| Windows Essential Business Server | |
|---|---|
| Entwickler | Microsoft |
| Lizenz(en) | MicrosoftEULA |
| Akt. Version | 6.0(16. September 2008)[1] |
| Kernel | Hybrid kernel |
| Windows Essential Business Server 2008 – Website (Memento vom 11. Dezember 2009 imInternet Archive) | |
Windows Essential Business Server war eine Serversuite vonMicrosoft fürKleine und mittlere Unternehmen.
DasBetriebssystem wurde vonMicrosoft am 16. September 2008 fertiggestellt und zwei Monate später veröffentlicht.[2] Die Einstellung des Verkaufes zum 30. Juni 2010 wurde am 5. März desselben Jahres bekannt.[3]
Microsoft bot die zwei Editionen Standard und Premium an, die beide aufWindows Server 2008 Standard basierten. Die Standard Edition enthielt Lizenzen für dreiWindows Server 2008 x64 Standard-Server-Instanzen. Auf diesen drei Server-Instanzen (physikalisch oder virtuell) wurden folgende Serverprodukte integriert, die durch eine gemeinsame Installationsroutine installiert werden:Microsoft Exchange 2007,Microsoft System Center Essentials,Microsoft Forefront Security für Exchange Server undForefront Threat Management Gateway (TMG) Medium Business Edition.
Die Premium Version enthielt zusätzlich zu allen Bestandteilen der Standard Edition eine weitere Lizenz für eine Instanz desWindows Server 2008 in der Standard Edition und die Datenbank-SoftwareMicrosoft SQL Server 2008.
Der Essential Business Server konnte durch eine zentralisierte und erweiterbare Administrationskonsole verwaltet werden. Er bot erfahrenen Administratoren aber auch den direkten Zugriff auf alle Standard-Verwaltungswerkzeuge wie dieExchange 2007 Verwaltungskonsole, die auch über die EBS-Administrationskonsole aufgerufen werden konnten. Dabei wurden die Möglichkeiten derWindows Server 2008 Terminaltechnologien eingesetzt, indem die Verwaltungswerkzeuge von entfernten Computern zum Teil als sogenannte gestreamte Applikationen aus der EBS-Administratorkonsole heraus aufgerufen wurden. Außerdem bot die Konsole die Möglichkeit, die Computer des Netzwerkes zu überwachen. Hierfür nutzte die Software die Monitoringdaten aus Microsoft System Center Essentials.
Die Konsole konnte von Drittanbietern über ein vonMicrosoft zur Verfügung gestelltesSDK[4] erweitert werden.Essential Business Server beinhaltete ebenfalls denRemote-Web-Arbeitsplatz, einer webbasierten Lösung zum entfernten Zugriff auf E-Mails überOutlook Web Access,Sharepoint sowie der Möglichkeit, auf die Computer des internen Netzwerkes über eine sichere, authentifizierte Verbindung perRemote Desktop Protocol (RDP) zuzugreifen. Diese RDP-Verbindungen werden über denTerminal Services Gateway ausgeführt und benötigen daher nur denSSL Standard-PortTCP/443 um eine Verbindung herstellen zu können. Für alle anderen Dienste des Remote-Web-Arbeitsplatz war ebenfalls ausschließlich dieser Port notwendig.
Am 5. März 2010 gab Microsoft bekannt, dass aufgrund der geringen Nachfrage des Produkts der Windows Essential Business Server ab dem 30. Juni 2010 eingestellt wird. Microsoft empfahl Benutzern den Umstieg auf die individuellen ProdukteWindows Server 2008 R2,Exchange Server 2010, System Center Essentials 2010, Forefront Security für Exchange Server 2010 und Forefront Threat Management Gateway 2010. Vom 30. Juni 2010 bis zum 31. Dezember 2010 bot Microsoft Standalone-Produkte vonWindows Server 2008 Standard, System Center Essentials 2007 undExchange Server 2007 kostenlos an aktuelle Essential Business Server-Kunden an.[5]