Dieser Artikel behandelt die Wimpern am Auge. Die gleichnamigen Zellfortsätze im Tier- und Pflanzenreich werden im ArtikelZilie besprochen. Siehe auch:Wimperung bzw.Whymper.
Wimpern einer KuhWimpern am menschlichen Auge
AlsWimpern oderLidhärchen (auchZilien,lateinischCilia) bezeichnet man beiSäugetieren die leicht gebogenenHärchen am oberen und unteren Rand derAugenlider. Sie dienen dem Schutz derAugen durch das Abfangen von kleineren Schmutzpartikeln oder Fremdkörpern.[1] Um die Wurzeln der Wimpern herum gibt es verschiedene Talg- und Schweißdrüsen:Moll-Drüsen,Zeis-Drüsen undMeibom-Drüsen oder Tarsaldrüsen.[2]
Die Lebensdauer der Wimpernhaare[3], die abgesehen von derDistichiasis (eine gedoppelte Wimpernreihe) jeweils nur eine Reihe bilden, beträgt beim Menschen zwischen 100 und 150 Tagen. Am oberen Augenlid sind es circa 150 bis 250 Härchen, am unteren nur 50 bis 150. Die oberen Wimpern sind mit 8 bis 12 mm Länge auch länger als die unteren mit 6 bis 8 mm. Sind die zentralen Wimpern deutlich länger als die genannten 12 mm, spricht man von einerTrichomegalie.[4]
Verschiedene Krankheitsbilder manifestieren sich auch an den Wimpern. Bei einer Lidrandentzündung (Blepharitis) beispielsweise sind sie verklebt, bei einemEntropium nach innen gebogen und verursachen so Reizzustände derHornhaut (Trichiasis).[5] Im Rahmenneurologischer undneuroophthalmologischer Diagnostik spielen die Wimpern mit dem sogenannten „Wimpernzeichen“ eine Rolle bei der Erkennung verschiedener Erkrankungen.[6][7]
↑L. J. Paul, P. R. Cohen, R. Kurzrock:Eyelash trichomegaly: review of congenital, acquired, and drug-associated etiologies for elongation of the eyelashes. In:International journal of dermatology. Band 51, Nummer 6, Juni 2012, S. 631–646,doi:10.1111/j.1365-4632.2011.05315.x,PMID 22607279 (Review).
↑Theodor Axenfeld (Begründer), Hans Pau (Hrsg.):Lehrbuch und Atlas der Augenheilkunde. Unter Mitarbeit von Rudolf Sachsenweger u. a. 12., völlig neu bearbeitete Auflage. Gustav Fischer, Stuttgart u. a. 1980,ISBN 3-437-00255-4.
↑Andreas Hufschmidt, Carl Hermann Lücking, Sebastian Rauer (Hrsg.):Neurologie compact. Für Klinik und Praxis. 5., aktualisierte und erweiterte Auflage. Thieme, Stuttgart u. a. 2009,ISBN 978-3-13-117195-5.
↑Herbert Kaufmann (Hrsg.):Strabismus. 3., grundlegend überarbeitete und erweiterte Auflage. Georg Thieme, Stuttgart u. a. 2004,ISBN 3-13-129723-9.
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