten. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte insbesondere im südlichen Bayern eine neue wirtschaftliche Dynamik ein, die maßgeblich durch hierhin „geflüchtete“ Unternehmen wieSiemens aus Berlin oder mit geflüchtetem Fach- und Führungspersonal neu gegründeten Unternehmen wie derAuto Union GmbH (an Anlehnung an die inChemnitz ansässigeAuto Union AG), aus der die heutigeAudi AG hervorging, bestimmt wurde.

In der heutigen Zeit finden sich die wirtschaftsstärksten Gebiete in den Ballungsräumen des Südens, vor allem inMünchen,Stuttgart, Frankfurt undMannheim. Charakteristisch ist hier der im Vergleich zu anderen europäischenMetropolregionen relativ hohe Anteil an Industrie bzw. verarbeitendem Gewerbe. Auch die Region um die Hafenstadt Hamburg im Norden gehört zu den wirtschaftsstarken Gebieten. Dem stehen die Ballungsräume Mittel- und Norddeutschlands wie das Rhein-Ruhr-Gebiet,Hannover,Bremen,Berlin undDresden gegenüber, die – im Gegensatz zum Süden – einen Strukturwandel durch Deindustrialisierung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebten und ihre wirtschaftliche Struktur daher teilweise neu ausrichten mussten.

Ländliche Regionen leben vor allem von mittelständischen Betrieben, die in Süddeutschland ebenfalls eine verhältnismäßig hohe Dichte erreichen und diese Regionen dadurch wirtschaftlich beleben. Manche dieser Betriebe sind relativ unbekannte Marktführer in einer sehr spezialisierten weltweiten Branche, weshalb sie alsHidden Champions bezeichnet werden. In Mittel- und Norddeutschland sind diese Strukturen schwächer, weshalb ländliche Regionen dort weniger Zuwanderer anziehen und demografisch schrumpfen und teilweise eine erhöhte Arbeitslosigkeit bei geringeren Einkommen aufweisen. Am dramatischsten traf diese Entwicklung nach 1990 die dünn besiedelten Gebiete im Osten der neuen Bundesländer, insbesondereVorpommern, dieAltmark, dieUckermark und diePrignitz sowie dieLausitz. Einige dieser Gebiete waren seit jeher strukturschwach und hinkten der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands seit Jahrhunderten hinterher. Günstiger zeigen sich die wirtschaftlichen Strukturen im Süden und Westen der neuen Bundesländer, derAgglomeration Berlin und inWestmecklenburg.

Studien wie der vonPrognos erstellteZukunftsatlas haben sich diese regionalen Entwicklungen zum Untersuchungsgegenstand gemacht. Dabei werden anhand unterschiedlicherIndikatoren, etwa aus den BereichenArbeits- undImmobilienmarkt, die jeweiligen Entwicklungen quantifiziert und in einemRanking miteinander verglichen. Diese Rankings geben den oben beschriebenen Sachverhalt des wirtschaftlichen Gefälles in Deutschland wider: neben den genannten wirtschaftsstarken Gebieten befinden sich auch die übrigen Top-Regionen mehrheitlich im Süden der Bundesrepublik, so zum BeispielErlangen,Regensburg undDarmstadt. Einzig die RegionenWolfsburg,Bonn undBraunschweig konnten diesen Trend widerlegen. Die wirtschaftlich schwächsten Regionen hingegen befinden sich ausnahmslos in den neuen Bundesländern.[33]

Unterschiede im Bruttoinlandsprodukt

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Das Bruttoinlandsprodukt in den einzelnenBundesländern Deutschlands ist recht unterschiedlich. Deutschland insgesamt erreichte 2009 ein BIP von 29.406 EUR pro Einwohner (in jeweiligen Preisen). Die fünf ehemals zurDDR gehörigen Flächenländer liegen zwischen 21.264 (Mecklenburg-Vorpommern) und 22.228 EUR/Ew. (Sachsen). Die sieben westdeutschen Flächenländer erreichten ein BIP zwischen 25.511 (Rheinland-Pfalz) und 35.731 EUR/Ew. (Hessen); Berlin – West- und Ostteil zusammen – hatte ein BIP pro Kopf von 26.265, Bremen von 40.529, Hamburg von 48.229 EUR/Ew.[34]

Messen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Liste der größten deutschen Messeveranstaltungen undWeltleitmesse#Weltleitmessen in Deutschland (Auswahl)

Außenhandel

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Handelspartner und Außenhandelsstatistik

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
In diesem Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
Hier sollte in einem eigenen Abschnitt auf die Bedeutung desEU-Binnenmarktes eingegangen werden. 70 % Export in einen Binnenmarkt ist sehr relativ.
Hilf der Wikipedia, indem du sierecherchierst undeinfügst.
Deutsche Import- und Exportzahlen (halblogarithmische Skala)
Siehe auch:Liste der Länder nach Handelspartner

Im Jahr 2016 lag der Anteil der Ausfuhren in EU-Länder bei 58,6 % des deutschen Gesamtexportes, davon entfielen 36,6 % auf die Länder der Eurozone. Die übrigen Exportanteile entfielen zu 9,4 % auf die europäischen Nicht-EU-Länder, zu 17,5 % auf Asien, Australien und Ozeanien, zu 12,3 % auf Amerika und zu 2,0 % auf Afrika.[35] Bei den Einfuhren des Jahres 2016 entfielen 57,7 % auf die EU-Länder (davon 37,6 % Eurozone). Die übrigen Importanteile entfielen zu 11,1 % auf die europäischen Nicht-EU-Länder, zu 20,6 % auf Asien, Australien und Ozeanien, zu 8,7 % auf Amerika und zu 1,7 % auf Afrika.[35]

DieVolksrepublik China war 2016 Deutschlands wichtigster Handelspartner mit einem gesamten ausgetauschten Warenwert von 170,2 Milliarden Euro. Davon waren 76,0 Milliarden Euro Ausfuhren nach China sowie 94,2 Milliarden Euro Einfuhren aus China.Frankreich war 2016 der zweitgrößte Handelspartner Deutschlands mit einem gesamten ausgetauschten Warenwert von 166,8 Milliarden Euro. Davon waren 101,1 Milliarden Euro Ausfuhren sowie 65,7 Milliarden Euro Einfuhren. Drittgrößter Handelspartner waren 2016 dieVereinigten Staaten mit einem Warenwertaustausch von insgesamt 164,8 Milliarden Euro, davon 106,8 Milliarden Euro an Ausfuhren und 58,0 Milliarden Euro an Einfuhren.[35]

2016 erreichte der deutsche Export ein Allzeithoch. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Exportumsatz um 0,9 % auf 1203,8 Milliarden Euro. Die Importe stiegen 2016 um 0,6 % auf 954,9 Milliarden Euro. Gleichzeitig ist dies der höchste erwirtschaftete Ausfuhrüberschuss in Höhe von 248,9 Milliarden Euro.[35]

Dieser Rekord-Handelsüberschuss (deutlich mehr Ausfuhren als Einfuhren) wird jedoch auch kritisch gesehen. Zum einen, da Deutschland mit seiner Exportorientierung stark von der Entwicklung im Ausland abhängig ist.[36] Zum anderen wird kritisiert, dass die deutsche Wirtschaft durch dieses Leistungsbilanzungleichgewicht eine nachhaltige Entwicklung in Europa verhindere. Deutschland profitiert mit seinem Handelsüberschuss davon, wenn europäische Nachbarländer ihre Binnenwirtschaft stärken, aber umgekehrt können die Nachbarn nicht vermehrt nach Deutschland exportieren.[37]

Durch den global zunehmenden Handel kommt es zu verstärkter Arbeitsteilung und somit nicht nur zu einem Zuwachs von Exporten, sondern auch von Importen. Einige Ökonomen, wie z. B.Hans-Werner Sinn, sind wegen dieses Zuwachses der importierten Vorleistungen der Ansicht, dass Deutschland zu einerBasarökonomie verkommt.

Deutschland exportierte im Jahr 2017 Waren im Wert von 1279,1 Milliarden Euro. Importiert wurden Waren im Wert von 1034,3 Milliarden Euro. Demnach entstand ein Ausfuhrüberschuss von 244,7 Milliarden Euro.[38]

Handelsgüter

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Deutschland exportierte im Jahr 2016 hauptsächlich Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile, Maschinen, Chemieerzeugnisse sowie Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse. Diese vier Gütergruppen hatten einen Anteil von 50,5 % an den gesamten deutschen Exporten im Jahr 2016. Ein Großteil der deutschen Handelsaktivitäten findet innerhalb von Industrieländern, der gleichen Industrie oder sogar der gleichen Firma statt (siehe oben), so dass Automobile, Maschinen und Chemieerzeugnisse auch wesentliche Importerzeugnisse sind. Jedoch werden deutlich mehr dieser Waren aus Deutschland exportiert als importiert.[39]

Kraftwagen und Kraftwagenteile machten im Jahr 2016 dabei 19,0 % der deutschen Exporte aus, Maschinen 14,2 % und chemische Erzeugnisse 8,9 % der deutschen Ausfuhren aus.[39] Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile waren Deutschlands wichtigste Importgüter (Importwert von 106,1 Milliarden Euro im Jahr 2016).[39]

Zahlen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Die wichtigsten Handelspartner Deutschlands bei den Exporten (2021, in Mrd. Euro)[40][41]
RangZielland202120172012201120102009200820072006
1.Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten122,04111,4986,8373,6965,654,471,473,478,0
2.China Volksrepublik Volksrepublik China103,6986,1766,6364,7653,637,334,129,927,5
3.Frankreich Frankreich102,12105,24104,34101,5690,781,393,793,985,0
4.Niederlande Niederlande100,4585,7070,8669,3163,253,265,862,456,5
5.Polen Polen78,2859,4542,2343,4738,131,140,836,129,0
6.Italien Italien75,3165,5355,8462,1258,550,662,065,159,3
7.Osterreich Österreich71,9162,8057,5357,8753,746,154,752,849,5
8.Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich65,3584,4472,9465,3359,553,264,271,064,7
9.Schweiz Schweiz60,6253,9648,8347,7141,735,539,036,434,8
10.Belgien Belgien50,6144,3044,5446,9746,441,849,951,446,7
11.Tschechien Tschechien47,0541,6631,5530,6327,022,027,626,022,5
12.Spanien Spanien43,6943,0531,1734,8734,431,342,748,241,8
13.Ungarn Ungarn28,9124,9516,3415,69
14.Russland Russland26,6425,8438,0534,4126,420,632,328,223,4
15.Schweden Schweden26,5426,7221,1722,0119,615,520,121,718,8
16.Turkei Türkei21,3221,4620,0720,1416,211,615,115,114,4
17.Danemark Dänemark20,78
18.Korea Sud Südkorea18,72
19.Rumänien Rumänien18,25
20.Japan Japan18,2419,5317,1015,12
Insgesamt1.375,661.278,931.097,341.060,20959,5803,3984,1969,0893,0
Die wichtigsten deutschen Handelspartner (2021, in Mrd. Euro)[40][42]
PlatzStaatExportImportSaldo
1China Volksrepublik Volksrepublik China103,68142,38−38,70
2Niederlande Niederlande100,45105,48−5,04
3Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten122,0472,13+49,91
4Frankreich Frankreich102,1262,05+40,08
5Polen Polen78,2868,84+9,45
6Italien Italien75,3165,37+9,93
7Osterreich Österreich71,9147,54+24,37
8Schweiz Schweiz60,6248,88+11,73
9Belgien Belgien50,6251,91−1,29
10Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich65,3532,18+33,17
11Tschechien Tschechien47,0549,93−4,15
12Spanien Spanien43,6934,26+12,63
13Russland Russland26,6433,08−6,44
14Ungarn Ungarn28,9129,73−0,82
15Schweden Schweden26,5516,90+9,65
16Japan Japan18,2323,48−5,24
17Turkei Türkei21,3218,45+2,86
18Danemark Dänemark20,7812,63+8,15
19Rumänien Rumänien18,2514,73+3,52
20Slowakei Slowakei15,1817,09−1,66
21Korea Sud Südkorea18,7212,62+6,11
22Norwegen Norwegen9,5419,65−10,11
23Irland Irland7,7621,26−13,50
24Indien Indien12,4510,86+1,59
25Taiwan Taiwan9,3312,20−2,86
26Mexiko Mexiko13,197,73+6,11
27Finnland Finnland11,998,42+3,57
28Sudafrika Südafrika7,9912,31−4,32
29Brasilien Brasilien10,487,55+2,94
30Portugal Portugal10,047,09+2,95
31Kanada Kanada10,026,17+3,84
32Malaysia Malaysia5,169,96−4,80
33Vietnam Vietnam3,7410,70−6,96
34Australien Australien9,893,16+6,73
35Slowenien Slowenien6,116,61−0,50
36Thailand Thailand4,926,93−2,02
37Singapur Singapur7,214,21+2,99
38Luxemburg Luxemburg6,803,43+3,38
39Griechenland Griechenland7,102,78+4,32
40Bulgarien Bulgarien4,565,25−0,69
41Ukraine Ukraine5,393,12+2,28
42Vereinigte Arabische Emirate Vereinigte Arabische Emirate7,130,85+6,28
43Bangladesch Bangladesch0,777,12−6,35
44Israel Israel5,342,43+2,92
45Litauen Litauen4,322,76+1,56
46Hongkong Hongkong5,531,44+4,09
47Saudi-Arabien Saudi-Arabien5,571,10+4,46
48Indonesien Indonesien2,484,08−1,60
49Serbien Serbien3,552,78−0,76
50Kroatien Kroatien3,951,95−1,99
Deutscher Anteil am Welthandel[43]
JahrWeltweite Exporte
(Anteil in %)*
Weltweite Importe
(Anteil in %)*
19481,4 %2,2 %
19535,3 %4,5 %
19639,3 %8,0 %
197311,7 %9,2 %
19839,2 %8,1 %
199310,3 %9,0 %
200310,2 %8,0 %
20208,1 %6,7 %

* Die Zahlen beziehen sich von 1948 bis 1983 auf die Bundesrepublik Deutschland ohne Gebiet derDDR.

Deutsche Unternehmen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt die zehn größten deutschen Unternehmen geordnet nach dem Umsatz des Geschäftsjahrs 2020 oder 2021.[44]

PlatzUnternehmenUmsatz (in Mio. Euro)EBIT (in Mio. Euro)Beschäftigte (in 1000)
1Volkswagen AG222.88408.824665,4
2Mercedes-Benz Group154.30904.009288,4
3Schwarz-Gruppe133.600550,0
4BMW111.23909.870118,9
5Deutsche Telekom108.800226,2
6Lidl100.800211,5
7Robert Bosch GmbH078.80003.200401,3
8Innogy077.35872,2
9Rewe Group075.300405380,0
10Deutsche Post AG066.80603.176572,0
Siehe auch:Liste der größten Unternehmen in Deutschland undListe der größten Familienunternehmen in Deutschland

Eine besondere Bedeutung für die deutsche Wirtschaft haben seineFamilienunternehmen. Die Tabelle zeigt die zehn größten deutschen Familienunternehmen nach ihrem Umsatz des Geschäftsjahres 2015.[45]

PlatzUnternehmenUmsatzMitarbeiter­zahlEigentümer­familie
01Volkswagen213.292.000.000610.076Porsche/Piëch
02BMW092.200.000.000122.244Quandt
03Schwarz-Gruppe079.300.000.000350.000Schwarz
04Robert Bosch070.600.000.000374.778Robert Bosch Stiftung
05Aldi (Nord+Süd)062.200.000.000250.000Albrecht
06Metro AG059.200.000.000226.895Haniel / Schmidt-Ruthenbeck / Beisheim
07Continental AG039.232.000.000208.000Schaeffler
08Fresenius SE & Co. KGaA027.626.000.000222.305Kröner-Fesenius (Stiftung)
09Merckle Unternehmensgruppe023.378.000.000033.422Merckle
10Henkel018.089.000.000049.450Henkel Nf.

Siehe auch:Liste der 500 reichsten Deutschen,Chronologie der reichsten Deutschen,Liste der größten Familienunternehmen in Deutschland (2013)

Kennzahlen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Staatsverschuldung Deutschlands undStaatsschuldenquote in Deutschland

Alle BIP-Werte sind in Euro angegeben.[46]In der folgenden Tabelle kennzeichnen die Farben:

  • positive Werte
  • negative Werte
  • JahrBIP
    (in Mrd. Euro)
    BIP pro Kopf
    (in Euro)
    BIP Wachstum
    (real)
    Inflations­rate
    (in Prozent)
    Arbeits­losenquote
    (in Prozent)
    Haushalts­bilanz
    (in % des BIP)
    19800.789,1010.270+1,3 %+5,4 %3,4 %k. A.
    19810.823,8010.700+0,1 %+6,3 %4,8 %k. A.
    19820.856,3011.131–0,8 %+5,3 %6,7 %k. A.
    19830.897,9011.712+1,6 %+3,3 %8,0 %k. A.
    19840.942,0012.337+2,8 %+2,4 %8,1 %k. A.
    19850.983,4012.912+2,2 %+2,0 %8,1 %k. A.
    19861.040,0013.644+2,4 %–0,1 %7,8 %k. A.
    19871.074,0014.089+1,5 %+0,2 %7,8 %k. A.
    19881.130,8014.745+3,7 %+1,3 %7,7 %k. A.
    19891.202,7015.526+3,9 %+2,8 %6,8 %k. A.
    19901.312,4016.624+5,7 %+2,7 %6,2 %k. A.
    19911.579,8019.754+5,0 %+3,4 %5,5 %–3,2 %
    19921.695,3021.060+1,5 %+5,0 %6,6 %–2,6 %
    19931.748,6021.602–1,0 %+4,5 %7,8 %–3,1 %
    19941.830,2022.555+2,5 %+2,7 %8,4 %–2,5 %
    19951.898,9023.354+1,8 %+1,7 %8,2 %–9,4 %
    19961.926,3023.646+0,9 %+1,2 %8,9 %–3,5 %
    19971.967,1024.133+1,9 %+1,5 %9,7 %–2,9 %
    19982.018,2024.780+1,8 %+0,6 %9,4 %–2,5 %
    19992.064,9025.360+1,9 %+0,6 %8,6 %–1,7 %
    20002.116,4025.983+3,2 %+1,4 %8,0 %+0,8 %
    20012.179,8026.741+1,8 %+1,9 %7,8 %–3,1 %
    20022.209,2027.082±0,0 %+1,4 %8,6 %–3,9 %
    20032.220,0027.224–0,7 %+1,0 %9,7 %–4,2 %
    20042.270,6027.875+0,7 %+1,8 %10,3 %0–3,7 %
    20052.300,8028.288+0,9 %+1,9 %11,7 %0–3,4 %
    20062.393,3029.483+3,9 %+1,8 %10,8 %0–1,7 %
    20072.513,2031.030+3,4 %+2,3 %9,0 %+0,2 %
    20082.561,7031.719+0,8 %+2,7 %7,8 %–0,2 %
    20092.460,2030.568–5,6 %+0,2 %8,1 %–3,2 %
    20102.580,1032.136+3,9 %+1,2 %7,7 %–4,2 %
    20112.703,1033.673+3,7 %+2,5 %7,1 %–1,0 %
    20122.758,2034.296+0,7 %+2,1 %6,8 %±0,0 %
    20132.826,2035.045+0,6 %+1,6 %6,9 %–0,1 %
    20142.932,5036.211+1,9 %+0,8 %6,7 %+0,3 %
    20153.043,7037.260+1,5 %+0,1 %6,4 %+0,6 %
    20163,196.1038.812+2,3 %+0,4 %6,1 %+1,1 %
    20173,331.1140.300+2,7 %+1,7 %5,7 %+1,3 %
    20183,431.1341.386+1,1 %+1,9 %5,2 %+1,9 %
    20193,534.8842.541+1,0 %+1,4 %5,0 %+1,3 %
    20203,449.6241.481–4,1 %+0,4 %5,9 %–4,3 %
    20213,676.4644.190+3,7 %+3,2 %5,7 %–3,2 %
    20223,953.8547.183+1,3 %+8,7 %5,3 %–2,1 %
    20234.185.5549.525–0,3 %+6,0 %5,7 %–2,5 %
    20244.305.2650.820–0,2 %+2,5 %6,0 %–2,8 %

    Soziale Investitionen

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

    Nach einer Auswertung desStifterverbands für die Deutsche Wissenschaft in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigenBertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2018 engagieren sich zwei von drei Unternehmen gesellschaftlich.[47] Die deutsche Wirtschaft gibt rund 9½ Milliarden Euro im Jahr für dasGemeinwohl aus. Fast jedes zweite Unternehmen (45 %) spendet regelmäßig Geld. Über ein Drittel (34 %) überlässt Sachen wie Lebensmittel oder Möbel für gemeinnützige Zwecke, mehr als jeder vierte Betrieb (26 %) stellt Mitarbeiter für soziale Zwecke frei. Generell gilt: Je mehr Mitarbeiter Unternehmen haben, desto öfter spenden sie Geld, Sachen oder Zeit.[48]

    Wirtschaftsgeschichte

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
    Deutscher AktienindexCDAX 1840–2011

    Industrialisierung

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
    Hauptartikel:Wirtschaftsgeschichte,Industrielle Revolution in Deutschland undHochindustrialisierung in Deutschland

    DieStein-Hardenberg’schen Reformen in Preußen, derdeutsche Zollverein von 1834 und dieReichsgründung von 1871 waren wichtige institutionelle Schritte auf dem Weg zur Industrialisierung. Mit derGründerzeit, deren Anfänge in den 1840er Jahren lagen, setzte dieindustrielle Revolution in Mitteleuropa ein. Nachdem Frankreich denDeutsch-Französischen Krieg 1870/71 verloren hatte, erlegte das Deutsche Kaiserreich FrankreichReparationen in Höhe von fünf MilliardenGoldfranken auf (Friede von Frankfurt). Frankreich zahlte in Tranchen, die letzte davon 1873. Dieser Zufluss an Kapital verstärkte die Euphorie an den Börsen, bis es 1873 zu einem Börsenkrach („Gründerkrach“) kam. Aus ihm entwickelte sich die sogenannteGroße Depression (1873–1896), eine Zeit des deflationären weltweiten Wirtschaftswachstums, in der trotz Wirtschaftswachstum die Preise wichtiger Güter um bis zu 50 Prozent sanken. Anschließend begann eine bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs anhaltende Phase hohem Wirtschaftswachstums, einschließlich sprunghaft steigende Exporte, so dass Deutschland 1913 knapp hinter Großbritannien den zweiten Platz im Welthandel belegte.

    Industrielle Wirtschaftsbranchen waren anfangs die in Deutschland wenig bedeutende Textilindustrie (z. B.Flachsspinnerei Hirschfelde H. C. Müller,Mechanische Baumwollspinnerei und Weberei Augsburg), der die sehr bedeutende Eisenbahnindustrie (Geschichte der Eisenbahn in Deutschland) folgte. Die Eisenbahn ermöglichte niedrigereTransportkosten und -zeiten und förderteSchwerindustrie (Kohlebergbau, Eisen- und Stahlindustrie),Eisenbahnbau,Brückenbau undTunnelbau. Wichtige Unternehmen der Schwerindustrie warenSächsische Maschinenfabrik,Borsig,Rheinisch-Westfälisches Kohlen-Syndikat,Friedrich Krupp AG,Thyssen AG undMannesmann. Siehe auchRuhrgebiet. Später kamen die Elektroindustrie (z. B.Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske,Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft) und die chemische Industrie hinzu (z. B.Badische Anilin- und Sodafabrik,Farbwerke Hoechst,Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co.). Der Maschinenbau war bereits in der frühen Phase der Industrialisierung von Bedeutung, doch in der späteren Phase rückte er zur größten Industriebranche auf. Einige Banken, zum Beispiel dieDeutsche Bank, dieDisconto-Gesellschaft und dieDresdner Bank, wurden nach 1871 zu bedeutenden Unternehmen; ebenso einige Handelsunternehmen wie z. B. dieHugo Stinnes GmbH.

    In der Zeit von 1890 bis 1913 stieg die Bevölkerungszahl hauptsächlich durch den Rückgang der Sterblichkeit von 49,4 Millionen auf 66,9 Millionen an und lag damit in Europa nur noch hinter Russland. Die Lebenserwartung lag 1871 für Frauen bei 38,5 Jahren und für Männer bei 35,6 Jahren und 1910 für Frauen bei 48,3 Jahren und Männern bei 44,8 Jahren.[49] DieGeburtenrate lag bei fünf Kinder je Frau. Ein in den Großstädten weit verbreitetes Phänomen war derSchlafgänger: Männer und Frauen mieteten sich ein Bett für einige Stunden am Tag. Grund war die stark steigende Bevölkerung in den Großstädten und der daraus folgende Wohnungsmangel.

    Ab den 1890er Jahren zeigten sich erste Anzeichen von Arbeitskräftemangel, die durch die Massenabwanderung aus den ländlichen Gebieten entstand. 1910 lebten bereits offiziell 1,2 Millionen Ausländer in Deutschland, etwa zwei Drittel kamen ausKongresspolen und dem österreichisch-ungarischenGalizien, und arbeiteten vorwiegend in der Landwirtschaft auf den großen GüternOstelbiens.[50]

    Die wichtigste Partei im 1871 entstandenenReichstag war anfangs dieNationalliberale Partei. Eine Folge der Wirtschaftskrise von 1873 war das Entstehen von Lobbyverbänden (z. B.:Bund der Landwirte,Centralverband deutscher Industrieller undBund der Industriellen), von denen einige auf eine Einführung von Zöllen zur Behinderung von Importen konkurrierender Güter hinwirkten. Dies war 1878/1879 mit derSchutzzollpolitik des ReichskanzlersOtto von Bismarck erreicht, wodurch es zur Spaltung der Nationalliberalen Partei kam und mit denKartellparteien ein neuer rechts-liberaler politischer Block die Führung im Reichstag übernahm. Nach Bismarck – sein Nachfolger wurde von 1890 bis 1894Leo von Caprivi – kam es im Rahmen des „Neuen Kurses“ zu einer Wende in der Zoll- undHandelspolitik. Die industrielle Entwicklung wurde durch ein System von Handelsverträgen gefördert und Agrarzölle wurden gesenkt. Wegen der gegensätzlichen Interessen von Industrie und Landwirtschaft begannen harte politische Auseinandersetzungen, die mit wieder höheren Agrarzöllen mit demBülow-Zolltarif 1902 entschieden wurden (1906 in Kraft gesetzt und 1950/51 durch Beitritt zumGATT abgelöst). DieDeutsche Zentrumspartei drängte darauf, dass mehrere Sozialversicherungen eingeführt wurden (Krankenversicherung (1883), Unfallversicherung (1884) und Invaliditäts- und Altersversicherung (1889)). Am 1. Januar 1900 trat dasBürgerliche Gesetzbuch in Kraft; es regelte für ganz Deutschland erstmals einheitlich die Beziehungen zwischen rechtlich gleichgestellten Rechtsteilnehmern (Personen und Unternehmen).

    Das Reichsgericht urteilte am 4. Februar 1897,[51] dass die Bildung vonWirtschaftskartellen erlaubt ist und die Einhaltung von geschlossenen Vereinbarungen gerichtlich eingeklagt werden kann. Dies löste dieKartellbewegung aus.

    Entwicklung der Gewerkschaften in Deutschland 1887–1914

    Der großeBergarbeiterstreik von 1889 führte 1891 zum Erlass einesArbeiterschutzgesetzes und bedeutete den Durchbruch der Gewerkschaft imRuhrbergbau. DerHamburger Hafenarbeiterstreik 1896/97 dauerte elf Wochen, endete erfolglos und war Anlass für dieZuchthausvorlage. Der landesweit beachteteTextilarbeiterstreik 1903/04 in Crimmitschau, unter anderem wegen eines Zehnstundentages, war hingegen erst 1908 erfolgreich. 1912 kam es dann zu einemBergarbeiterstreik, bei dem die Regierung unter anderem 5000 Soldaten schickte und so den Streik nach elf Tagen beendete. 1914 beschlossen die Gewerkschaften kurz nach Beginn des Ersten Weltkriegs, auf Streiks zu verzichten („Burgfriedenspolitik“).

    Ab 1890 war dieSAP /SPD die Partei mit den meisten Wählerstimmen, doch die meisten Sitze im Reichstag hatte von 1881 bis zurReichstagswahl 1912 fast immer die katholische Zentrumspartei. 1907 formierte sich der sogenannteBülow-Block im Reichstag, ein Wahlbündnis von Konservativen, Nationalliberalen und Linksliberale, das allerdings über dieReichsfinanzreform 1909 zerbrach, bei der neben einer Erhöhung indirekter Steuern auch die Einführung einer Erbschaftssteuer vorgesehen war. Anschließend führte den Reichstag bis zum Beginn desErsten Weltkrieges ein Bündnis von Konservativen und Zentrum, während die unterlegenen politischen Kräfte denHansabund gründeten. Wegen dessen linksliberaler Position, verließen die Industrieverbände den Bund bald wieder und seine politische Bedeutung verlor an Gewicht.

    Weltkriege und Zwischenkriegszeit

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
    Hauptartikel:Deutsche Wirtschaftsgeschichte im Ersten Weltkrieg undWirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland
    Aktienindex des Statistischen Reichsamtes in Goldmark (1917–1928)
    Aktienindex des Statistischen Reichsamtes in Reichsmark (1924–1942)

    In der Zeit der Weltkriege war die Wirtschaft alsKriegsökonomie organisiert. Die wirtschaftliche Koordination erfolgte während des Ersten Weltkriegs weitgehend durch dieKriegsrohstoffabteilung. Für einzelne Rohstoffe wurden als Unterorganisationen Kriegsrohstoffgesellschaften in Form von Aktiengesellschaften gegründet, wie beispielsweise die Kriegsmetallgesellschaft und die Kriegschemikaliengesellschaft. Sie unterlagen zwar der staatlichen Kontrolle, doch wurden sie in der Regel von den stärksten Unternehmen der Branche dominiert. Diese Organisationsform wurde gelegentlich alsKriegssozialismus oderGemeinwirtschaft idealisiert. Aus den besetzten Gebieten wurden Rohstoffe der eigenen Wirtschaft zugeführt, wie beispielsweise Eisenerz ausBriey und landwirtschaftliche Produkte aus Polen, aber auch hunderttausende vonZwangsarbeiter aus Belgien, Polen und weiteren eroberten Ostgebieten arbeiteten für das Reich. Für die Zuteilung von Nahrungsmittel gab esLebensmittelmarken; ab 1915 die Brotkarte und später z. B. Fleischkarten, Zuckerkarten und Seifenkarten. Bedeutend war auch der weit verbreitete Schwarzmarkt für Waren aller Art.

    Für die Materialschlachten an der Westfront war ab 1916 eine massive Steigerung der Rüstungsproduktion geplant, das sogenannteHindenburg-Programm. Dazu gehörte auch eine gesetzliche Arbeitsverpflichtung, wodurch die freie Wahl des Arbeitsplatzes aufgehoben war (Hilfsdienstgesetz). Einige der Zugeständnisse an die Gewerkschaften waren die ständigen Arbeiterausschüsse, die in allen Betrieben mit mindestens 50 Arbeitern einzurichten waren, und paritätisch besetzte Schlichtungsausschüsse.[52]

    Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs verließen in Europa etwa zehn Millionen Menschen aus verschiedenen Gründen ihre Heimat. Aus dem ehemaligenRussischen Kaiserreich kamen etwa 120.000 „Deutschstämmige“, etwa 600.000 russische Flüchtlinge und etwa 70.000 Juden aus Ostmittel- und Osteuropa, wobei die meisten Zuwanderer nach kurzer Zeit weiter nach Westen zogen, etwa nach Frankreich und in die Vereinigten Staaten.[53]

    Das ehemalige „Halbmondlager“ wurde nach dem Krieg zum „Heimkehrerlager“ für Flüchtlinge,Zossen, 1919.

    Darüber hinaus wanderten etwa 150.000 Menschen aus Elsass-Lothringen und 850.000 Menschen aus den polnischen Westgebieten nach Deutschland ein, wo sie in sogenannten „Heimkehrlagern“ untergebracht wurden.[53]

    Gegen Ende des Ersten Weltkriegs, während derNovemberrevolution, einigten sich Gewerkschaften und deutsche Industrie imStinnes-Legien-Abkommen darauf, dass die Gewerkschaften in Zukunft als Vertreter der Arbeiterinteressen und als Tarifpartner behandelt werden (Koalitionsfreiheit), derAchtstundentag eingeführt wurde und eine Vergesellschaftung der Produktionsmittel unterbleibt (Räterepublik,Rätekommunismus). Als gemeinsames Gremium wurde dieZentralarbeitsgemeinschaft (1918 bis 1924) gegründet. Bei Tarifkonflikten gab es allerdings die staatlicheZwangsschlichtung und die Schlichter konnten bindende kollektive Lohnvereinbarungen gegen den Willen der Tarifparteien durchsetzen. Von 1920 bis 1934 galt dasBetriebsrätegesetz.

    FinanzministerMatthias Erzberger reformierte 1919/1920 die Reichsfinanzen mit der sogenanntenErzbergerschen Finanz- und Steuerreform, beispielsweise wurde dieReichsabgabenordnung beschlossen und der direkteLohnsteuerabzug eingeführt. Er besteuerte die „Kriegsgewinnler“ unter anderem mit derHauszinssteuer, einer Vermögenszuwachsabgabe, einer geändertenErbschaftssteuer undEinkommensteuer und er erhob eine einmaligeVermögensabgabe, dasReichsnotopfer.[54]

    Ursprünglich war ein Drittel des Banknotenumlaufs durch Gold und zwei Drittel durchHandelswechsel gedeckt, doch ab August 1914 (Kriegsbeginn) wurden zusätzlichDarlehnskassenscheine,Reichskassenscheine undWechsel der Reichsbank ausgegeben. Außerdem wurde die gesetzliche Noteneinlösungspflicht der Reichsbank in Gold aufgehoben. Seitdem unterschied man zwischen der sogenanntenPapiermark, der normalen Mark und der fiktivenGoldmark (s. a:Goldzollmark), eine Recheneinheit, die sich aus dem Verhältnis vom Wert der Papiermark zum aktuellen US-Dollarkurs ergab (die Vereinigten Staaten hielten am Goldstandard fest). Damit begann die Zeit derdeutschen Inflation von 1914 bis 1923, bei der im November 1923 der Kurs für 1 US-Dollar bei 4,2 Billionen Mark lag. DiegrundschuldgestützteRentenmark wurde 1923 als Parallelwährung im Verhältnis von 1:1 Billion eingeführt. 1924/1925 löste dieReichsmark beide Währungen ab und derGolddevisenstandard wurde eingeführt (40 Prozent des Banknotenumlaufs mussten in Gold oder in goldgedeckten Devisen vorliegen).

    Ab 1923 stabilisierten verschiedene Maßnahmen die wirtschaftliche Lage, wobei die Arbeitslosenquote mit Ausnahme des Jahres 1925 trotzdem immer über acht Prozent lag. Sehr bedeutend war der im August 1924 inkrafttretendeDawes-Plan, der es der deutschen Wirtschaft ermöglichte, neue Kredite, vornehmlich aus den USA, aufzunehmen. Zur Rückversicherung wurde dieReichsbank zu einer von der Reichsregierung unabhängigen Anstalt, bei der internationale Finanzexperten die Hälfte der Stimmen im neuen Generalrat erhielten. Das reale Pro-Kopf-Einkommen stieg von 1924 bis 1928 um durchschnittlich sechs Prozent pro Jahr. Die Reichsregierung legte 1926 ein großes Investitionsprogramm auf und die Städte initiierten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. So ließ beispielsweise der damalige Oberbürgermeister von Köln, Konrad Adenauer, in den Jahren 1929 bis 1932 eine vierspurige Schnellstraße zwischen Köln und Bonn errichten, die heutigeBundesautobahn 555 (s. a.Öffa-Wechsel). 1927 wurde dieReichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung gegründet. In der Wirtschaft kam es zu einer Konzentrationswelle; spektakuläre Unternehmensfusionen waren 1925/26 die derVereinigten Stahlwerke und derI.G. Farbenindustrie und 1929 die des deutsch-niederländischen KunstfaserherstellersAlgemene Kunstzijde Unie (AKU)[55] und die derDeutsche Bank und Disconto-Gesellschaft (DeDi-Bank). Im Medienbereich gelang esAlfred Hugenberg, die Hälfte der deutschen Presse zu kontrollieren. Die Vereinigten Stahlwerke waren an dem 1926 gegründetenInternationalen Stahlkartell beteiligt, wobei globale Produktionsquoten festgelegt wurden. Es umfasste zunächst große Teile der kontinentaleuropäischen Stahlindustrie und ab 1935 auch die des Vereinigten Königreiches und ab 1939 die der Vereinigten Staaten. Es zerbrach während der Weltwirtschaftskrise, wurde 1933 neu gegründet und endete 1939, zu Beginn des Zweiten Weltkriegs.

    In der 1929 einsetzendenWeltwirtschaftskrise (zu Deutschland siehe auch:Deutsche Bankenkrise) steigerte sich die Zahl der Arbeitslosen von bis zu drei Millionen im Winter 1928/1929 auf über sechs Millionen 1932/1933 oder etwa 40 Prozent aller Industriearbeiter. Auch brach der Welthandel zusammen, da weltweit die Zölle angehoben wurden (z. B.Smoot-Hawley Tariff Act, 1930), und so wurde es immer schwieriger, neue Auslandskredite zu bekommen und alte zurückzuzahlen. Die Reserven der Reichsbank an Golddevisen schmolzen, und um ein Unterschreiten der 40-Prozent-Grenze zu vermeiden, was u. a. im Dawes-Plan festgelegt worden war, verschärfte sie die Anforderungen für neue Kredite. In den Jahren 1930 und 1931 gab es Pläne für einedeutsch-österreichische Zollunion, die aber im Spätsommer 1931 aufgegeben werden mussten. 1931 führte die ReichsregierungDevisenverkehrsbeschränkungen (Sperrmark,Devisenstellen,Neuer Plan (1934)) und dieReichsfluchtsteuer ein. In der Wirtschaftspolitik verfolgte ReichskanzlerHeinrich Brüning eine Politik des Haushaltsausgleichs („Deflationspolitik“), indem er perNotverordnung direkte und indirekte Steuern anhob und Sozialausgaben, Löhne, Preise und Mieten senkte. Am 10. Dezember 1931 wurde mitCarl Friedrich Goerdeler ein Reichskommissar für Preisüberwachung ernannt, der die staatlich verordneten Preissenkungen durchzusetzen hatte.[56]

    DieReparationsforderungen wurden mit der Zeit gesenkt und im Verlauf derWeltwirtschaftskrise auf derKonferenz von Lausanne 1932 auf eine Restzahlung von drei Milliarden Reichsmark festgesetzt.

    Ab 1933 erholten sich die Beschäftigungszahlen. Die Gewerkschaften wurden in derDeutschen Arbeitsfront 1933 gleichgeschaltet und ein Lohnstopp wurde erlassen. 1934 ersetzte dasGesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit das Betriebsrätegesetz, wodurch die Arbeitnehmerrechte weitgehend abgeschafft wurden. Stattdessen gab es demReichsarbeitsministerium unterstellte „Treuhänder der Arbeit“. 1935 wurde dieArbeitsbuchpflicht schrittweise eingeführt und ab 1939 konnte jedem Arbeitnehmer ein Arbeitsplatz vorgegeben werden.

    Von 1933 bis 1936 erhob Deutschland die sogenannteTausend-Mark-Sperre gegen Österreich. Ziel war die Schwächung derösterreichischen Wirtschaft, die schon zu dieser Zeit stark vomTourismus abhängig war.

    Ab 1936 stiegen die staatlichen Rüstungsausgaben und die Ausgaben, um Selbstversorger bei kriegswichtigen Roh- und Grundstoffen zu werden. Dazu wurde etwa die Hälfte aller Investitionen in die vom „Vierjahresplan“ (recht bald Vierjahresplan-Organisation) präferierten Branchen gelenkt. Flankierend wurde im Oktober 1936 einReichskommissar für die Preisbildung eingerichtet. Es entstanden Unternehmen wie beispielsweise dieBraunkohle-Benzin AG, dasVolkswagenwerk Wolfsburg, dasJunkers Flugzeug- und Motorenwerke und dieReichswerke Hermann Göring. Das Reichswerk übernahm im Verlauf des Zweiten Weltkrieges ausländische kriegswichtige Unternehmen, wie beispielsweise dieAlpine Montangesellschaft,Steyr Daimler Puch und dieŠkoda-Werke, und beschäftige 1940 600.000 Menschen.

    Polen-Erlasse, 1940

    Finanziert wurden die Kriegskosten nur zu einem kleinen Teil durch reguläre Staatseinnahmen, zum größeren Teil mit der sogenanntengeräuschlosen Kriegsfinanzierung und durch die besetzten Länder (siehe auch:Hitlers Volksstaat von Götz Aly). Als auch das nicht mehr ausreichte, wurde dieDeutsche Reichsbank als Kreditgeber eingesetzt.

    Wegen zunehmenden Arbeitskräftemangels wurden während des Zweiten Weltkriegs zwischen sieben und elf Millionen Menschen aus dem Ausland zurZwangsarbeit genötigt. Auch entstanden in der Nähe vonKonzentrationslagern Betriebsstätten entsprechend dem Konzept „Vernichtung durch Arbeit“, wie etwa dieOstindustrie GmbH, dieDeutschen Ausrüstungswerke, dieWalther-Werke und dieDeutschen Erd- und Steinwerke. Neben der Zwangsarbeit konnte auch freiwillige Arbeit während des Aufenthalts in einemGhetto geleistet werden, das nach dem im Jahr 2002 verabschiedetenGhettorentengesetz durch eine Rente vergolten wird. Nach Berechnungen von Götz Aly sollen dafür rund 1 Mrd. Reichsmark[57] an die deutsche Sozialversicherung gezahlt worden sein.[58]

    Mit der „Arisierung“ enteignete man etwa 100.000 Betriebe jüdischer Inhaber zugunsten desNS-Staates, von Unternehmen und Privatleuten. Auch der persönliche Besitz der Deportierten wurde vom Staat vereinnahmt und beispielsweise durch Versteigerungen[59] zu Geld gemacht (s. a.:Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden,Judenvermögensabgabe,Aktion 3). Des Weiteren wurden im Zuge der „Aktion Reinhardt“, der systematischen Ermordung aller Juden und Roma des besetzten Polen, laut endgültiger Abrechnung vom 5. Januar 1944 etwa 180 Millionen Reichsmark[60] erbeutet.

    Am Ende der zwei Weltkriege waren nicht nur viele Millionen Menschen getötet oder kriegsversehrt, sondern auch Millionen Wohnungen und zahlreiche Fabriken zerstört oder beschädigt.

    Wiederaufbau

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

    Durchschnittliche deutsche Arbeitslosenquote[61][62] – bis 1990
    nur Westdeutschland, ab 1991 Gesamtdeutschland

    Neubausiedlung für Flüchtlinge in Köln, Dezember 1954

    Bundesrepublik Deutschland

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

    Der schnelle Wiederaufbau in Westdeutschland nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges wird umgangssprachlich als „Wirtschaftswunder“ bezeichnet. Das hohe Wirtschaftswachstum führte allerdings erst in den 1960er Jahren zur Vollbeschäftigung. So stieg die Arbeitslosenquote 1948 nach der Währungsreform stark und eine Welle von Streiks (z. B. dieStuttgarter Vorfälle vom 28. Oktober 1948) gipfelte in derBizone imGeneralstreik vom 12. November 1948, dessen wichtigstes Ziel die Aufhebung des Lohnstopps war. Diese erfolgte dann schon am 3. November 1948,[63] eine andere staatliche Maßnahmen war bspw. dasKonsumbrot-Programm. Die Arbeitslosenzahl erreicht 1950 mit 11 % ihren Höhepunkt, fiel dann bis 1955 auf 5,6 % und lag 1960 bei 1,3 %.[64] Zusätzlich erschwert war die Situation am Arbeitsmarkt bis zum Ende der 1950er Jahre, da viele MillionenHeimatvertriebene undÜbersiedler in Westdeutschland aufgenommen wurden. Nach dem Erreichen der Vollbeschäftigung war der Bedarf nach weiteren Arbeitskräften derart dringend, dass in großer Zahl im Ausland sogenannteGastarbeiter angeworben wurden. Seit den 1950er Jahren wurde dersoziale Wohnungsbau stark gefördert, und zur Eingliederung der etwa eineinhalb MillionenKriegsversehrten in das Erwerbsleben wurden 1953 Pflichtquoten festgelegt.

    In der Regierungszeit vonKonrad Adenauer (Kabinette Adenauer I,II,III,IV undV, von 1949 bis 1963) undLudwig Erhard (Kabinette Erhard I undII, von 1963 bis 1966) wurden die Weichen für den erfolgreichen Wiederaufbau gestellt. Wichtig dafür waren dieWährungsreform von 1948, die gestaffelte Freigabe vieler Preise 1948, die Einführung dersozialen Marktwirtschaft durch Wirtschaftsminister Ludwig Erhard (1949 bis 1963), das Ende derDemontage 1950, das europäische Wiederaufbauprogramm der USA – derMarshallplan – und die Eingliederung Westdeutschlands in die von den USA geführte Weltwirtschaft.[65] Dazu gehörte die Teilnahme in derEuropäischen Zahlungsunion im September 1950, Beitritt zumGATT 1950/51, die Mitgliedschaft in derEuropäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl 1951 und in derEuropäischen Wirtschaftsgemeinschaft 1957. 1948 wurde der Wechselkurs zwischen US-Dollar und DM mit 0,3 $ = 1 DM festgesetzt und 1949 dieDollarklausel abgeschafft. Mit demLuxemburger Abkommen vom September 1952 und demLondoner Schuldenabkommen vom Februar 1953 wurden die finanziellen Verpflichtungen Deutschlands aus der Vorkriegszeit, die durch die Kriegszeit entstandenenReparationen und die Entschädigung der jüdischen Verfolgten und weiterer NS-Verfolgter (s. a.:Jewish Claims Conference,Deutsche Wiedergutmachungspolitik) derart geregelt, dass die Bundesrepublik Deutschland als Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches nicht mit zu großen finanziellen Lasten beladen wurde. Mit demKorea-Boom zu Beginn der 1950er Jahre stiegen Industrieproduktion und Beschäftigung.

    Am 14. November 1952 trat dasBetriebsverfassungsgesetz (Version von 1952) in Kraft, das in der Tradition des Weimarer Betriebsrätegesetzes umfangreiche Informations-, Konsultations- und Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats regelt und die „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ zwischen Unternehmensleitung und Betriebsrat vorschreibt. Daneben enthielt es auch Regelungen zurUnternehmensmitbestimmung im Aufsichtsrat von Kapitalgesellschaften außerhalb der Montanindustrie. Im Jahr 1972 wurde dasBetriebsverfassungsgesetz grundlegend novelliert, seitdem ist es in zahlreichen Punkten überarbeitet und angepasst worden.

    Wichtige wirtschaftspolitische Entscheidungen in den Jahren 1959 bis 1965 waren die Teilprivatisierungen bedeutender Beteiligungen des Bundes an Unternehmen, wie diePreussag, dieVolkswagen AG (siehe auchVolkswagenStiftung) und dieVEBA.[66] Eine wesentliche Änderung dergesetzlichen Rentenversicherung geschah mit derRentenreform von 1957, als dasKapitaldeckungsverfahren zu Gunsten desUmlageverfahrens aufgegeben und die dynamische Anpassung der Rentenhöhe an die Bruttolohnentwicklung eingeführt wurde. Mit demGesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen und der Gründung desBundeskartellamts 1958 war das Prinzip der Wettbewerbsfreiheit (Dekartellierung) auf Dauer verankert. 1963 wurde derSachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung eingesetzt, um der Bundesregierung und der Öffentlichkeit jährlich eine unabhängige wissenschaftliche Analyse und Prognosen für die Zukunft zur Verfügung zu stellen.

    Im März 1961 wertete erstmals die Deutsche Mark um fünf Prozent auf. Die festen Wechselkurse gerieten 1968/69 erneut unter Druck. Am 20. November 1968 wurden für drei Tage sogar die meisten europäischen Devisenbörsen geschlossen und dieG10 trafen sich in Bonn zu Verhandlungen. DieDeutsche Bundesbank stellte den Ankauf von US-Dollar, zur Stützung der festen Wechselkurse, am 30. September ein. Am 27. Oktober 1969 wurde die Deutsche Mark nach einer Aufwertung von 9,3 % wieder zum Kurs von 3,66 DM pro US-Dollar fest an den US-Dollar gebunden. In dieser Zeit stiegen die Lohnerhöhungen von den zuvor üblichen 8 % pro Jahr auf 14 % im ersten Quartal 1970, eineLohn-Preis-Spirale war entstanden. Die Bundesbank erhöhte im Gegenzug die Zinsen, was aber nur zu Kreditaufnahmen im Ausland führte. Am 9. Mai hob die Bundesbank den festen Kurs zum US-Dollar auf. Am 15. August 1971 wurde die Konvertibilität des US-Dollars in Gold aufgehoben und damit endete derGoldstandard (s. a. Deutsche Goldreserven). Die G10 beschlossen am 18. Dezember 1971 in Washington (Smithsonian Agreement) eine Neufestsetzung der Wechselkurse zum US-Dollar und zum Gold und eine neue Schwankungsbreite der Währungen zum US-Dollar von ± 2,25 %. Eine Reihe vonDevisenverkehrsbeschränkungen, wie das 1972 in Kraft getreteneBardepotgesetz, wurden in Deutschland eingeführt. Am 24. April 1972 beschlossen einige europäische Staaten, einschließlich Deutschland, denEuropäischen Wechselkursverbund („Währungsschlange“), um die Schwankungsbreite ihrer Währungen gegeneinander auf ± 2,25 % festzulegen. Das Abkommen wandelte sich zu einem reinen europäischen Wechselkursverbund, nachdem der Wechselkurs zum US-Dollar ab März 1973 sich völlig frei bilden durfte (Zusammenbruch vonBretton-Woods). 1979 entstand daraus dasEuropäische Währungssystem.

    Die Bundesbank ging intern ab 1973 über auf dieGeldmengensteuerung und ab 1975 gab sie einGeldmengenziel vor.[67]

    Deutsche Demokratische Republik

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

    Von 1945 bis 1949 gab es in dersowjetischen Besatzungszone eineBodenreform, wobei die Eigentümer meistens entschädigungslos enteignet wurden, gleiches geschah mit Großunternehmer, Großhandel und Banken (s. a.:Industriereform in der SBZ). Es entstanden etwa 200Sowjetische Aktiengesellschaften. Die verbleibenden privaten Unternehmen wurden ab 1950 umgewandelt involkseigene Betriebe (VEB) undBetriebe mit staatlicher Beteiligung (BSB), die 1972 dann auch sozialisiert wurden. Von1952 bis 1960 ging fast das gesamte Agrarland involkseigene Güter (VEG) oderlandwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG) über. Sozialistische Genossenschaften gab es auch beispielsweise im Handwerk (PGH), bei den Binnenfischern (PGB), bei Gärtnereien (GPG), im Bau (AWG) und bei See- und Küstenfischern (FPG).

    Deutsche Mark der DDR von 1948

    Seit dem 23. Juni 1948 gab es mit derDeutschen Mark eine eigene Währung. Bis dahin galt neben Rentenmark und Reichsmark auch eine von derSowjetischen Militäradministration als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführteMark der Alliierten Militärbehörde, auch „Besatzungsmark“ genannt. Eine gleich lautende Währung wurde ebenfalls von allen Alliierten seit dem 9. August 1945 in Berlin als gesetzliches Zahlungsmittel herausgegeben.[68] Mit der neuen Währung war eine Währungsreform verbunden, der am 13. Oktober 1957 eine weitere folgte.

    Die DDR wurde im September 1950 in den 1949 gegründeten und von der Sowjetunion geführtenRat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) aufgenommen. Die Organisation entstand, um eine wirtschaftliche Unabhängigkeit der osteuropäischen Mitgliedsstaaten vom Westen zu ermöglichen. Gegen Ende der 1950er Jahre begann man den RGW organisatorisch weiterzuentwickeln und erste internationale Wirtschaftspläne entstanden. Die wichtigste Unternehmung des RGW war zu dieser Zeit die von 1959 bis 1964 errichtete über 5000 Kilometer langeErdölleitung Freundschaft.

    Mit einer Erhöhung der Arbeitsnormen um zehn Prozent sollten wirtschaftliche Schwierigkeiten begegnet werden, doch kam es deshalb unter anderem zumVolksaufstand vom 17. Juni 1953. Seit den 1950er Jahren gab es den sogenanntenInterzonenhandel, später „innerdeutscher Handel“ genannt, der zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR in Form eines Tauschhandels abgewickelt wurde.[69] Bis zum 13. August 1961, dem Beginn des Baus derBerliner Mauer und der Verstärkung der Grenzbefestigung an derInnerdeutschen Grenze flüchteten viele Millionen Ostdeutsche nach Westdeutschland.

    Siehe auch:Deutsche Demokratische Republik – Wirtschaft

    Bipolare Welt

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

    Bundesrepublik Deutschland

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
    Wirtschaftswachstum in Deutschland von 1980 bis 2018

    Mit dem Ende desBretton-Woods-Systems 1973 und derÖlkrise im gleichen Jahr endete in Westdeutschland die Zeit des durchgehend hohen wirtschaftlichen Wachstums, der Staatsverschuldung von etwa 20 Prozent und derVollbeschäftigung mit einer Arbeitslosenquote von unter zwei Prozent.

    DieAutomobilindustrie und dieInformationstechnik entwickelten sich zu neuen industriellen Schlüsselindustrien, weshalb die öffentliche Hand große Investitionen in die Infrastruktur tätigte. So wurden beispielsweise aus dem 1973 erstmals aufgestelltenBundesverkehrswegeplan große Summen in denFernstraßenbau investiert. In den 1990er Jahren wurde das leitungsgebundene Telefonnetz von der Deutschen Telekom digitalisiert und mehrere Mobilfunkbetreiber, darunter ein Tochterunternehmen der Deutschen Telekom, errichtetenMobilfunk-Netze für große Teilnehmerzahlen (siehe auch:Geschichte des Telefonnetzes,Versteigerung der UMTS-Lizenzen in Deutschland). Allerdings verkaufte die Bundesrepublik Deutschland ab 1996 fast komplett ihren Anteil an „T-Aktien“ der Deutschen Telekom.

    Früher wichtige Branchen wie die Eisenbahn, dieSchwerindustrie (s. a.Stahlkrise) und der Bergbau verloren an Bedeutung. Seit den 1960er Jahren änderte sich diedeutsche Energiewirtschaft, es gab vermehrt Importkohle und Haushalte und Gewerbe gingen für die Kohleindustrie verloren. In der Folge musste beispielsweise derRuhrbergbau die Förderung reduzieren. Der 1963 gegründeteRationalisierungsverband Ruhrbergbau begleitete die Schließung vieler Großzechen. Weitere Schritte waren derHüttenvertrag von 1968, derJahrhundertvertrag von 1975 und die Bildung derRuhrkohle AG.

    Obwohl dieTextil- und Bekleidungsindustrie bis in die 1990er Jahre eine durchImportquoten geschützte Wirtschaftsbranche war, wurden arbeitsintensive Produktionsschritte zunehmend inNiedriglohnländer verlagert. Sogar im innerdeutschen Handel waren Textilien und Bekleidung 1987 mit 16,04 %[70] wichtige DDR-Produkte. Der Strukturwandel in der Bundesrepublik verstärkte sich weiter als mit dem 1994 beschlossenenWelttextilabkommen die Handelsschranken schrittweise aufgehoben wurden. Für die westdeutsche Branche bedeutete dies, dass sie in neue Produkte investierte, wie beispielsweiseTechnische Textilien, und traditionelle Standorte, wie dasAugsburger Textilviertel, dasPelzhandelszentrum in Frankfurt am Main oder dieSchuhindustrie in Pirmasens, an Beschäftigung verloren. Während zu Beginn der 1960er Jahre in Westdeutschland noch 1,27 Millionen Menschen –überwiegend Frauen – in der Textil- und Bekleidungsindustrie beschäftigt waren, schrumpfte die Zahl in Deutschland auf 230.000 Personen im Jahr 2000.[71] In derSchuhindustrie gingen zwischen 1975 und 1981 über die Hälfte aller Arbeitsplätze verloren.[72] DieGewerkschaft Leder und dieGewerkschaft Textil-Bekleidung fusionieren mit anderen Gewerkschaften. Bekannte deutsche Unternehmen der Branche sindHugo Boss,Adidas,Puma,Brennet AG,Gütermann undweitere Unternehmen.

    DerDienstleistungssektor expandierte, so dass Deutschland alsDienstleistungsgesellschaft bezeichnet werden kann. Besonders erfolgreiche Branchen sindVersicherer,Banken und unternehmensnahe Dienstleister, aber auch die Freizeit- und Unterhaltungsindustrie. Die Industrialisierung von Dienstleistungen gewinnt an Bedeutung. Analog zurTaylorisierung in der Industrie, werden nun auch Dienstleistungen in einzelne Arbeitsschritte unterteilt und diese können entweder intern oderextern, hoch produktiv abgearbeitet werden. So beispielsweise das Telefonieren inCallcentern, das Sortieren von Briefen z. B. inBriefzentren der Deutschen Post AG oder einige Arbeitsschritte aus dem Bereich derFinanzdienstleistung in der sogenannten „Bankfabrik“. Im konsumnahen Dienstleistungssektor bedeutend ist dieSelbstbedienung. So setzte sich imEinzelhandel derSupermarkt durch, Bargeld wird mitGeldautomaten bei der Bank abgehoben und inSchnellrestaurants bringt der Kunde seine Speisen, meistFastfood, selbst zu Tisch. Diese Änderungen der Wirtschaftsstruktur können sogar aus früheren Kunden wirtschaftliche Konkurrent machen. Beispiele dafür sind im Handwerk dasHeimwerken (der ersteBaumarkt entstand um 1960) oder seit den 1990er Jahren in der Informationsbranche das Erstellen vonUser-Generated-Content.

    DieKonsumausgaben privater Haushalte stiegen von 1970 bis 1990 von 191,29 Mrd. EUR auf 703,20 Mrd. EUR.[73] Neben den Einnahmen der Privathaushalte stieg auch die Menge an Freizeit: Die 5-Tage-Woche wurde 1955/56 schrittweise eingeführt, die40-Stunden-Woche 1965 und die 38,5-Stunden-Woche 1984. Seit Mitte der 1990er Jahre stieg dieWochenarbeitszeit in vielen Branchen allerdings wieder.

    In den Regierungszeiten mit SPD-Beteiligung (Kabinett Kiesinger,Kabinette Brandt I undII,Kabinette Schmidt I,II undIII, von 1966 bis 1982) waren Beteiligungen des Staates an Unternehmen gerne gesehen, da man wirtschaftliche Probleme zusammen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften[74] aktiv angehen wollte. 1970 wurden diedeutsch-sowjetischen Röhren-Erdgas-Geschäfte unterzeichnet. In der Großen Koalition von 1966 bis 1969 wurde die „konzertierte Aktion“ von MinisterKarl Schiller zur Überwindung der Wirtschaftskrise jener Jahre organisiert und mit demStabilitäts- und Wachstumsgesetz von 1967 wurde das Staatsziel des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts konkretisiert. In der folgenden Regierungszeit vonHelmut Kohl (Kabinette Kohl I,II,III,IV undV, von 1982 bis 1998) wurde der vom Bund gehaltene Besitz an vielen deutschen Großunternehmen verkauft, wie beispielsweiseVEBA,VIAG,Volkswagen AG,Schenker AG,Salzgitter AG,Saarbergwerke,IVG Immobilien,Deutsche Telekom,Deutsche Bundespost.[66] Auch das von derTreuhandanstalt nach derWiedervereinigung übernommeneVolkseigentum wurde bis 1994 privatisiert. Dagegen blieb der von den Bundesländern gehaltene Besitz an Unternehmen weitgehend im Staatsbesitz. So änderte sich beispielsweise imdeutschen Bankwesen an dem „Drei-Säulen-Modell“ –private Geschäftsbanken,öffentlich-rechtliche Kreditinstitute undGenossenschaftsbanken – nichts.

    Die unter dem Schlagwort „Europäischer Binnenmarkt“ propagierten „vier Grundfreiheiten“ wurden in derEuropäischen Gemeinschaft über Jahrzehnte hinweg durch Rechtsangleichung zunehmend realisiert.

    Deutsche Demokratische Republik

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
    Bodenschätze und Industrie-Standorte der DDR, Stand August 1990

    Ab 1962 gab es in der DDR die EinzelhandelsketteIntershop mit dem Ziel „Westgeld“ zu erwirtschaften. Das „Neue Ökonomische System der Planung und Leitung“ wurde 1963 unterWalter Ulbricht eingeführt und galt bis 1967. Es sah Leistungsboni für Arbeiter sowie eine stärkere Flexibilität von Betrieben vor. 1965 begann man das Konzept etwas zu verändern, diestaatliche Planung bekam wieder mehr Bedeutung und derVolkswirtschaftsrat (1961–1965) wurde zu Gunsten mehrere Industrieministerien aufgelöst. DasÖkonomische System des Sozialismus und das Konzept derstrukturbestimmenden Aufgaben galt von 1967 bis 1971. Zum einen wurden die Reformen weiter verfolgt, zum anderen begann man aber die Elektroindustrie und den Werkzeugmaschinenbau besonders zu fördern. Im Juni 1971 verkündeteErich Honecker, nachdem er Ulbricht abgelöst hatte, auf demVIII. Parteitag Verbesserungen für die Bevölkerung, wie derErhöhung der Konsumgüterproduktion oder einemWohnungsbauprogramm (genanntEinheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik). Diese Maßnahmen waren nur zum Teil durch die Fortschritte der DDR-Wirtschaft finanzierbar, so dass die DDR sich zunehmend bei der Bundesrepublik verschuldete. Notwendig wurde dies auch, da westliche Produktionsanlagen für Export- und Konsumgüter gekauft wurden und nicht immer mittelsKompensationsgeschäften bezahlt werden konnten. Versucht wurde dieser zunehmenden Abhängigkeit entgegenzuwirken. Seit Mitte der 1970er Jahre wurde beispielsweise der Export gegen Devisen verstärkt, der 1966 eingerichtete BereichKommerzielle Koordinierung im Ministerium für Außenhandel ausgebaut, 1973 derMindestumtausch für westdeutsche Besucher erhöht, eineTransitpauschale für den Verkehr zwischen Westdeutschland und West-Berlin vereinbart und denHäftlingsfreikauf forciert. Die Konzentration auf bestimmte Industrien wurde auch in den 1970er Jahren fortgesetzt, so dass in diesen Industrien moderne Maschinen vorhanden waren, während solche anderswo eher fehlten. In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre erhöhte die Sowjetunion infolge derÖlkrise den Ölpreis für ihre osteuropäischen Abnehmer und 1979/1980 senkte sie sogar die an die DDR gelieferte Rohölmenge von 19,3 Mio. Tonnen auf 17,3 Mio. Tonnen. Die DDR reagierte darauf, indem sie petrolchemische Produkte, vor allem Benzin und Diesel, in den Westen exportierte und selber verstärkt auf Braunkohle (Lausitz und Region Halle/Leipzig), Atomstrom und Fernwärme zurückgriff. Die Förderung von Braunkohle stieg von 256 Mio. Tonnen (1980) auf 313 Mio. Tonnen (1985)[75]. Es wurde verstärkt in die Werke in Leuna und Bitterfeld investiert (VEB Leuna-Werke Walter Ulbricht undChemiekombinat Bitterfeld). Es gelang so die Deviseneinnahmen zu vergrößern und damit die Verschuldung im Westen zu verringern[76], aber ab Mitte der 1980er Jahre sank der Ölpreis wieder.

    Der RGW wurde institutionell ausgebaut und die nationalen Wirtschaftspläne der Mitgliedsländer in Teilen aufeinander abgestimmt (Sozialistische ökonomische Integration). Die Mitgliedsländer strebten in einigen wirtschaftlichen Bereichen eine Spezialisierung an, so erhielten die Kernkraftwerke der DDR inRheinsberg,Greifswald undStendal sowjetische Reaktoren. Aus der Sowjetunion erhielt die DDR ebenfalls große Mengen an Erdöl und Erdgas. 1974 wurde die Lieferung von Gas und Erdöl gegen Bauleistung an einer Erdgasleitung vereinbart, der DDR fiel der Bau eines 550 Kilometer langen Bauabschnitts in der Ukraine zu, derDruschba-Trasse. Gas- und Erdöllieferungen wurden auch in späteren Jahren stets von den Abnehmerländern der Rohstoffe zum Teil durch den Bau von Pipelines bezahlt. Die DDR selber exportierte vorwiegend Industrie-, Konsum- und Elektronikgütern, beispielsweise Schiffe aus demVEB Kombinat Schiffbau oder Datenverarbeitungs- und Büromaschinen aus demVEB Kombinat Robotron.[77] (s. a. weitereKombinate)

    Ab den 1960er Jahren warb die DDR zeitlich befristet und ohne IntegrationsabsichtVertragsarbeiter für Arbeitsbereiche wie der Leichtindustrie oder der Konsumgüterindustrie an. 1981 gab es etwa 24.000 Vertragsarbeiter und Ende 1989 etwa 94.000 Vertragsarbeiter, wobei zwei Drittel vietnamesischer Herkunft waren.

    Der Außenhandel der DDR verlief zu etwa 70 % mit sozialistischen Ländern, zu etwa 25 % mitwestlichen Industrieländern und zu etwa 5 % mit Entwicklungsländern. Beim Handel mit den sozialistischen Ländern fielen etwa 40 % auf den Handel mit der Sowjetunion und etwa 25 % auf die übrigen RGW-Staaten.[78][79]

    Siehe auch:Liste von Zeitungen und Zeitschriften in der DDR undListe von Markennamen und Produkten in der DDR

    Wiedervereinigung

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

    Nach derdeutschen Wiedervereinigung trat dieWährungs-, Wirtschafts- und Sozialunion am 1. Juli 1990 in Kraft. DieVolkseigenen Betriebe wurden derTreuhandanstalt übergeben mit dem Ziel diese zu privatisieren oder zu schließen. Am 31. Dezember 1994 wurde die Treuhandanstalt aufgelöst, die verbliebenen Aufgaben auf mehrere Nachfolgegesellschaften verteilt und die angefallenen Schulden in denErblastentilgungsfonds eingebracht.

    Zur Finanzierung des sogenannten „Aufbau Ost“ wurden für die ostdeutschen Bundesländern derFonds Deutsche Einheit und dieSolidarpakte I und II vereinbart. Der Bund finanzierte sich wiederum zum Teil über denSolidaritätszuschlag. Darüber hinaus wurde dieNeuverschuldung des Bundeshaushaltes stark erhöht und das soziale Sicherungssystem durch stark steigende Kosten wegen der etwa doppelt so hohen Arbeitslosigkeit im Osten belastet.

    DieInfrastruktur in den „Neuen Bundesländern“ wurde nach der Wiedervereinigung verbessert, wovon die ostdeutsche Bauindustrie bis Mitte der 1990er Jahre profitierte. Die Produktivität je Arbeitnehmer stieg, doch dieLohnstückkosten waren lange Zeit erheblich höher als in Westdeutschland. Gleichzeitig dauerte der Angleichungsprozess zwischen Ost und West länger als ursprünglich angenommen an (siehe auchBlühende Landschaften), weshalb auch die hohen Arbeitslosenzahlen und die Abwanderung der Bevölkerung noch weitere Jahre anhielt.

    Die Bundesregierung veröffentlicht seit 1997 einen jährlichenJahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit.

    Globalisierung und globale Krisen

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
    Hauptartikel:Globale Finanzkrise,Globale Finanzkrise/Regionaler Verlauf undEurokrise
    Entwicklung der Brutto- und Reallöhne in Deutschland

    Seitdem zunehmend Verlagerungen von internationalen Unternehmen aus Deutschland weg beobachtet werden, wird dieGlobalisierung kontrovers diskutiert. Es wird thematisiert, inwiefern Deutschland mit seiner exportorientierten Wirtschaft profitiert oder ob durchOutsourcing Arbeitsplätze abgebaut werden und welche Gruppen profitieren oder nicht profitieren können. Die lange Zeit ungenügende politische Antwort auf die Globalisierung zeigte sich in der steigendenArbeitslosenquote, die in der Spitze im Jahr 2005 13 Prozent für Gesamtdeutschland und 20,6 Prozent für die Neuen Länder einschließlich Berlin erreichte.

    Eine wirtschaftspolitische Maßnahme war die Schaffung derEuropäischen Wirtschafts- und Währungsunion 1999. Mit derEurozone, also derWährungsunion derMitgliedstaaten der Europäischen Union, entfiel beispielsweise dieWechselkursunsicherheit in großen Teilen Europas.

    Eine Reaktion auf die schwierige Situation am Arbeitsmarkt war, dass die Anzahl der Selbstständigen stieg, beispielsweise im Zeitraum von 1991 bis 1998 um 18,3 %.[80] In diesem Zusammenhang ist auch der Begriff derneuen Selbstständigkeit entstanden.

    Damit gering qualifizierte Arbeitnehmer in Deutschland mit vergleichbaren Arbeitnehmern inSchwellenländern erfolgreich um einen Arbeitsplatz konkurrieren konnten, wollte die Politik denNiedriglohnsektor fördern und ausbauen. Es wurden verschiedeneKombilohn-Modelle undMindestlohn-Modelle diskutiert, in Modellprojekten getestet und auch umgesetzt. Gewerkschaften und Arbeitgeber fügten seit 2004Öffnungsklauseln in Tarifverträgen ein und mit derAgenda 2010 und demHartz-Konzept wurden dasSozialsystem und derArbeitsmarkt, zwischen 2003 und 2005, vomKabinett Schröder II wesentlich geändert. Es entstanden auch neue Begriffe wie „Ich-AG“ und „Aufstocker“. Ersteres sind von Arbeitslosen gegründete Unternehmen, die der Staat fördert, und Letzteres sind Personen mit einem Einkommen unter derGrundsicherung, die vom StaatArbeitslosengeld II bekommen. Des Weiteren wurden mit derGreencard von 2000 bis 2004 etwa 20.000 IT-Experten von außerhalb der EU nach Deutschland gelockt, da sich im Zuge der Euphorie um dieNew Economy und des explosionsartigen Wachstums des BörsensegmentsNemax in den Jahren 1997 bis 2000 (Dotcom-Blase) ein Bedarf an diesen Fachleuten gezeigt hatte. Die EU beschloss 2009 eine Richtlinie, wonach hochqualifiziertenDrittstaatsangehörigen ein Aufenthalt in der EU ermöglicht werden soll. Deutschland setzte die Regelung für dieBlaue Karte EU im August 2012 um. In den ersten sechs Monaten erhielten 4126[81] Menschen daraufhin einen Aufenthaltstitel für Deutschland. 2015 wurde derallgemeine Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro brutto je Zeitstunde eingeführt. Eine ständige Mindestlohnkommission, bestehend aus wissenschaftlichen Mitgliedern und Vertretern der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite, soll Anpassungen festlegen. Auf der anderen Seite stand der Wunsch deutscher Unternehmen, viele gut ausgebildete Arbeitnehmer zu Kosten unterhalb des deutschen Lohnniveaus zu beschäftigen, weshalb enge Lieferbeziehungen zu Tschechien, Ungarn, Polen und Slowenien aufgebaut wurden.[82] So entstand beispielsweise ab 1994 inGyőr (Ungarn) ein wichtiger Standort zur Fertigung von Automotoren fürAudi. Dieses Tochterunternehmen war 2008 der zweitgrößte Exporteur Ungarns. Die Situation ist ähnlich inTschechien, woŠkoda Auto, eine Tochtergesellschaft von VW, 2006 der größte Exporteur des Landes war. InGreer (South Carolina) in den USA produziert dieBMW US Manufacturing Company Fahrzeuge, die zu 70–80 % exportiert werden, und ist damit der größte Exporteur von Autos in den USA.[83] Die Direktinvestitionen von deutschen Unternehmen in China erreichten 2010 einen kumulierten Bestand von fast 18 Milliarden US-Dollar.[84]


    (Quelle:Eurostat)

    Die Arbeitslosenquote fiel im Dezember 2007 auf 8,1 % und im November 2008 auf 7,1 %. Seit 2008 wird zunehmend nach demArbeitnehmer-Entsendegesetz durch Verhandlungen von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden für einzelne Wirtschaftszweige ein unterschiedlich hoher Mindestlohn vereinbart.

    2007 entstand aus der vorwiegend westdeutschenWASG und der vorwiegend ostdeutschenPDS eine erfolgreiche gesamtdeutsche Partei der politischen Linken:Die Linke. Mit dieser Verschiebung des deutschen Parteiensystems zerbrach der Konsens in der Politik, einemarktliberale Wirtschaftspolitik zu betreiben.

    Seit Anfang der 2000er Jahre erlebt die Wirtschafts- und Arbeitswelt weltweit eine „Digitale Revolution“, die maßgeblich von den Vereinigten Staaten und China ausgeht. Es werden neuartige IT-Produkte entwickelt, wie beispielsweiseLegal-Tech in der Rechtsberatung undFin-Tech in der Finanzindustrie. In Deutschland wurde der Begriff „Industrie 4.0“ erfunden, der die Digitalisierung der industriellen Produktion benennt. Beispielsweise bietenSiemens seit 2017MindSphere,Bosch dieBosch IoT Suite und seit 2017 dieSoftware AG und mehrere Maschinen- und AnlagenbauerAdamos an. Mit diesen industriellenIoT-Plattformen können Sensordaten von Maschinen und Industrieanlagen mit Kunden und Lieferanten geteilt oder mittels eigener oder gemieteter Software für beliebige Zwecke (z. B. vorausschauende Wartung) genutzt werden. Für die Automobilindustrie wichtige Neuerungen sind IT-Dienstleistungen im Auto, basierend auf der sogenannten „Car-IT“. Beispiele hierfür sindAndroid Auto von Google undCarPlay von Apple, die beide das Smartphone mit dem Infotainmentsystem des Autos verbinden, sowie die neuen Auto-BetriebssystemeAndroid Automotive von Google, MB.OS von Mercedes-Benz undvw.os[85] vonVolkswagen mit dem konzerneigenenApp Store. Volkswagen hat beim ModellVW ID.3 einzelne Teile des vw.os bereits zur Anwendung gebracht. Eine gänzlich neuartige IT-Dienstleistung ist derMobility Data Space, bei dem seit Januar 2022 die MitgliederMobilitätsdaten teilen können. Es gibt auch im Endkundengeschäft tätige deutsche Plattformen, z. B.Delivery Hero (Essen),Zalando (Schuhe und Mode) undOtto Group (Mode und Lifestyle), und im Geschäft mit Geschäftskunden Plattformen wieAUTO1 Group (Gebrauchtwagen) und Wucato (Handwerks- und Industriebedarf). Mit dem Aufkommen dieser Plattformen seit 2009 entstand der Begriff „Gig Economy“. Gemeint ist damit die durch Plattformen vermittelte Arbeit an meist nicht dort angestellte Auftragnehmer.

    Deutschland war über mehrere Jahre „Exportweltmeister“, zuletzt 2008 mit 1,47 Billionen US-Dollar (China damals: 1,43 Billionen Dollar).[86]

    Die externeFinanzierung von Unternehmen erfolgt in Deutschland traditionell über eineHausbank, doch zunehmend steigt die Bedeutung des internationalen Kapitalmarktes etwa durch die Ausgabe von Aktien oder Unternehmensanleihen aninstitutionelle Anleger.[87] Dieser Vorgang löste in der Politik beispielsweise dieHeuschreckendebatte im April und Mai 2005 aus. Allerdings gingen dem Maßnahmen seitens der Regierung vonGerhard Schröder (1998 bis 2005) zum Abbau von Kapitalverflechtungen zwischen deutschen Unternehmen voraus, wie der in derSteuerreform 2000 vomKabinett Schröder I beschlossene steuerfreie Verkauf von Unternehmensbeteiligungen. Ein Schlüsselereignis war der Kauf derMannesmann AG durch eine spektakulärefeindliche Übernahme Anfang 2000; - es folgten der Verkauf von Teilen des Unternehmens und derMannesmann-Prozess in den Jahren 2004 bis 2006.

    Zinssätze auf deutsche Langzeitanleihen. Der niedrige Zinssatz begünstigt die Konsolidierung der Staatsfinanzen.

    DieWeltfinanzkrise (s. a.:chronologischer Verlauf) führte zur Offenlegung der schlechten finanziellen Situation[88] einiger deutscher Banken, im Besonderen einigerLandesbanken, derIKB Deutsche Industriebank und derHypo Real Estate, und veranlasste die Bundesregierung, in Person von BundeskanzlerinAngela Merkel und FinanzministerPeer Steinbrück (beide waren seit 2005 im Amt), im Oktober 2008 zu der politischen Absichtserklärung, die Sparguthaben auf allen deutschen Banken zu garantieren.[89] Wenige Tage später beschloss dasKabinett Merkel I die Gründung desFinanzmarktstabilisierungsfonds (FMS). Das Bundeskabinett verabschiedete am 5. November 2008 ein „Maßnahmenpaket“ und am 14. Januar 2009 das „Konjunkturpaket II“. In den Wahlperioden2005/09 und2009/13 wurden von der Bundesregierung weitere die Wirtschaft fördernde Gesetzesänderungen beschlossen, trotzdem entwickelte sich das Bruttoinlandsprodukt 2009 mit −5,1 % negativ. Parallel zu den Wachstumspaketen führte Finanzminister Peer Steinbrück Anfang 2009 die sogenannte „Schuldenbremse“ ein. Im Verlauf der Finanzkrise übernahm der SoFFin eine Beteiligung an derCommerzbank, und die Hypo Real Estate wurde verstaatlicht (s. a.:FMS Wertmanagement), weshalb ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss[90] eingesetzt wurde. Am Arbeitsmarkt wirkte sich die Krise so aus, dass im Mai 2009 die Inanspruchnahme derKurzarbeit für über 1½ Millionen Arbeitnehmer ihren Höhepunkt erreichte.[91] Als ebenfalls bedeutend zeigte sich die in den Jahren zuvor vergrößerteFlexibilität der Arbeitszeit, beispielsweise durch Konzepte wieArbeitszeitkonten.[92][93] Die Arbeitslosenzahl erhöhte sich im Verlauf der Finanzkrise deshalb nur gering, wohingegen die Arbeitszeit je Beschäftigten von Anfang 2008 bis Ende 2009 um etwa 5 Prozent[92][93] sank. 2010 setzte der Aufschwung am Arbeitsmarkt wieder ein, so dass im Oktober 2010 die Zahl der registrierten Arbeitslosen auf unter drei Mio. oder 7,0 Prozent zurückging. Einige Gründe dafür sind, dass seit Einführung des Arbeitslosengeldes II im Jahr 2005 viele bereit sind, auch einen schlechter bezahlten Arbeitsplatz anzunehmen oder bei einemZeitarbeitsunternehmen zu arbeiten. So waren im August 2010 754.700[94] Menschen bei Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt, gegenüber 453.400[95] Menschen im Juni 2005.

    2009/10 begann diegriechische Staatsschuldenkrise, die sich im Frühjahr 2010 zurEurokrise ausweitete. Das äußerte sich unter anderem darin, dass auf Druck der Bundesregierung (Kabinett Merkel II) unter anderem ein „Euro-Rettungsschirm“ eingerichtet wurde und dass sich an den Märkten das in früheren Jahren relativ einheitliche Zinsniveau für EU-Staatsanleihen bis 2013 stark auseinander bewegte. Da deutsche Staatsanleihen als sehr sicher gelten, konnten die zu zahlenden Zinsen stark reduziert werden; zeitweilig waren Anleger bereit, für einige Kurzläufer sogarnegative Nominalzinsen zu akzeptieren.Negative Realzinsen (Marktzins liegt unterhalb der Inflationsrate) sind für deutsche Staatsanleihen bei fast allen Laufzeiten zur neuen Normalität geworden, wobei die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen im August 2014 erstmals unter 1,0 % lag (bei einer Inflationsrate von 0,8 % im Juli 2014). Die Marktlage ist bei soliden deutschen Unternehmensanleihen ähnlich. Als die EZB am 9. März 2015 ein Programm zurquantitativen Lockerung begann, war die Inflationsrate (wegen desÖlpreisverfalls) und die Rendite der deutschen Staatsanleihen bei vielen Laufzeiten negativ geworden. Im August 2019 waren bei dann wieder positiver Inflationsrate (1,7 % im Juli 2019) selbst 30-jährige Bundesanleihen negativ geworden, 10-jährige Bundesanleihen rentierten mit −0,495 %.[96] Große Kapitalanleger zahlen Zinsen an die Bank. Erst im Dezember 2021 und im Januar 2022 änderte sich diese Situation und die Rendite der Bundesanleihen wurde positiv. Bei einem Anstieg der Inflation auf beispielsweise 5,2 %[97] im November 2021 bedeutete dies jedoch, dass sich die negative Differenz zwischen Inflation und Zinssatz noch weiter ausgeweitet hat (sieheFinanzielle Repression).

    Zur Koordinierung der Wirtschaftspolitik der EU-Länder wurde 2011 das sogenannteEuropäische Semester eingeführt, das der Europäischen Kommission ermöglicht, die nationalen Haushalts- und Reformentwürfe zu überprüfen, bevor diese von den nationalen Parlamenten beschlossen werden. Eine weitere Folge der Krise war ein starker Zuzug meist gut ausgebildeter Süd- und Südosteuropäer in die Boomregionen Deutschlands und ein Immobilienboom in einigen Großstädten und mittelgroßen Städten. Der 2013 gegründeteAusschuss für Finanzstabilität berichtete unter anderem, dass 2013 in sieben Großstädten die Preise für Wohnimmobilien um 9,0 % stiegen und in 125 weiteren deutschen Städten um 6,3 %.[98]

    DasKabinett Merkel III beschloss das von BundesarbeitsministerinAndrea Nahles (SPD) erarbeitete, ab dem 1. Januar 2015 gültigeMindestlohngesetz. Um den Preisanstieg am Wohnungsmarkt zu dämpfen, wurden unter anderem dasBestellerprinzip fürImmobilienmakler und die „Mietpreisbremse“ eingeführt. Es gelang BundesfinanzministerWolfgang Schäuble (CDU) einen ausgeglichenenBundeshaushalt („schwarze Null“) von 2014 bis 2017 zu erreichen. Seinem Nachfolger imKabinett Merkel IV, BundesfinanzministerOlaf Scholz (SPD), gelang das 2018 ebenfalls, doch der sich Ende 2018 abzeichnende Wirtschaftseinbruch hatte die Fortsetzung beendet. Dennoch wurde erwartet, dass die Schuldenstandsquote Deutschlands Ende 2018 / Anfang 2019 auf weniger als 60 % des BIP (Maastricht-Kriterien) sinken würde.[99]

    Nach demAtomausstieg vom 14. Juni 2000 (Kabinett Schröder I), der 2010 vomKabinett Merkel II erst „gebremst“ und nach derNuklearkatastrophe von Fukushima am 14. März 2011 wieder „beschleunigt“ wurde, beschloss dasKabinett Merkel III am 16. Juni 2017 denFonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung im Umfang von 24,1 Milliarden Euro. Das Geld wurde von den vier deutschen Kernkraftwerk-Betreibern aufgebracht.

    DieFlüchtlingskrise in Deutschland 2015/2016 undFlüchtlingskrise in Europa 2015/2016 bestimmte ab Sommer 2015 die gesamte deutsche Öffentlichkeit. Herkunftsländer der Flüchtlinge waren derWestbalkan und die Bürgerkriegsländer Syrien (s. a.:Bürgerkrieg in Syrien), Irak und Afghanistan sowie weitere Länder. 2016 führten die Bundesregierung und die Länder für arbeitssuchende Menschen vom Westbalkan befristet bis zum Ende des Jahres 2020 einen erleichterten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt ein. Für das Jahr 2018 wurden beispielsweise rund 21.000 Anträge[100] auf Visa zur Erwerbstätigkeit erteilt.

    Weitere große Themen sind der Strukturwandel in der chinesischen Wirtschaft, einem immer wichtiger werdenden Handelspartner, derEU-Austritt des Vereinigten Königreichs und der weltweiteVW-Abgasskandal. Neben diverser Geldstrafen vereinbarte VW den Aufbau eines nationalenLadesäulennetzwerkes für Elektroautos in den USA (Electrify America).

    Nach der Übernahme derKuka AG, der versuchten Übernahme vonAixtron und ähnlichen Vorgängen durch chinesische Unternehmen, verschärfte die Bundesregierung im Sommer 2017 dieAußenwirtschaftsverordnung derart, dass dasBMWi mehr Rechte bei derartigen Unternehmenserwerbungen durch Nicht-EU-Investoren bekommen hat. Der Schwerpunkt der Gesetzesänderung liegt dabei auf Unternehmen, die mitkritischen Infrastrukturen befasst sind.

    US-PräsidentDonald Trump führte von 2018 bis 2020 einige wirtschaftspolitische Auseinandersetzungen mit ausländischen Regierungen (z. B. Kanada, Mexiko, EU, Japan, Südkorea, VR China).Trumps NachfolgerJoe Biden führt denHandelskonflikt mit der VR China weiter, worunter weltweit viele Unternehmen leiden, darunter auch deutsche.

    Seit 2020

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
    Einkaufen während der COVID-19-Pandemie (Foto vom 21. März 2020)

    Zum Jahresende 2019 begann ausgehend von der VR China dieCOVID-19-Pandemie. Sie erreichte Deutschland am 27. Januar 2020. Ab Herbst 2020 warenImpfstoffe verfügbar, auch vom deutschen UnternehmenBiontech. Maßnahmen gegen diePandemie in Deutschland waren beispielsweise Ausgangsbeschränkungen, temporäre Geschäftsschließungen, die weitgehende Einstellung des Tourismus und des Luftverkehrs, sowie die Absage aller Großveranstaltungen. Diese und vergleichbare Maßnahmen in anderen Ländern verursachten eineWirtschaftskrise in Deutschland. DasKabinett Merkel IV beschloss umfangreiche Hilfsprogramme. Im März und bis zum 26. April 2020 wurde für bis zu 10,1 Millionen PersonenKurzarbeitergeld beantragt, bei etwa 45 Millionen Erwerbstätigen.[101] Lautifo Institut waren im Mai 7,3 Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit, davon 2,4 Millionen in wirtschaftsnahen Dienstleistungen, 2,2 Millionen in der Industrie und 1,3 Millionen im Handel.[102] Die Europäische Zentralbank (EZB) legte das HilfsprogrammPEPP im Umfang von 1,35 Billionen Euro auf und die EU hat unter anderem einenWiederaufbaufonds von 750 Milliarden Euro beschlossen. Seit dem Frühjahr 2021 leiden Unternehmen und Verbraucher wegen der wieder anziehenden Wirtschaftsentwicklung unterLieferengpässen. So fehlen beispielsweiseHalbleiter für die Automobilindustrie, aber auch Vorprodukte, in die Halbleiter eingebaut werden, sind nicht in ausreichenden Mengen lieferbar. Außerdem ist derSee-Transport von Containern zu einemFlaschenhals bei Produktions- und Handelsunternehmen geworden.

    Im Juni 2020 bekam die Insolvenz vonWirecard mediale und politische Aufmerksamkeit. Wirecard war ein Zahlungsabwickler und Finanzdienstleister und seit September 2018 im AktienindexDAX.Diskutiert wurde die Rolle derBaFin, der Wirtschaftsprüfungsunternehmen und desAufsichtsrates sowie die Frage, warum sie jahrelang das kriminelle Handeln desVorstandes nicht bemerkten.

    Aufgrund ausbleibender russischer Erdgaslieferungen infolge der wegen desrussischen Überfalls auf die Ukraine verhängtenSanktionen gegen Russland begann die Bundesregierung (Kabinett Scholz), systemkritische Rohstoff-Abhängigkeiten von Russland zu verringern.[103] Infolge des sich anbahnendenTaiwan-Konflikts suchte das Wirtschaftsministerium nach Wegen, auch Abhängigkeiten von derVolksrepublik China zu verringern.[104]

    Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands nahm 2020 mit -4,1 % pandemiebedingt ab, stieg danach zwei Jahre an (2021: 3,7 % und 2022: 1, 4 %) und sank danach wieder ab (2023: -0,3 %, 2024: -0,2 %).[105] Im Januar 2023 teilten mehrere prominente Wirtschaftsinstitute mit, aufgrund derdemografischen Entwicklungen in Deutschland ein Jahrzehnt geringen Wachstums zu erwarten.[106]

    Siehe auch

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
    Portal: Wirtschaft – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Wirtschaft

    Literatur

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

    Weblinks

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

    Einzelnachweise

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
    1. abcdefghiWorld Economic Outlook Database April 2025. In: World Economic Outlook Database. Internationaler Währungsfonds, 2024, abgerufen am 18. September 2025 (englisch). 
    2. abVolkswirtschaftliche Gesamtrechnungen – Bruttoinlandsprodukt (BIP). Statistisches Bundesamt, abgerufen am 6. Februar 2025. 
    3. statista: Anteil der Wirtschaftssektoren an der Bruttowertschöpfung in 2024. Abgerufen am 18. September 2025. 
    4. Statistisches Bundesamt.
    5. [1]
    6. abErwerbstätige im Inland nach Wirtschaftssektoren. In: DESTATIS.de. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 20. November 2022. 
    7. Erwerbsquote in Deutschland von 1991 bis 2024. Statista GmbH, 25. August 2022, abgerufen am 20. November 2022. 
    8. Bund, Länder, Kreise. Agentur für Arbeit, abgerufen am 18. September 2025. 
    9. Konjunkturindikatoren – Arbeitslosenquote Deutschland. In: DESTATIS.de. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 18. September 2025. 
    10. abcKonjunkturindikatoren – Außenhandel. In: DESTATIS.de. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 16. November 2022. 
    11. abAußenhandel: Exporte und Importe (Spezialhandel) nach Güterabteilungen des Güterverzeichnisses für Produktionsstatistiken. Statistisches Bundesamt, 3. November 2022, abgerufen am 20. November 2022. 
    12. abRangfolge der Handelspartner im Außenhandel. In: DESTATIS.de. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 16. November 2022. 
    13. Handelsblatt. Abgerufen am 28. November 2023. 
    14. Country/Economy Profiles. In:Global Competitiveness Index 4.0 2019 edition. (weforum.org [abgerufen am 17. Juli 2021]). 
    15. Country Rankings: World & Global Economy Rankings on Economic Freedom. Abgerufen am 18. September 2025. 
    16. Internationaler Dienstleistungshandel: Auch der deutsche Mittelstand ist aktiv. KfW Research 212, 21. Juni 2018 (online alsPDF).
    17. Europas Top-3-Standorte für Investitionen. Ernst & Young, abgerufen am 16. November 2022. 
    18. World Competitiveness Ranking 2022 Results – Ranking full list of results. International Institute for Management Development, abgerufen am 16. November 2022 (englisch). 
    19. Statistisches Bundesamt:Statistisches Jahrbuch 2019 – Deutschland und Internationales 2019, S. 336 (PDF), abgerufen am 9. Dezember 2019.
    20. abBundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft:Daten und Fakten – Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft mit Fischerei und Wein- und Gartenbau, Dezember 2017, S. 5 (PDF (Memento desOriginals vom 3. Juli 2019 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bmel.de), abgerufen am 9. Dezember 2019.
    21. Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2014. Internetsite der AG Energiebilanzen. Abgerufen am 15. April 2015.
    22. Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen 2006. Abgerufen am 23. September 2010.
    23. Stromerzeugung im 2. Quartal 2019: Knapp die Hälfte des eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Energien. In:Destatis.de. Abgerufen am 4. November 2019.
    24. Statistisches Bundesamt:Datenreport 2004, Kapitel „Produzierendes Gewerbe“.
    25. Florian Langenscheidt (Hrsg.), Bernd Venohr (Hrsg.):Lexikon der deutschen Weltmarktführer: Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. GABAL, Offenbach (Main) 2010,ISBN 978-3-86936-221-2.
    26. OECD (2008),Growing Unequal? – Income Distribution and Poverty in OECD Countries: Country Note Germany (in German): Deutschland (PDF; 257 kB);DIW:Die Einkommensdifferenzen haben seit der Jahrtausendwende stark zugenommen – und zwar in absoluten Zahlen ebenso wie im relativen Verhältnis. (PDF; 469 kB) S. 5.
    27. abJoachim Merz:Hohe und niedrige Einkommen, Neue Ergebnisse zu Freien und anderen Berufen mit den Mikrodaten der Einkommenssteuerstatistik, 2006, S. 9.
    28. Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 24/2010:Polarisierung der Einkommen: Die Mittelschicht verliert. (PDF; 469 kB), S. 5 (Durchschnitt aller verfügbaren Einkommen pro Person, die nicht mehr als 30 % nach unten und weniger als 50 % nach oben vom durchschnittlichen verfügbaren Einkommen aller in Deutschland in Privathaushalten lebenden Personen abweichen, S. 3 und Kasten 1, S. 4).
    29. Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 7/2010:Weiterhin hohes Armutsrisiko in Deutschland: Kinder und junge Erwachsene sind besonders betroffen. (PDF; 431 kB), S. 4.
    30. Richard Hauser:Die Entwicklung der Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland, ein Überblick. Informationen zur Raumentwicklung, Heft 2/4.2003, S. 120.
    31. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 4/2009. Joachim R. Frick, Markus M. Grabka:Gestiegene Vermögensungleichheit in Deutschland. (PDF; 276 kB), S. 59.
    32. abJoachim R. Frick, Markus M. Grabka: Alterssicherungsvermögen dämpft Ungleichheit – aber große Vermögenskonzentration bleibt bestehen. (PDF) In: Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 3/2010. DIW Berlin, abgerufen am 14. September 2019. 
    33. Prognos: Prognos Zukunftsatlas 2013: Ergebnisübersicht Gesamtranking. (PDF) 28. März 2014, abgerufen am 4. Mai 2015. 
    34. Stat. Landesamt Baden-Württemberg. (Memento vom 6. Oktober 2011 imInternet Archive).
    35. abcdAußenhandel: endgültige Jahresergebnisse (Fachserie 7, Reihe 1). Statistisches Bundesamt, abgerufen am 29. Dezember 2017. 
    36. Vgl. zur FinanzkriseDer Exportweltmeister spürt die Krise. (Memento vom 12. Oktober 2008 imInternet Archive) In:tagesschau.de. 9. Oktober 2008.
    37. David Milleker:Die Defizite der einen sind die Überschüsse der anderen. (Memento vom 22. Januar 2009 imInternet Archive). In:Financial Times Deutschland. 21. Januar 2009.
    38. Deutscher Ausfuhrüberschuss im Jahr 2017: 244,7 Milliarden Euro. In: destatis.de. Statistisches Bundesamt, 27. Februar 2017, abgerufen am 27. Februar 2017. 
    39. abcStatistisches Bundesamt (Destatis):Außenhandel: Exporte und Importe nach Güterabteilungen. Abgerufen am 29. Dezember 2017.
    40. abRangfolge der Handelspartner im Außenhandel der Bundesrepublik Deutschland. In: destatis.de. Abgerufen am 3. Oktober 2022. 
    41. Statistisches Bundesamt (Destatis):Datenbank GENESIS-Online: Exporte und Importe nach Jahren und Ländern. Abgerufen am 29. Dezember 2017.
    42. Statistisches Bundesamt (Destatis):Rangfolge der Handelspartner im Außenhandel der Bundesrepublik Deutschland. Abgerufen am 29. Dezember 2017.
    43. Germany. In:Welthandelsorganisation (Hrsg.):World Trade Statistical Review 2021. 2021,S. 56/57 (wto.org [PDF; abgerufen am 7. September 2023]). 
    44. Top-500 – cio.de. Abgerufen am 24. August 2018. 
    45. Die 1.000 größten Familienunternehmen 2016. In: Die Deutsche Wirtschaft. Abgerufen am 16. August 2016. 
    46. Report for Selected Countries and Subjects. Abgerufen am 18. September 2025 (amerikanisches Englisch). 
    47. Studie: Zwei von drei Unternehmen engagieren sich gesellschaftlich. In: wiwo.de. WirtschaftsWoche, 15. Mai 2018, abgerufen am 22. Juli 2019. 
    48. Anaël Labigne, Patrick Gilroy, Olga Kononykhina, Detlef Hollmann, Birgit Riess:Die sozialen Investitionen der deutschen Wirtschaft. Edition Stifterverband, Essen 2018,ISBN 978-3-922275-82-4 (bertelsmann-stiftung.de [PDF; abgerufen am 22. Juli 2019]). 
    49. Volker Ulrich:Die nervöse Großmacht 1871–1918.S. 135. 
    50. Volker Ulrich:Die nervöse Großmacht 1871–1918.S. 137. 
    51. Fritz Blaich:Die Anfänge der deutschen Antikartellpolitik zwischen 1897 und 1914.
    52. Gesetz über den vaterländischen Hilfsdienst, 5. Dezember 1916 / Bayerische Staatsbibliothek (BSB, München). In: 1000dokumente.de. Abgerufen am 12. Juli 2021. 
    53. abJochen Oltmer, Bundeszentrale für politische Bildung:Flucht- und Zwangswanderungen in der Zwischenkriegszeit. 15. März 2005, abgerufen am 29. April 2019.
    54. Bundesarchiv:Entwurf eines Gesetzes zur beschleunigten Erhebung des Reichsnotopfers.
    55. Die Deutsche Bank 1870–1995. C. H. Beck Verlag, S. 361.
    56. bundesarchiv.de:Ministerbesprechung vom 30. November 1931, 16:30 Uhr.
    57. Jürgen Zarusky:Ghettorenten: Entschädigungspolitik, Rechtsprechung und historische Forschung. S. 18,ISBN 978-3-486-58941-2 (Vorschau in der Google-Buchsuche).
    58. merkur-online.de:Muss Deutschland jetzt Milliarden zahlen? Nazi-Opfer kämpfen um ihre Ghetto-Renten. 5. März 2010.
    59. taz.de:Plünderung jüdischen Eigentums: Wie Deutsche ihre jüdischen Mitbürger verwerteten.
    60. zeno.org:Der Nürnberger Prozeß, Montag, 5. August 1946, Vormittagssitzung.
    61. Statistisches Bundesamt Deutschland:Arbeitslose, Arbeitslosenquote aller abhängigen zivilen Erwerbspersonen nach Gebietsstand (ab 1950)
    62. Statistisches Bundesamt Deutschland:Konjunkturindikatoren: Registrierte Arbeitslose und Arbeitslosenquote nach Gebietsstand, abgerufen 17. Oktober 2021.
    63. Jörg Roesler:Dialog, Monolog und Wohlfahrtsstaat. Zur Realisierung von Eigeninteresse der herrschenden Eliten und Interesse des Volkes in Deutschland in den vergangenen 60 Jahren. Seite 52–55, 20. April 2006 (PDF; 93 kB).
    64. destatis.de:Registrierte Arbeitslose, Arbeitslosenquote im früheren Bundesgebiet ohne Berlin und Saarland. (Memento vom 10. April 2009 imInternet Archive).
    65. StichwortWirtschaftswunder imDuden – Wirtschaft von A bis Z. Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 2. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus 2004. Lizenzausgabe Bonn:Bundeszentrale für politische Bildung 2004.
    66. abPeter Erdmeier:Die Privatisierung von Unternehmensbeteiligungen des Landes Berlin seit der Wiedervereinigung, Kapitel 3: Privatisierung in Deutschland.
    67. Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, Jährliche Reporte von 1931 bis 1996. Reporte von 1967 bis 1973 bilden den Hintergrund zu diesem Absatz.
    68. Helmut Kahnt, Martin Pontzen:Die Geschichte der deutschen Mark.
    69. Peter Gey:Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik 1949–1989. (Memento vom 3. Januar 2007 imInternet Archive).
    70. Jürgen Stehn, Holger Schmieding:Spezialisierungsmuster und Wettbewerbsfähigkeit – Eine Bestandsaufnahme des DDR-Außenhandels. (PDF; 788 kB).
    71. Institut der deutschen Wirtschaft Köln:@1@2Vorlage:Toter Link/www.iwkoeln.deTextil- und Bekleidungsindustrie – Kein Globalisierungsopfer. (Seite nicht mehr abrufbar.Suche in Webarchiven)
    72. IGBC: Geschichte der Gewerkschaft Leder. (Memento vom 23. November 2010 imInternet Archive).
    73. destatis.de:Konsumausgaben privater Haushalte im Inland nach Verwendungszwecken Deutschland. (Memento vom 18. April 2009 imInternet Archive).
    74. fr-online.de:Timo Kotowski:Ein Konzern namens Staat.
    75. Bethkenhagen Jochen: Die Energiepolitik der Sowjetunion und der DDR. 9. August 1986, abgerufen am 25. Dezember 2024. 
    76. D. I. W. Berlin: DIW Berlin: Konsolidierungspolitik im Westhandel der DDR gefährdet? Abgerufen am 25. Dezember 2024. 
    77. Peter Kny:Mehrseitige wissenschaftlich-technische Internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Rechentechnik im Kombinat Robotron. (PDF; 4,6 MB).
    78. Deutsches Historisches Institut:Deutsche Geschichte in Dokumenten und Bildern, Regionalstruktur des DDR-Außenhandels.
    79. Deutsche Bundesbank:Zahlungsbilanz der ehemaligen DDR 1975 bis 1989. (Memento vom 8. Juli 2009 imInternet Archive).
    80. Joachim Merz, Peter Paic:Existenzgründungen von Freiberuflern und Unternehmern – Eine Mikroanalyse mit dem Sozio-ökonomischen Panel. In:Leuphana.de. Leuphana Universität Lüneburg.
    81. 4126 Blue Cards für hoch qualifizierte Zuwanderer. In:wirtschaftswoche.de. 16. Februar 2012.
    82. Selim Elekdag, Dirk Muir:Trade Linkages, Balance Sheets, and Spillovers – The Germany-Central European Supply Chain. In:IMF.org. Internationaler Währungsfonds, Oktober 2013.
    83. German carmaker finds cheap labor platform in America. In:wsws.org. 19. September 2011.
    84. Wirtschaftsdaten kompakt. Deutsche Botschaft Peking, Stand: 15. Juli 2011.
    85. Volkswagen Group News:Volkswagen mit neuer Software-Einheit. 18. Juni 2019.
    86. spiegel.de:WTO rechnet mit Rekordeinbruch im Welthandel.
    87. Sachverstaendigenrat-wirtschaft.de:Jahresgutachten: 2005/06, Siebtes Kapitel: Kapitalmarkt und Finanzintermediäre: Unternehmensfinanzierung im Wandel. (Memento vom 15. August 2009 imInternet Archive).
    88. Leo Müller:Die deutsche Lehman-Lüge.
    89. Merkel und Steinbrück im Wortlaut: „Die Spareinlagen sind sicher“. In:spiegel.de. 5. Oktober 2008.
    90. Harald Schumann:Der Banken-Krimi.
    91. arbeitsagentur.de:Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Februar 2010. (Memento vom 5. September 2011 imInternet Archive).
    92. abcommerzbank.de:Deutscher Arbeitsmarkt – flexibler als gedacht (April 2010). (Memento vom 31. Januar 2012 imInternet Archive). (PDF; 185 kB).
    93. abcommerzbank.de:Pressemitteilung vom April 2010: Arbeitsmarkt: Das deutsche Arbeitsmarktwunder. (Memento vom 28. Dezember 2010 imInternet Archive).
    94. Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland-August 2010. (Memento vom 3. September 2011 imInternet Archive). Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 5. Dezember 2016.
    95. Statistik der Bundesagentur für Arbeit:Arbeitsmarkt 2005, Seite 101. (Memento vom 6. November 2011 imInternet Archive).
    96. Jetzt ist die Finanzwelt endgültig auf den Kopf gestellt. In:welt.de. 5. August 2019.
    97. Inflationsrate in Deutschland 2021. In: Destatis.de. Abgerufen am 14. Dezember 2021. 
    98. Ausschuss für Finanzstabilität: Erster Bericht zur Finanzstabilität in Deutschland an den Deutschen Bundestag. S. 11/12 und 19–21, Juni 2014.
    99. Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen der Europäischen Kommission:Assessment of the 2018 Stability Programme for Germany., 23. Mai 2018.
    100. Deutscher Bundestag, Drucksache 19/8229:Kleine Anfrage von Linken-Abgeordneten zum Thema „Arbeitsvisa aus dem Westbalkan im Jahr 2018“. 11. März 2019, Seite 3.
    101. Der Arbeitsmarkt im April 2020 – Bundesagentur für Arbeit. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 1. Mai 2020; abgerufen am 30. April 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.arbeitsagentur.de 
    102. Im Mai waren 7,3 Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit. In: ifo.de. ifo Institut, 2. Juni 2020, abgerufen am 3. Juni 2020. 
    103. Katar wird Deutschland Flüssigerdgas liefern – Vertrag abgeschlossen. In:Der Spiegel. 29. November 2022,ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 1. Dezember 2022]). 
    104. Habeck nimmt offenbar deutsche Firmen mit China-Beziehungen ins Visier. In:Der Spiegel. 1. Dezember 2022,ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 1. Dezember 2022]). 
    105. Pressemitteilung Nr. 019. Statistisches Bundesamt, 15. Januar 2025, abgerufen am 9. November 2025. 
    106. Stimmung in der Wirtschaft sinkt auf tiefsten Stand seit November, auf zeit.de, abgerufen am 26. Juni 2023.
    Volkswirtschaften neuzeitlicher Staaten inEuropa
    Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wirtschaft_Deutschlands&oldid=263187900
    Kategorie:
    Versteckte Kategorien:

    [8]ページ先頭

    ©2009-2026 Movatter.jp