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Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik
Беларуская Савецкая Сацыялістычная Рэспубліка
Белорусская Советская Социалистическая Республика
1919–1991
FlaggeWappen
AmtsspracheBelarussisch,Russisch,Jiddisch undPolnisch
HauptstadtMinsk
Fläche207.600 km²
Einwohnerzahl10.151.806
Bevölkerungsdichte48,9 Einwohner pro km²
Errichtung1. Jan. 1919
Endpunkt26. Aug. 1991
National­hymneHymne der Weißrussischen SSR
ZeitzoneUTC+2
Vorlage:Infobox Staat/Wartung/NAME-DEUTSCH

DieWeißrussische Sozialistische Sowjetrepublik (auch „Weißrussische SSR“), auchBelarussische Sozialistische Sowjetrepublik (auch „Belorussische SSR“ oder BSSR,belarussischБеларуская Савецкая Сацыялістычная РэспублікаBelaruskaja Sawezkaja Sazyjalistytschnaja Respublika, bis 1936/37Беларуская Сацыялістычная Савецкая РэспублікаBelaruskaja Sazyjalistytschnaja Sawezkaja Respublika;russischБелорусская Советская Социалистическая РеспубликаBelorusskaja Sowetskaja Sozialistitscheskaja Respublika), wurde am 1. Januar 1919 im russischenSmolensk proklamiert. Hauptstadt warMinsk. Sie war eine der vierRepubliken, aus denen 1922 dieSowjetunion gegründet wurde. Die BSSR endete mit der Ausrufung derRepublik Belarus am 26. August 1991 als Nachfolgestaat.

Geschichte

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Hauptartikel:Geschichte von Belarus

Die Weißrussische SSR wurde erstmals am 1. Januar 1919 proklamiert. Am 27. Februar 1919 fusionierte sie mitLitauen für einige Monate zurLitauisch-Weißrussischen SSR,[1] die aber im Juli 1919 während desPolnisch-Sowjetischen Krieges durch polnische Truppen zerschlagen wurde.

Im August 1920 wurde in Minsk eine Weißrussische SSR neugegründet, und 1922 wurde die BSSR eineUnionsrepublik der neu gegründetenSowjetunion.

1924 und 1926 wurde sie um einige westrussische Gebiete vergrößert (Mogiljow,Witebsk,Gomel) und 1932 ein autonomer Bezirk (Dsjarschynsk) für die polnische Minderheit eingerichtet, 1935 aber wieder aufgelöst. Stattdessen kamen 1939, gemäß demHitler-Stalin-Pakt, die ehemals polnischen Gebiete Weißrusslands hinzu (einschließlichBezirk Białystok), von denen die Weißrussische SSR wiederum 1940 Wilna (Vilnius) an die Litauische SSRabtrat.

Nach dem deutschenAngriff auf die Sowjetunion stand die Sowjetrepublik von 1941 bis 1944 unter deutscher Besatzung, die großes Leid über die weißrussische Bevölkerung brachte. Bis zu 2,5 Mio. Einwohner der Unionsrepublik kamen ums Leben. Fast alle Städte und viele Dörfer des Landes wurden im Sommer 1944 beim Rückzug der deutschen Besatzer zerstört. In Würdigung ihrer großen Opfer im Krieg wurde die Weißrussische SSR (ebenso wie dieUkrainische SSR) 1945 neben der Sowjetunion als eigenesGründungsmitglied in dieVereinten Nationen aufgenommen und hatte eine eigene Stimme in derUN-Vollversammlung, die aber im Block mit der Sowjetunion abgegeben wurde.

Seit 1950 führte die BSSR eineigenes Wappen, welches noch über ihr Bestehen hinaus bis 1995 verwendet wurde. Im Laufe der Jahre änderte sich dieFlagge der BSSR vier Mal.

Seit Ende 1991 bildet Belarus nach demZerfall der Sowjetunion einenunabhängigen Staat.

Bevölkerung

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Karte der Weißrussischen SSR (1938)

In der 1919 gegründeten BSSR wurde der multiethnische Charakter der Bevölkerung durch die Einführung von vier Staatssprachen berücksichtigt: Belarussisch,Jiddisch, Russisch und Polnisch.

Laut sowjetischer Volkszählung von 1979[2] setzte sich die Bevölkerung der Weißrussischen SSR im Wesentlichen aus folgenden Ethnien zusammen:

NationalitätBevölkerungsanzahlNationalitätenanteile
Belarussen7.568.00079,4 %
Russen1.134.10011,9 %
Polen403.2004,2 %
Ukrainer231.0002,4 %
Juden135.4001,4 %
Tataren10.9000,1 %
Roma8.4000,1 %
Litauer7.0000,1 %
Moldauer2.9000,03 %
Armenier2.8000,03 %
Gesamte BSSR9.536.100100,0 %

Literatur

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  • Tikhon Iakovlevich Kiselev:Byelorussia. Speeding towards abundance. Soviet Booklets, London 1960 (The fifteen Soviet Socialist Republics today and tomorrow C), (Soviet Booklet 60).

Weblinks

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Commons: Belarussische Sozialistische Sowjetrepublik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Kristian Gerner, Stefan Hedlund:The Baltic states and the end of the Soviet empire. Routledge, London 1993,ISBN 0-415-07570-X, S. 57.
  2. Pokshishevskiy, V. V. (ed.): Soviet Census: a demogr. evaluation. Wiesbaden: Akad. Verl.-Ges. 1980.
Unionsrepubliken derSowjetunion
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