Wargaschi
Siedlung städtischen Typs
| |||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||
Wargaschi (russischВаргаши) ist eineSiedlung städtischen Typs in derOblast Kurgan (Russland) mit 9254 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]
Geographie
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Der Ort liegt im südwestlichen Teil desWestsibirischen Tieflands gut 30 Kilometer Luftlinie östlich des OblastverwaltungszentrumsKurgan, inmitten mehrerer kleinerer Seen.
Die Siedlung ist Verwaltungszentrum desRajonsWargaschinski.
Geschichte
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Wargaschi geht auf einen der „Vorposten“ zurück, die um 1743 in diesem Gebiet entlang der damaligen Grenze desRussischen Reiches zu den nur vonnomadisierendenSteppenvölkern (zeitgenössische Bezeichnung „Kirgisen“) bewohnten südlicheren Gebiete in Form der nach dem Fluss benanntenIschim-Linie entstanden. Mit der Verlagerung der Grenze nach Süden im Verlauf des 18. Jahrhunderts verlor der nach dem Maximowskoje-See, etwa acht Kilometer nordöstlich der heutigen Siedlung, benannteMaximowski forpost seine militärische Bedeutung. „Staatliche“ (also nichtleibeigene) Bauern durften sich ansiedeln und gründeten ein zunächst alsWargaschowa (nach einem Familiennamen) bekanntes Dorf. Später wurde es an einen anderen See, etwa drei Kilometer südöstlich der heutigen Siedlung verlegt.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde dieTranssibirische Eisenbahn auf ihrem westsibirischen Abschnitt vonTscheljabinsk nachOmsk vorbeigeführt, und um den dort eröffneten Bahnhof entstand eine Stationssiedlung. Diese übertraf bald das ursprüngliche Dorf an Einwohnerzahl und Bedeutung und wurde 1924 mit der Gründung eines Rajons als dessen Verwaltungssitz selbständig. 1944 wurde der Status einer Siedlung städtischen Typs verliehen.[2]
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Jahr | Einwohner |
---|---|
1939 | 2570 |
1959 | 7282 |
1970 | 8973 |
1979 | 9809 |
1989 | 9889 |
2002 | 9953 |
2010 | 9254 |
Anmerkung: Volkszählungsdaten
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die Siedlung und der umgebende Rajon sind landwirtschaftlich, vorwiegend vom Getreideanbau geprägt; daneben wird Forstwirtschaft betrieben. In Wargaschi gibt es ein Werk für Feuerwehrausrüstungen und -fahrzeuge.[2]
Wargaschi ist Station am südlichen Zweig der Transsibirischen Eisenbahn (Streckenkilometer 2398 abMoskau). Nördlich an der Siedlung führt die FernstraßeM51 von Tscheljabinsk nachNowosibirsk vorbei, Teil der transkontinentalen Straßenverbindung.
Einzelnachweise
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- ↑abItogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen5, S. 12–209;11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
- ↑abWargaschi auf der Webseite desGeographischen Instituts derRAN (russisch)
Weblinks
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Offizielle Website des Rajons Wargaschi (russisch)
- Rajon Wargaschi auf der Website der Oblastverwaltung (russisch)
Städte | DalmatowoR |KataiskR |KurganS |KurtamyschR |MakuschinoR |PetuchowoR |SchadrinskS/R |SchtschutschjeR |SchumichaR | |
Siedlungen städtischen Typs | JurgamyschR |KargapoljeR |Krasny Oktjabr |LebjaschjeR |MischkinoR |WargaschiR | |
Weitere Rajonzentren | Almenewo |Beloserskoje |Gljadjanskoje |Ketowo |Mokroussowo |Polowinnoje |Safakulewo |Schatrowo |Swerinogolowskoje |Tschastooserje |Zelinnoje |