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Wally Dallenbach senior

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Wallace „Wally“ Jacob Dallenbach senior (*12. Dezember1936 in derEast Brunswick Township,New Jersey; †29. April2024 inBrowns Mills, ebenda) war einUS-amerikanischerAutomobilrennfahrer und langjähriger Motorsportfunktionär derChampionship Auto Racing Teams (CART).

Er stieg wie viele seiner Fahrerkollegen überMidget-Cars undSprint-Cars Mitte der 1960er-Jahre in dieUSAC Championship Car Series auf, die in dieser Zeit dieUS-amerikanische Formel-Meisterschaft war und in der er seine größten Erfolge als aktiver Fahrer erzielte. Außerdem startete er bei einzelnen Läufen derNASCAR Grand National Series und bestritt 1979 die erste Saison derSCCA/CART Indy Car Series, der er nach dem Ende seiner Karriere über zwanzig Jahre als leitender Rennkommissar verbunden blieb.[1]

Persönliches

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Wally Dallenbach wurde 1936 als Sohn von Jacob W. Dallenbach und seiner Frau Bertha (geb. Christensen) geboren und wuchs in derEast Brunswick Township in unmittelbarer Nähe zuNew York City auf.[2][3] Später lebte er lange Zeit auf einer Farm inBasalt,Colorado und engagierte sich umfänglich für die dortige Gemeinde, unter anderem durch den Kauf des erstenNotarztwagens der Stadt.[4] Er interessierte sich früh für das Automobil und baute mit 15 Jahren sein erstes eigenesStockcar auf Basis einesFord-Vorkriegsmodells, das er mangels Führerschein aber noch nicht professionell bei Rennen einsetzen oder auf öffentlichen Straßen bewegen konnte.[5] Nach seinemHigh-School-Abschluss arbeitete er zunächst im väterlichen Betrieb, derDallenbach Sand Co., und entschloss sich anschließend zu einer professionellen Motorsportkarriere.[2] Aus seiner 1960 geschlossenen Ehe mit Anette „Peppy“ Dallenbach († 2023) gingen die Söhne Paul undWally Dallenbach junior, die später selbst Rennen fuhren, sowie eine Tochter, Colleen, hervor.[6][7]

Der anglo-amerikanischen Tradition derHall of Fame (Ruhmeshalle) folgend erhielt Dallenbach zahlreiche Mitgliedsernennungen, darunter derSports Hall of Fame of New Jersey im Jahr 2004, derMotorcycle Hall of Fame im Jahr 2006 sowie kurz vor seinem Tod der landesweitenMotorsports Hall of Fame of America.[8][9][10]

Dallenbach starb im April 2024 im Alter von 87 Jahren in seiner Heimat New Jersey.[7]

Karriere

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Ein Dragster der späten 1950er-Jahre

Anfänge mit Dragstern, Midget-Cars und Sprint-Cars

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Die ersten Schritte einer professionellen Rennfahrerkarriere machte Dallenbach mit 17 Jahren nach dem Erwerb seiner Fahrerlaubnis Ende der 1950er-Jahre mitDragsterrennen an der Ostküste der USA.[5] Diese in den Jahren nach demZweiten Weltkrieg entstandene Sportart bot gerade Jugendlichen verhältnismäßig günstig den Einstieg in den Motorsport. Dallenbach gewann zahlreiche Veranstaltungen und fuhr sein selbstgebautesStockcar nun auch erfolgreich bei lokalen Rennen auf asphaltiertenOvalkursen.[11] 1963 wechselte er zuMidget-Cars und späterSprint-Cars, die den natürlichen Karriereweg in die sowohl auf asphaltierten als auch schlammigen Ovalen ausgetragenen US-Rennklassen vorgaben, die alsmodified racing bekannt sind, und sammelte so weitere Erfahrung imMonopostosport.

USAC

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AAR Eagle vonGordon Johncock; Mit einem baugleichen Fahrzeug fuhr Dallenbach 1973 seine erfolgreichste USAC-Saison

DieUSAC Championship Car Series, die zu dieser Zeit die oberste Liga derUS-amerikanischen Formel-Meisterschaft war, erreichte Dallenbach schließlich zurSaison 1965. Er fuhr in seinen ersten Jahren unter anderem mit Unterstützung vonJoe Barzda, der wie er aus East Brunswick kam, ältere Fahrzeuge vonKurtis Kraft,Meskowski, Huffaker, Vollstedt und Finley und erzielte als beste Ergebnisse zwei dritte Plätze. Ab1969 erhielt er mit Unterstützung des Geschäftsmanns Lindsey Hopkins, der unter anderem Hotelketten betrieb, Zugang zu modernerenAAR Eagle. Dallenbach konnte mit den konkurrenzfähigeren Fahrzeugen seine Leistungen verbessern und diese Saison mit vier Podiumsplätzen auf dem sechsten Rang der Gesamtwertung beenden. Mit weiteren guten Ergebnissen in den Folgejahren überzeugte er schließlich Pat Patrick, Besitzer vonPatrick Racing, einem Spitzenteam dieser Zeit, von sich. Er wurde dort ab Sommer 1973 Nachfolger vonSwede Savage, der sich beimIndianapolis 500 1973 schwere und letztendlich tödliche Verletzungen zugezogen hatte. Dallenbach belohnte das Vertrauen Patricks mit drei Siegen und zwei weiteren Podestplätzen, musste sich in der Meisterschaft als Zweiter aber letztlichRoger McCluskey geschlagen geben, der effizienter Punkte gesammelt hatte. Dallenbach blieb fortan bis zu seinem Karriereende mitPatrick Racing verbunden und fuhr neben zwei Siegen zahlreiche Ergebnisse unter den besten Fünf ein, kam aber nicht mehr in Titelreichweite. Seine besten Leistungen beimIndianapolis 500 erreichte er1974 und1975. Bei ersterer Ausgabe qualifizierte er sich auf den zweiten Startplatz und ging beim Rennbeginn sofort überlegen vorA. J. Foyt in Führung, musste das Rennen allerdings nach nur wenigen Runden mit Motorschaden aufgeben.[12] Im Folgejahr machten erneute Motorenprobleme einen möglichen Sieg, nachdem Dallenbach vom 21. Startplatz bis an die Spitze vorgefahren war, acht Runden vor dem Ziel zunichte.[13]

Indy Cars und CART-Funktionär

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Seine letzte Saison war dieCART-Saison 1979, die die erstmalige Austragung der aufgrund eines Streits zwischen Teilnehmern und Veranstaltern von Ersteren neu begründetenSCCA/CART Indy Car Series war und fortan parallel zu den USAC-Rennen lief. In diesem Jahr startete Dallenbach auch letztmals beimIndianapolis 500 und qualifizierte sich auf den sechsten Startplatz, musste im Rennen aber früh aufgrund eines Defekts an der Radaufhängung aufgeben.[14] Anschließend wechselte er als Funktionär ins Management der Meisterschaft und professionalisierte dieChampionship Auto Racing Teams unter anderem durch Einführung deutlich höherer Sicherheitsstandards und war lange Jahre Vorsitzender der Rennkommissare.[15] ZurCART-Saison 2001 trat er zunächst in den Ruhestand, kehrte für die Ausgaben2003 und2004 aber noch einmal in diese Rolle zurück, nachdem sein NachfolgerChris Kneifel Ende 2002 aufgrund weitläufiger Kritik zurücktreten musste.[16] Nachdem zumFirestone Firehawk 600 auf demTexas Motor Speedway im April 2001 aufgrund der hohen Durchschnittsgeschwindigkeit der Fahrzeuge und Berichten der Fahrer überBlackouts wegen starkerG-Kräfte große Sicherheitsbedenken aufkamen, setzte Dallenbach, als freier Berater hinzugezogen, die Absage des Rennens durch.[17]

Literatur

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  • Rick Popely:Indianapolis 500 Chronicle. Publications International Ltd., Lincolnwood, IL, 1998,ISBN 0-7853-2798-3.
  • Kirby, Gordon:Wally Dallenbach: Steward of the Sport. Racemaker Press, Boston, MA, 2018.ISBN 978-0-9998754-0-7. OCLC 1050111893.

Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. Wally Dallenbach, Sr. | Colorado Motorsports Hall of Fame. Abgerufen am 2. Februar 2026 (amerikanisches Englisch). 
  2. abJacob W Dallenbach (1901–1974). In: findagrave.com. Abgerufen am 2. Februar 2026. 
  3. Bertha Christensen Dallenbach (1902–2003). In: findagrave.com. Abgerufen am 2. Februar 2026. 
  4. Aspen Daily News Staff Report: Philanthropist, former racer dies at age 87. 1. Mai 2024, abgerufen am 2. Februar 2026 (englisch). 
  5. abWally Dallenbach, Sr. | Colorado Motorsports Hall of Fame. Abgerufen am 2. Februar 2026 (amerikanisches Englisch). 
  6. Wally Dallenbach. In: www.motorsportmemorial.org. Motorsport Memorial, abgerufen am 3. Februar 2026 (englisch). 
  7. abINDYCAR Race Winner, Longtime Official Dallenbach Dies at 87. Abgerufen am 2. Februar 2026 (englisch). 
  8. AMA Motorcycle Museum Hall of Fame | Wally Dallenbach, Sr. Abgerufen am 2. Februar 2026. 
  9. AMA Motorcycle Museum Hall of Fame | Wally Dallenbach, Sr. Abgerufen am 2. Februar 2026. 
  10. Wally Dallenbach Sr. Abgerufen am 2. Februar 2026. 
  11. Allen Brown: Wally Dallenbach. Abgerufen am 2. Februar 2026 (englisch). 
  12. Indianapolis Motor Speedway: 1974 Indianapolis 500 | Full-Race Broadcast 1080p. 25. April 2019, abgerufen am 2. Februar 2026. 
  13. 1975 Indianapolis 500 | Motorsport Database. In: Motorsport Database – Motor Sport Magazine. Abgerufen am 2. Februar 2026 (britisches Englisch). 
  14. Race Stats by Year | Indianapolis 500 Historical Stats. Abgerufen am 2. Februar 2026 (englisch). 
  15. Wally Dallenbach 1936–2024 | RACER. (racer.com [abgerufen am 2. Februar 2026]). 
  16. Dallenbach to return as CART’s chief steward for 2002. 28. Januar 2002, abgerufen am 2. Februar 2026 (amerikanisches Englisch). 
  17. By, Daniel McFadin, By, Daniel McFadin: CART and the Race that Never Was. 29. April 2016, abgerufen am 2. Februar 2026 (amerikanisches Englisch). 
Personendaten
NAMEDallenbach, Wally senior
ALTERNATIVNAMENDallenbach, Wallace Jacob (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNGUS-amerikanischer Autorennfahrer
GEBURTSDATUM12. Dezember 1936
GEBURTSORTEast Brunswick Township,New Jersey
STERBEDATUM29. April 2024
STERBEORTBrown Mills,New Jersey
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