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Wasserspeicher

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Dieser Artikel behandelt den allgemeinen Begriff. Zu weiteren Bedeutungen sieheWasserspeicher (Leverburgh),Wasserspeicher Thana undWasserspeicher Rosenhügel.
Altergenieteter Eisenbahn-Wassertank aus der Zeit der Dampfzüge inBahnhof Hausen i Tal (2018)
Altergenieteter Eisenbahn-Wassertank aus der Zeit der Dampfzüge inSeeis,Namibia (2018)

AlsWasserspeicher oderWasserreservoir bezeichnet man natürliche oder künstliche Speicher fürTrinkwasser oderNutzwasser.

Die BezeichnungReservoir wird eher für die natürlichen Speicher benutzt, die Unterscheidung ist aber in der Umgangssprache nicht klar.

Natürliche Speicher

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Oberirdisch

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Unterirdisch

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Video: Felsen als Wasserspeicher für Pflanzen

Künstliche Speicher

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Stauseen

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Hauptartikel:Stausee

Stauseen sind künstlich angelegteStillgewässer die der Wasserspeicherung dienen können.

Tiefbehälter

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DerWasserspiegel des Speichers liegt tiefer, als es demVersorgungsdruck entspricht. Für die Versorgung muss daher das Wasser aus dem Behälter hochgepumpt werden. Tiefbehälter sind daher Saugbehälter fürPumpwerksanlagen und dienen zum Ausgleich zwischen Quellenzulauf oder Brunnenvorförderung und der Wasserhebung in dasVersorgungsnetz. Bei Druckbehälterpumpwerken haben sie daneben, Teilaufgaben des Hochbehälters, wie Ausgleich der Verbrauchsschwankungen oder Speicherung der Löschwassermenge zu übernehmen.

Löschwasserspeicher

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Offener Wasserspeicher auf La Gomera mit natürlichemVerdunstungsschutz

Sehr häufig und bei kleinenLandgemeinden fast immer notwendig ist die Speicherung vonLöschwasser in besonderen für dieFeuerwehr notwendigen Löschwasserspeichern, z. B. wenn keine zentraleWasserversorgung vorhanden ist oder der Wasservorrat im Hochbehälter fürGroßbrände nicht ausreicht. Da keine besonderenhygienischen und technischen Anforderungen an das Wasser gestellt werden, kann für die Füllung auchOberflächenwasser verwendet werden. Im Allgemeinen werden vorhandeneWeiher mit den fürLöschwasserentnahme erforderlichen Einrichtungen versehen oder künstlicheLöschwasserteiche angelegt. In geschlossenen bebauten Gebieten sind dagegen unterirdischeLöschwasserbehälter zweckmäßig.[1]

Hochbehälter

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Historischer Wasserspeicher inMarkdorf
Hauptartikel:Wasserbehälter (Wasserwirtschaft)

Am häufigsten und bei den meisten zentralenWasserversorgungsanlagen vorhanden ist die Wasserspeicherung inHochbehältern. Es sind die Wasserspeicher bzw.Wasserbehälter, deren Wasserspiegel höher als dasVersorgungsgebiet liegt, von dem aus das Wasser dem Versorgungsnetz mit natürlichemGefälle zuläuft. Sie dienen zum Ausgleich der Verbrauchsschwankungen, dem gleichmäßigen Einhalten des Druckes im Versorgungsnetz, der Notversorgung und der Speicherung eines Wasservorrates für Löschzwecke, beiPipelines und Gruppen-Wasserversorgungsanlagen als Unterbrechbehälter und Zonenbehälter.

Wird der Hochbehälter in entsprechender Höhe angeordnet, ist damit der beabsichtigteVersorgungsdruck gegeben. Eventuell können Hochbehälter auf unterschiedlichen Höhen angeordnet werden, um verschiedene Druckstufen zu bedienen (hügeliges Gelände).Behälter dienen allerdings nicht nur zum Aufbau von Wasserdruck, sondern ggf. genauso der Druckreduzierung, vor allem in Versorgungsnetzen mit großen Höhenunterschieden werden sogenannte Durchflussbehälter eingesetzt, weil sonst der Druck am tiefsten Punkt des Versorgungsnetzes zu groß würde.

Erdhochbehälter

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Erdhochbehälter
Hauptartikel:Zisterne

Der Wasserspeicher wird an einem höhen- und lagemäßig günstigen Platz zum überwiegenden Teil unter Gelände eingebaut und mit Erde überdeckt. Diese Form der Hochbehälter wird häufig angestrebt, da sie am wirtschaftlichsten und betriebssichersten ist.

Wasserturm

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Wasserturm auf der NordseeinselLangeoog, auch genutzt als Seezeichen
Hauptartikel:Wasserturm

Wassertürme können nur geringe Wassermengen speichern, stellen jedoch durch ihre geodätische Höhe einen entsprechenden Druck für das tiefer liegende Rohrleitungsnetz zur Verfügung.Wenn kein günstig gelegener Geländepunkt vorhanden ist, wird das Wasser in der Nähe des Versorgungsgebietes in Wasserkammern gespeichert, die im oberen Teil eines turmartigen Bauwerks untergebracht werden. Gelegentlich wird der Wasserturm als Standrohrturm (Wassersilo) ausgeführt, wobei Sohle der Wasserkammer gleich Gründungssohle ist. Die Kosten eines Wasserturmes sind erheblich höher als die eines Erdbehälters (rund fünf- bis zehnfach). Der Wasserspiegel des Speichers wird daher meist nicht so hoch über dem Versorgungsgebiet wie beim Erdhochbehälter gelegt und sein Fassungsraum wird kleiner gehalten.

Schwallwasserbehälter

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InSchwimmhallen befinden sich Schwallwasserbehälter, auch Rohwasserspeicher genannt. Der Name Schwallwasserbehälter kam zustande, da z. B. inSchwimmbecken das Wasser über eineÜberlaufrinne schwallt, bevor es im eigentlichen Behälter ankommt. Der Schwallwasserbehälter ist also ein Raum, in dem Wasser angesammelt und wieder entnommen werden kann.

Das benötigte Nutzvolumen eines Rohwasserspeichers setzt sich aus verschiedenen Anteilen zusammen, dem Verdrängungsvolumen der Badegäste, dem Schwallwasservolumen durch die Wellen der Badegäste bedingt, bei vielen älteren Anlagen auch noch dem Spülwasservolumen, das für dieFilterspülung vorgehalten wird. Genaue Formeln für die Berechnung der einzelnen Volumina stehen im Teil 1 derDIN 19643.

Zisterne

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Hauptartikel:Zisterne

Eine Zisterne ist ein unterirdischer oder abgedeckter Sammelbehälter für Trinkwasser oderNutzwasser.

Siehe auch

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Literatur

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  • Gerhard Merkl:Trinkwasserbehälter, Planung Bau, Betrieb, Schutz und Instandsetzung. Oldenbourg Industrieverlag, München 2005,ISBN 3-486-63064-4.
  • Gerhard Merkl:Technik der Wasserversorgung. Oldenbourg Industrieverlag, München 2008,ISBN 978-3-8356-3082-6.
  • Rosemarie Karger, Frank Hoffmann:Wasserversorgung. Gewinnung – Aufbereitung – Speicherung – Verteilung. 14. Auflage. Springer Vieweg, Wiesbaden 2013,ISBN 978-3-8348-1380-0.
  • Willi Gujer:Siedlungswasserwirtschaft. Springer Verlag, Berlin / Heidelberg 1999,ISBN 3-540-65769-X.
  • Helmut Damrath:Wasserversorgung. B. G. Teubner, Stuttgart 1998,ISBN 3-519-15249-5.
  • Mutschmann, Stimmelmayr:Taschenbuch der Wasserversorgung. 16. Auflage. Springer Vieweg, Wiesbaden,ISBN 978-3-8348-9805-0
  • Lutz Rieck:Die Roten Hefte, Heft 27a – Die Löschwasserversorgung, Teil I Die Sammelwasserversorgung. 4. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2000,ISBN 3-17-015011-1. 
  • Lothar Schott, Manfred Ritter:Aktuelles Grundwissen Feuerwehr. Feuerwehr Grundlehrgang. 22. Auflage. Wenzel Verlag UG, Marburg 2025,ISBN 978-3-88293-222-5. 

Weblinks

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Wiktionary: Wasserspeicher – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. Franz-Josef Sehr:Nicht genormt – trotzdem gut, Hochbehälter als Löschwasserreservoir. In:Florian Hessen 3/1988. Munkelt Verlag, 1988,ISSN 0936-5370,S. 32–33. 
Normdaten (Sachbegriff):GND:4189256-2 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS)
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