| Windows Movie Maker | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Entwickler | Microsoft |
| Erscheinungsjahr | 14. September 2000 |
| Aktuelle Version | 2012 Build 16.4.3528.0331 (16. April 2014) |
| Betriebssystem | Windows |
| Kategorie | Videoschnittprogramm |
| Lizenz | Freeware |
| deutschsprachig | ja |
| windows.microsoft.com | |
Windows Movie Maker (zwischenzeitlichWindows Live Movie Maker) ist eine kostenloseVideoschnittsoftware vonMicrosoft, die grundlegende Funktionen zum Erstellen von Filmen und Musik bietet. In älteren Windows-Versionen warMovie Maker Bestandteil des Betriebssystems, bis Windows 8 konnte das Programm als Teil desWindows-Essentials-Pakets über die Microsoft-Website heruntergeladen werden.
Movie Maker wurde zum 10. Januar 2017 offiziell eingestellt. Als Nachfolger ist inWindows 10 der „Video-Editor“ enthalten (vormalsWindows Story Remix), der Teil vonMicrosoft Photos ist.[1]
Movie Makers Projektdateien erhalten die Endung.wlmp.
Windows Movie Maker debütierte mit dem BetriebssystemWindows ME. Es wurde vielfach wegen seiner sehr dürftigen Funktionalität kritisiert. In Windows 2000, das im selben Jahr wie ME erschien, war der Movie Maker allerdings nicht enthalten, da er lediglich für die Ansprüche der Endanwender reichte, für professionelle Anwender hingegen zu simpel war.Allerdings ist es möglich, den Movie Maker aus Windows ME durch das Kopieren der entsprechenden Dateien auch problemlos unter Windows 2000 zu betreiben.
MitWindows XP lag der Movie Maker in Version 1.1 vor und unterstützte DV-AVI- und WMV8-Dateien. Ein Jahr später, im November 2002, erschien die Version 2.0 als kostenloses Update und fügte eine Reihe von Funktionen hinzu, darunter Dutzende von Überblendeffekten und jede Menge anderer Videoeffekte. Es war möglich Videoclips zu tönen, zu raffen oder zu schärfen. Zusätzlich zur Zeitachse wurde, für eine einfachere Orientierung, ein Storyboard hinzugefügt.Mit dem Erscheinen von Windows XP Service Pack 2 wurde die leicht verbesserte Version 2.1 bereitgestellt. Mit dem Erscheinen der Windows XP Media Center Edition im Jahre 2005 kam Version 2.5 zum Einsatz, die mehr Übergangseffekte und zusätzlichDVD-Brennen ermöglichte. Es war auch eine Funktion vorhanden, mit welcher die erstellte Datei direkt beiYouTube hochgeladen werden kann.
Zuerst sollte der Movie Maker von Vista auf derWPF aufbauen, die Idee wurde allerdings schnell verworfen. Mit Vista machte der Movie Maker einen Sprung auf Version 6.0 und bringt eine Reihe weiterer neuer Effekte und Übergänge mit, weiterhin sind Unterstützung für denDVR-MS-Dateityp zu finden, der imWindows Media Center zum Einsatz kommt.
Aufgrund der höheren Systemanforderungen unter Vista, darunter auch das Fordern von hardwareseitiger Videobeschleunigung der Grafikkarte, war es nicht allen Windows-Vista-Anwendern möglich, das Programm auszuführen. Daher hat Microsoft die Version 2.6 bereitgestellt, die der Version 2.1 von Windows XP ähnelt.
MitWindows 7 entfernte Microsoft den Movie Maker aus dem Betriebssystem und integrierte ihn in das Windows-Live-Essentials-Paket.[2]
UnterWindows 8/8.1 undWindows 10 war der Movie Maker nur über die „Windows Essentials“ verfügbar und bot einige exklusive Funktionen, beispielsweise eine Videostabilisierung.[3] Eine Nachfolge-Version ist unter dem Namen „Video-Editor“ im Windows-10-Paket enthalten.
Ab Windows 7 ist der Windows Movie Maker nicht mehr im Betriebssystem auffindbar. Stattdessen wurde er inWindows Live Movie Maker (Codename Sundance) umbenannt und ist als Teil des Windows Live Essentials Pakets kostenlos über das Internet beziehbar.Im Vergleich zu älteren Versionen wurde der Windows Live Movie Maker einer umfangreichen Überarbeitung unterzogen. So wurde die Oberfläche grundlegend erneuert und nach dem Vorbild derRibbon-Oberfläche (bekannt ausMicrosoft Office ab Version2007 oder diversen Windows-7-Applikationen, wiePaint oderWordPad) ausgerichtet. Neben der neuen Oberfläche werden neue Möglichkeiten eröffnet, wie zum Beispiel das bearbeitete Video auf YouTube zu veröffentlichen oder HD-Videos zu erstellen.
Kritisiert wurde das Entfernen vieler Funktionen, wodurch lediglich Basisfunktionen zur Verfügung stehen. Beispielsweise wurden Zeit- und Audioachse ganz aufgegeben. Im Vergleich zum Vorgänger war Movie Maker 14 damit lediglich ein besseresPräsentationsprogramm für Fotos. Die für Heimanwender relativ professionelle Videobearbeitung war verschwunden.
Mit der Version 16 (2012) können der VideodienstVimeo und andere Portale und Archive in die Programmnutzung eingebunden werden. Eine Bildstabilisierung, nur nutzbar abWindows 8/8.1, soll in der Bearbeitung eigener Videoaufnahmen Verwacklungen automatisch korrigieren.[4]
Seit dem Ende des Supports für die Windows Essentials 2012 am 10. Januar 2017[5] ist der Windows Movie Maker nicht mehr im Downloadportal von Microsoft zu finden.
Im Folgenden eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Versionen des Videoschnittprogramms:
| Jahr | Produkt | Bemerkungen | Distributionsweg |
| 2000 | Windows Movie Maker 1.0 | debütierte mit Windows ME, kritisiert für die wenigen Funktionen | Teil vonWindows ME |
| 2001 | Windows Movie Maker 1.1 | Unterstützung für DV-AVI- und WMV8-Dateien | Teil vonWindows XP |
| 2002 | Windows Movie Maker 2.0 | Viele neue Übergangs- und Videoeffekte | Beziehbar als Update fürWindows XP |
| 2004 | Windows Movie Maker 2.1 | Wenige Detailverbesserungen | Teil von Windows XP Service Pack 2 |
| 2005 | Windows Movie Maker 2.5 | Einige neue Übergangseffekte, DVD-Brennen möglich | Teil vonWindows XP Media Center Edition 2005 |
| 2006 | Windows Movie Maker 6.0 | Einige neue Übergangseffekte, leicht verbesserte Oberfläche | Teil vonWindows Vista |
| 2006 | Windows Movie Maker 2.6 | basierend auf Movie Maker 2.1 für Vista-Anwender, die keine 3D-Beschleunigung haben | Beziehbar als Update fürWindows Vista |
| 2009 | Windows Live Movie Maker 14.0 | neue Ribbon-Oberfläche, HD-Videos erstellen, Videos auf YouTube stellen | Beziehbar über das Internet fürWindows Vista,Windows 7,Windows 8/8.1,Windows 10 |
| 2010 | Windows Live Movie Maker 15.4 | Hochladen von Videos direkt zuYouTube oderFacebook. | Beziehbar über das Internet fürWindows Vista,Windows 7,Windows 8/8.1,Windows 10 |
| 2012 | Windows Live Movie Maker 16.4 | VideodienstVimeo einbeziehbar, Videostabilisierung (nur unter Windows 8). | Beziehbar über das Internet fürWindows Vista,Windows 7,Windows 8/8.1,Windows 10 |