Inkunabel


Als Inkunabeln (vonlateinischincunabula für „Windeln, Wiege“) oderWiegendrucke[2] werden die mit beweglichenLettern in der Frühzeit des Buchdrucks gedruckten Werke zwischen der Fertigstellung derGutenberg-Bibel im Jahr 1454 und dem 31. Dezember 1500 bezeichnet.
Wiegendrucke waren inFormat,Typografie undIllustration zunächst vom Erscheinungsbild mittelalterlicherHandschriften geprägt, das sich mit der technischen und ökonomischen Entwicklung seit Beginn des 16. Jahrhunderts zum modernenBuchdruck wandelte. Ihre Herstellung erfolgte durch namentlich genannte Drucker, die ihre Produkte selbst (später auch durchBuchführer) vertrieben. Inkunabeln sind Zeugnisse für den Beginn der technisch gestützten Verbreitung von Schriftgut in Europa und ein wertvollesKulturgut.
Die Zahl der weltweit erhaltenen Inkunabeln wird auf rund 28.500 Werke[3] mit einer Gesamtzahl von etwa 550.000 Exemplaren geschätzt.[4] Buchdruckwerke aus dem anschließenden frühen 16. Jahrhundert werden bisweilen alsPostinkunabeln oderFrühdrucke bezeichnet.
Zum Begriff
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die Beschränkung, nur bis zum 31. Dezember 1500 erschienene Druckwerke als „Inkunabeln“ zu bezeichnen, ist eine auf älteren Verzeichnissen basierende Konvention der Buch- und Bibliothekswissenschaft des 20. Jahrhunderts, um eine Übersicht über die Bestände zu gewährleisten. Völlig willkürlich ist diese Übereinkunft indes nicht, denn im ersten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts gewannenTypografie undSatz deutlich an technischem Raffinement, auch wenn in dieser Zeit noch zahlreiche Drucke hergestellt wurden, die das Erscheinungsbild früherer Dekaden aufwiesen.
Die metaphorische Bezeichnung „Inkunabel“ für ein Druckwerk weist auf die Frühzeit des Buchdrucks hin, als ein Druckwerk und seine Herstellung noch gleichsamin der Wiege undin den Windeln lagen.[5][6] Nachgewiesen ist der Begriff zunächst in der zwischen 1640 und 1657 entstandenen handschriftlichenBibliografieAntiquarum impressionum a primaeva artis typographicae origine et inventione ad usque annum secularem MD deductio desBernhard von Mallinckrodt. Der deutschen BezeichnungWiegendruck werden imGrimm’schen Wörterbuch zwei weitere Bücherverzeichnisse aus dem 17. Jahrhundert als Quelle zugeschrieben.[7] Im frühen 19. Jahrhundert wurde der Begriff zunächst von Sammlern, später auch von der Forschung als Fachterminus eingeführt und ist seither international (in einigen Sprachen auch in der lateinischen Fassung) in derBuchwissenschaft und in derInkunabelforschung etabliert.
In Anlehnung an denbibliothekswissenschaftlichen Begriff wurden in jüngerer Zeit gelegentlich frühe Zeugnisse derdruckgrafischen Künste, die in unterschiedlichen technischen Verfahren wieHolzschnitt,Kupferstich,Radierung undLithografie hergestellt worden waren, ebenfalls als Inkunabeln bezeichnet, als Erstlinge der jeweiligen grafischen Technik.[8]
Neben den Begriffen Inkunabel, Wiegendruck und Frühdruck ist in der Fachliteratur vor allem für die ersten, vom Verfasser selbst herausgegebenen Werke auch die BezeichnungUrdruck zu finden.[9][10]
Vorläufer
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Seit 1400 warenHochdruckverfahren in Deutschland bekannt; die von Hand betriebeneDruckerpresse für denDruck z. B. vonSpielkarten undEinblattdrucken existierte Mitte des 15. Jahrhunderts bereits. Es entstandenBlockbücher, in denen die Doppelseiten komplett mit Bild und Text aus dem jeweiligen hölzernen Druckstock geschnitten wurden und die einseitig bedruckten Blätter hernach, in der Mitte gefalzt, zum Umblättern gegeneinandergelegt und zusammengeheftet werden konnten. Auf Blockbuchseiten herrschten die Bilder vor; der Negativ-Schnitt der Buchstaben war schwierig, meistens wurde der Text von Hand eingefügt. Der Druckstock aus Holz erlaubte nur eine vergleichsweise geringe Auflage.[11]
AusChina undKorea war im Mittelalter mit dem Weg über denarabischsprachigen Raum die Kunst desPapiermachens nach Europa gelangt. Im 11. Jahrhundert hatte man sich in China mit dem Druck in einzelnenSchriftzeichen versucht in einem Verfahren, das allerdings sehr dünnes Papier erforderte, deshalb nur den einseitigen Druck erlaubte und sich nicht durchsetzte. Nachdem diePapierherstellung in Europa im 15. Jahrhundert ihren Siegeszug angetreten und begonnen hatte, das teurePergament unaufhaltsam zu verdrängen, hatte sie damit auch der technischen Vervielfältigung die Basis geliefert. Die Leistung vonJohannes Gutenberg, der als Erfinder des Buchdrucks in Europa gilt, bestand in der Entwicklung einesHandgießinstruments und einerLegierung zur Produktion von einzelnenLettern aus Metall. 1454 beendete er den Druck einer nach der Anzahl der Zeilen pro Seite sogenannten42-zeiligen lateinischen Bibel, der „B42“ oderGutenberg-Bibel; finanziell erfolgreich verwerten konnte er seine Erfindung allerdings nicht.[12]
Entwicklung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Peter Schöffer, der Gutenberg beim Druck der B42 assistiert hatte, erkannte die Möglichkeiten, die neue Technik der Letternherstellung kommerziell zu nutzen. InJohannes Fust, einem wohlhabenden Mainzer Bürger, fand er einen Mitstreiter, der bereit war, Geld in den Buchdruck zu investieren. Nach dem Mainzer Vorbild verbreitete sich die neue Technik innerhalb von etwa 30 Jahren in ganz Europa, überall entstandenOffizinen genannte Druckwerkstätten mit eigenen Markenzeichen.
Verbreitung
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Neben Straßburg, woJohannes Mentelin um 1458 eineOffizin eröffnet hatte und 1466 dieerste Bibel in deutscher Sprache herausgab sowie später in den 1480er JahrenJohann Grüninger die Erfolge der ersten Drucker-Generation fortsetzte, bildeten in den 1460er und 1470er Jahren die Städte Köln, Nürnberg, Bamberg und Augsburg weitere Druckzentren aus. So wirkten in KölnUlrich Zell aus Hanau undJohann Koelhoff d. Ä., der aus Lübeck stammte. In Nürnberg druckteAnton Koberger seit etwa 1470 erfolgreich; sein Druck derWeltchronik vonHartmann Schedel 1493 ist neben der Gutenberg-Bibel eine der bekanntesten Inkunabeln. In Bamberg, woAlbrecht Pfister von 1460 bis 1464 wirkte, etablierte sich der Druck deutschsprachiger und volkstümlicher Literatur. In Augsburg ließ sich um 1468Günther Zainer nieder, der das Drucken bei Mentelin in Straßburg erlernt hatte.[13]
In den 1470er Jahren eröffneteLübeck dem neuen Gewerbe den Zugang zum Ostseeraum;Lucas Brandis, bereits einer Druckerfamilie entstammend, war hier ab 1473 tätig.Leipzig, die spätere deutsche Hauptstadt des Buchdrucks, fand erst spät den Anschluss an die neue Kunst;Marcus Brandis ist in dieser Stadt mit einem ersten Druck 1481 belegt. InBasel widmeten sich die Drucker insbesondere der Verbreitung der Ideen desHumanismus; ab 1477 druckte und vertratJohann Amerbach die Schriften aus diesem Kreis. Zudem entwickelte sich in Basel dieBuchillustration zu einer geschätzten Kunst, zu der auch der jungeDürer beigetragen hat.[14]
Ökonomie
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Bis 1480 blieb der Absatz von Druckwerken begrenzt; das städtische Publikum war durchweg nicht in der Lage, die in vergleichsweise kleiner Auflage von 200 bis 250 Stück hergestellten und noch sehr teuren Druckwerke zu erwerben. Zu den sichersten Stützen des jungen Gewerbes zählten daher kirchliche Großaufträge, etwa fürMessbücher, wie zum Beispiel dasMissale Aboense.
Da die Auflagenerhöhung vom Bedarf abhing, versuchte man sich vielerorts gegen Konkurrenz und Nachdruck mit behördlicherseits erteilten Druckprivilegien zu schützen. Der Beruf des Druckers wurde zum Wanderberuf. Insbesondere in Italien richteten deutsche Drucker Offizinen ein; auch in Frankreich, Spanien und Schweden sind niedergelassene deutsche Drucker im 15. Jahrhundert belegt. Besonders einflussreich wurde der AugsburgerErhard Ratdolt in Venedig, der dort vor allem astronomische und mathematische Werke druckte.Aldus Manutius, der bekannteste italienischeDrucker Venedigs, begünstigte ab 1495 mit seinerAldinen genannten Serie griechischer Klassiker deren Verbreitung auch über Italiens Grenzen hinaus.
Ab 1480 entwickelten sich die Offizinen allmählich zu Großbetrieben, bestehend aus Verlag, Herstellung und Vertrieb, oft verbunden mit einer Buchbinderei; die Auflagenhöhe lag bei 1000 Stück, die Bücher wurden billiger und handlicher. Der für das frühe 16. Jahrhundert bedeutende Basler DruckerJohann Froben, Mitarbeiter in der Amerbachschen Offizin, druckte 1491 eine lateinische Bibel im Taschenformat.
Inhalte
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Die Inhalte der Drucke folgten der Entwicklung der Offizinen zu Verlagen und Händlern, es entstand dieAutorschaft. Neben Bibeln, frommen (und ketzerischen) Schriften, wie Predigten und Briefen, deckte der Buchdruck ab den 1470/80er Jahren bereits die thematische Bandbreite ab, die bis auf den heutigen Tag ihre Leserschaft findet: Gelehrtes (auf Latein, der europäischenlingua franca),Volkstümliches und Landessprachliches, Welt-, Lehr- undKräuterbücher, Juristisches und Medizinisches, Literarisches vonWolfram bisBoccaccio, Reiseberichte, Satiren und Kalender; in Rom druckte der IngolstädterUlrich Han, vermutlich assistiert von dem ausPassau stammendenStephan Plannck, 1476 den Notensatz einesMissale Romanum.[15]Ottaviano dei Petrucci, Erfinder desNotendrucks mit beweglichen Lettern, gilt als erster bedeutenderMusikverleger.
Mit zunehmender Produktion folgte der Buchdruck nicht mehr nur dem durch Auftraggeber bestimmten Lesebedürfnis, sondern begann es durch die Aussicht auf Neuheiten auch zu wecken. Damit jedoch war ein beträchtliches unternehmerisches Risiko verbunden. Durchaus nicht alle Offizinen vermochten es auch zu tragen, wie zum Beispiel der Betrieb vonJohann Zainer in Ulm, einem Verwandten des Augsburger Druckers, der sich hoch verschuldete.[16]
Handschriften
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Die klerikalen Kreise blieben durchweg in ganz Europa der Entwicklung des Buchdrucks gegenüber vorerst skeptisch; sie richteten eigene Offizinen nur zögerlich ein, wie zum Beispiel in den KlösternSt. Ulrich und Afra in Augsburg oderin Blaubeuren, und gaben weiterhin in denSkriptorien Handschriften in Auftrag. Die Schreiberwerkstätten vermochten sich zunächst noch der jungen Buchdruckerkunst gegenüber zu behaupten, indem sie neben den kirchlichen Auftraggebern die an bekannter Literatur interessierten Käufer mit Manuskripten zu erreichen versuchten, die rasch und mit sicherer Hand von professionellen Zeichnern illustriert wurden. Zum Beispiel gelang es der bis in die 1470er Jahre belegten Werkstatt vonDiebold Lauber im elsässischenHagenau auf Vorrat zu produzieren und eine Zeit lang mit den Verkaufsstrategien der Drucker zu konkurrieren.[17]
Der unaufhaltsame Siegeszug des Buchdrucks führte die Handschriftenproduktion in Europa zu einer letzten großen Blüte, und zwar in derBuchmalerei. Wie in denStundenbüchern,Brevieren undErbauungsbüchern erklärte die Malerei auch in liturgischen Handschriften den Text zu einer Marginalie, zu einem Teil des Bildes. Die Buchmalerei des späten 15. und des frühen 16. Jahrhunderts lieferte einem exklusiven Publikum die großeTafelmalerei der Renaissanceen miniature.
Typografie und Satz
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Ziel und Aufgabe des Druckers war es, den Text als Block in einem einheitlichenSatzspiegel erscheinen zu lassen; ihm standen dafür nach dem Vorbild mittelalterlicher Manuskripte gegosseneLigaturen undAbbreviaturen, das sind Buchstaben mit z. B.Tilden oder anderen Zeichen, die zur Abkürzung von u. a. häufig vorkommendenFlexionsendungen im Lateinischen dienten, ebenso zur Verfügung wie in verschiedenen Breiten gegossene Lettern, um die Zeilen in einen einheitlichen und ausgeglichenenAbsatz bringen zu können. Gutenberg hatte beispielsweise für seine B42 insgesamt 290 verschiedene Lettern angefertigt. Dem gewohnten Erscheinungsbild von Handschriften entsprechend wurden dieInitialen nicht gedruckt, sondern später von Hand gemalt und geschmückt, dieVersalien zum Teil ebenfalls mit der Hand nachgetragen und der gedruckte Text in wechselnd Rot und Blau (oder nur in Rot)rubriziert.Illustrationen wurden alsHolzschnitte in denSatz eingebaut, die Druckstöcke der Holzschnitte konnten weiter verwendet werden. Zuweilen wurden sie durch gesonderte Schmuckleisten dem Satzspiegel angepasst;Kolorierungen wurden im fertigen Druck einzeln von Hand ausgeführt.
Die Drucke hatten keine Titelseiten, der Verfasser und sein Gegenstand tauchten in den einleitenden Sätzen, demIncipit, auf. Der Drucker setzte am Ende des Werkes alsExplicit denKolophon, einen Vermerk mit seinem Namen, dem Ort und dem Datum seiner Arbeit, und schloss den Druck mit seinerMarke ab.[18]
DieTypografie orientierte sich in Deutschland zunächst an dem den Lesernvertrauten Schriftbild der Manuskripte. Ab etwa 1470 wurde diese Anlehnung zunehmend aufgegeben. In Augsburg entstand um 1472 mit derSchwabacher die bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts in Deutschland vorherrschende Druckschrift.Adolf Rusch, Schwiegersohn Johannes Mentelins und den Ideen desHumanismus zugeneigt, führte 1474 mit dem Druck desRationale divinorum officiorum dieAntiqua-Type nördlich der Alpen ein; Erhard Ratdolt, der 1486 aus Venedig nach Augsburg zurückgekehrt war, druckte dort ein erstesSchriftmusterblatt einer Antiqua. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts setzte sich mit den vonKaiser Maximilian I. beförderten Drucken allerdings mit derTheuerdank eine Frakturschrift durch. Die Buchstaben hatten jedoch bereits zuvor, im Vergleich zu Gutenbergs Lettern oder zur Theuerdank, begonnen, zunehmend schlanker zu werden und sich zu weiten zugunsten eines stärkeren Weiß-Anteils und damit einer Aufhellung des Satzbildes, das auch bei kleinerer Schriftgröße gut lesbar blieb. Auf farbige Rubrizierungen wurde zunehmend verzichtet, ornamentierte Initialen erschienen nunmehr gedruckt.
Kennzeichnung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Viele Inkunabeln enthalten keine Informationen zu ihrer Produktion, wie sie heute imImpressum verfügbar sind. Rund die Hälfte aller Inkunabeln hat nur unvollständige Angaben zu Drucker, Druckort oder -datum, die Exemplare sind „teil“- oder „unfirmiert“. Zur Bestimmung müssen deshalb andere Daten genutzt werden, wie zum Beispiel die verwendetenTypen, die im „Digitalen Typenrepertorium“ erfasst werden. Da die Drucker ihr typographisches Material meist selbst herstellten, lässt sich über individuelle Merkmale eine Zuordnung der Offizin vornehmen.[19]
Einbände des 15. Jahrhunderts
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Auch wenn häufig eine Buchbinderwerkstatt mit der Druckerei verbunden war, wurden Drucke überwiegend als Bogen ungebunden gelagert, in Tonnen versandt und erst vom Käufer am Absatzort gebunden. Dafür gab es verschiedene Logistikzentren, wie zum Beispiel Lübeck für den Ostseeraum. Der zunehmende Vertrieb an Drucken führte bei den Kunden in ganz Europa oft erst um 1500 und im frühen 16. Jahrhundert zu schützenden, aber teuren Buchdecken, nicht selten von mehreren Drucken in einem Einband.
Die Einbände der Drucke unterschieden sich zunächst nicht von denen der Handschriften. Die Inkunabeln der ersten Jahrzehnte, durchweg imFolio- oder Quartformat gedruckt, bekamen in der Regel eineBuchdecke aus zwei Holzplatten, die mit Leder oder Pergament, dengehefteten Rücken umschließend, bezogen wurden. Leder und Pergament erhielten häufig einePrägung mit schmückenden Ornamenten, die mit erhitzten Metallstempeln oder -rollen in das feuchte Material gepresst wurden. Die Verzierung mit Metallbeschlägen diente auch als Abstandhalter für das aufliegende Buch, um den Einband zu schonen;Schließen aus Metall oder Leder diente dazu, das Buch in Form zu halten. Häufig ließ man, nicht zuletzt aus Kostengründen, gleich mehrere verschiedene Druckwerke gleichen Formats zusammen einbinden.
Bücher, ob Handschriften oder Drucke, waren im 15. Jahrhundert Kostbarkeiten; an den Leseplätzen in den Klosterbibliotheken wurden sie oft mit einer schweren Kette befestigt, um sie vor dem Herabfallen oder dem unbefugten Entfernen zu schützen. KompletteKettenbücher sind selten erhalten, da spätere Besitzer diese sperrige und unhandliche Sicherung in der Regel entfernten; gleichwohl zeigen eine ganze Reihe der erhaltenen Originaleinbände noch die Spuren des Kettenanschlags am Rückdeckel.[20]
Im 15. Jahrhundert durchaus noch üblich war der Einband als schon aus dem Mittelalter bekanntesKopert; das ist ein weicher Umschlag aus Pergament oder Leder, der über der Vorderseite des Buches übereinander geschlagen und am Rücken des gebundenen Druckwerks befestigt war und so das Buch rundherum schützte. Auch Einbände in Form vonBeutelbüchern, die eine Tragevorrichtung integriert hatten, wurden vom Besitzer eines Drucks beim Buchbinder in Auftrag gegeben. Mit der Entwicklung des Buchdrucks zu kleineren und billigeren Formaten wurde auch die Buchdecke weniger gewichtig gestaltet; im 16. Jahrhundert setzten sich über Pappe kaschierte Einbände endgültig durch.[21]
Die Sichtung und Erforschung der erhaltenen Einbände, insbesondere auch ihrer Details, wie zum Beispiel der sogenanntenPergamentmakulatur, hat sich im 20. Jahrhundert im Rahmen der Buchwissenschaft auf dem Gebiet der Inkunabelkunde herausgebildet. Viele Originaleinbände wurden wegen schwerer Beschädigung oder aus optischen Gründen noch bis ins 20. Jahrhundert hinein entfernt und dieBindung samt Buchdecke erneuert. Durch diesen radikalen Eingriff gingen oft auch Besitzeinträge und andere Zeichen, die die Erforschung derProvenienz eines Buches ermöglichen, verloren. Die vorhandenen Bestände werden in der noch relativ jungenEinbandforschung erfasst und in derEinbanddatenbank verzeichnet; mit Hilfe der dort angebotenenDurchreibungen können Einbände den einzelnen Buchbinder-Werkstätten zugeordnet werden.
Nachfolger
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Ab dem 1. Januar 1501 bis etwa 1520 gedruckte Schriften werden alsPostinkunabeln oderFrühdrucke bezeichnet;[22] manchmal wird der Begriff auch auf den Zeitraum bis 1530 oder 1550 ausgedehnt.
Postinkunabel
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Eine der bekanntesten Postinkunabeln ist der von KaiserMaximilian I. gemeinsam mit zwei Hofleuten verfassteTheuerdank, in dem der Kaiser selbst der Held ist; das illustrierte Werk wurde 1517 vonPropstMelchior Pfintzing in Nürnberg herausgegeben und erfuhr bereits 1519 die zweite Auflage. Der Kaiser verherrlichte sich in diesem Werk, weil er den propagandistischen Wert des Buchdrucks erkannte; seine der eigenen, eher konservativen Reichspolitik dienenden Kundgebungen hatte er durchweg im Druck vervielfältigen lassen. Während der Zeit derReformation bekam der Buchdruck anschließend zum ersten Mal in seiner Geschichte Gelegenheit, Kampf- wie Aufklärungsmittel auch für neue Ideen zu sein.
Bis 1520 ähnelten viele Frühdrucke in ihrem Erscheinungsbild noch sehr ihren Vorgängern aus dem Jahrhundert zuvor. Vielerorts wurden erfolgreiche Titel, wie z. B. dasStraßburger Heldenbuch, neu gedruckt und dabei zunächst noch in ihrer älteren Form belassen; lateinische Übersetzungen von in ihrer Landessprache erfolgreichen Werken, wie zum Beispiel desReynke de vos oderSebastian BrantsNarrenschyff, eröffneten den Büchern einen europäischen Markt.[23]
Ausblick ins 16. Jahrhundert
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Im 16. Jahrhundert erweiterte sich die Leserschaft unaufhaltsam, und um 1550 gab es im städtischen Milieu in Europa bereits ein begeistertes Lesepublikum, wobei die Leser nicht immer auch schreiben konnten. Frühdrucke dokumentieren in Inhalt, Druck und Ausstattung die Rasanz, mit der die technische Entwicklung im Buchdruck zu Beginn des 16. Jahrhunderts voranging – mit kleineren und handlicheren (und auch: preisgünstigen) Formaten, auf der Basis sich verbessernder Gusstechniken und Legierungen, damit auch schlanker werdender Typografien und der nunmehr sorgfältigen Ausgestaltung von Titelblättern als Anreiz für den Käufer. Mit der Präferenz des Textes verdeutlichen die Drucke der ersten Jahrzehnte des 16. Jahrhunderts den Sieg des gedruckten Wortes über das Bild, das, in der reduzierten Form des Drucks verbreitet, sich als Illustration dem Text unterordnete und die gemalte Pracht der Handschriften in die Nische verwies. Typografen, wie zum BeispielFrancesco Torniello, suchten wie die Künstler nach der idealen Form. Der Buchdruck des 15. Jahrhunderts und des frühen 16. Jahrhunderts in Europa repräsentiert eine einmalige Kongruenz von Ästhetik und Technik.[24]
Wertungen
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Der Wert der Inkunabeln ist seit langem bekannt; sie sind alsZimelien bei Sammlern hochbegehrt, werden als solche von den Bibliotheken gehütet und von den Philologen und Historikern als Quellen geschätzt. Seit den 1990er Jahren begannen auf dem internationalen Markt für alte Schriften die Preise auch für Inkunabeln ins Astronomische zu steigen; so verkaufte ein internationales Auktionshaus im Jahr 2002 einen keineswegs einmaligen Druck von Peter Schöffer und Johannes Fust für eine halbe MillionPfund. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts tauchten auch verstärkt illustrierte Einzelblätter auf, zunehmend insbesondere auf den internationalen Online-Marktplätzen. Seither wird von Wissenschaftlern, Archivaren und Bibliothekaren gegenüber dem Handel immer wieder der Vorwurf erhoben, alte und seltene Bücher zum Zwecke des profitableren Absatzes von Einzelblättern „aufzubrechen“.
Inkunabeln und Frühdrucke sind für die europäische Geschichte, nicht nur für die des Geistes, einKulturgut ersten Ranges.Victor Hugo schrieb hierzu:
„Die Erfindung der Buchdruckerkunst ist das größte Ereignis der Geschichte, die Mutter aller Revolutionen. Sie gab der Menschheit ein neues Ausdrucksmittel für neue Gedanken. Der Geist verwarf die alte Form und griff nach einer anderen; er häutete sich völlig und endgültig wie die Schlange, die seit Adam sein Sinnbild ist.
Als gedrucktes Wort ist der Gedanke unvergänglicher denn je. Es sind ihm Flügel gewachsen; er ist ungreifbar, unzerstörbar geworden. In den Zeiten der Baukunst häufte er Berge auf und bemächtigte sich gewaltsam eines Jahrhunderts und eines Ortes: Jetzt gesellt er sich den Vögeln, zerstreut sich in alle vier Winde und ist überall gegenwärtig.“[25]
Verzeichnisse
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Nach derzeitiger Zählung der weltweit erhaltenen Bestände haben sich zwischen 28.000 und 30.000 verschiedeneAusgaben von Inkunabeln erhalten, von denen sich ungefähr 125.000 Einzelexemplare in Deutschland befinden.[26][27]
Der erste überlieferte gedruckte Katalog einer Sammlung von Inkunabeln, derCatalogus librorum proximis ab inventione annis usque ad a. Chr. 1500 editorum der Nürnberger Stadtbibliothek, wurde erstmals 1643 vonJohannes Saubert d. Ä. erwähnt. Im 18. Jahrhundert fassteGeorg Wolfgang Panzer in den ersten fünf Bänden seines MonumentalwerksAnnales typographici, erschienen in Nürnberg 1793 bis 1797, die Druckwerke des 15. Jahrhunderts zusammen. Ab 1800 begannen Bibliothekare, in älteren Bücherverzeichnissen die Drucke aus dem 15. Jahrhundert zu markieren oder als handschriftlichen Appendix gesondert zu erfassen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts verstärkte sich das Interesse der Sammler und zunehmend auch der Forscher an den Inkunabeln; das Ansinnen, sich einen Überblick über die aus der Frühphase des Buchdrucks überkommenen Druckwerke zu verschaffen, führte zu einer Reihe von Verzeichnissen. Das bekannteste und für die im 20. Jahrhundert begonnene systematische Erfassung grundlegende wurde dasRepertorium bibliographicum vonLudwig Hain, das zwischen 1826 und 1838 entstand und 16.299 Titel aufführte.

Sämtliche Drucke des 15. Jahrhunderts (mit Standortnachweisen) werden in alphabetischer Reihenfolge imGesamtkatalog der Wiegendrucke (GW) verzeichnet, der seit 1925 im Hiersemann Verlag sukzessive erscheint. Die Redaktion des GW erfolgt in derStaatsbibliothek zu Berlin, die eine Datenbank mit Zugriff auch auf die bisher im Druck noch nicht veröffentlichten Materialien erstellt hat.
Die Inkunabeln des deutschen Sprach- und Kulturraums fallen im Rahmen derSammlung Deutscher Drucke in den Aufgabenbereich derBayerischen Staatsbibliothek, die selbst 16.785 Exemplare bei 9573 Titeln hält. Die Bibliothek erarbeitet dazu einen eigenen Inkunabelkatalog sowie denInkunabel-Census für die Bundesrepublik Deutschland. Außerdem unterhält sie fürEinblattdrucke die DatenbankEinblattdrucke der Frühen Neuzeit und arbeitet am internationalenIncunabula Short Title Catalogue (ISTC) mit. Der ISTC wird von derBritish Library in London geführt und ist mit etwa 28.000 Titeln die weltweit größte Datenbank für Inkunabeln. INKA, das Inkunabelverzeichnis deutscher Bibliotheken, wird durch die Universitätsbibliothek Tübingen betreut und weist aktuell 70721 Exemplare nach.
Aufbauend auf den oben genannten Ressourcen ist seit Mitte des Jahres 2005 dieVerteilte Digitale Inkunabelbibliothek online, in der gut 1000 Inkunabeln aus den Beständen der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln sowie derHerzog August Bibliothek als Digitalisate vorliegen.
Verteilung nach Orten und Sprache
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Druckorte von Inkunabeln
- Inkunabeln nach Region
- Inkunabeln nach Sprache
Die graphischen Darstellungen beruhen auf dem Datensatz desIncunabula Short Title Catalogue.[28]
Literatur
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Cristina Dondi (Hrsg.):Printing R-Evolution and Society 1450–1500. Fifty Years that Changed Europe. (englisch, italienisch) Studi di storia, Edizioni Ca’ Foscari – Digital Publishing, Venedig 2020. (PDF;doi:10.30687/978-88-6969-332-8).
- Oliver Duntze:Ein Verleger sucht sein Publikum. Die Straßburger Offizin des Matthias Hupfuff (1497/98–1520).Saur, München 2007,ISBN 3-598-24903-9.
- Fritz Funke:Buchkunde. Ein Überblick über die Geschichte des Buch- und Schriftwesens. Verlag Dokumentation, München-Pullach 1969.
- Fritz Funke:Buchkunde. Die historische Entwicklung des Buches von der Keilschrift bis zur Gegenwart. Edition Albus, Wiesbaden 2006,ISBN 3-928127-95-0.
- Klaus Gantert:Handschriften, Inkunabeln, Alte Drucke. Informationsressourcen zu historischen Bibliotheksbeständen. De Gruyter Saur, Berlin 2019 (=Bibliotheks- und Informationspraxis. Band 60),ISBN 978-3-11-054420-6.
- Ferdinand Geldner:Die deutschen Inkunabeldrucker. Ein Handbuch der deutschen Buchdrucker des XV. Jahrhunderts nach Druckorten. 2 Bände. Hiersemann, Stuttgart 1968–1970.
- Ferdinand Geldner:Inkunabelkunde. Eine Einführung in die Welt des frühesten Buchdrucks (=Elemente des Buch- und Bibliothekswesen. 5). Reichert, Wiesbaden 1978,ISBN 3-920153-60-X.
- Konrad Haebler:Handbuch der Inkunabelkunde. Leipzig 1925; Neudruck Hiersemann, Stuttgart 1979,ISBN 3-7772-7927-7.
- Konrad Haebler:Typenrepertorium der Wiegendrucke. Haupt, Halle a.d. Saale 1905 ff.; Nachdruck der Ausgabe 1905–1924, Kraus u. a., Nendeln/Liechtenstein 1968 (=Sammlung bibliothekswissenschaftlicher Arbeiten.)
- Helmut Hiller,Stephan Füssel:Wörterbuch des Buches. Klostermann, Frankfurt am Main 2002,ISBN 3-465-03220-9.
- Helmut Hilz:Buchgeschichte. Eine Einführung. De Gruyter, Berlin 2019,ISBN 978-3-11-040515-6.
- Albert Kapr:Buchgestaltung. Verlag der Kunst, Dresden 1963.
- Hellmuth Lehmann-Haupt:Peter Schöffer aus Gernsheim und Mainz. Wiesbaden 2002,ISBN 3-89500-210-0.
- Ursula Rautenberg (Hrsg.):Reclams Sachlexikon des Buches. Reclam, Stuttgart 2003,ISBN 3-15-010542-0.
- Christoph Reske/Wolfgang Schmitz (Hrsg.):Materielle Aspekte der Inkunabelforschung (= Wolfenbütteler Schriften zur Geschichte des Buchwesens, Bd. 49). Harrassowitz, Wiesbaden 2017,ISBN 978-3-447-10719-8.
- Wolfgang Schmitz:Grundriss der Inkunabelkunde. Das gedruckte Buch im Zeitalter des Medienwechsels. Hiersemann, Stuttgart 2018 (=Bibliothek des Buchwesens. Band 27),ISBN 978-3-7772-1800-7 (2. verbesserte Aufl. 2023,ISBN 978-3-7772-2303-2).
- Hendrik D. L. Vervliet (Hrsg.):Liber Librorum. 5000 Jahre Buchkunst. Eine geschichtliche Übersicht von Fernand Baudin u. a. Editions Arcade, Brüssel 1972, Weber Verlag, Genf 1973. (v. a. die KapitelJohannes Gutenberg von Helmut Presser undDas Buch im 15. und 16. Jahrhundert von H. Vervliet)
- Barbara Tiemann (Hrsg.):Die Buchkultur im 15. und 16. Jahrhundert. Erster Halbband. Maximilian-Gesellschaft, Hamburg 1995,ISBN 3-921743-40-0.
- Ernst Voulliéme:Die deutschen Drucker des fünfzehnten Jahrhunderts. 2. Auflage. Verlag der Reichsdruckerei, Berlin 1922 (Digitalisat).
Weblinks
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Literatur zum Thema Inkunabeln im Katalog derDeutschen Nationalbibliothek
- Datenbank des Gesamtkatalogs der Wiegendrucke der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz (GW)
- Inkunabelkatalog Deutscher Bibliotheken (INKA)
- TW - Typenrepertorium der Wiegendrucke
- Inkunabelkatalog der British Library (ISTC)
- Inkunabelkatalog der Bayerischen Staatsbibliothek (bsb-ink)
- Inkunabelzensus Österreich
- Index Possessorum Incunabulorum
- Digitale Inkunabelbibliothek der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
- Digitalisierte Inkunabeln der Dombibliothek Freising und der Bibliothek des Metropolitankapitels München
- Digitalisierte Gutenberg-Bibel der Bayerischen Staatsbibliothek
- Gutenberg Digital. Niedersächsische landes- und Universitätsbibliothek Göttingen
- Inkunabeln in den Digitalen Sammlungen der Herzogin Anna Amalia Bibliothek
- Einbanddatenbank Staatsbibliothek zu Berlin
Einzelnachweise
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- ↑Felicitas Noeske: Inkunabel (7). In: bibliotheca.gym. 26. Mai 2016, abgerufen am 18. November 2017.
- ↑Staatsbibliothek zu Berlin, Handschriftenabteilung:Inkunabeln. Abgerufen am 16. Oktober 2024.
- ↑Zu der Zahl und ihren Unsicherheiten siehe Falk Eisermann:The Gutenberg Galaxy’s Dark Matter: Lost Incunabula, and Ways to Retrieve Them. In: Flavia Bruni und Andrew Pettegree (Hrsg.)Lost Books. Reconstructing the Print World of Pre-Industrial Europe. Leiden/Boston: Brill 2016 (= Library of the Written Word 46), S. 31–54.doi:10.1163/9789004311824_003, hier S. 31 mit Anm. 2
- ↑Inkunabeln. Webseite derBadischen Landesbibliothek. Abgerufen am 15. Februar 2018; lautAuskunft durch den Gesamtkatalog der Wiegendrucke in Berlin 2019 sind ca. 28.000 Inkunabeln in weltweit ca. 450.000 Exemplaren in öffentlichen Einrichtungen nachgewiesen.
- ↑Die Erstverwendung des Terminus wurde 2009 dem niederländischen Mediziner und PhilologenHadrianus Junius (Adriaan de Jonghe, 1511/1512–1575) zuerkannt, in dessen WerkBatavia (entstanden ab 1569, veröffentlicht inLeyden 1588) von einerprima artis incunabula die Rede ist, von einer „ersten“Wiege der Kunst. Yann Sordet:Le baptême inconscient de l’incunable: non pas 1640 mais 1569 au plus tard. In:Gutenberg-Jahrbuch.Nr. 84. Harrassowitz Verlag, 2009,S. 102–105 (Abstract: The origins of the term "incunabula", employed to qualify the early printed books, and especially the books printed in the XVth century, are to be found in an historical treatise of Hadrianus Junius (Batavia), published in 1588 but known from a 1569 manuscript.).
- ↑Joost Roger Robbe:Der mittelniederländische Spieghel onser behoudenisse und seine lateinische Quelle. Waxmann Verlag, 2010,ISBN 978-3-8309-7345-4.
- ↑Wiegendruck. In:Jacob Grimm,Wilhelm Grimm (Hrsg.):Deutsches Wörterbuch.Band 29:Wenig–Wiking – (XIV, 1. Abteilung, Teil 2). S. Hirzel, Leipzig 1960,Sp. 1548–1549 (woerterbuchnetz.de).
- ↑Inkunabel. In:Lexikon der Kunst, Band II, Berlin 1981, S. 400.
- ↑[1]Urdruck in: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. Online-Version vom 28. Februar 2020.
- ↑Autotypen in: E. Weyrauch, Lexikon des gesamten Buchwesens Online.doi:10.1163/9789004337862_lgbo_COM_011291.
- ↑Ursula Rautenberg (Hrsg.):Reclams Sachlexikon des Buches. Stuttgart 2003, S. 74 f.
- ↑Albert Kapr:Buchgestaltung. Dresden 1963, S. 21–27.
- ↑Fritz Funke:Buchkunde. Ein Überblick über die Geschichte des Buch- und Schriftwesens. München Pullach 1969, S. 82–89.
- ↑Fritz Funke:Der Buchholzschnitt. In: ders.:Buchkunde. Ein Überblick über die Geschichte des Buch- und Schriftwesens. München Pullach 1969, S. 225–238.
- ↑Mary Kay Duggan:Italian Music Incunabula. Berkeley 1992,S. 80 (englisch), S. 68.
- ↑Vgl. dazu die Schwerpunkte der Produktion vonPeter Schöffer in: Hellmuth Lehmann-Haupt:Peter Schöffer aus Gernsheim und Mainz. Wiesbaden 2002, S. 54.
- ↑Fritz Funke:Buchkunde. Ein Überblick über die Geschichte des Buch- und Schriftwesens. München Pullach 1969, S. 68.
- ↑Fritz Funke:Buchkunde. Ein Überblick über die Geschichte des Buch- und Schriftwesens. München Pullach 1969, S. 99–101.
- ↑Falk Eisermann:Auf der Spur der seltsamen Typen. Das digitale Typenrepertorium der Wiegendrucke. In:Bibliotheksmagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München, 3/2014, S. 41–48.
- ↑Helmut Hiller:Wörterbuch des Buches. Frankfurt a. M. 1991, S. 60–61, 164–165.
- ↑Ursula Rautenberg (Hrsg.):Reclams Sachlexikon des Buches. Stuttgart 2003, S. 56–57, 309.
- ↑Helmut Hilz:Buchgeschichte. Eine Einführung. In:Bibliotheks- und Informationspraxis.Nr. 64. De Gruyter, Berlin 2019,ISBN 978-3-11-040515-6,S. 41.
- ↑Fritz Funke:Buchkunde. Ein überblick über die Geschichte des Buch- und Schriftwesens. München Pullach 1969, S. 103–109.
- ↑Albert Kapr:Buchgestaltung. Verlag der Kunst, Dresden 1963, S. 29–34.
- ↑Victor Hugo:Notre Dame von Paris. Leipzig 1962, S. 197. Zit. nach: Kapr 1963, S. 28
- ↑British Library:Incunabula Short Title Catalogue nennt 29,777 Ausgaben am Stichtag des 8. Januar 2008, worin allerdings auch einige Druckwerke aus dem 16. Jahrhundert enthalten sind (Stand 11. März 2010).
- ↑LautBettina Wagner:Das Second-Life der Wiegendrucke. Die Inkunabelsammlung der Bayerischen Staatsbibliothek. In: Rolf Griebel, Klaus Ceynowa (Hrsg.):Information, Innovation, Inspiration. 450 Jahre Bayerische Staatsbibliothek. Saur, München 2008,ISBN 978-3-598-11772-5, S. 207–224, hier S. 207f. – beläuft sich die Zahl der im Incunabula Short Title Catalogue eingespeisten Ausgaben mit Erscheinungsjahr vor 1501 auf 28.107.
- ↑Incunabula Short Title Catalogue,British Library