Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Weltwirtschaftskrise

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dieser Artikel befasst sich mit der historisch bedeutendsten Weltwirtschaftskrise der 1920er/1930er Jahre; weitere Bedeutungen sieheWeltwirtschaftskrise (Begriffsklärung).
Die Krise stürzte viele Familien in bittere Not: die WanderarbeiterinFlorence Owens Thompson,Kalifornien 1936 (Fotografin:Dorothea Lange)

DieWeltwirtschaftskrise zum Ende der1920er und im Verlauf der1930er Jahre begann mit demNew Yorker Börsencrash im Oktober 1929. Zu den wichtigsten Merkmalen der Krise zählten ein starker Rückgang der Industrieproduktion, des Welthandels, der internationalen Finanzströme, eineDeflationsspirale,Schuldendeflation,Bankenkrisen, die Zahlungsunfähigkeit vieler Unternehmen und massenhafte Arbeitslosigkeit, die soziales Elend und politische Krisen verursachte. Die Weltwirtschaftskrise führte weltweit zu einem starken Rückgang der wirtschaftlichen Gesamtleistung, der entsprechend der spezifischenvolkswirtschaftlichen Voraussetzungen der Einzelstaaten nach Zeitpunkt und Intensität unterschiedlich einsetzte. Die Weltwirtschaftskrise dauerte in den einzelnen Ländern unterschiedlich lange und war zu Beginn desZweiten Weltkriegs noch nicht in allen überwunden. Nach Jürgen Osterhammel war der Beginn der Weltwirtschaftskrise das erste ökonomische Datum von wahrhaft globalem Gewicht.[1]

Dasnationalsozialistische Deutschland hatte die Weltwirtschaftskrise 1936 in wichtigen Punkten bewältigt und erreichte als eines der ersten Länder wiederVollbeschäftigung. Die Entwicklung in Deutschland war jedoch auch geprägt vonArbeitsbeschaffungsmaßnahmen mit schlechten Arbeitsbedingungen sowie allgemein niedrigen Löhnen, die zunächst auf dem Niveau von 1932 eingefroren und nach einer späteren Verbesserung durchstaatliche Sparprogramme wieder abgeschöpft wurden, sowie der Einführung derWehrpflichtim März 1935. Außerdem wurde sie durch eine verdeckte Überschuldung des deutschen Staates mittelsspezieller Wechselkredite unterstützt, die nicht zurückgezahlt, sondern inReichsschuldverschreibungen umgetauscht wurden, deren Rückzahlung nach der Unterstellung der Reichsbank unter Adolf Hitler persönlich, unter Aufnahme neuer, ungedeckter Kredite hätte erfolgen sollen. Somit stand der Vollbeschäftigung eine massiveFehlallokation von Ressourcen und letztlich die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs gegenüber, die bis 1945 zum vollständigen Zusammenbruch des Staates führte.

In den USA gab PräsidentFranklin D. Roosevelt mit den Wirtschafts- und Sozialreformen desNew Deal der Nation in derGroßen Depression neue Hoffnung. Anders als in vielen Ländern Europas konnte die Demokratie in den Vereinigten Staaten auch während der Weltwirtschaftskrise bewahrt werden. Der desolate Zustand der Wirtschaft wurde überwunden, Vollbeschäftigung wurde aber erst 1941 mit der Rüstungskonjunktur nach demEintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg erreicht. Nach dem Sieg der Vereinigten Staaten über NS-Deutschland konnte in den USA eine durch den Zusammenbruch der Märkte in Europa und Asien ausgelöste Rezession mit demMarshallplan abgewendet werden, mit welchem die Überschüsse der US-Wirtschaft nun zum Wiederaufbau der zerstörten Länder, mit Ausnahme Osteuropas und der Teile Asiens in kommunistischer Einflusssphäre, verwendet werden konnten.

Zu den modernen wissenschaftlichen Erklärungen der Entstehungsursachen und Verlaufsbedingungen der Weltwirtschaftskrise gehören die Analysen desKeynesianismus und desMonetarismus. Zu diesen Erklärungsansätzen entwickelten sich neuere Erweiterungen. Es besteht ein wissenschaftlicher Konsens, dass aus der initialenRezession von 1929 keine Weltwirtschaftskrise geworden wäre, wenn dieZentralbanken die Kontraktion (also die Verringerung) derGeldmenge verhindert und dieBankenkrisen durch Zurverfügungstellung von Liquidität gelindert hätten. Zur weltweiten Ausbreitung der Wirtschaftskrise trugen vor allem der internationale Krisenexport durch das damals bestehende Währungsregime desGoldstandards und der in der Weltwirtschaftskrise einsetzendeProtektionismus bei.

Hergang

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

In den Entstehungszusammenhang der Weltwirtschaftskrise gehören die Folgeprobleme desErsten Weltkriegs auf der Ebene der internationalen Finanzbeziehungen, die bis in die 1930er Jahre ungelöst blieben. Zudem kam es im Vorfeld der Weltwirtschaftskrise zu einem in eineSpekulationsblase mündenden wirtschaftlichenBoom in den Vereinigten Staaten – der neuen ökonomischen Führungsmacht –, was mit einem Kurssturz an derNew Yorker Börse 1929 endete. Mit dem darauf folgenden Zusammenbruch des internationalen Kreditgefüges und der Industrieproduktion ging ein um sich greifenderHandelsprotektionismus zum Schutz der Inlandsmärkte einher. Die einzelnen Volkswirtschaften waren dem teils drastischen ökonomischen und sozialen Niedergang in je eigener Weise ausgesetzt.

Nachkriegsprobleme des internationalen Finanzsystems

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs stellten nicht nur Staatshaushalte und Finanzierungssysteme vieler Länder vor Probleme, sondern führten auch zu langfristig veränderten Konstellationen in den internationalen Finanzbeziehungen. Mit Ausnahme der USA hatten sich alle kriegführenden Staaten enorm verschuldet. So saßen auch die Siegermächte Großbritannien und Frankreich auf hohen Schuldenbergen, die gegenüber den Vereinigten Staaten abzutragen blieben, da diese auf Rückzahlung bestanden.[2]

Das beeinflusste und verhärtete die Positionen dieser Mächte beimFriedensvertrag von Versailles. Denn mit den darin für erlittene Kriegsschäden dem Deutschen Reich auferlegtenReparationen hoffte insbesondere Frankreich, auch die eigenen Kriegsschulden begleichen zu können. Entsprechende Ausgleichszahlungen hätte das seinerseits hoch verschuldete Deutschland aber nur durch Exporterlöse stabil leisten können. Da die Siegermächte ihre Märkte dafür aber nicht öffneten, blieb die Reparationsfrage ein ungelöst schwelendes Problem.John Maynard Keynes sah im Versailler Vertrag „nichts um Europa wirtschaftlich wieder aufzurichten, nichts um die besiegten Mittelmächte zu guten Nachbarn zu machen, nichts um die neu entstandenen europäischen Staaten zu stabilisieren […]. In Paris wurde keinerlei Vereinbarung getroffen, um die aus dem Ruder geratenen öffentlichen Finanzangelegenheiten Frankreichs und Italiens wieder aufzurichten oder die wirtschaftlichen Systeme der Alten und der Neuen Welt aufeinander abzustimmen.“[3] Die These, auch diedeutschen Reparationszahlungen seien eine Ursache der Weltwirtschaftskrise gewesen, da sie als Zahlungen ohne Gegenwert zu verwirrenden Zinsgefällen beigetragen hätten, ist unterWirtschaftshistorikern umstritten. Keynes hatte hingegen bereits nach Bekanntwerden der Bedingungen desFriedensvertrages von Versailles vor erheblichen negativen Folgen für die Gesamtwirtschaft gewarnt.[4]

Wirtschaftsboom und Spekulationsblase in den USA

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Nachdem dieWeimarer Republik als Erbe desKaiserreichs weder die übernommene Staatsverschuldung noch die Reparationsproblematik zu lösen in der Lage gewesen war, in derGroßen Inflation die Vernichtung der Ersparnisse der staatstragenden Mittelschichten zugelassen hatte und 1923 vor dem Zerfall stand, waren es die Vereinigten Staaten, die mit demDawes-Plan und derDawes-Anleihe zu relativer Stabilisierung beitrugen und damit die „Goldenen Zwanziger Jahre“ einleiteten. Das neue weltwirtschaftliche Gewicht der USA zeigte sich auch über Deutschland und Europa hinaus. Die Auslandsanleihen der Vereinigten Staaten in den Jahren 1924 bis 1929 überstiegen diejenigen der Vorkriegswelt- und Vorkriegswirtschaftsmacht Großbritannien annähernd um das Doppelte.[5] Märkte in Asien und Südamerika, die vor 1914 von europäischen Produzenten dominiert worden waren, standen nun hauptsächlich unter dem Einfluss der Vereinigten Staaten.[6]

Der wirtschaftliche Boom in den USA der 1920er Jahre, die alsRoaring Twenties im Bewusstsein blieben, wurde von der Automobilproduktion und der Elektrifizierung der Haushalte angetrieben, die unter anderem mit Kühlschränken, Staubsaugern und Waschmaschinen ausgestattet wurden. Das rasche Wachstum derKonsumgüterindustrie beruhte zum Teil darauf, dass viele US-Bürger einen Teil ihrer Anschaffungen durchKredite finanzierten. Während die Kredite für Konsumzwecke im Jahr 1919 noch bei 100 Millionen US-Dollar gelegen hatten, stieg dieser Betrag bis 1929 auf über 7 Milliarden Dollar. So kurbelten Lohnsteigerungen, Kreditfinanzierung undRatenzahlungsverträge denKonsum an; Steuersenkungen stimulierten zusätzlich dieInvestitionsbereitschaft und unterstützten ein Klima des allgemeinen Wirtschaftsoptimismus.[7] Das Spekulationsfieber erfasste auch nicht traditionell mit der Börse in Verbindung stehende Gesellschaftsschichten (Dienstmädchenhausse). Entsprechend lebhaft ging es beimAktienhandel allgemein und speziell an der New Yorker Börse zu, wo die Transaktionen 1928 gegenüber dem Vorjahresrekord noch einmal um mehr als 50 Prozent höher lagen.[8]

Zwar hatte es auch 1928 bereits kurzzeitigeKurseinbrüche gegeben, aber letztlich stiegen die Kurse doch immer weiter. Und auch dasBörsengeschehen expandierte nun spekulationsgetrieben mehr und mehr auf Kreditbasis. Selbst im Sommer 1929 kam es anders als gewöhnlich zu keiner Beruhigung der Börsenaktivitäten, sondern die Kurse der Industriewerte stiegen allein in dieser Zeit binnen drei Monaten nochmals um ein Viertel an.[9] Bereits in der exorbitanten Boomphase der Börsengeschäfte zogen darum US-Investoren Kapital aus Europa ab, um es noch gewinnträchtiger im heimischen Aktienhandel anzulegen. Ab Juni 1928 brach die Kreditgewährung seitens der USA gegenüber Deutschland und anderen Ländern in Europa, Asien und Ozeanien faktisch zusammen.[10]

Weltwirtschaftlich folgenreicher Wall-Street-Crash

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Eine Menschenmenge versammelt sich nach dem Börsencrash von 1929 an der Wall Street

Ab Juni 1929 war die realwirtschaftliche industrielle Entwicklung in den USA rückläufig: Die Stahlproduktion sank; die Frachtraten der Bahn gingen zurück; der Wohnungsbau brach verstärkt ein; und im Herbst platzte mit den wiederholten dramatischen Kurseinbrüchen an der New Yorker Börse die bis dahin ungebremst anwachsende Spekulationsblase.[11] Auf einem „Zickzackweg in den Abgrund“ stellte der 24. Oktober 1929, derSchwarze Donnerstag, nur einen besonders markanten Einschnitt im Kurssturzgeschehen dar. „An diesem Tag wechselten 12.894.650 Anteile den Besitzer, die meisten zu einem Preis, der die Hoffnungen und Träume der bisherigen Besitzer restlos zerstörte.“[12] Entgegen dennoch bestehenden Erwartungen, dass es nach den Kurskorrekturen des Herbstes 1929 wieder aufwärtsgehen werde, setzte sich die Talfahrt, unterbrochen von Phasen leichter Erholung und Kursstabilisierung, bis zum Juli 1932 fort. Auch die Realwirtschaft verzeichnete verheerende Einbrüche. So gabIron Age am 8. Juli 1932 bekannt, die Kapazitäten der Stahlunternehmen seien nur noch zu 12 Prozent ausgelastet.[13]

Von dem infolge des New Yorker Börsencrashs wellenförmig verstärkten Abzug US-amerikanischer Auslandsinvestitionen und Kreditmittel – die nun zur Deckung von Verbindlichkeiten in den USA gebraucht wurden – war vor allem das auf diese Mittel gegründete deutsche Wirtschaftsleben in der Weimarer Republik unmittelbar betroffen. Geldknappheit und Deflation bewirktenProduktionsrückgang, Entlassungen und Massenarbeitslosigkeit. So stieg die Zahl von knapp drei Millionen Erwerbslosen 1929 auf mehr als das Doppelte im Jahr 1932 an. Erwerbslosenproteste und ein massiver Anstieg der Wählerstimmen für dieKPD undNSDAP waren die Folge.[14] Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Mitteleuropa bedrohte speziell die labile Lage vieler Banken die Funktionsfähigkeit der Volkswirtschaften. Zum Wegbrechen der transatlantischen Kreditzuflüsse kam der Wertverlust der Kreditabsicherungen von Unternehmen, die diese z. B. in Form vonWertpapieren undAnteilsscheinen bei den Banken hinterlegt hatten. So lag die Gefahr einer Bankenpanik Anfang der 1930er Jahre gewissermaßen in der Luft. Angeheizt wurde sie im Mai 1931 durch eine hohe Verlustmeldung derCreditanstalt, der größten österreichischen Bank. Dem folgte in Deutschland der Zusammenbruch derDANAT-Bank und einNotverordnungsregime, das die Verfügbarkeit von Bankguthaben streng limitierte und so die Wirtschaftstätigkeit zusätzlich lähmte.[15]

Krise des Bankensystems

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Vereinigte Staaten

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Bankansturm in den Vereinigten Staaten am 28. Februar 1933

Aufgrund des Wertverlusts volatiler Anlagen infolge des Börsencrashs, aufgrund der Zahlungsunfähigkeit vieler Kreditnehmer und aufgrund vonBankanstürmen kam es in den Vereinigten Staaten zu einer Serie von Bankzusammenbrüchen, in deren Folge ein Drittel aller Banken liquidiert werden musste.[16] Dies führte zu einer allgemeinen Kreditknappheit, die es in vielen Fällen unmöglich machte, Kredite zu vergeben oder zu verlängern. Dies wiederum hatte in derRealwirtschaft Masseninsolvenzen zur Folge.[17] Durch die Bankenkrise wurde auch dieGiralgeldschöpfungsfunktion der Banken erheblich gestört.[18] In dieser Situation hätte dieUS-amerikanische Notenbank (FED) die Banken stabilisieren können, tat dies aber nicht,[19] sondern verfolgte im Gegenteil einekontraktive Geldpolitik, die dieGeldmenge um etwa 30 % („great contraction“) reduzierte,[20] dieDeflationsspirale forcierte und damit die Banken- und Wirtschaftskrise weiter verschärfte.[21]

Deutschland

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mitBelegen (beispielsweiseEinzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst undgute Belege einfügst.
Massenandrang bei der Berliner Sparkasse nach Schließung der Banken, 13. Juli 1931

Diedeutsche Bankenkrise kennzeichnete den Beginn des zweiten Teils der Wirtschaftskrise, den Beginn der „Hyperdeflation“.[22] Sie hatte zwei Ursachen: Durch gegenseitige Konkurrenz, durch feindliche Übernahmen kleinerer Banken und auf Grund spekulativer Wertpapier- und Warengeschäfte hatten die großen Banken 1925 wieder das Geschäftsvolumen von 1914 erlangt. Sie waren zwar auf Expansion ausgerichtet, aber durch niedrigeEigenkapitalquoten und geringe liquide Mittel schlecht dafür gerüstet. Hätten sie ihr Eigenkapital aufgestockt (durch geringereDividendenzahlungen und/oder das Herausgeben weiterer Aktien), wäre die Differenz beider Größen zu der Summe der herausgereichten Kredite nicht so groß gewesen.

Hinzu kam die Instabilität des internationalen Kreditmarktes. Wichtigstes Kennzeichen hierfür war der einseitige Geld- und Kapitalstrom. Von 1925 bis 1929 waren ausländische Kredite von insgesamt 21 Milliarden (RM) nach Deutschland geflossen, denen im gleichen Zeitraum nur 7,7 Milliarden RM deutsche Anlagen im Ausland gegenüberstanden. Ein Großteil der aufgenommenen Kredite war obendrein kurzfristiger Natur, das heißt, sie mussten binnen drei Monaten zurückgezahlt werden. Bis 1929 wurden sie aber regelmäßig verlängert. Die Banken liehen diese kurzfristigen Gelder mitunter mit langen Laufzeiten aus. Somit war die Situation der Banken bereits vor der Weltwirtschaftskrise kritisch: Sollten die ausländischen Gläubiger ihr Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit der Banken verlieren und die kurzfristigen Kredite einmal nicht verlängern, drohte sofort ein empfindlicher Devisenmangel bis hin zurIlliquidität. Im Ausland führte die Krise ebenfalls zur Verknappung der Liquidität der Banken. Im November 1930 gerieten die Banken in den USA und inFrankreich, wo sich die Wirtschaftskrise ansonsten noch gar nicht bemerkbar gemacht hatte, in eine Krise und zogen große Summen kurzfristiger Gelder aus Deutschland ab. Hier erfasste die Krise zunächst hauptsächlich kleinere Banken, sodass das Ausmaß zunächst nicht so transparent war.

Im Frühjahr 1931 geriet nun dieÖsterreichische Creditanstalt in Schwierigkeiten, die sich bei der Übernahme der Bodenkreditanstalt „übernommen“ hatte. Zeitgenossen vermuteten, dahinter stünde die französische Regierung, die so den Plan einerdeutsch-österreichischen Zollunion torpedieren wolle. Obwohl solche Manipulationen tatsächlich in der französischen Regierung diskutiert wurden, konnte nicht nachgewiesen werden, dass sie für den Zusammenbruch der Creditanstalt, die am 11. Mai 1931 ihre Zahlungsunfähigkeit erklärte, verantwortlich war. Das bedeutete nicht nur für Österreich, sondern für ganzMitteleuropa den Beginn einerFinanzkrise.[23]

Man befürchtete nun, dass diese Entwicklung auch auf Deutschland übergreifen würde. In dieser Lage erklärte ReichskanzlerBrüning selbst im Juni 1931 aus innenpolitischen Gründen – er hoffte nämlich auf die Unterstützung der Rechten und derNationalsozialisten im Reichstag für ein neues Paket von Sparmaßnahmen – dieReparationen öffentlich für „unerträglich“. Das schien auf eine bevorstehende Zahlungsunfähigkeit des Reiches zu deuten und untergrub das Vertrauen der ausländischen Kreditgeber nachhaltig. Devisen im Wert von mehreren Milliarden RM wurden abgezogen und es kam, nachdem im Juli 1931 eine der Berliner Großbanken illiquide geworden war, noch ein massenhafter Ansturm der Bevölkerung auf die Banken hinzu (Bankanstürme). Diese mussten am 13. Juli 1931 ihre Zahlungen einstellen. Die Kreditorenbeträge sanken im Juni/Juli um 21,4 %. Um die Bankenkrise zu überwinden, wurden die Banken für mehrere Tage geschlossen und der Kontrolle der Regierung unterstellt. Auch dieBerliner Börse blieb bis in den September 1931 geschlossen, eine erneute Schließung folgte kurz darauf, als das Vereinigte Königreich den Goldstandard verließ. Kredite und Neuinvestitionen waren so über längere Zeit unmöglich.[24]

Zudem war im Juni 1931 zuvor dasHoover-Moratorium, das zur Wiederherstellung des Vertrauens alle politischen Schulden für ein Jahr stornierte, psychologisch verpufft, weil französische Vorbehalte wochenlange, schwierigste Verhandlungen nötig gemacht hatten. Da ReichsbankpräsidentHans Luther den Abfluss von Devisen ins Ausland mit allen Mitteln umkehren wollte, erhöhte er denDiskontsatz kurzfristig auf 15 % (um Devisen wieder anzuziehen), was allerdings nicht gelang und weshalb auch kaum Kredit an die Privatwirtschaft vergeben werden konnte (die Währung war bereits unterdeckt). Der Banknotenumlauf betrug 1929 noch 5 Milliarden RM und verringerte sich um 30 % auf 3,5 Milliarden RM im Jahre 1932. Über Möglichkeiten zur Kreditausweitung wurde auf derGeheimkonferenz der Friedrich List-Gesellschaft im September 1931 diskutiert.

Probleme und Reaktionen in weltwirtschaftlichen Zentralbereichen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mitBelegen (beispielsweiseEinzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst undgute Belege einfügst.

Großbritannien hatte bereits eine wirtschaftlich schwierige Dekade durchgemacht, als die Schockwellen des US-Desasters das Inselreich erreichten. Schon während der 1920er Jahre hatte stets eine relativ hohe Arbeitslosenzahl von über einer Million bestanden. Die im Zuge der Kriegsfinanzierung aufgegebene, 1925 aber wiederhergestellte Bindung desbritischen Pfunds an denGoldstandard zum Vorkriegskurs mochte darauf zielen, London als Weltfinanzplatz zu erneuern,[25] führte aber nicht zur Belebung der britischen Wirtschaft, in die wegen eines hohen Kreditzinsniveaus kaum investiert wurde. Außerdem schwächte der nun hohe Umtauschkurs des Pfunds den britischen Handel: Während britische Produkte im Ausland zu teuer wurden, waren ausländische Produkte in Großbritannien nun billig zu erstehen.[26]

Die Weltwirtschaftskrise machte sich in Großbritannien zunächst vor allem als Zusammenbruch des Welthandels bemerkbar. Von 1929 bis 1931 fiel der Wert britischer Exporte um rund 38 Prozent.[27] An der Jahreswende 1932/33 erreichte die Arbeitslosigkeit mit knapp unter drei Millionen ihren Spitzenwert. Ein rigides Sparprogramm führte zu harten Auseinandersetzungen innerhalb der regierendenLabour Party und zur Bildung einer „Nationalen Regierung“ unter Einschluss konservativer und liberaler Minister im August 1931. Am darauffolgenden 21. September wurde die Goldbindung des Pfundes aufgegeben, nachdem die Bank von England ihre Goldreserven zur Stützung der österreichischen Creditanstalt und in derDeutschen Bankenkrise eingesetzt hatte, um eine gesamteuropäische Bankenkrise abzuwenden. Als es danach zu einem Ansturm der Anleger, Geschäftsbanken und mehrerer Zentralbanken kleinerer europäischer Länder auf dieBank of England kam, konnte diese dasPfund Sterling nicht mehr stützen, weil der Großteil ihrer Reserven in Österreich und Deutschland festlag, und gab den Goldstandard auf.[28]

Frankreich, das 1926 ebenfalls zum Goldstandard zurückgekehrt war,[29] blieb von den Turbulenzen der Weltwirtschaftskrise anfänglich verschont. Die Industrieproduktion war weit weniger als die britische auf ausländische Märkte angewiesen, der Agrarmarkt durch hohe Einfuhrzölle geschützt und derFranc in relativer Unterbewertung stabil. Daher strömte Kapital, das nach sicheren Anlagemöglichkeiten suchte, in großen Mengen nach Frankreich. Die Notendeckung stieg bis 1931 auf 80 %, dieBanque de France verfügte über ein Viertel der Weltgoldvorräte.[30] Diese komfortable Lage änderte sich drastisch mit der britischen Abkehr vom Goldstandard und der Abwertung des Pfunds im September 1931, da nun der Franc und die anderen Währungen des „Goldblocks“ überbewertet schienen. Nun begann die Weltwirtschaftskrise auch in Frankreich: Es kam zu Arbeitslosigkeit, der Außenhandel ging zurück, die Produktion blieb bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs unter dem Niveau von 1928.[31] Zwar blieben die Arbeitslosenzahlen in Frankreich vergleichsweise moderat und lagen auch in der Krise nie über fünf Prozent; aber indem der Goldstandard des Franc kostenträchtig verteidigt wurde, geriet der französische Staatshaushalt ab 1931 in eine Schieflage.[32]

Die daraus resultierende Politik des knappen Geldes und der Deflation destabilisierte dieDritte Französische Republik unter dem Druck von Extremisten, während die gesellschaftliche Mittelschicht am stärksten vom wirtschaftlichen Niedergang betroffen war und sich radikalisierte. Demonstrationen der rechtsradikalenAction française und des linksradikalenParti communiste français führten 1934 zu Ausschreitungen mit Todesopfern. Nachdem bis 1935 wechselnde Mitte-rechts-Regierungen an der Krisenbewältigung gescheitert waren, setzte sich in den Wahlen vom Mai 1936 dieVolksfront unter FührungLéon Blums als Regierungsbasis durch. Im Zeichen von Streiks und Wirtschaftslähmung wurden deutliche Lohnerhöhungen gewährt, die betriebliche Stellung der Gewerkschaften gestärkt und die wöchentliche Arbeitszeit von 48 auf 40 Stunden gesenkt. Angesichts einer zur gleichen Zeit im NS-Deutschland eingeführten Arbeitszeiterhöhung auf bis zu 54 Wochenstunden wurde die Wettbewerbsfähigkeit der französischen Industrie damit erheblich geschwächt. Dies hatte eine umfängliche Verlagerung von Kapital ins Ausland zur Folge und ließ nun auch die Goldreserven der Banque de France schwinden. Insgesamt erfuhr Frankreich in der Dekade von 1929 bis 1939 einen durchgreifenden Niedergang hinsichtlich wirtschaftlicher Schwächung und politischer Zerrüttung.[33]

Die einzelnen Staaten reagierten je nach Art des Betroffenseins und entsprechend den politischen Leitvorstellungen unterschiedlich auf die Herausforderung. Ausgehend von den skandinavischen Ländern begannen funktionierende Demokratien steuernd in das Marktgeschehen einzugreifen und Ansätze für einen Übergang zumWohlfahrtsstaat zu entwickeln (siehe etwa das nachmaligeSchwedische Modell). Zaghafte Reformansätze des US-PräsidentenHoover zur Überwindung derGroßen Depression wurden ab 1933 von seinem NachfolgerFranklin D. Roosevelt verstärkt (New Deal), so auch durch wachstumsförderndeöffentliche Investitionen, die durch vermehrte Schuldenaufnahme finanziert wurden (Deficit spending).

Der deutsche ReichskanzlerHeinrich Brüning dagegen war unter dem Eindruck der vorausgegangenenGroßen Inflation bemüht, die Währung durch eine Sparpolitik zu stärken, was mit gravierenden sozialen Härten und tiefen Einschnitten in diesozialen Sicherungssysteme einherging. Dies trug zu einer politischenRadikalisierung breiter Bevölkerungsschichten bei – bis hin zuStraßenkämpfen zwischen Nationalsozialisten undKommunisten –, die den Aufstieg derNSDAP begünstigte.

Auswirkungen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Produktion

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Rückgang der Industrieproduktion auf dem Höhepunkt der Krise[34]
LandRückgang
Vereinigte Staaten− 46,8 %
Polen− 46,6 %
Kanada− 42,4 %
Deutsches Reich− 41,8 %
Tschechoslowakei− 40,4 %
Niederlande− 37,4 %
Italien− 33,0 %
Frankreich− 31,3 %
Belgien− 30,6 %
Argentinien− 17,0 %
Dänemark− 16,5 %
Großbritannien− 16,2 %
Schweden− 10,3 %
Japan08,5 %
Brasilien07,0 %

Arbeitsmarktsituation

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mitBelegen (beispielsweiseEinzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst undgute Belege einfügst.
Arbeitslosenquote in der Weimarer Republik von 1928–1935. Auf Grund der Deflations- und Sparpolitik Brünings (lila Bereich) stieg die Arbeitslosenquote von 15,7 % im Jahr 1930 auf 30,8 % im Jahr 1932.
Massenelend auf dem Höhepunkt der Krise: Speisesaal eines Obdachlosenasyls inBerlin-Prenzlauer Berg 1932

Mit der Industrieproduktion sank auch der Lebensstandard. Anfang der 1930er Jahre stieg die Arbeitslosenquote in den Industrieländern auf 25 %. Die Arbeitslosigkeit sank ab Mitte der 1930er Jahre langsam.[34]

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland schien sich bis 1930 nicht von den Jahren zuvor zu unterscheiden. Die Zahl der Arbeitslosen lag 1927 bei etwa 1 Million; Ende September 1929 gab es 1,4 Millionen Arbeitslose, im Februar 1930 waren es 3,5 Millionen, was auf jahreszeitliche Schwankungen zurückgeführt wurde. Als diese Zahl wider Erwarten im Frühjahr 1930 nicht zurückging, hofften die Reichsregierung (bis 30. März 1930 dasKabinett Müller II, ihm folgte dasKabinett Brüning I) und dieReichsbank noch lange auf eine Selbstheilung der Wirtschaft, obwohl die Arbeitslosenzahl Ende 1930 mit 5 Millionen Arbeitslosen im weltweiten Vergleich auf höchstem Niveau stand. Erst als sich der geringe Rückgang Mitte 1931 nicht fortsetzte, wurde man sich der extremen Entwicklung der Krise vollends bewusst. Zu dieser Zeit liefBrünings Sparprogramm bereits auf vollen Touren. Die öffentlichen Gehälter wurden um 25 % vermindert und die Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe wurden stark gekürzt. Im Februar 1932 erreichte die Krise auf dem Arbeitsmarkt ihren Höhepunkt: Es standen 6.120.000 Arbeitslosen, also 16,3 % der Gesamtbevölkerung, nur 12 Mio. Beschäftigte gegenüber. Zu den Arbeitslosen könnte man auch noch die große Masse der schlecht bezahlten Kurzarbeiter und Angestellten zählen, aber auch die kurz vor dem Ruin stehenden Kleinunternehmer.

Die Auswirkungen in den USA waren besonders für die Bauern katastrophal. Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte fielen von 1929 bis 1933 um 50 %, wodurch Zehntausende Bauern ihre Hypotheken nicht mehr bedienen konnten und ihr Land verloren. In der gleichen Zeit stieg die landwirtschaftliche Produktion um 6 %. Die Steigerung erklärt sich durch die Umstellung der Landwirtschaft aufPachtverträge und mechanisierte Bearbeitung größerer Einheiten durch die neuen Investoren, später auch durch die künstliche Bewässerung durch denNew Deal, wodurch dieDust Bowl, die sprichwörtliche Staubschüssel des Mittleren Westens, ihren Namen verlor. Die verzweifelten Landarbeiter flüchteten in den Westen, wo sie unter menschenunwürdigen Zuständen ein Auskommen suchten. Ein eindrucksvolles Dokument über dieAgrarkrise in den USA ist der RomanFrüchte des Zorns vonJohn Steinbeck, der selbst einen solchen Flüchtlingszug begleitete.

In der Fertigung und im Bergbau wurden die sozialen Auswirkungen in den USA dadurch teilweise abgefangen, dass die durchschnittliche Wochenstundenzahl, auch unter dem Druck der Regierung, von 1929 bis 1932 um ungefähr 20 % sank.[35]

Ganz anders war die Situation in Japan. Die japanische Volkswirtschaft wuchs von 1929 bis 1933 um 6 %. Japan hatte zwar um 1930 eine ernste Rezession; diese wurde aber rasch bewältigt. Arbeitslosigkeit und soziale Verwerfungen wie in den USA und Deutschland traten in Japan nicht ein.

Deutscher Außenhandel

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mitBelegen (beispielsweiseEinzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst undgute Belege einfügst.

Während des Ersten Weltkrieges und in den Nachkriegsjahren ging der Außenhandel erheblich zurück. DieHyperinflation von 1923 hatte zwar den Wiederaufschwung der deutschen Industrie erleichtert, doch auch zu massiven Fehlinvestitionen geführt. Zwar erreichte die deutsche Industrieproduktion schon 1926 wieder ihren Vorkriegsstand, doch der Import überstieg bereits 1925 den Exportwert des Vorkriegsjahres: Deutschland hatte bis 1930 eine passiveHandelsbilanz. Während der Weltwirtschaftskrise sanken die Importe.

Außenhandelsergebnisse und Goldbestände der Reichsbank 1928–1937[36]
JahrAußenhandel
insgesamt
in Mio. RM
Ausfuhr
in Mio. RM
Einfuhr
in Mio. RM
Überschuss
= Ausfuhr
– Einfuhr
in Mio. RM
Durchschnitt-
liche Gold- und
Devisen-
bestände
in Mio. RM
192826.27712.27614.001−1.7252.405,4
192926.93013.48313.447+362.506,3
193022.42912.03610.393+1.6432.806,0
193116.3269.5996.727+2.8721.914,4
193210.4065.7394.667+1.072974,6
19339.0754.8714.204+667529,7
19348.6184.1674.451−284164,7
19358.4294.2704.159+11191,0
19368.9864.7684.218+55075,0
193711.3795.9115.468+443rd. 70,0
193810.7065.2575.449−192
193910.8605.6535.207+446

Auswirkungen an der weltwirtschaftlichen Peripherie

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mitBelegen (beispielsweiseEinzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst undgute Belege einfügst.

Von der großen Depression in den 1930er Jahren in Mitleidenschaft gezogen waren nicht nur die seinerzeitigen weltwirtschaftlichen Zentren in Nordamerika und Europa, sondern auch solche Staaten und Regionen weltweit – im Verhältnis zu den besagten Zentren werden sie fachsprachlich alsPeripherie bezeichnet –, die bis dahin entweder als Objektekolonialer Ausbeutung gedient oder in der globalen Ökonomie nur nachrangige Bedeutung hatten. Manche Weltgegenden waren andererseits zu dieser Zeit noch ohne weltwirtschaftliche Anbindung fast ganz auf sich gestellt – zum BeispielNepal und Regionen inZentralafrika – und entsprechend wenig betroffen. Im Übrigen fielen die Folgen der Weltwirtschaftskrise in der Peripherie wiederum unterschiedlich aus, wobei sich aber auch spezifische Gemeinsamkeiten zeigten.

Die meisten Länder waren hauptsächlich, wenn nicht allein, durch ihre Agrarexporte in die Weltwirtschaft eingebunden und von den diesbezüglichen Erlösen abhängig, was ihre Importmöglichkeiten industrieller Erzeugnisse betraf. Der Preisverfall fürlandwirtschaftliche Produkte war in der Weltwirtschaftskrise aber um einiges drastischer als der für Industrieprodukte. Diese Verschlechterung derTerms of Trade brachte den Ländern der sogenannten Peripherie also in der Krise zusätzliche Nachteile im Welthandel.

Für diejenigen Menschen an der weltwirtschaftlichen Peripherie, die in kolonialer Abhängigkeit lebten, wurde die Lage zudem dadurch erschwert, dass die koloniale Herrschaftselite in dieser Situation vor allem darauf bedacht war, die Hauptertragsquellen der Kolonialwirtschaft zu stützen, alsoPlantagen, Minengesellschaften und Handelsunternehmen. Deren internationale Konkurrenzfähigkeit suchte man durch Lohndrückerei zu wahren, sodass die einheimischen Arbeitskräfte für die Verwerfungen im Außenhandel einstehen mussten. Auch wo es um Mittel zur Finanzierung des kolonialen Verwaltungsapparats selbst ging, hielt man sich bei rückläufigen Steuereinnahmen nicht an die Unternehmen, sondern suchte sich durch höhere Besteuerung der Kolonialbevölkerung schadlos zu halten.[37]

Für Pressler finden sich die bedeutendsten Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise, was die sogenannte Peripherie betrifft, im Denken der Menschen. Denn in dieser Krise hätten sie begonnen, das Fehlen einer eigenen Industrie als Unterentwicklung zu begreifen. Die seinerzeit erlebte dramatische Verschlechterung der Terms of Trade habe den Glauben an eine beiderseits vorteilhafte Arbeitsteilung zwischen industriellen Zentren einerseits sowie Agrar- und Rohstofflieferanten andererseits erschüttert. DieDekolonisierung Afrikas und Asiens habe während der 1930er Jahre ihren Anfang genommen, auch wenn die Entlassung in die Unabhängigkeit sich erst nach einem längeren Zeitraum in der Folge des Zweiten Weltkriegs eingestellt habe.[38]

Politische Konsequenzen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mitBelegen (beispielsweiseEinzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst undgute Belege einfügst.

Maßnahmen zur Überwindung der Krise in Deutschland

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Preisbereinigtes Bruttosozialprodukt, 1926 bis 1939, Veränderungen zum Vorjahr, nach WiSta 3/2009[39]

Der wirtschaftliche Abschwung setzte in Deutschland (Weimarer Republik) bereits 1928 ein.[40] Nach derReichstagswahl 1930 wurden massiv Auslandskredite abgezogen. Dies hatte hauptsächlich zwei Gründe, einen außen- und einen innenpolitischen:

Erstens war dieNSDAP zweitstärkste Partei geworden, und von dieser politischen Entwicklung war man im Ausland beunruhigt und wollte die Liquidität in den betreffenden Ländern erhöhen. DieReichsregierung (Brüning I) ihrerseits betrachtete die Wirtschaftskrise als ein Ungleichgewicht desStaatshaushaltes. Das Defizit betrug Ende 1929 1,5 Milliarden RM. DieReichsbank schritt ein, als die Deckung der Gold- und Devisenreserven des Geldumlaufs durch den Transfer der gekündigten Auslandskredite unter die gesetzlich festgelegte 40-Prozent-Grenze fiel (sieheGolddevisenstandard), die Erhöhungen desLeitzinses verschärften die Krise noch.

Gleichfalls krisenverschärfend wirkten die Maßnahmen, die ReichskanzlerHeinrich Brüning ergriff. Dabei ging er von der Notwendigkeit aus, den Reichshaushalt ausgeglichen zu halten, da derKapitalmarkt zur Finanzierung eines Defizits nicht zur Verfügung stand. In mehrerenNotverordnungen wurden durch Kürzung von Löhnen und Gehältern im öffentlichen Dienst sowie durch Beendigung aller öffentlichen Bauvorhaben die Staatsausgaben gesenkt, durch Steuererhöhungen sollten die Einnahmen erhöht werden. DieseAusteritätspolitik verstärkte aber dieDeflation und wirkte sich drosselnd auf die Konjunktur aus, sodass das angestrebte Ziel einer nachhaltigen Konsolidierung des Haushalts nicht erreicht wurde. Im Dezember 1931 ging die Regierung zu einer aktivenDeflationspolitik über und senkte per Notverordnung alle Preise, Löhne und Mieten. Damit hoffte sie, den Export anzukurbeln und die Reinigungseffekte der Krise zu beschleunigen, sodass Deutschland als erstes Land die Depression überwinden würde. Diese Politik hatte keinen Erfolg: Die Leitzinsen blieben wegen der desolaten Devisensituation nach der Bankenkrise hoch, ebenso die Steuern: DieUmsatzsteuer hatte die Regierung noch einmal gleichzeitig mit den Deflationsmaßnahmen erhöht, sodass keine konjunkturbelebende Wirkung von ihnen ausging. Die erhofften außenwirtschaftlichen Effekte traten nicht ein, daGroßbritannien bereits im September 1931 dasPfund Sterling vom Gold gelöst hatte und durch die folgendeAbwertung seiner Währung einen deutlicheren Außenhandelsvorteil als Deutschland mit seiner Deflation erzielte.

Auf Grund der im Rückblick offenkundigen Verfehltheit von Brünings Deflationspolitik vermutete die ältere Forschung, es sei sein primäres Ziel gewesen, durch absichtliche Verschärfung der Krise die Alliierten davon zu überzeugen, dass dieReparationsforderungen einfach nicht erfüllbar waren. Zudem würde die Einstellung der Zahlungen die radikalen politischen Kräfte schwächen. Weil er den Zusammenhang zwischenReparationen undDeflationspolitik aber fast ausschließlich in öffentlichen Reden, nicht aber in internen Besprechungen äußerte, glauben neuere Forschungen dagegen, dass er ehrlich davon überzeugt war, zu seiner Politik keine Alternative zu haben.

Brüning steckte in einemDilemma: Er musste denReparationsgläubigern Deutschlands ehrlichen Willen nachweisen, denYoung-Plan zu erfüllen, machte sich aber eben dadurch für die politische Rechte angreifbar, auf deren innenpolitische Unterstützung er gleichwohl hoffte. So strebte er die Zollunion mit Österreich an, die aber, wie bereits erwähnt, wegen Frankreichs Widerstand den Zusammenbruch des Bankensystems einleitete.

Ob es realisierbare Alternativen zu BrüningsDeflationspolitik und zur sparsamen Haushaltsführung gab, die die Krise nur verschärften, ist in der historischen Forschung sehr umstritten. Denkbar wären a) eine Abkopplung der Reichsmark vomGolddevisenstandard gewesen, b) eineKreditausweitung oder c) eine Erhöhung derGeldmenge z. B. durch Notenbankkredite. Gegen alle drei Optionen habe es, wie der Münchner WirtschaftshistorikerKnut Borchardt nachzuweisen versuchte, wichtige Argumente gegeben: Auf Grund der (zum Teil durch eigene Schuld verschlimmerten) Vertrauenskrise hätten der Reichsregierung keine Kreditmöglichkeiten offengestanden: die beinahe chronischeKrise der Staatsfinanzen drohte wiederholt in eine akute Zahlungsunfähigkeit der öffentlichen Hand umzuschlagen, die unabsehbare soziale, politische und außenwirtschaftliche Folgen gehabt hätte; eine Abkehr vomGolddevisenstandard sei völkerrechtlich durch denYoung-Plan ausgeschlossen gewesen und hätte die traumatischen Erinnerungen an die Inflation von 1923 wachgerufen. Dieselben Argumente hätten auch gegen einen Ausgleich des defizitären Haushalts mit Hilfe der Geldnotenpresse gesprochen.

Tatsache ist, dass bei derReichstagswahl Juli 1932 nur die NSDAP mit einem Programm massiver, reflationärer Kreditausweitung undArbeitsbeschaffung auftrat und so ihren Stimmenanteil mit 37,3 % mehr als verdoppeln konnte. Das Zentrum, aber auch die gemäßigte Linke – Letztere unter dem Einfluss vonRudolf Hilferding undFritz Naphtali – blieben den Vorstellungen finanzieller und wirtschaftspolitischer Orthodoxie verhaftet und hatten so der wirtschaftspolitischenNS-Propaganda wenig entgegenzusetzen. Auch der um die Jahreswende 1931/32 erstellte expansiveWTB-Plan (benannt nachWladimir Woytinsky,Fritz Tarnow undFritz Baade) konnte angesichts dieser internen Widerstände keine propagandistische Wirkung entfalten. Bei derReichstagswahl am 6. November 1932 erhielt die NSDAP 33,1 %; blieb aber vor der SPD (20,4 %) stärkste Partei.

Die Kreditausweitung, die unter Brünings Nachfolgern eingeleitet wurde und dieHjalmar Schacht, Reichsbankpräsident von 1933 bis 1939, dann in derZeit des Nationalsozialismus massiv betrieb, war jedenfalls nur durch die ganz erheblichen Verschleierungsmechanismen derMefo-Wechsel möglich. Sie erschien in den ersten Jahren wirtschaftspolitisch überaus erfolgreich: In keinem anderen Land gelang es, so rasch von der Depression in eine neue Prosperitätsphase zu gelangen und Vollbeschäftigung zu erreichen. Die Zeitgenossen sahen die Konjunkturentwicklung in Deutschland daher als nationalsozialistisches „Wirtschaftswunder“ an. Dem stehen die entsetzlichen Folgen dieses Aufschwungs gegenüber, der im Wesentlichen auf derRüstungskonjunktur basierte, auf der Vorbereitung einesgroßen, letztlich selbstzerstörerischen Eroberungskrieges.[41] Historiker und Volkswirte warnen deshalb vor der Fehlinterpretation, dass die NS-Politik den Wohlstand wiederhergestellt habe. Der Pro-Kopf-Konsum erreichte auch bis Ende der 1930er Jahre nicht das Vorkrisenniveau. Der Nationalsozialismus hat zu keinem Zeitpunkt das Wohlstandsniveau der Weimarer Republik wiederherstellen können bzw. wollen. Die Massenarbeitslosigkeit wurde durch zwangsarbeitsähnliche Beschäftigungsverhältnisse substituiert.[42]Knut Borchardt warnt vor einer „Verhängnisvolle Geschichtslegende“, dienationalsozialistische Wirtschaftspolitik war keine Geld- oder Konjunkturpolitik im modernen Sinn, die einen selbsttragenden Aufschwung herbeigeführt hat, sondern lediglich eine Kriegswirtschaft zu Friedenszeiten.[43] Der Wandel zum wirtschaftlichen Aufschwung wurde mit der Ankündigung desPapen-Planes im August 1932 eingeleitet. Die Stimmung der Wirtschaftsakteure besserte sich. Die bis dahin zunehmende Arbeitslosigkeit stoppte. Beim Papen-Plan[44] handelte es sich (auf Wunsch des ReichskanzlersFranz von Papen) um ein vorwiegend angebotsorientiertes Konzept, d. h., dass den Unternehmen Steuererleichterungen (Steuergutscheine) gewährt wurden, ihre aktuellen Kosten gesenkt wurden, um diese daraus zu Investitionen anzuregen. Die Investitionstätigkeit blieb während der Zeit desKabinetts Papen hinter den Erwartungen zurück. Erst unter demKabinett Schleicher (Dezember 1932/Januar 1933) erhielten Arbeitsbeschaffungsprogramme zur Konjunkturanregung auf (beschränkte) Staatskosten wesentlichen Stellenwert.[45]

Siehe auch:Aktienindex des Statistischen Reichsamtes

Maßnahmen zur Überwindung der Krise in den Vereinigten Staaten

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:New Deal

In den Vereinigten Staaten verursachte die Weltwirtschaftskrise einen großen Umbruch in der Politik-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte.PräsidentFranklin D. Roosevelt setzte umfangreiche Wirtschafts- und Sozialreformen durch, die alsNew Deal bezeichnet wurden.

Weltweite Reaktion

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Weltwirtschaftskrise verursachte einige weltweit beobachtbare Reaktionen:[34]

Überwindung der Weltwirtschaftskrise

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Bankenkrise vom Juli 1931 die negative wirtschaftliche Entwicklung noch einmal massiv verschärft hatte, stabilisierte sich die Lage im Sommer 1932. Der Tiefpunkt der Krise war erreicht, wenngleich ein Aufwärtstrend noch für einige Monate nicht bemerkbar blieb. Ab September 1932 zeichnete sich eine relativ starke konjunkturelle Erholung ab, die zunächst bis Januar 1933 anhielt und sich ab März 1933 kontinuierlich und kräftig fortsetzte. Nach Berechnungen desInstituts für Konjunkturforschung nahm die Weltindustrieproduktion zwischen Sommer 1932 und Anfang 1933 um rund sieben Prozent zu und stieg im ersten Halbjahr 1933 um mehr als 20 Prozent weiter an.[46]

Zwischen 1934 und 1935 stiegen weltweit Preise, Exporte, Industrieproduktion und Volkseinkommen außer in den Ländern des Goldblocks, also Ländern wieFrankreich,Belgien,Niederlande,Tschechoslowakei und derSchweiz, die darauf hofften, die Verhältnisse dadurch zu stabilisieren, dass sie an einer Deckung ihrer Währung durch Gold festhielten. Die Aufwärtsbewegung verlangsamte sich 1935. Während der Goldblock noch tiefer in die Krise glitt, gingen Italien und Deutschland wirtschaftspolitisch eigene Wege. DasCommonwealth machte Fortschritte und schloss sich im weiteren Verlauf des Erholungsprozesses immer weiter von der Weltwirtschaft ab. Der Aufschwung in den Vereinigten Staaten undKanada verlief uneinheitlich und schleppend. Japan erholte sich aus eigener Kraft.[47]

Japan expandierte bei stabilen Löhnen und einem parallel zu den Weltmarktpreisen steigenden Preisniveau und profitierte dabei von der Unterbewertung desYen. Die japanische Inlandsnachfrage wurde von den Militärausgaben dominiert und führte 1936 zu Vollbeschäftigung.[48] InGroßbritannien verbesserte die Abkopplung desPfund Sterling vom Gold im September 1931 und die darauffolgende Abwertung der Währung um etwa 25 Prozent die britische Außenhandelsposition. Die dadurch mögliche Niedrigzinspolitik der Bank of England trug zu einer deutlichen Belebung der britischen Binnenwirtschaft bei, sodass sich Großbritannien trotz weiterhin hoher Arbeitslosenzahlen besser entwickelte als alle anderen großen Industrienationen: Bereits 1934 übertraf sein Bruttoinlandsprodukt wieder den Wert von 1929.[49] Das Wirtschaftswachstum blieb mit durchschnittlich vier Prozent aber mäßig. Schon 1938 drohte eine neue Rezession, die aufgrund der in diesem Jahr einsetzenden britische Aufrüstung aber ausblieb.[50] In Frankreich lagen indes noch 1938 sämtliche Indizes deutlich unter denen von 1929. Die Historiker Dominique Borne und Henri Dubief beschreiben die Wirtschaftslage Frankreichs vor dem Zweiten Weltkrieg als regelrechten „Marasmus“.[51]

In Deutschland war dasBruttosozialprodukt 1933 real bereits um knapp 8 Prozent gestiegen und die Steigerung beschleunigte sich 1934 noch einmal. Die Beschäftigung erhöhte sich 1934 um 15 Prozent. Dafür war eine große Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage, die durch den im Zuge des Beschäftigungsaufbaus gesteigerten privaten Konsum ausgelöst wurde, und eine im Vergleich zu der Zeit vor der Weltwirtschaftskrise stark verbesserte Kostensituation in der Industrie verantwortlich.[52] Allerdings waren die Tariflöhne durch die staatlichenTreuhänder der Arbeit eingefroren und dem sehr langsamen Anstieg der durchschnittlichen effektiven Stundenlöhne stand der im gleichen Umfang erhöhte offiziell ausgewiesene Lebenshaltungskostenindex gegenüber, sodass die realen Stundenlöhne nicht zunahmen.[53]

In den Vereinigten Staaten war es im September/Oktober 1937 zu einem massiven Kursrutsch am Aktienmarkt gekommen.[54] Die Arbeitslosigkeit stieg auf 20 Prozent und die Industrieproduktion ging auf das Niveau von 1934 zurück. Durch die deutliche Steigerung der Staatsausgaben wurde die Krise wieder überwunden.[55] Der Aufschwung aus der Rezession erfolgte rasch, aber nicht so schnell wie der vorangegangene Abschwung.[56]

Erklärungen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Es besteht ein Konsens unter Historikern und Volkswirten, dass aus der initialen Rezession von 1929 keine Weltwirtschaftskrise geworden wäre, wenn die US-Zentralbank die Kontraktion der Geldmenge verhindert und die Bankenkrise durch Zurverfügungstellung von Liquidität gelindert hätte. Diese vonMilton Friedman undAnna J. Schwartz inA Monetary History of the United States (1963) ausgearbeitete Kritik wurde im Kern bereits vonJohn Maynard Keynes formuliert.[57]

Die These von Milton Friedman/Anna J. Schwartz, dass es sich bei der Weltwirtschaftskrise in erster Linie um eine monetäre Krise handelte, die durch eine Kontraktion der Geldmenge infolge der Bankenkrise ausgelöst wurde, wurde in einer Umfrage von 1995 von 48 % der teilnehmenden Volkswirte und von 34 % der teilnehmenden Historiker im Grundsatz befürwortet. Die gegenteilige These von John Maynard Keynes, dass ein Rückgang der Nachfrage, insbesondere durch einen Rückgang der Investitionen die Weltwirtschaftskrise verursacht hat und die Bankenkrise lediglich eine Folge davon war, wurde in derselben Umfrage von 61 % der Volkswirte und 51 % der Historiker im Grundsatz befürwortet.[57]

Der These von Peter Temin, dass eine rein monetäre Erklärung gekünstelt sei, weil die Nachfrage nach Geld in den Anfangsjahren der Krise stärker gefallen sei als das Geldangebot, stimmten 60 % der Volkswirte und 69 % der Historiker zu.[57] In jüngerer Zeit hat es Erweiterungen der monetaristischen Krisenerklärung von Friedman/Schwartz um nichtmonetäre Effekte gegeben, die eine bessere Anpassung an dieempirische Evidenz zum Ziel haben und in der Wissenschaft auf große positive Resonanz gestoßen sind.

Einige Länder hatten keine ausgeprägte Bankenkrise, wurden aber dennoch von Deflation, einem starken Rückgang der Industrieproduktion und einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit heimgesucht. Auf diese Länder ist die monetaristische Erklärung nicht ohne weiteres anwendbar. Historiker und Volkswirte sind sich aber nahezu einig, dass in diesen Ländern derGoldstandard als Transmissionsmechanismus gewirkt hat, der die amerikanische (und deutsche) Deflation und Wirtschaftskrise auf die ganze Welt übertrug, indem er (auch) die Regierungen und Zentralbanken anderer Länder zu einerDeflationspolitik zwang. Weiterhin besteht Konsens, dass die durch die Krise hervorgerufene protektionistische Handelspolitik die Weltwirtschaftskrise noch verschlimmert hat.[57]

Zeitgenössische Erklärungen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Joseph Schumpeter

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Joseph Schumpeter sah die Weltwirtschaftskrise als historischen Unfall, in dem dreiKonjunkturzyklen, der langfristigeKondratjew-Zyklus technischer Innovation, der mittelfristige Juglar-Zyklus und der kurzfristige Kitchin-Zyklus im Jahr 1929 gleichzeitig ihren Tiefststand erreichten.[58] Schumpeter war ein Vertreter der Liquidationsthese.[59]

Österreichische Schule

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zu den späteren keynesianischen und monetaristischen Erklärungen sahen Ökonomen derÖsterreichischen Schule die Expansion der Geldmenge in den 1920er Jahren als Ursache, woraus eineFehlallokation von Kapital entstanden sei.[60] Die Rezession müsse daher als unvermeidliche Folge der negativen Effekte der falschen Expansion in den 1920er Jahren ausgestanden werden. Staatliche Intervention jeglicher Art wurde für falsch gehalten, weil sie die Depression nur verlängern und vertiefen würde.[61] Die monetäreÜberinvestitionstheorie war die dominierende Vorstellung in der Zeit um 1929. Der amerikanische PräsidentHerbert Hoover, der dieser Theorie in der Weltwirtschaftskrise weitgehend folgte, beschwerte sich später in seinen Memoiren bitterlich über diese Empfehlungen.[62]

Friedrich Hayek hatte dieFED und dieBank of England in den 1930er Jahren dafür kritisiert, keine nochkontraktivere Geldpolitik zu betreiben.[63] Während Ökonomen wieMilton Friedman undJ. Bradford DeLong die Vertreter der Österreichischen Schule den prominentesten Fürsprechern der Liquidationsthese zuordnen und annehmen, dass diese die Politik von Präsident Hoover und der Federal Reserve im Sinne eines Nichtinterventionismus beeinflusst bzw. gestützt haben, vertritt der Vertreter der Österreichischen SchuleLawrence H. White die Ansicht, dass die Passivität der Federal Reserve nicht auf die Überinvestitionstheorie zurückgeführt werden könne.[59] Er wendet ein, dass die Überinvestitionstheorie keine kontraktive Geldpolitik gefordert habe. Hayeks Forderung nach einer noch kontraktiveren Geldpolitik habe nicht speziell mit der Überinvestitionstheorie zusammengehangen, sondern mit seiner damaligen Hoffnung, dass die Deflation die Lohnrigidität brechen werde.[64] In den 1970er Jahren übte auch Hayek scharfe Kritik an der kontraktiven Geldpolitik Anfang der 1930er Jahre und an dem Fehler, den Banken in der Krise keine Liquidität zur Verfügung gestellt zu haben.

Unterkonsumptionstheorie und Einkommensungleichheit

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Im industriellen Sektor erhöhte sich die Produktivität sehr stark durch Übergang zurMassenproduktion (Fordismus) und durch neue Managementmethoden (z. B.Taylorismus). In denGoldenen 1920er Jahren (vornehmlich US aufgrund Zahlungsbilanzüberschuss als Gläubiger aus dem Ersten Weltkrieg) kam es zu einer schnellen Expansion der Konsumgüter- und Investitionsgüterindustrie. Da die Unternehmensgewinne deutlich schneller stiegen als die Löhne und Gehälter und gleichzeitig die Kreditkonditionen sehr günstig waren, bestand ein scheinbar günstiges Investitionsklima, das zu einerÜberproduktion führte. Im Jahr 1929 kam es dann zu einem Einbruch der (ohnehin zu niedrigen) Nachfrage und zu einer extremen Verschlechterung der Kreditkonditionen.[65]

Ebenso wie in der Industrie hatte sich in der Landwirtschaft die Produktivität drastisch erhöht. Gründe hierfür waren der erhöhte Einsatz von Maschinen (Traktoren etc.) und verstärkter Einsatz von modernemDünger undInsektiziden. Dies führte dazu, dass bereits in den 1920er Jahren die Preise für landwirtschaftliche Produkte kontinuierlich fielen. Durch die Große Depression sank zusätzlich noch die Nachfrage, so dass der Markt für landwirtschaftliche Produkte bis 1933 nahezu kollabiert war.[66] In den Vereinigten Staaten beispielsweise verrotteten in Montana die Weizenfelder, weil die Erntekosten höher waren als der Weizenpreis. In Oregon wurden die Schafe geschlachtet und als Fraß für Bussarde liegengelassen, weil der Fleischpreis die Transportkosten nicht mehr deckte.[67]

Einige Ökonomen wieRexford Tugwell,Adolf Augustus Berle,John Kenneth Galbraith u. a. sehen eine Ursache der Krise vor allem in der ausgeprägtenEinkommenskonzentration. Sie begründen dies damit, dass die einkommensstärksten 5 % der amerikanischen Bevölkerung im Jahr 1929 über fast ein Drittel des gesamten Einkommens verfügten.[68] Dadurch, dass sich immer mehr Einkommen auf wenige Haushalte konzentrierte, wurde weniger für den Konsum aufgewendet und immer mehr Geld floss in „spekulative“ Geldanlagen. Dies habe die Wirtschaft krisenanfälliger gemacht.[69]

Moderne Erklärungen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

John Maynard Keynes

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Theorie
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Keynesianismus

In seinemTract on Monetary Reform (1923) hatteJohn Maynard Keynes festgestellt, dass Schwankungen der Geldmenge Verteilungseffekte haben können, da einige Preise wie Löhne und Mieten „klebriger“ (weniger flexibel) sind als andere. Aufgrund dessen kann es kurzfristig zu einem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage kommen, was sich negativ auf das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung auswirkt.[70] Während der Weltwirtschaftskrise war tatsächlich zu beobachten, dass die Löhne weniger stark sanken als die Preise. Ein Ausgleich durch Lohnsenkungen war für Keynes eine zu riskante Lösung, da die Unternehmen in einer Wirtschaftskrise das ersparte Geld nicht investieren, sondern lieber liquide halten würden. In diesem Fall würden Lohnsenkungen lediglich zu einer Reduzierung der Nachfrage führen. Zur Wiederherstellung des Equilibriums zwischen Angebot und Nachfrage empfahl er stattdessen eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge.[71]

DieAllgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes (1936) erklärte die Länge und Schwere der Depression damit, dass Investitionsentscheidungen nicht nur von den Kosten der Finanzierung (Zinssatz), sondern auch von positiven Geschäftserwartungen abhängig sind. Demnach kann eine Situation eintreten, in der die Unternehmer so pessimistisch sind, dass sie auch bei extrem niedrigen Zinsen nicht investieren (Investitionsfalle). Die Unternehmen würden also nur so viele Mitarbeiter beschäftigen, wie zur Produktion der voraussichtlich absetzbaren Gütermenge benötigt werden. Entgegen neoklassischen Theorien kann sich einMarktgleichgewicht somit auch unterhalb des Vollbeschäftigungsniveaus einpendeln (Gleichgewicht bei Unterbeschäftigung). Dies ist die keynesianische Erklärung für die nach Ende der (von 1929 bis 1933 andauernden) Rezessionsphase bis zum Ende der 1930er Jahre nur langsam sinkende Arbeitslosigkeit.[72] In dieser Situation extrem pessimistischer Geschäftserwartungen könne Geldpolitik allein die Wirtschaft nicht wieder beleben; Keynes hielt daher ein kreditfinanziertes staatliches Ausgabenprogramm (Deficit spending) für erforderlich, um Nachfrage und Investitionen zu stimulieren.

Eine Deflation ist laut Keynes deshalb besonders schädlich, weil Konsumenten und Unternehmen aufgrund der Beobachtung sinkender Löhne und Preise davon ausgingen, dass die Löhne und Preise noch weiter sinken würden. Dies führte dazu, dass Konsum und Investitionen zurückgestellt würden. Normalerweise hätten niedrige Zinsen ein Investitionssignal gesetzt. Da die Menschen jedoch erwarteten, dass sich aufgrund sinkender Löhne und Profite die reale Schuldenlast mit der Zeit erhöht, verzichteten sie auf Konsum bzw. Investitionen (Sparparadoxon).[34][73]

Konkrete wirtschaftspolitische Empfehlungen
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Keynes hatte genau wieFriedrich August von Hayek eine Wirtschaftskrise vorhergesehen. Hayek hatte allerdings auf Basis der Theorie derÖsterreichischen Schule die 1920er Jahre als eine (Kredit-)Inflationsperiode angesehen. Die theoretisch begründete Erwartung war, dass aufgrund der gestiegenen Produktionseffizienz die Preise hätten fallen müssen. Folglich befürwortete Hayek einekontraktive Geldpolitik der US-Notenbank, um eine milde Deflation und Rezession zu initiieren, die dieGleichgewichtspreise wiederherstellen sollte.[74] Sein Opponent Keynes widersprach dem. Im Juli 1928 erklärte er, dass es zwar Spekulationsblasen an der Börse gebe, der entscheidende Indikator für Inflation sei aber derRohstoffindex und der habe keine Inflation angezeigt. In Anbetracht mehrerer Erhöhungen desDiskontsatzes durch die US-Notenbank warnte Keynes im Oktober 1928, dass das Risiko einer Deflation größer sei als das einer Inflation. Er erklärte, dass eine längere Hochzinsphase zu einer Depression führen könne. DieSpekulationsblasen an der Wall Street würden nur eine generelle Tendenz zurUnterinvestition der Unternehmen verdecken.[74] Die längere Hochzinsphase führte nach Keynes Analyse dazu, dass mehr Geld gespart bzw. in rein spekulative Anlagen investiert wurde und weniger Geld in betriebliche Investitionen floss, denn einige Preise wie Löhne, Pachten und Mieten seien nach unten wenig flexibel, folglich würden hohe Zinsen zunächst nur die betrieblichen Gewinne reduzieren.[75] Als Antwort auf die wenig später tatsächlich einsetzendeDeflation befürwortete Keynes die Abkehr vomGoldstandard, um eineexpansive Geldpolitik zu ermöglichen.[76] Die geldpolitische Analyse von Keynes setzte sich nach und nach durch, seine fiskalpolitische Analyse hingegen blieb in der Weltwirtschaftskrise ungenutzt.[77]

Milton Friedman und Anna J. Schwartz (Monetarismus)

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Monetarismus
Geldmenge M2 der USA von 1900 bis 1942. Zwischen 1929 und 1933 ging die Geldmenge stark zurück.
Auswirkungen der Geldpolitik in den USA von 1929 bis 1940. Dargestellt sind das reale BIP im Jahr 1996: Dollar (blau), Preisindex (rot), Geldmenge M2 (grün) und Zahl der Banken (grau). Alle Daten wurden angepasst auf 1929 = 100 %. Die Kontraktion der Geldmenge M2 von 1929 bis 1933 bei gleichzeitig fallendem Preisindex (Deflation) ist nach monetaristischer Analyse Folge der Bankenkrise und einer zu restriktiven Geldpolitik der FED und Hauptursache der Großen Depression.

Nach 1945 bestimmte lange Zeit Keynes Erklärung die Interpretation der Weltwirtschaftskrise. In den 1970er Jahren wurde der Monetarismus zum vorherrschenden Erklärungsmuster. Wie schon John Maynard Keynes führt der Monetarismus die Weltwirtschaftskrise auf die restriktive Politik derZentralbanken und damit auf eine falsche Geldpolitik zurück.[78] Nach dieser Ansicht ist aber nicht die gesamtwirtschaftliche Nachfrage, sondern die Regulierung der Geldmenge die wichtigste Stellgröße zur Steuerung des Wirtschaftsablaufes. Anders als Keynesianer halten sie Geldpolitik daher für ausreichend und lehnen eindeficit spending ab.

Die detaillierteste monetaristische Analyse istA Monetary History of the United States (1963) vonMilton Friedman undAnna J. Schwartz, welche der Federal Reserve die Schuld daran gibt, dass die Depression so tief und lang war. Zu den Fehlern gehörte, dass die FED

  • die v. a. durch die Bankenkrise bedingte Kontraktion der Geldmenge (Deflation) von 1929 bis 1931 tatenlos hinnahm und
  • darüber hinaus die Hochzinspolitik vom Oktober 1931 sowie
  • die Hochzinspolitik von Juni 1936 bis Januar 1937.[79]

Demnach haben die von 1930 bis 1932 zahlreichen Bankenzusammenbrüche die Wirtschaft destabilisiert, da zum einen die Kunden einen Großteil des angelegten Geldes verloren haben und weil dieGiralgeldschöpfungsfunktion der Banken erheblich gestört wurde.[18] Dies führte in den USA zwischen den Jahren 1930 und 1932 zu einer Reduzierung derGeldmenge um 30 % („great contraction“), was eineDeflation auslöste.[80] In dieser Situation hätte die Federal Reserve die Banken stabilisieren müssen, tat dies aber nicht. Die monetaristische Sichtweise auf die Große Depression wird ganz überwiegend als korrekt angesehen, einige Wirtschaftswissenschaftler halten sie jedoch für allein genommen nicht ausreichend, um die Schwere der Depression zu erklären.[21]

Gemeinsame Position von Keynesianismus und Monetarismus

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Arbeitslose Wanderarbeiter (Hoboes) springen auf einen Güterzug auf, um in anderen Städten Arbeit zu suchen

Aus der Sicht der heute dominierenden wirtschaftswissenschaftlichen Schulen sollen sich die Regierungen bemühen, die miteinander im Zusammenhang stehenden makroökonomischen AggregateGeldmenge und/odergesamtwirtschaftliche Nachfrage auf einem stabilen Wachstumspfad zu halten. Während einer Depression soll dieZentralbank das Bankensystem mit Liquidität versorgen und die Regierung soll Steuern senken und Ausgaben erhöhen, um die nominale Geldmenge und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage vor dem Kollaps zu bewahren.[81]

In den Jahren 1929–32, während des Abgleitens in die Weltwirtschaftskrise, tat die US-Regierung unter PräsidentHerbert Hoover und dieUS-Notenbank (Fed) dies nicht. Einer verbreiteten Ansicht zufolge wirkte es sich katastrophal aus, dass einige Entscheidungsträger der Fed von derLiquidationsthese beeinflusst waren.[82] Präsident Hoover schrieb in seinen Memoiren:

“The leave-it-alone liquidationists headed by Secretary of the Treasury Mellon … felt that government must keep its hands off and let the slump liquidate itself. Mr. Mellon had only one formula: ‘Liquidate labor, liquidate stocks, liquidate the farmers, liquidate real estate’ … ‘It will purge the rottenness out of the system. High costs of living and high living will come down. People will work harder, live a more moral life. Values will be adjusted, and enterprising people will pick up the wrecks from less competent people.’”

„Die Überlass-die-Wirtschaft-sich-selbst-Liquidierer wurden von FinanzministerAndrew W. Mellon angeführt [… Sie] waren der Ansicht, dass die Regierung sich heraushalten und der Konjunkturabschwung sich selbst abwickeln solle. Herr Mellon sagte immer wieder: ‚Arbeitsplätze abwickeln, Kapital liquidieren, die Landwirte abwickeln, Immobilien veräußern […]. Das wird die Fäulnis aus dem System spülen. Hohe Lebenshaltungskosten und ein hoher Lebensstandard werden sich anpassen. Die Menschen werden härter arbeiten und ein moralischeres Leben führen. Die Werte werden sich anpassen und unternehmungslustige Leute werden die Ruinen übernehmen, die weniger kompetente Leute zurückgelassen haben.‘“[81]

Zwischen 1929 und 1933 war die Liquidationsthese weltweit die vorherrschende wirtschaftspolitische Vorstellung. Viele öffentliche Entscheidungsträger (z. B. ReichskanzlerHeinrich Brüning), waren wesentlich vom Glauben an die Liquidationsthese geprägt und entschieden sich, die schwere Wirtschaftskrise nicht aktiv zu bekämpfen.[83]

Vor der keynesianischen Revolution in den 1930er Jahren war die Liquidationsthese unter zeitgenössischen Wirtschaftswissenschaftlern weit verbreitet und wurde insbesondere vonFriedrich August von Hayek,Lionel Robbins,Joseph Schumpeter undSeymour Harris vertreten.[61] Nach dieser These waren Depressionen eine gute Medizin. Die Funktion einer Depression bestand demnach darin, Fehlinvestitionen und Unternehmen, die mit veralteter Technologie wirtschafteten, zu liquidieren, um die Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit aus dieser unproduktiven Verwendung zu befreien, so dass sie für produktivere Investitionen bereitstünden. Sie verwiesen auf die in den Vereinigten Staaten kurze Depression von 1920/1921 und argumentierten, dass die Depression den Grundstein für das starke Wirtschaftswachstum der späteren 1920er Jahren gelegt hätte. Ähnlich wie Anfang der 1920er Jahre befürworteten sie auch zu Beginn der Großen Depression eineDeflationspolitik. Sie argumentierten, dass selbst eine große Zahl an Unternehmensbankrotten hingenommen werden sollte.[61] Staatliche Intervention zu Abmilderung der Depression würde die notwendige Anpassung der Wirtschaft nur verzögern und die sozialen Kosten erhöhen. Schumpeter schrieb, dass[81]

“… leads us to believe that recovery is sound only if it does come of itself. For any revival which is merely due to artificial stimulus leaves part of the work of depressions undone and adds, to an undigested remnant of maladjustment, new maladjustment of its own which has to be liquidated in turn, thus threatening business with another [worse] crisis ahead.”

„wir der Annahme sind, dass die wirtschaftliche Erholung nur dann solide ist, wenn sie von selbst kommt. Jede Belebung der Wirtschaft, die lediglich auf künstlicher Stimulierung beruht, lässt einen Teil der Arbeit der Depression unverrichtet und führt zu weiteren Fehlentwicklungen, neuen Fehlentwicklungen eigener Art, die wiederum liquidiert werden müssen und dies droht die Wirtschaft in eine weitere, [schlimmere] Krise zu stürzen.“

Entgegen der Liquidationsthese wurde in der Großen Depression das volkswirtschaftliche Kapital nicht nur umgeschichtet, sondern ein großer Teil des volkswirtschaftlichen Kapitals ging in den ersten Jahren der Großen Depression verloren. Nach einer Studie vonOlivier Blanchard undLawrence Summers verursachte die Rezession von 1929 bis 1933 einen Einbruch desakkumulierten Kapitals auf das Level von vor 1924.[84]

Ökonomen wieJohn Maynard Keynes undMilton Friedman waren der Ansicht, dass die aus der Liquidationsthese resultierende Politikempfehlung der Tatenlosigkeit die Große Depression verschärft hat.[82] Keynes versuchte die Liquidationsthese dadurch in Misskredit zu bringen, dass er Hayek, Robbins und Schumpeter beschrieb als „[…] strenge und puritanische Seelen, die die [Große Depression …] als unvermeidliche und wünschenswerte Nemesis gegenüber der wirtschaftlichen ‚Überexpansion‘ – wie sie es nennen – ansehen […]. Es wäre ihrer Ansicht nach ein Sieg für den Mammon der Ungerechtigkeit, wenn so viel Wohlstand in der Folge nicht durch allgemeine Bankrotte ausgeglichen würde. Sie sagen, dass wir – wie sie es höflich nennen – eine ‚verlängerte Liquidationsphase‘ brauchen, um wieder ins Lot zu kommen. Die Liquidation sagen sie uns, ist noch nicht abgeschlossen. Aber mit der Zeit wird sie es sein. Und wenn hinreichend Zeit zum Abschluss der Liquidation verstrichen ist, wird alles wieder gut sein […]“.

Milton Friedman erinnerte sich, dass an der Universität von Chicago so ein „gefährlicher Unsinn“ nie gelehrt wurde und dass er gut verstehen konnte, warum in Harvard – wo so ein Unsinn gelehrt wurde – kluge junge Ökonomen sich von der Makroökonomie ihrer Lehrer abwandten und Keynesianer wurden.[81] Er schrieb:[82]

“I think the Austrian business-cycle theory has done the world a great deal of harm. If you go back to the 1930s, which is a key point, here you had the Austrians sitting in London, Hayek and Lionel Robbins, and saying you just have to let the bottom drop out of the world. You’ve just got to let it cure itself. You can’t do anything about it. You will only make it worse. … I think by encouraging that kind of do-nothing policy both in Britain and in the United States, they did harm.”

„Ich denke, dass dieÜberinvestitionstheorie derÖsterreichischen Schule der Welt schweren Schaden zugefügt hat. Wenn man in die 1930er Jahre zurückgeht, die ein entscheidender Zeitpunkt waren, dann sieht man die Vertreter der Österreichischen Schule – Hayek und Lionel Robbins – in London sitzen und sagen, dass man die Dinge zu Bruch gehen lassen müsse. Man müsse es der Selbstheilung überlassen. Man könne da gar nichts machen. Alles was man tut würde es nur schlimmer machen. […] Ich denke, dass sie durch die Ermutigung zur Tatenlosigkeit sowohl in England als auch in den Vereinigten Staaten geschadet haben.“

Neuere Weiterentwicklungen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Schuldendeflation

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Schuldendeflation
Das Verhältnis der privaten und staatlichen Schulden zum US-Bruttoinlandsprodukt stieg während der Weltwirtschaftskrise stark an.

Aufbauend auf der rein monetären Erklärung von Milton Friedman und Anna J. Schwartz sowie aufThe Debt-Deflation Theory of Great Depressions (1933) vonIrving Fisher entwickelteBen Bernanke 1983 die Theorie der sogenanntenKreditklemme aufgrund von Schuldendeflation als nichtmonetäre (realwirtschaftliche) Erweiterung der monetaristischen Erklärung.[85]

Ausgangspunkt ist die Beobachtung von Irving Fisher, dass ein Preisverfall (Deflation) zu sinkendenNominaleinkommen führt. Da die nominale Höhe der Schulden und der geschuldeten Zinsen unverändert bleibt, führt dies zu einer Erhöhung der realen Schuldenlast. Dies kann zu einer Schuldendeflationsspirale führen: die Erhöhung der realen Schuldenlast verursacht die Insolvenz einiger Schuldner. Dies führt zu einer Verringerung dergesamtwirtschaftlichen Nachfrage und somit zu einer weiteren Verringerung der Preise (Verschärfung der Deflation). Dies wiederum führt zu noch weiter fallenden Nominaleinkommen und damit zu einer noch stärkeren Erhöhung der realen Schuldenlast. Dies führt zu weiteren Insolvenzen und so weiter.[86][87]

Ben Bernanke erweiterte die Theorie um die „Kreditsicht“. Wenn ein Kreditnehmer insolvent geht, lässt die Bank die Sicherheiten versteigern. Durch eine Deflation sinken aber auch die Preise von Sachanlagen, Immobilien etc. Dies führt dazu, dass die Banken die Risiken einer Kreditgewährung überdenken und folglich weniger Kredite vergeben. Dies führt zu einer Kreditklemme, die ihrerseits zu einer Verringerung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und somit zu einer weiteren Verringerung der Preise (Verschärfung der Deflation) führt.

Es gibt eine starke empirische Validität, dass die Schuldendeflation eine wesentliche Ursache der Weltwirtschaftskrise war.[88] Fast jede Industrienation erlebte zwischen 1929 und 1933 eine Deflationsphase, in der die Großhandelspreise um 30 % oder mehr fielen.[34]

Als Lösung des Schuldendeflationsproblems wirdReflationspolitik empfohlen.

Bedeutung der Erwartungshaltung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Index der Industrieproduktion der USA 1928–1939

Eine eindrucksvolle Erweiterung der monetaristischen Sichtweise und des Schuldendeflationseffekts ist die zusätzliche Modellierung von Erwartungen.[89] Hintergrund der Erweiterung ist, dassrationale Erwartungen seit den 1980er Jahren zunehmend Eingang in volkswirtschaftliche Modelle fanden und seit dem weitgehenden Konsens für dieneue neoklassische Synthese zum volkswirtschaftlichen Mainstream gehören.Thomas Sargent (1983),Peter Temin und Barry Wigmore (1990) und Gauti B. Eggertsson (2008) sehen die Erwartungen der Wirtschaftsakteure als einen wesentlichen Faktor für das Ende der Weltwirtschaftskrise. Die AmtsübernahmeFranklin D. Roosevelts im März 1933 markiert einen klaren Wendepunkt für die amerikanischen Wirtschaftsindikatoren. Der Verbraucherpreisindex hatte seit 1929 eine Deflation angezeigt, wandelte sich aber im März 1933 in eine milde Inflation. Die monatliche Industrieproduktion, die seit 1929 ständig gefallen war, zeigte im März 1933 eine Trendwende. Ein ähnliches Bild zeigt sich an der Börse. Einen monetären Grund für den Wendepunkt März 1933 gibt es nicht. Die Geldmenge war bis einschließlich März 1933 unvermindert gefallen. Eine Zinssenkung hatte es nicht gegeben und war auch nicht zu erwarten, da die kurzfristigen Zinsen ohnehin bei nahe Null waren. Was sich geändert hatte, waren die Erwartungen der Unternehmer und Konsumenten, denn Roosevelt hatte im Februar die Aufgabe mehrerer Dogmen angekündigt: derGoldstandard würde faktisch aufgegeben werden, ein ausgeglichener Haushalt würde in Krisenzeiten nicht mehr angestrebt werden und die Beschränkung auf Minimalstaatlichkeit würde aufgegeben werden. Dies verursachte eine Änderung der Erwartungshaltung der Bevölkerung: statt Deflation und eine weitere wirtschaftliche Kontraktion erwarteten die Menschen nun eine moderate Inflation, durch welche die reale Last der nominalen Zinsen sinken musste und eine wirtschaftliche Expansion. Die Änderung der Erwartungen führte dazu, dass die Unternehmer mehr investierten und die Verbraucher mehr konsumierten.[90]

Eine vergleichbare Änderung politischer Dogmen fand auch in vielen anderen Ländern statt.[91] Einen ähnlichen, wenn auch schwächeren Effekt sieht Peter Temin z. B. beim Wechsel in der deutschen Reichsregierung vonHeinrich Brüning aufFranz von Papen im Mai 1932. Das Ende derDeflationspolitik Brünings, die Erwartung einer wenn auch kleinvolumigen Konjunkturpolitik Papens sowie die Erfolge bei derKonferenz von Lausanne (1932) bewirkten einen Wendepunkt in den Wirtschaftsdaten des Deutschen Reiches.[92]

Die Hypothese widerspricht ausdrücklich nicht der Analyse von Friedman/Schwartz (bzw. Keynes), dass eine situationsangemessene Geldpolitik ein Abgleiten der Rezession in eine Depression hätte verhindern können. In der Weltwirtschaftskrise war aber mit nominalen Zinsen nahe am Nullpunkt die Grenze einer reinen Geldpolitik erreicht. Erst eine Änderung der Erwartungen konnte die Wirksamkeit der Geldpolitik wiederherstellen. Insofern sehen Peter Temin, Barry Wigmore und Gauti B. Eggertsson (entgegen Milton Friedman) durchaus auch eine positive Wirkung der (moderat) expansiven Fiskalpolitik Roosevelts, wenn auch überwiegend auf psychologischer Ebene.[93]

1937 erfolgte in den USA eine durch den Wirtschaftsboom 1933–1936 motivierte moderaten Straffung der Geldpolitik durch die US-Zentralbank und eine moderate Straffung der Fiskalpolitik durch Roosevelt. Diese verursachte die Rezession von 1937/38, in der das Bruttoinlandsprodukt stärker zurückging als die Geldmenge. Diese Rezession erklärt sich nach einer Studie von Eggertsson/Pugsley überwiegend durch eine (irrtümliche) Änderung der Erwartungshaltung dahingehend, dass die Politikdogmen aus der Zeit vor März 1933 wieder restauriert würden.[94]

Internationaler Krisenexport durch den Goldstandard und Protektionismus

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Goldstandard

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Goldstandard
Es besteht ein klarer Zusammenhang zwischen der Abkehr vom Goldstandard und dem Beginn der wirtschaftlichen Erholung. Länder die frühzeitig den Goldstandard aufgegeben hatten (wie Großbritannien oder Brasilien), erlebten nur eine relativ milde Rezession.[34]

Einige Länder hatten keine ausgeprägte Bankenkrise, wurden aber dennoch von Deflation, einem starken Rückgang der Industrieproduktion und einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit heimgesucht. Nach nahezu einhelliger Ansicht hat in diesen Ländern der Goldstandard als Transmissionsmechanismus gewirkt, der die US-amerikanische Deflation und Wirtschaftskrise auf die ganze Welt übertrug.[95] Aufgrund des damals in den Vereinigten Staaten, vielen europäischen Ländern und Teilen Südamerikas bestehenden Goldstandards mussten dieZentralbanken so viel Gold horten, dass jeder Bürger jederzeit sein Papiergeld in eine äquivalente Goldmenge tauschen konnte.[34]

  • In den 1920er Jahren verloren viele Volkswirtschaften Gold und Devisen aufgrund hoherLeistungsbilanzdefizite im Außenhandel mit den USA. Dies glich sich auf derKapitalbilanzseite durch einen Gold- und Devisenzufluss aufgrund umfangreicher Kredite aus den USA aus.[96]
  • Zur Jahreswende 1928/1929 ging dieUS-amerikanische Notenbank zwecks Dämpfung der Konjunktur zu einer Hochzinspolitik über. Die hohen Zinsen in den USA hatten zur Folge, dass Gläubiger ihr Geld lieber in den USA investierten und kein Geld mehr in andere Länder verliehen. Auch in Frankreich führte eine restriktive Geldpolitik zu Goldzuflüssen. Während viel Gold in die USA und nach Frankreich strömte, drohte der unkompensierte Abfluss von Gold und Devisen aus einigen Ländern Europas und Südamerikas den dortigen Goldstandard unglaubwürdig zu machen. Diese Staaten waren gezwungen, entweder den Goldstandard aufzugeben, oder ihn durch eine noch drastischereHochzinspolitik und einer drastischen Kürzung öffentlicher Ausgaben (Austeritätspolitik) zu verteidigen. Dies führte zu Rezession und Deflation.[97] Die so verursachte weltweite Kontraktion derGeldmenge war der Impuls, welcher die Weltwirtschaftskrise beginnend 1929 auslöste.
  • Die Weltwirtschaftskrise verschlimmerte sich durchSchuldendeflation und die schwerenBankenkrisen Anfang der 1930er Jahre, die zuKreditklemme und massenhaften Firmenpleiten führten. Zur Bekämpfung der Bankenkrise, insbesondere derBankanstürme, hätte die Zentralbank den Banken Liquidität bereitstellen müssen. Für eine solche Politik stellte der Goldstandard aber ein unüberwindliches Hindernis dar. Auch unilaterale wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Bekämpfung der Deflation und der Wirtschaftskrise erwiesen sich unter dem Goldstandard als unmöglich. Die Initiativen zur Ausweitung der Geldmenge und/oder zu antizyklischer Fiskalpolitik (Reflation) in Großbritannien (1930), den Vereinigten Staaten (1932), Belgien (1934) und Frankreich (1934–35) scheiterten daran, dass die Maßnahmen eine defizitäre Leistungsbilanz (und damit einen Goldabfluss) verursachten, was den Goldstandard gefährdet hätte.[97]
  • Mit der Zeit wurde dies als Fehler in der Geldpolitik gesehen. Nach und nach suspendierten alle Staaten den Goldstandard und gingen zu einer Reflationspolitik über. Nach fast einhelliger Ansicht besteht ein klarer zeitlicher und inhaltlicher Zusammenhang zwischen der weltweiten Abkehr vom Goldstandard und dem Beginn der wirtschaftlichen Erholung.[98]

Protektionismus

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Klassische Konkurrenzparadoxa in den 1930ern

Infolge der Weltwirtschaftskrise gingen viele Länder zu einerprotektionistischen Zollpolitik über. Hier machten die USA mit demSmoot-Hawley Tariff Act vom 17. Juni 1930 den Anfang, der eine Welle von ähnlichen Zollerhöhungen in den Partnerländern zur Folge hatte. Andere Staaten wehrten sich gegen dieseSchutzzölle, indem sie versuchten, auf anderen Wegen ihreTerms of Trade zu verbessern: Das Deutsche Reich, das auf eine aktive Handelsbilanz angewiesen war, um seine Reparationen bezahlen zu können, betrieb von 1930 bis 1932 eine krisenverschärfendeDeflationspolitik, dasVereinigte Königreich löste im September 1931 denWährungskrieg der 1930er Jahre aus, indem es dasPfund Sterling vom Gold abkoppelte; die Folge war das Ende des bis dahin gültigen Weltwährungssystems. Alle diese Maßnahmen provozierten immer neue Versuche der Partner, ihre Handelsbilanz zu verbessern. Nach dem WirtschaftshistorikerCharles P. Kindleberger handelten alle Staaten nach dem Grundsatz:Beggar thy neighbour – „ruiniere deinen Nächsten wie dich selbst“.[99] Dieser protektionistische Teufelskreis trug zu einer erheblichen Schrumpfung des Welthandels bei und verzögerte die ökonomische Gesundung empfindlich[100] (siehe auchKonkurrenzparadoxon).

Vergleich mit der Weltwirtschaftskrise ab 2007

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

DerWeltwirtschaftskrise ab 2007 war eine lange Periode vorausgegangen, in der keine größeren Konjunkturschwankungen vorkamen (die Periode wird im englischen alsGreat Moderation bezeichnet). In dieser Phase übersahen Volkswirte und Politiker die Notwendigkeit, die in den 1930er Jahren zur Vermeidung einer erneuten Krise geschaffenen Institutionen an Veränderungen anzupassen. So hatte sich einSchattenbankensystem herausgebildet, das sich der Bankenregulierung entzog. DieEinlagensicherung war auf 100.000 $ begrenzt und dies genügte bei Weitem nicht, um dieFinanzkrise ab 2007 abzufedern. In einer kurzsichtigen Parallele zu der Bankenkrise ab 1929 glaubten die US-Regierung und die Notenbank, dass man die InvestmentbankLehman Brothers pleitegehen lassen konnte, weil es sich nicht um eine Geschäftsbank handelte und somit nicht die Gefahr bestand, dass verunsicherte Bankkunden in einemBankansturm andere Geschäftsbanken in Liquiditätsschwierigkeiten stürzen könnten. Ein Bankansturm durch „gewöhnliche Bankkunden“ blieb tatsächlich aus. Allerdings löste die Pleite von Lehman Brothers einen Bankansturm durch institutionelle Anleger aus, deren Einlagen das Volumen der Einlagensicherung um ein Vielfaches übertroffen hatten. Dieser Bankansturm weitete sich dann schnell auf das gesamte internationale Finanzsystem aus.[101]

Nachdem die Folgen der Lehman-Brothers-Pleite das internationale Finanzsystem zerrüttet hatten, reagierten die Regierungen und die Notenbanken auf die Weltwirtschaftskrise ab 2007 in einer Weise, die erkennen lässt, dass sie aus den Fehlern während der Weltwirtschaftskrise ab 1929 gelernt hatten. In einer international koordinierten Aktion steigerten die Staaten die Staatsausgaben und senkten die Steuern. Die Notenbanken versorgten das Finanzsystem mit Liquidität. Die Weltwirtschaft erlebte zwar eine schwere Rezession und hohe Arbeitslosigkeit, das Peak-Niveau der Weltwirtschaftskrise ab 1929 konnte aber vermieden werden.[102]

2007 gab es in den USA und Europa auch ein progressives Steuersystem und ein Sozialversicherungssystem, das anders als 1929 ein viel größeres Volumen hatte und deshalb alsautomatischer Stabilisator die Konjunktur stabilisierte.[103][104]

Literatur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Dokumentarfilm

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Wiktionary: Weltwirtschaftskrise – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Anmerkungen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  1. Jürgen Osterhammel:Die Verwandlung der Welt. C. H. Beck, München 2011,ISBN 978-3-406-61481-1,S. 96. 
  2. Kindleberger 1973, S. 39; Pressler 2013, S. 29.
  3. Zit. n. Pressler 2013, S. 30.
  4. Matthias Peter:John Maynard Keynes und die britische Deutschlandpolitik. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 1997,ISBN 978-3-486-56164-7, S. 61.
  5. Kindleberger 1973, S. 56.
  6. Galbraith 2005, S. 56.
  7. Zit. n. Pressler 2013, S. 17–21.
  8. „Das ganze Jahr über wurden an der New Yorker Börse 920.550.032 Anteile gehandelt – zum Vergleich die Summe des bisherigen Rekordjahres 1927: 576.990.875 Anteile.“ (Galbraith 2005, S. 51.)
  9. Galbraith 2005, S. 103.
  10. Kindleberger 1973, S. 71 f.
  11. Galbraith 2005, S. 125–127.
  12. Galbraith 2005, S. 136.
  13. Galbraith 2005, S. 180 f.
  14. Philipp Reick:A Poor People´s Movement?, Erwerbslosenproteste in Berlin und New York in den frühen 1930er Jahren, in:Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Heft I/2015.
  15. Pressler 2013, S. 138–142.
  16. Randall E. Parker:Reflections on the Great Depression. Elgar publishing, 2003,ISBN 978-1-84376-335-2, S. 11.
  17. Ben Bernanke:Non-monetary effects of the financial crisis in the propagation of the Great Depression. In:American Economic Review. Am 73#3, 1983, S. 257–276.
  18. abRandall E. Parker:Reflections on the Great Depression. Elgar publishing, 2003,ISBN 978-1-84376-335-2, S. 11.
  19. Monika Rosengarten:Die Internationale Handelskammer. Wirtschaftspolitische Empfehlungen in der Zeit der Weltwirtschaftskrise 1929–1939. Berlin 2001, (online auf Google.Books) S. 304.
  20. Reiner Clement, Wiltrud Terlau, Manfred Kiy:Angewandte Makroökonomie. Makroökonomie, Wirtschaftspolitik und nachhaltige Entwicklung mit Fallbeispielen. München 2013, (online auf Google.Books) S. 325.
  21. abRandall E. Parker:Reflections on the Great Depression. Elgar publishing, 2003,ISBN 978-1-84376-335-2, S. 13 f.
  22. Gerhard Schulz:Von Brüning zu Hitler. Der Wandel des politischen Systems in Deutschland 1930–1933 (=Zwischen Demokratie und Diktatur. Verfassungspolitik und Reichsreform in der Weimarer Republik. Bd. 3). Walter de Gruyter, Berlin/New York 1992,ISBN 3-11-013525-6, S. 402.
  23. Arnold Suppan:Jugoslawien und Österreich 1918–1938. Bilaterale Außenpolitik im europäischen Umfeld. Verlag für Geschichte u. Politik, Wien 1996,ISBN 3-486-56166-9, S. 1047f.
  24. Joachim Beer:Der Funktionswandel der deutschen Wertpapierbörsen in der Zwischenkriegszeit (1924–1939). Peter Lang, Frankfurt am Main 1999, S. 225.
  25. Kindleberger 1973, S. 43.
  26. Pressler 2013, S. 44.
  27. Pressler 2013, S. 111.
  28. Florian Pressler:Die erste Weltwirtschaftskrise. Eine kleine Geschichte der Großen Depression. C.H. Beck München 2013, S. 115.
  29. Jean-Jacques Becker und Serge Berstein:Victoire et frustrations 1914–1929 (=Nouvelle histoire de la France contemporaine, Bd. 12). Editions du Seuil, Paris 1990, S. 279–283.
  30. Philipp Heyde:Das Ende der Reparationen. Deutschland, Frankreich und der Youngplan 1929–1932. Schöningh, Paderborn 1998, S. 59.
  31. Dominique Borne und Henri Dubief:La crise des années 30 1929–1938. (=Nouvelle histoire de la France contemporaine, Bd. 13). Editions du Seuil, Paris 1989, S. 21–26.
  32. Pressler 2013, S. 118–120.
  33. Pressler 2013, S. 121–125.
  34. abcdefgChristina Romer:https://web.archive.org/web/20030808080716/http://elsa.berkeley.edu/~cromer/great_depression.pdf (PDF; 164 kB) 20. Dezember 2003.
  35. Barry Eichengreen: US unemployment: some lessons in sharing from the Great Depression. The Guardian, 12. Juni 2012, abgerufen am 16. Februar 2017 (englisch). 
  36. Monatlicher Bericht desWehrwirtschaftsstabes über den „Stand der wirtschaftlichen Lage. 1.2.1938“ BA-MA Wi I F 5/543. entnommen aus: Friedrich Forstmeier, Hans-Erich Volkmann (Hrsg.):Wirtschaft und Rüstung am Vorabend des Zweiten Weltkrieges. Düsseldorf 1981, S. 85.
  37. Pressler 2013, S. 160–165.
  38. Pressler 2013, S. 166–169.
  39. destatis.de (Memento vom 14. November 2010 imInternet Archive)
  40. Karl Erich Born:Der schwarze Freitag: „Der Wendepunkt vom Aufschwung zum Abschwung trat in Deutschland 1928 ein.“ In:Die Zeit (1967).
  41. Hans-Ulrich Wehler:Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 4:Vom Beginn des Ersten Weltkrieges bis zur Gründung der beiden deutschen Staaten 1914–1949 C.H. Beck Verlag, München 2003, S. 709;Werner Plumpe:Wirtschaftskrisen. Geschichte und Gegenwart. C.H. Beck, München 2010,ISBN 978-3-406-60681-6, S. 86.
  42. Mark Spoerer:Demontage eines Mythos? Zu der Kontroverse über das nationalsozialistische „Wirtschaftswunder“, in:Geschichte und Gesellschaft, 31. Jahrg., H. 3, Südasien in der Welt (Juli–September, 2005), S. 415–438, hier S. 433–435.
  43. LautKnut Borchardt eine „widersinnige Konzeption“:Die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik 1933–1939 im Lichte der modernen Theorie by René Erbe Review by: Egon Tuchtfeldt, FinanzArchiv / Public Finance Analysis, New Series, Bd. 21, H. 1 (1961), S. 176–178.
  44. Verordnung zur Belebung der Wirtschaft vom 4. September 1932.
  45. Die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik 1933–1939 im Lichte der modernen Theorie by René Erbe, Review by: Knut Borchardt, Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Vol. 171, No. 5/6 (1959), S. 451–452.
  46. Christoph Buchheim:Das NS-Regime und die Überwindung der Weltwirtschaftskrise in Deutschland. In:Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. 56, Nr. 3 (2008), S. 381–414, hier S. 387.
  47. Charles P. Kindleberger:Die Weltwirtschaftskrise.1929–1939. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1973,ISBN 3-423-04124-2, S. 241.
  48. Charles P. Kindleberger:Die Weltwirtschaftskrise.1929–1939. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1973, S. 252.
  49. Florian Pressler:Die erste Weltwirtschaftskrise. Eine kleine Geschichte der Großen Depression. C.H. Beck München 2013, S. 117 f.
  50. G. D. N. Worswick:The Sources of Recovery in the 1930s. In:National Institute Economic Review 110 (1984), S. 85–93, hier S. 93.
  51. Dominique Borne, Henri Dubief:La crise des années 30 1929–1938. (= Nouvelle histoire de la France contemporaine, Bd. 13). Editions du Seuil, Paris 1989, S. 288
  52. Christoph Buchheim:Das NS-Regime und die Überwindung der Weltwirtschaftskrise in Deutschland. In:Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. 56, Nr. 3 (2008), S. 381–414, hier S. 403.
  53. Christoph Buchheim:Das NS-Regime und die Überwindung der Weltwirtschaftskrise in Deutschland. In:Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. 56, Nr. 3 (2008), S. 381–414, hier S. 410.
  54. Charles P. Kindleberger:Die Weltwirtschaftskrise.1929–1939. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1973, S. 283.
  55. Florian Pressler:Die erste Weltwirtschaftskrise.Eine kleine Geschichte der großen Depression. Beck, München 2013,ISBN 978-3-406-64535-8, S. 108 f.
  56. Charles P. Kindleberger:Die Weltwirtschaftskrise.1929–1939. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1973, S. 289.
  57. abcdRobert Whaples:Where Is There Consensus Among American Economic Historians? The Results of a Survey on Forty Propositions. In:Journal of Economic History. Band 55, Nr. 1 (März 1995), S. 139–154, hier S. 151in JSTOR.
  58. Gottfried Bombach, Hans-Jürgen Ramser, Manfred Timmermann,Walter Wittmann:Der Keynesianismus I: Theorie und Praxis keynesianischer Wirtschaftspolitik. Springer-Verlag, 1976,ISBN 978-3-540-07910-1, S. 15.
  59. abLawrence H. White:Did Hayek and Robbins Deepen the Great Depression? In:Journal of Money, Credit and Banking.Nr. 40, 2008,S. 751–768,doi:10.1111/j.1538-4616.2008.00134.x. 
  60. Murray N. Rothbard:America’s Great Depression. 1963. 
  61. abcRandall E. Parker:Reflections on the Great Depression. Elgar publishing, 2003,ISBN 978-1-84376-335-2, S. 9.
  62. Hans-Helmut Kotz:Die Wiederkehr des Zyklus – und die neue Debatte um die Stabilisierungspolitik. (PDF; 106 kB) In:Wirtschaftsdienst, 82. Jg. (2002), Heft 11, S. 653–660.
  63. John Cunningham Wood, Robert D. Wood:Friedrich A. Hayek. Taylor & Francis, 2004,ISBN 978-0-415-31057-4, S. 115.
  64. Lawrence White:The Clash of Economic Ideas: The Great Policy Debates and Experiments of the 20th Century. Cambridge University Press, S. 94; Lawrence White,Did Hayek and Robbins Deepen the Great Depression? In:Journal of Money. Credit and Banking, Ausgabe 40, 2008, S. 751–768,doi:10.1111/j.1538-4616.2008.00134.x
  65. Gottfried Bombach, Hans-Jürgen Ramser,Manfred Timmermann, Walter Wittmann:Der Keynesianismus I: Theorie und Praxis keynesianischer Wirtschaftspolitik. Springer-Verlag, 1976,ISBN 978-3-540-07910-1, S. 15 f.
  66. Paul S. Boyder:The Oxford Companion to United States History. Oxford University Press, 2001,ISBN 0-19-508209-5, S. 20 f.
  67. Peter Clemens:Prosperity, Depression and the New Deal: The USA 1890–1954. Hodder Education, 2008,ISBN 978-0-340-96588-7, S. 106.
  68. Gottfried Bombach, Hans-Jürgen Ramser, Manfred Timmermann, Walter Wittmann:Der Keynesianismus I: Theorie und Praxis keynesianischer Wirtschaftspolitik. Springer-Verlag, 1976,ISBN 978-3-540-07910-1, S. 16.
  69. Max Otte:Einleitung: 1929 und die Finanzkrise von 2007. In: John Kenneth Galbraith:Der große Crash 1929: Ursachen, Verlauf, Folgen. Finanzbuch-Verlag, 2008,ISBN 978-3-89879-455-8, S. 13.
  70. Robert Skidelsky:The Great Depression: Keyne’s Perspective. In: Elisabeth Müller-Luckner, Harold James:The Interwar Depression in an International Context. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2002,ISBN 978-3-486-56610-9, S. 100.
  71. Dietmar Rothermund:The Global Impact of the Great Depression 1929–1939, Routledge, 2002,ISBN 978-1-134-81568-5, S. 5.
  72. James D. Gwartney, Richard L. Stroup und Russell:Economics: Private and Public Choice. South Western Educ Publisher, 2008,ISBN 978-0-324-58018-1, S. 229.
  73. Gabriele Kasten:Untersuchungen zu Verschuldung und Deflation. Duncker und Humblot, 2000,ISBN 3-428-09673-8, S. 84.
  74. abRobert Skidelsky:The Great Depression: Keyne’s Perspective. In: Elisabeth Müller-Luckner, Harold James:The Interwar Depression in an International Context. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2002,ISBN 978-3-486-56610-9, S. 102.
  75. Robert Skidelsky:The Great Depression: Keyne’s Perspective. In: Elisabeth Müller-Luckner, Harold James:The Interwar Depression in an International Context. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2002,ISBN 978-3-486-56610-9, S. 104.
  76. Robert Skidelsky:The Great Depression: Keyne’s Perspective. In: Elisabeth Müller-Luckner, Harold James:The Interwar Depression in an International Context. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2002,ISBN 978-3-486-56610-9, S. 99.
  77. Dietmar Rothermund:The Global Impact of the Great Depression 1929–1939, Routledge, 2002,ISBN 978-1-134-81568-5, S. 6.
  78. Robert Skidelsky:The Great Depression. Keyne’s Perspective. In: Elisabeth Müller-Luckner, Harold James:The Interwar Depression in an International Context. Oldenbourg, München 2002,ISBN 978-3-486-56610-9, S. 99.
  79. Christina D. Romer and David H. Romer:Does Monetary Policy Matter? A New Test in the Spirit of Friedman and Schwartz. NBER Macroeconomics Annual, Vol. 4, (1989), S. 121–170,via JSTOR.
  80. Olivier Blanchard, Gerhard Illing:Makroökonomie. Pearson Studium, 5. Auflage, 2009,ISBN 978-3-8273-7363-2, S. 696 f.
  81. abcdJ. Bradford DeLong:“Liquidation” Cycles: Old Fashioned Real Business Cycle Theory and the Great Depression. (Memento desOriginals vom 3. März 2016 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nber.org National Bureau of Economic Research, Working Paper No. 3546, S. 1.
  82. abcLawrence White:Did Hayek and Robbins Deepen the Great Depression? In:Journal of Money, Credit and Banking. Ausgabe 40, 2008, S. 751–768,doi:10.1111/j.1538-4616.2008.00134.x
  83. J. Bradford DeLong:“Liquidation” Cycles: Old Fashioned Real Business Cycle Theory and the Great Depression. (Memento desOriginals vom 3. März 2016 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nber.org National Bureau of Economic Research, Working Paper No. 3546, S. 9.
  84. J. Bradford DeLong:“Liquidation” Cycles: Old Fashioned Real Business Cycle Theory and the Great Depression. (Memento desOriginals vom 3. März 2016 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nber.org National Bureau of Economic Research, Working Paper No. 3546, S. 33.
  85. Ben S. Bernanke:Nonmonetary Effects of the Financial Crisis in the Propagation of the Great Depression, in:The American Economic Review, Vol. 73, No. 3, Juni 1983, S. 257–276,in JSTOR.
  86. Randall E. Parker:Reflections on the Great Depression. Edward Elgar Publishing, 2003,ISBN 978-1-84376-550-9, S. 14.
  87. Gabriele Kasten:Untersuchungen zu Verschuldung und Deflation. Duncker und Humblot, 2000,ISBN 3-428-09673-8, S. 81.
  88. Randall E. Parker:Reflections on the Great Depression. Edward Elgar Publishing, 2003,ISBN 978-1-84376-550-9, S. 15.
  89. Randall E. Parker:Reflections on the Great Depression. Edward Elgar Publishing, 2003,ISBN 978-1-84376-550-9, S. 16.
  90. Gauti B. Eggertsson:Great Expectations and the End of the Depression. The American Economic Review, Vol. 98, No. 4 (September 2008), S. 1476–1516, hier S. 1476–1478.
  91. Peter Temin,Lessons from the Great Depression. MIT Press, 1992,ISBN 978-0-262-26119-7, S. 100–101.
  92. Peter Temin:Lessons from the Great Depression. MIT Press, 1992,ISBN 978-0-262-26119-7, S. 100–101.
  93. Gauti B. Eggertsson,Great Expectations and the End of the Depression, The American Economic Review, Vol. 98, No. 4 (September 2008), S. 1476–1516, hier S. 1476–1478.
  94. Gauti B. Eggertsson:Great Expectations and the End of the Depression. The American Economic Review, Vol. 98, No. 4 (September 2008), S. 1476–1516, hier S. 1480.
  95. Peter J. Montiel,International Macroeconomics. John Wiley, 2009,ISBN 978-1-4051-8386-4, S. 154.
  96. Barry J. Eichengreen, Harold James:Golden Fetters: The Gold Standard and the Great Depression, 1919–1939. Oxford University Press, 1996,ISBN 978-0-19-510113-3, S. 12.
  97. abBarry J. Eichengreen, Harold James:Golden Fetters: The Gold Standard and the Great Depression, 1919–1939. Oxford University Press, 1996,ISBN 978-0-19-510113-3, S. 12–13.
  98. Randall E. Parker:Reflections on the Great Depression. Elgar publishing, 2003,ISBN 978-1-84376-335-2, S. 22.
  99. Charles P. Kindleberger:Die Weltwirtschaftskrise 1929–1939. dtv, München 1973, S. 306 ff. u. ö.
  100. Barry Eichengreen, Douglas Irwin:The protectionist temptation: Lessons from the Great Depression for today. voxeu.org, 17. März 2009.
  101. Barry Eichengreen:Hall of Mirrors: The Great Depression, The Great Recession, and the Uses-and Misuses-of History. Oxford University Press, 2014,ISBN 978-0-19-939201-8, S. 5.
  102. Barry Eichengreen:Hall of Mirrors: The Great Depression, The Great Recession, and the Uses-and Misuses-of History. Oxford University Press, 2014,ISBN 978-0-19-939201-8, S. 1–2.
  103. Paul Krugman,Austerität: Der Einsturz eines Glaubensgebäudes, Blätter für deutsche und internationale Politik, Juli 2013.
  104. Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung,ZEW-Studie zum Stabilitäts- und Wachstumspakt – Automatische Stabilisatoren in den Euro-Ländern tragen stärker als in den USA zur Konjunkturstabilisierung bei, 14. Januar 2015, die Studie:Automatic stabilizers in the Eurozone: Analysis of their effectiveness at the member state and euro area level and in international comparison, 14. November 2014.
Normdaten (Sachbegriff):GND:4079171-3 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS)
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Weltwirtschaftskrise&oldid=263378671
Kategorien:
Versteckte Kategorien:

[8]ページ先頭

©2009-2026 Movatter.jp